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[2023] WanderWeib – Der Jahresrückblick

Das Jahr 2023 – ein erfolgreiches, aber auch herausforderndes Jahr. Und schon ist es wieder vorbei. Kramen wir gemeinsam die Highlights des Jahres aus der WanderWeib-Historie. Es folgen der Rückblick und ein Dankeschön.

Januar

Hakone Open Air Museum

Der erste Artikel des Jahres berichtete über das Hakones Open Air Museum. Das Museum übertraf meine Erwartungen komplett, denn normalweise interessiere ich mich kein bisschen für Kunst. Aber diese Werke waren überwältigend. Zum Beispiel dieser Turm mit seinen farbintensiven Mosaiken.

Weiter ging es mit Japans höchsten Wolkenkratzer, zumindest bis zu jenem Zeitpunkt, dem Abeno Harukas in Osaka. Wer die Stadt schon von oben gesehen hat, der weiß, wie verrückt Japaner sein können. Dazu gibt es viele Restaurants, in denen man es sich schmecken lassen kann. Wer also in Osaka köstliches Essen mit einer schönen Aussicht verbinden möchte, kommt hier absolut auf seine Kosten.

Meinen Ängsten musste ich mich im Zenkoji Tempel in Nagano stellen. Denn hier müssen Besucher einen heiligen Gegenstand in einem komplett abgedunkelten Tunnel unterhalb des Tempels suchen. Das war gar nicht so einfach und ich trat gerne in die Hacken meiner Vorgänger. Deren Freude darüber hielt sich in Grenzen.

Februar

Shiraito Wasserfall

In Karuizawa freute ich mich über die frische Brise am Shiraito Wasserfall, der aus tausend Fäden zu bestehen scheint. Die japanische Stadt ist nicht nur im Sommer ein Geheimtipp sondern auch im Winter. Wegen des großen Skigebiets in der Region. Außerdem decke ich mich dort gerne mit frisch gebackenem Brot ein.

Auf Koyasan besuchte ich die berühmten Pilgerwege, die alle zur Spitze des Berges führen. Zum Heiligtum Okunoin. Die vielen Stufen verhalfen mir zu einem richtig üblen Muskelkater.

Auch der Artikel zu Japanischen Namen bereitete mir Schwierigkeiten. Wie wird nochmal der Name ausgesprochen? Welche Schriftzeichen verwende ich da? Im Japanischen ist das viiiel schwieriger herauszufinden. Beispielsweise gibt es zig Möglichkeiten, den Namen Sato zu schreiben.

Etwas Gutes hat die Sache, für Japaner sind unsere Namen auch ein Graus: Zum Beispiel sollte ich meinen Namen (in Japanisch) bei einer Postsendung angeben. Allerdings akzeptiert das Formular weder Bindestriche, Leerzeichen oder Buchstaben… Ach ja…

Nicht ganz wie geplant, verlief für Corinna der Ausflug zur Geisterinsel Gunkanjima. Fünf Tage vor Termin, sagte die ausführende Schiffsfirma nämlich das Betreten der Insel ab. Die Gefahr von Gebäudeeinstürzen war wegen eines Taifuns zu groß. So war es ihr nur möglich, Fotos zu machen, während sie, eingequetscht zwischen anderen Fotografen, mit der Kamera im Anschlag, über der Schiffsreling hing.

März

Kirschblüten in Kyoto am Keage Incline

Falls es dich im März nach Tokio verschlägt, haben wir für dich alle Kirschblüten-Plätze in Tokio abgeklappert und geben hilfreiche Tipps, damit dein Besuch unvergesslich bleibt. Wenn es für dich weiter nach Kyoto geht, gibt es dort ebenfalls sehr schöne Kirschblüten-Plätze wie den Philosophenweg oder Keage Incline.

Zum x-ten Mal erkundete ich Aussichtsplattformen in Tokio. Und davon gibt es eine ganze Menge. Am besten gefällt mir immer noch der Skytree oder, ganz klassisch, der Tokyo Tower. Sein Charme schlägt so manch modernes Gebäude. Besonders lecker sind die Ramen im Tokyo Tower, die nach dem Aufstieg gleich doppelt so gut schmecken.

Vor Tokio befindet sich die kleine Stadt Kawagoe. Die alte Handelsstadt hat auch einen sehr alten Tempel. Den Kitain. Zu ihm gehören noch Teile des Edo-Palastes und ein schöner Figurengarten.

Auf ihrem Streifzug durch Wakayama, erkundete Corinna den Kimiidera Tempel. Ihr Lieblingstempel dort, wie sie sagt. Jedoch hat sich bis heute keine Trauung angebahnt, nachdem sie das „Gefälle der Heirat“ bestiegen hat. Vielleicht gilt diese Legende wirklich nur für Männer?

April

Nachi Wasserfall

Absolute Superlative ist der Wakayama Kumano Nachi Taisha. Der große Schrein liegt an den Kumano-Pilgerwegen. Inklusive dem größten Wasserfall Japans, umgeben von einem Torii und ein paar Pilgern. Englisch oder Touristen sucht man hier vergebens.

Wir haben sogar den Elch-Test bei japanische Mietwägen gemacht: Als uns auf dem Kawaguchiko-Trip ein Falschfahrer vor einer Kurve entgegenkam und Corinna zum Glück auf den Seitenstreifen ausweichen konnte. Passiert ist nichts, aber der Schock saß tief. Der „Elch“ stellte sich als Tourist heraus, bei dem sich das Rechtsfahrgebot aus der Heimat wieder eingeschlichen hatte.

Hübsch herrichten wollte ich mich auf der Insel Mikimoto, die für besonders erlesene Perlen und die Taucherinnen Ama weltberühmt ist. Der Schmuck aus dem Meer wird meist in noblen Gegenden wie Tokios Ginza oder Omotesando verkauft. Nach einem recht kurzen Blick auf die Preistafeln, verwarf ich den Gedanken und machte mich schnurstracks vom Acker.

Mai

Heiliger Samurai, WanderWeib wurde acht Jahre alt! Ich weiß noch damals, als ich meine ersten Artikel veröffentlichte. Direkt wurde mir gesagt, sie seien schlecht und taugen höchstens als Notizen und lesen würde das sowieso keiner. Ach ja, wie *nett* die Leute damals waren. Heute sind sie verstummt.

Apropos Alter. Im Mai musste ich in ein Brillengeschäft und meine erste japanische Brille kaufen. Und die sind in Japan viel günstiger als in Deutschland. Dort musste ich ~1.000 Euro für eine Kunststoffbrille ausgeben. In Japan bezahle ich für dafür nur 80 Euro.

Überrascht war ich in diesem Jahr über den extremen Sommer, so dass ich gleich mal die Liste gegen Hitze aktualisierte. Diese half mir, die drei heißesten Monate Juli, August und September zu überstehen.

Juni

Sehr aufwendig war der Tokio-Artikel über Gärten und Parks, denn dafür besuchten wir viele Grünflächen. Meine Favoriten sind der Shinjuku Gyoen und der Showa Kinen Koen, die beide recht weitläufig sind. Dabei unbedingt Mückenspray mitnehmen. Die nervigen Viecher lieben Seen und zerstechen alles, was ihnen vor die Flügel kommt.

Immer wieder kommt es vor, dass in der Regenzeit Juni das Wetter umspringt und ein unerwarteter Wolkenguss vom Himmel fällt. Doch keine Angst, dafür haben wir eine hübsche Liste von Orten, die du in Tokio bei Regen besuchen kannst.

Leider fängt im Juni dann auch schon die Mückenzeit in Japan an. Dann decken wir uns sofort mit Muhi oder Vape gegen die fliegende Plage ein. Gerade die ersten Stiche in Japan jucken wie die Hölle.

Der wohl wichtigste Schrein in Nagasaki ist der Suwa Schrein. Der durfte auf der Sightseeing-Liste von Corinna natürlich nicht fehlen. Im Artikel berichtet sie über Göttersänften, Wächterhunde und sogar einen kleinen Inari-Schrein.

Juli

Tokio: Takao Komagino Garten

Wer Lust auf einen japanischen Garten der ganz besonderen Art hat, der sollte in Tokio den Takao Komagino Garten besuchen. Herausfordernd war der Riesen-Burger, den es dort um die Ecke gibt. Am Ende nahm ich das meiste mit nach Hause und aß die Tage danach weiter.

Der Hibiya Park in Tokio stand schon lange auf meiner Aktualisierungs-Liste. Im Juli schaffte ich es endlich. Der Park ist nicht nur für seine Oktoberfeste oder Weihnachtsmärkte bekannt sondern auch für tolle Winterbeleuchtungen.

August

Skytree

Schon mehrfach besuchte ich den Tokyo Skytree, der sich majestätisch über die Megastadt erhebt. Und jedes verdammte Mal muss ich meine Höhenangst überwinden. Aber es lohnt sich. Die Aussicht ist unvergesslich und den Aufstieg wert.

Etwas mehr Zeit solltest du für 101 Dinge, die du in Tokio tun kannst einplanen. Unter anderem hat es mich in das ruhige Viertel Sugamo verschlagen. Hier gibt es allerlei Köstlichkeiten und ich verrate, wo die älteren Menschen in Japan zu ihrem 60. Geburtstag rote Unterhosen herbekommen.

Generell mag ich es eher ruhiger und besuche auch gerne die Kleinstadt Nagano und die Sehenswürdigkeiten der Region. Außerdem ist es in Nagano kühler als in Tokio und im Hochsommer eine willkommene Abwechslung.

September

Seit der Ankündigung, das der Japan Rail Pass im Oktober teurer wird, fing ich an, nach alternativen Japanpässen zu suchen. Dazu entwickelte und programmierte ich den Japan-Pass-Checker, der anhand einer individuellen Reiseroute alle dafür geltenden Zugpässe vorschlägt. Nach einem halben Jahr standen endlich Checker und Artikel. Danach konnte ich keine Reisepässe mehr sehen.

Heiß ersehnt, schrieben wir einen Artikel über den Kansai International Airport, den zentralen Flughafen für Kyoto, Osaka oder Nara. Für den Artikel fotografierte ich auch den niedlichen Hello Kitty-Zug Haruka-Express.

Im September ging auch der Artikel über den Ise-Schrein online, dem heiligsten Schrein Japans. Dessen oberster Priester kein geringerer als der japanische Kaiser ist. Der Ort ist so heilig, das man dort keine Fotos schießen darf. Kleiner Tipp: In Ise (Präfektur Mie) kann man authentisches Japan ohne Touristenmassen erleben.

Oktober

Hakone Ashi-See

Für mich ist einer der schönsten Orte Japans der Ashi-See in Hakone, der zusammen mit dem Fuji und den Schiffen ein unvergessliches Bild abgibt. Mit Blick auf den See genüsslich Tee trinken und viele Fotos schießen – gibt es was schöneres?

Das Highlight im Oktober war der Harry Potter Park: Völlig unverhofft schaffte ich es dahin. Leider dürfen wir wegen Urheberrechtsverletzungen keine Fotos von Innen veröffentlichen.

Einer der Dauerbrenner bei uns ist der „So viel kostet eine Japanreise„-Artikel, in dem alle möglichen Kosten einer Reise aufgelistet werden (inklusive Reisekostenrechner). Viele Menschen sind der Meinung, dass Japan unverschämt teuer sei. Das kommt aber auf den Reisestil und die Reisedauer (plus der Saison) eines jeden einzelnen an.

Keine Ahnung, wie oft uns Leser schon auf der Suche nach Geschirr oder japanischen Messern angeschrieben haben. Wir schicken jeden ins Kappabashi-Viertel, dem Paradies für Küchenbedarf. Besonders lecker ist dort übrigens der Regenbogenkuchen (der gerne früh ausverkauft ist).

November

Hiroshima: Miyajima: Die heilige Insel

Etwas ganz Besonderes gab es im November: Informationen zur Insel Miyajima, vor Hiroshima, gab es von uns zuvor nur als Buch. Jetzt auch als Artikel. Wir können jedem nur raten, die Insel möglichst früh morgens zu besuchen, um den Unmengen an Touristen zu entgehen.

Wie bereits erwähnt, besuchten wir, gefühlt, tausend Parks und Gärten und stellten im Herbst in Tokio-Artikel die schönsten Herbstlaub-Orte vor. Du glaubst gar nicht, wie anders ein Park bei Laubfärbung aussieht.

Zudem aktualisierten wir wieder den Artikel zur Tokyo Winter Illumination – einem echten Winter-Highlight in Japan. Es werden dort nicht nur Parks und Seen sondern auch japanische Gärten beleuchtet. Ein echtes Erlebnis für Groß und Klein.

Dezember

Und dann ist da noch der Dezember, unser sogenannter „Wo-zum-Teufel-sind-unsere-Leser-hin?-Monat“.

Was bedeutet das? Der Dezember ist der Monat mit den wenigsten Aufrufen des ganzen Jahres. Deshalb platzieren wir in diesem Monat gerne Artikel, die generell weniger Anklang finden und auch mal kürzer ausfallen. Wie zum Beispiel Dejima, 21st Century Museum oder der Artikel zum Daishi Kyokai Zentrum. Leider erlauben es nämlich die wenigsten Museen (wieder aufgrund Urheberrechten), Fotos von Ausstellungsstücken zu veröffentlichen.

Und hier kommt ein Versprechen: Im Januar geht es feucht-fröhlich weiter. Freu dich drauf.


Wie du siehst, war wieder jede Menge los in diesem Jahr. Auch im nächsten ist wieder so vieles geplant… und wer immer informiert sein möchte, was bei uns gerade vor sich geht, sollte unbedingt den monatlichen Newsletter bestellen. Natürlich kostenfrei. So verpasst du nicht einen Artikel, hast immer alles auf einen Blick und bekommst den ein oder anderen Insidertipp von uns gratis beschert.


Apropos Bescherung. Möchtest auch du uns beschenken? Dann würden wir uns sehr freuen, wenn du über unsere Affiliate-Links Hotels (Booking)* , den Japan Rail Pass*, Sim-Karten oder einen Wifi-Router buchst. Oder überrasche uns mit einem Amazon-Gutschein* via E-Mail. Zudem kannst du uns super gerne Freuden, Familie und Bekannten weiterempfehlen. Vielen herzlichen Dank.

In diesem Sinne wünschen wir frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins Jahr 2024!

Tessa & Corinna – WanderWeib.de

Im letzten Jahresrückblick stand an genau dieser Stelle folgender Satz: Vielleicht verraten wir im nächsten Jahresrückblick, was es mit diesem „Foto von uns“ auf sich hat.

Antwort: Von uns beiden existiert kein Foto zusammen (wir haben einfach nie daran gedacht, eins zu machen). Also dachte sich Corinna: Kein Problem, ich kann uns auch zeichnen. Heraus kam dieses „Portrait“ auf einem Zeichentablet und sorgte für so manchen Lacher.


Halt! Stop! Und falls du Lust hast, lass uns doch einen Weihnachts- bzw. Neujahrsgruß da und/oder beantworte folgende Frage(n):

  1. Möchtest auch du nach Japan reisen? Wohin genau und was interessiert dich an Japan am meisten?
  2. Zu welchen Themen und Schwerpunkten benötigst du noch Infos?

Jedes Kommentar hilft uns, dich und deine Anliegen besser zu verstehen :)

PS. Und falls du schon in Japan warst und du gar nicht genug darüber berichten kannst, gäbe es da noch die Möglichkeit, einen Gastartikel bei uns zu veröffentlichen. Gleich vorab: Die Fotorechte müssen bei dir liegen. Keine Fotos aus dem Internet, wie das leider schon so einige Male passiert ist. Bei Interesse, schreibe uns gerne eine E-Mail an kontakt@wanderweib.de

4 Kommentare

  • Bärbel Saul

    Liebe Tessa, liebe Corinna,
    mit Begeisterung lesen wir das Wanderweib und wissen jetzt eigentlich schon gar nicht mehr, was wir NICHT ansehen, besuchen oder austesten sollten – die vielen tollen Hinweise machen uns eine Auswahl für 3 Wochen schwer 😀. Im April 2024 soll es endlich losgehen (hin Tokyo – zurück Osaka), nachdem wir uns im April diesen Jahres 4 Tage vor Abreise Corona positiv testen und die Reise canceln mussten 🙃. Also wünsche ich euch (aber auch uns): ein gesundes, erfolgreiches und glückliches neues Jahr. Danke für den super Reiseblog – wir freuen uns über jeden neuen Artikel.
    Ganz herzliche Grüße von
    Bärbel und Dirk aus Hamburg

  • Ray

    Nach unserer Japanreise vor einigen Jahren habe ich euren Blog entdeckt und lese immer gerne für Beiträge. Japan sehen wir seitdem mit ganz anderen Augen…
    Gestern haben wir den neuen Wim Wenders Film gesehen: Perfect Days. Der spielt in Tokyo und begleitet einen Mann, der Toiletten reinigt, einige Tage in seinem Leben.
    Mich würde interessieren, ob ihr den Film kennt und was eure Meinung dazu ist.

    • Corinna

      Hallo Ray,

      frohes Neues. Den kenne ich leider nicht. Habe ihn mir aber gleich mal auf meine Liste gesetzt. Vielen Dank dafür.

      Viele Grüße
      Corinna

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