Okunoin (奥の院) ist das Mausoleum des berühmten Kobo Daishi (Mönch Kukai), dem Gründer des Shingon Buddhismus und einer der heiligsten Orte Japans. Noch heute wird geglaubt, das Kobo Daishi in ewiger Meditation auf Okunoin verharrt. Deshalb werden ihm täglich frische Speisen gereicht.


Brücke Ichinohashi

Die Brücke Ichinohashi (erste Brücke) markiert den Eingang zum Okunoin, vor welcher sich Besucher traditionell verbeugen, um Kobo Daishi Respekt zu zollen. Hinter der Brücke beginnt ein Friedhof. Im Schatten von uralten Zedern geht man an mehr als 200.000 Gräbern vorbei zum Mausoleum. Die Gräber gehören Mönche oder Feldherren, die hofften, nach dem Tod Erlösung durch die Nähe zu Kobo Dashi zu erhalten.

Familiengrab eines Feldherren

Ein zweiter, kürzerer Weg führt von der Bushalte „Okunoin-mae“ zum Mausoleum. Dieser Weg ist nur 1 km lang und führt an neueren Gräbern vorbei. Hier befinden sich auch die bekannten Gräber von Personen, die bekannte Firmen- oder Vereinsmitglieder waren. Häufig befinden sich darin jedoch keine sterblichen Überreste, sondern vielmehr um Grabdenkmäler.

Moderne Gräber

Beide Wege führen zur Gokusho Gebetshalle, die für ihre Jizo-Statuen bekannt ist.

Gokusho Gebetshalle

Jizo ist eine Gottheit, die über Kinder, Reisende oder die Seelen der Toten wacht. Oft tragen sie rote Lätzchen und Hütchen. Besucher können mit einer Kelle Wasser über die Mizumuke Jizo gießen und so für verstorbene Vorfahren beten.

Mizumuke Jizo Statuen

Neben den Jizo-Statuen befindet sich die Gobyobashi Brücke, die das heilige Innere des Okunoin markiert. Es ist der spirituellste Ort auf Koyasan. Besucher sollten sich vor dieser Brücke verbeugen, bevor sie diese passieren. Hinter der Brücke ist Essen, Trinken oder Fotografieren verboten.

Gobyobashi Brücke und im Hintergrund der Okunoin-Tempel

Hinter der Brücke, auf der linken Seite, befindet sich in einem Käfig der Miroku Stone (geheimnisvoller Stein). Besucher können versuchen, den Stein mit einer Hand von der unteren auf die obere Ebene zu heben. Die Legende besagt, für Personen mit gutem Herzen fühlt sich der Stein leichter an.

Die Haupthalle Torodo (Halle der Lampen) beherbergt mehr als 10.000 Laternen, die von Besuchern gestiftet wurden, um sie niemals erlöschen zu lassen. Direkt hinter der Haupthalle befindet sich das Mausoleum von Kobo Daishi, davor stehen oft Pilger und zitieren Sutras.

Auf dem Gelände von Okunoin befinden sich viele Steinlaternen, die sitzende Mönche im Lotussitz darstellen. Die quadratischen Steine stellen übereinandergeschlagenen Beine, die runden großen Kugeln den Bauch, die Dächer die Schultern und die Kugeln oben die Köpfe dar.

Mönchs-Laternen in perfekter Symmetrie


Insidertipps

  • Am besten werktags und möglichst früh anreisen.

Anfahrt

  • Adresse: 550 Koyasan, Koya, Ito District, Wakayama 648-0294 (GoogleMaps)

Koyasan erreichst du am einfachsten von Osaka mit dem Nankai Express, der bis zur Koyasan Seilbahn fährt. Von der Seilbahn Station Koyasan nimmst du den Bus (ggf. an Senjuinbashi umsteigen) bis zur Haltestelle „Ichi-no-hashi“. Vor dort führt der 2 km lange Weg an Gräbern vorbei zum Tempel Okunoin.

Per Bus:

  • (Koyasan Seilbahn) Koyasan Bhf -> Bus -> „Ichi-no-hashi“ Haltestelle oder „Okunoin-mae“  Haltestelle


Öffnungszeiten & Preise

Torodo (Halle der Lampen)

  • Öffnungszeiten: 6.00-17.30 Uhr
  • Eintritt frei

Gokusho Gebetshalle

  • Öffnungszeiten: 8.30-17.00 Uhr
  • Eintritt frei

 

  • Gesamt-Verweildauer: 90 Minuten

Barrierefreiheit

  • Barrierefrei = BF, nicht Barrierefrei = NBF, Stillraum = SR, Wickelflächen = WF, Rollstuhltoilette = RT
  • Okunoin ist NBF (eine Treppe vor dem Mausoleum), aber besitzt WF, SR und RT. Aber Busse besitzen Rampen und die Seilbahn einen Lift für Rollstuhlfahrer.

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