Schon wieder ist ein Jahr vorbei. Auch in diesem Jahr war auf WanderWeib viel los und ich war viel unterwegs. In diesem Artikel stelle ich euch die Highlights des Jahres 2019 vor und blicke noch einmal zurück. Vielleicht hast du den einen oder anderen Artikel verpasst?

Schauen wir uns den WanderWeib-Jahresrückblick 2019 einmal an:


Januar

Bevor ich in Tokio wohnte, kannte ich nur einige Sehenswürdigkeiten der Megastadt. Diese Lücke wollte ich schließen und startete meine Tokio-Stadtviertel-Reihe. Der Shinjuku-Artikel ist einer der aufwendigsten aus dieser Reihe und dauerte knappe 11 Monate, bevor ich alle Fotos zusammen hatte. Das Schwierigste war, die ganzen Restaurants und Cafes zu besuchen.

Im Januar konnte ich auch endlich den Rikugien Garten-Artikel fertigstellen. Den Garten besuchte ich mehrmals im Jahr, um ihn aus jeder Jahreszeit zu präsentieren. Der Garten zählt zu einen der schönsten in Tokio und ist nicht überlaufen. Tipp: Eine Obento-Box mitbringen und im Garten auf einer Bank genießen. ;-)

Februar

Besonders beliebt war im Februar der Artikel über Akihabara, dem Anime- und Manga-Viertel in Tokio. Viele Japan-Touristen zieht es in dieses Viertel, um sich mit Fan-Artikeln einzudecken oder ein Maid-Cafe zu besuchen.

Insgesamt war ich schon x-mal in einem Maid-Cafe. Nämlich jedes Mal, wenn ein weiterer Kumpel aus Deutschland ankommt. Bei jedem Besuch eines solchen Cafes gibt es Punkte, die einem Vergünstigungen einbringen. Leider hatte ich das Punktesammeln versäumt, da ich jedes Mal leicht verstört aus einem Maid Cafe wieder herauskam…

Vermutlich kennst du den roten Sensoji-Tempel in Asakusa?  Doch im Februar zeigte ich dir, dass es in Asakusa noch viel mehr zu entdecken gibt: Es gibt einen Freizeitpark, ein Badehaus, viele Einkaufspassagen und einen schönen Park mit Blick auf den Skytree.

März

Im März ging es ins Viertel Ryogoku, das für seine Sumo-Halle und seine Eintöpfe berühmt ist. Zum ersten Mal war ich 2016 auf einem Sumo-Turnier und saß insgesamt 10 Stunden auf dem Hosenboden (Danach tat mir der Hintern weh). Während des Turniers war eine Bekannte mit dabei, die mir die Abläufe des Sumos erklärte, die mir doch so ganz fremd waren.

Schon im letzten Jahr wollte ich einen Artikel zum Thema Hanami-Picknick schreiben, doch erst in diesem Jahr schaffte ich es. Den Artikel nutze ich auch gleich als Checkliste für das WanderWeib-Hanami-Picknick im Shinjuku Gyoen, zu dem insgesamt 12 nette Leute kamen. Auch im nächsten Jahr 2020 wird es wieder ein Picknick geben, das vermutlich Ende März / Anfang April in Tokio stattfindet.

April

Spannend war der Besuch der Aussichtsplattform auf dem Roppongi Hills Mori Tower, weil ich einen Werktag mit gutem Wetter abpassen musste. Bei zu starkem Wind bleibt die Plattform nämlich geschlossen und bei Regen oder Wolken gibt es keine schönen Fotos. Nach drei Wochen Warten versprach der japanische Wetterdienst endlich gutes Wetter, ohne Regen und mit viel Sonne. Als ich dann oben ankam, war ich von der Aussicht restlos begeistert!

Direkt im April fingen die ersten Olympia-Eintrittskarten-Vorverkäufe für Einwohner in Japan an. Wegen Olympia 2020 bekam ich bereits da viele Anfragen und so entschloss ich mich, innerhalb von drei Tagen diesen Artikel zu schreiben. Dann brauchte ich mich nicht ständig zu wiederholen und alle Informationen sind ordentlich aufgelistet.

Mai

Im Mai blieb mir der Bus fahren in Japan-Artikel in Erinnerung, den ich immer vor mir her schob. Da es in Japan kein wirklich einheitliches System gibt, wusste ich nie, wie ich diesen Artikel schreiben sollte. Doch Google zeigte mir, dass ihr Leser an dem Thema ein großes Interesse zeigt. So beschäftigte ich mich im Mai mit diesem Thema und stelle eine ganz gute Auflistung der Busfahr-Systeme vor. :-)

Ganz heiß wurde in der WanderWeib-Facebook-Gruppe über das Thema “Alleine nach Japan reisen” diskutiert. Die Ergebnisse der Diskussionen und meine eigenen Erlebnisse fasste ich in diesem Artikel zusammen. Japan ist ein tolles und sicheres Reiseland, das jeder einmal im Leben bereist haben sollte. Nicht ohne Grund bin ich aus Deutschland nach Japan ausgewandert. ;-)

Juni

Wenn ich an der Shibuya Kreuzung unterwegs war, hörte ich schon von Weitem die knatterten Go-Karts der Firma Mari. Alle Fahrer trugen lustige Kostüme und freuten sich über jeden Paparazzi, der sie fotografierte. Wie gerne würde ich auch mal so einen Go-Kart durch Tokios Straßen brausen, doch erst durch die Hilfe einige Leser, konnte ich den Artikel fertig stellen (weil ich mich nicht traute). ;-))

Völlig um den Verstand hat mich der Nakano-Broadway-Artikel gebracht, da die verwirrenden Tunnel durch diesen Gebäudekomplex jede Orientierung erschweren. Damit ich nicht mehr planlos durch die Etagen gehe, zeichnete ich spontan eine Karte mit allen Stockwerken. Die Fertigstellung dieser dauerte eine Woche!!! Danach konnte ich den Artikel nicht mehr sehen…

Juli

Mit dem Artikel Cosplay in Japan führte ich euch in meine alte Welt der Kostüme ein. Von 1999 bis 2014 war ich nämlich selbst Cosplayer, schneiderte meine Werke selbst und trat in Tokio auf Veranstaltungen auf. Auf der Comicmarket, der größten Anime- und Manga-Messe in Tokio, verkauft ich meine Cosplay-Hefte, DVDs, Fotos und Poster, die schnell ausverkauft waren. Damals war ich eine der bekanntesten ausländischen Cosplayer.

Doch dann musste ich mich entscheiden: Cosplay oder in Japan leben? Ich entscheid mich für Japan und verkaufte meine Kostüme, Perücken und Schuhe, da ich in Japan Geld brauchte und selbst keinen Platz dafür besaß. Bis heute bereue ich diese Entscheidung nicht, da Cosplay ein teures Hobby ist und ich mir lieber Japan angeschaut habe, als daheim Kostüme zu nähen.

Im Juli schaffte ich es endlich zum neuen Fischmarkt Toyosu. Dazu übernachtete ich in einem Hotel in der Nähe, stand um 4 Uhr auf und besuchte die Thunfisch-Auktion um 6 Uhr. Danach wartete ich drei (!) Stunden vor dem Sushi-Dai-Restaurant und gönnte mir das beste und frischte Sushi, was ich je gegessen hatte. Keine drei Tage später war ich wieder vor Ort und testete ein weiteres Sushi-Restaurant aus. Dort musste ich nicht ganz so lange warten und es schmeckte auch sehr gut.

August

Einer der häufigsten Fragen im August war: Wie bekomme ich eine SIM-Karte in Japan? Oder funktioniert Whatsapp mit einer japanischen SIM noch? Oder wo bekomme ich eine günstige Langzeit-SIM-Karte? Jede Woche landete dazu eine E-Mail in meinem Postfach. Es musste also schnell ein Artikel über SIM-Karten in Japan her! Ich forschte im Internet und schrieb den Artikel innerhalb von drei Tagen. :-)

Das wohl aufwendigste Werk auf WanderWeib ist wohl der Fujisan Foto-Spots-Artikel. Die Fotos wurden über einen Zeitraum von über 10 Jahren geschossen. Die ganzen Fotos aus den Archiven herauszusuchen und noch einmal zu sortieren war eine Menge Arbeit, die sich letztlich aber gelohnt hat.

September

Zum ersten Mal besuchte ich den Byodoin Tempel im Jahre 2008. Damals war er noch ganz in braun und keine Augenweide. 2014 wurde das Hauptgebäude renoviert und erstrahlte neu in farbigem Glanz. Schließlich schaffte ich es 2016 wieder zum Byodoin und war begeistert, was so eine Renovierung ausmachen kann! Der Byodoin ist übrigens auf der Rückseite der 10 Yen Münze abgebildet.

Viele meiner Bekannten fragten mich im September, ob ich nicht einen Artikel zum Thema “Anime- und Manga-Sehenswürdigkeiten in Tokio” schreiben könnte. Ich hatte die wichtigsten Stadtviertel Nakano Broadway, Ikebukuro und Akihabara bereits als Artikel verfasst, so brauchte ich nur eine Zusammenfassung schreiben.

Oktober

Tief beeindruckt hat mich der Kiyomizudera Tempel in Kyoto, der einer der ersten Tempel war, die ich 2008 in Japan besucht hatte. Die Pagode, der Schrein und die Haupthalle zusammen mit dem Weihrauchduft, der in der Luft liegt. Besonders viele Paare besuchen den Tempel, da es nebenan den Jishu Schrein gibt, der Paaren Glück in der Liebe verspricht.

Irgendwann im Oktober erhielt ich eine E-Mail von Thomas, der gerne einen Gastartikel zum Thema “Rentner in Japan” schreiben möchte. Ich war sehr gespannt, was er mir da abliefern würde und wartete mit Freude auf das Ergebnis. Zwar hatte ich schon mehrmals Rentner durch Tokio geführt, aber nie länger als ein Tag mit ihnen verbracht. Kurze Zeit später erhielt ich seine Version, die mich aus den Socken gehaut hat. Sein Schreibstil ist zwar komplett anders als meiner, aber dafür sehr unterhaltsam. Vielen Dank!

November

Anfang November besuchte ich die neue Aussichtsplattform Shibuya Sky, bei der du am besten schwindelfrei sein solltest. Denn von der Ecke des Hochhauses hast du einen freien Blick auf die berühmte Shibuya Kreuzung samt Tokio. Außerdem kannst du von der Plattform ein Foto vom Tokyo Tower zusammen mit dem Skytree schießen. Besonders nett fand ich das Cafe Saryo, das neben einen Blick auf die Kreuzung, leckere Desserts serviert.

Mitte November schaffte ich es endlich nach Osaka und schoss neue Fotos für meinen 60 Dinge, die du in Osaka getan haben solltest-Artikel. Bisher habe ich von einem Besuch in Osaka abgeraten, da sich diese Stadt kaum von Tokio unterschied. Aber die Herzlichkeit der Menschen und das leckere Essen haben mich umgestimmt, diese Stadt auch zu empfehlen.

Dezember

Im Dezember entschied ich mich spontan, einen Artikel über das Frühstück vom 7-Eleven Konbini zu schreiben. Dazu besuchte ich einen Konbini in meiner Nähe und kaufe gefühlt den ganzen Laden leer. Die Angestellten brauchten mehrere Minuten, um meine ganzen Einkäufe einzuscannen. In der Woche testete ich jeden Morgen ein anderes Frühstück – und muss sagen, es hat mir sehr gut geschmeckt!

Noch ein aufwändiger Artikel dieses Jahr war wohl der Tokio-Aussichtsplattform-Artikel, der 8 coole Orte vorstellt, die eine tollen Blick über die Megastadt bieten. Der Artikel entstand innerhalb von drei Jahren, da die Gebäude recht weit auseinander liegen. Besonders hat mir die Shibuya oder die Roppongi-Aussichtsplattform gefallen, da diese draußen sind und tolle Fotos versprechen.


Wie du siehst, war in diesem Jahr wieder jede Menge auf WanderWeib los. Auch im nächsten Jahr ist wieder SO viel geplant! ;-)


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In dem Sinne wünsche ich dir/euch einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Tessa – Das WanderWeib

PS: Wenn du Lust hast, lass mir doch einen Kommentar da und beantworte mir folgende Fragen. Wie fandest du das Jahr 2019? Welche(n) Artikel fandest du besonders interessant? Was mochtest du nicht so besonders? Welche Artikel wünschst du dir in der Zukunft?

8 Thoughts on “[2019] WanderWeib – Der Jahresrückblick!

  1. Franzi on 30. Dezember 2019 at 15:01 said:

    Hi Tessa,
    ich muss sagen, dein ganzer Blog ist mein Highlight. Ich war dieses Jahr zum ersten Mal in Japan und das alleine und ohne deinen Blog wäre ich manchmal ganz schön verloren gewesen. Egal ob zur Reisevorbereitung oder dann vor Ort, Tipps zu Sehenswürdigkeiten und und und… Wenn ich nicht weiter wusste, habe ich meistens hier die Hilfe gefunden die ich gebraucht habe.
    Von daher, mach so weiter <3 Ich wünsche die ein super Jahr 2020!
    Liebe Grüße, Franzi

    • Hallo Franzi,

      frohes neues Jahr! Vielen Dank für deine lieben Worte und dein Lob. Darüber freue ich mich riesig. Welche Artikel fandest du denn besonders hilfreich?

      Viele Grüße aus Tokio
      Tessa

  2. Vielen Dank für ein weiteres Jahr voll informativer Artikel – die haben mir übrigens sehr bei der Planung meiner Reise im Mai geholfen :D Dein Rückblick hat mir besonders gefallen, weil du mal hast durchblicken lassen wie lange teilweise die Vorbereitung dauert. Krass – in dem Sinne doppelt Danke!

  3. Anonymous on 4. Februar 2020 at 7:43 said:

    Hey liebe Tessa,
    wie kann man Mitglied der Facebookgruppe werden? :) Auf meinem Handy führt der Link irgendwie ins Nichts. :(
    Liebe Grüße

  4. Judith on 23. Februar 2020 at 9:54 said:

    Hallo Tessa,
    wie viele andere genießen wir deinen Blog sehr! Wir fahren diesen April nach Osaka-Kyoto-Tokio für unseren Honeymoon und dein Blog ist mit Abstand einer der ausführlichsten und best geschriebensten, die es so gibt! Danke dafür!!

    Du hast als Vorschaubild für diesen Artikel diesen schönen Blick auf den Fuji-san ausgewählt. Leider wird unsere Zeit (und unser Fitnesslevel XD) nicht für eine Fuji-erklimmung reichen. Dennoch würden wir ihn gerne, gerne sehen! Kannst du uns einen guten Ausblick empfehlen, wo wir den Fujiyama bei gutem Wetter sehen könnten? Wo standest du da in deinem Vorschaubild?

    Beste Grüße,
    Judith und Martin

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