Wow, das Jahr 2018 war ganz schön schnell vorbei gewesen! Auch in diesem Jahr war WanderWeib viel unterwegs und konnte einiges Neues über Japan lernen. In diesem Artikel stelle ich euch die Highlights des Jahres 2018 vor und blicke noch einmal zurück! Vielleicht entdeckst du noch einen interessanten Artikel für dich?

Schauen wir uns den WanderWeib-Jahresrückblick 2018 einmal an:


Januar

Besonders beliebt war im Januar der Artikel aus Fukuoka über den liegenden Buddha, der 41 m lang, 11 m hoch ist und über 300 Tonnen wiegt. Viele denken, dieser liegende Buddha ist der schlafende Buddha, aber er repräsentiert den sterbenden Buddha. Die Fukuoka-Sehenswürdigkeit ist leicht mit dem Bus zu erreichen und bei Touristen noch relativ unbekannt.

Vermutlich wirst du bei dem Wort Miyazaki an den Ghibli Schöpfer denken? Doch im Januar zeigt ich dir, dass es eine gleichnamige Präfektur in Japan gibt! WanderWeib hat DIE Sehenswürdigkeit in Miyazaki besucht: Die Takachiho Schlucht, die wir mit einem Boot erkundeten und Enten fütterten. Außerdem gibt es über der Schlucht einen schönen Schrein, dort werden abends Tanz-Aufführung aufgeführt.

Februar

Bevor ich Japanisch konnte, stand ich stundenlang im Supermarkt und übersetzte die Etiketten der Lebensmittel. Und doch ist es mir passiert, dass ich statt roher Eier halb-gekochte erwischte. Der Pfannkuchen an dem Abend wurde durch Ramen ersetzt… Am nächsten Tag kam ich auf die Idee, doch einen Artikel darüber zu verfassen, es hat etwas länger gedauert. ;)

Im Februar reiste ich zum Zojoji Tempel, der direkt neben dem Tokyo Tower steht. Irgendwie hatte ich nie Glück: Einmal war das Cafe zu, ein anderes mal fing es an zu regnen und beim letzten Besuch gab es ein riesiges Fest und es standen überall hässliche Hütchen herum. Außerdem lag der Tempel ungünstig für mich, da ich meist 15 Minuten über nervige Fußgänger-Brücken gehen musste.

März

Total anstrengend war das Herausbringen meiner eBooks, die auch auf Handys, PCs oder Tabletts laufen sollten. Entweder stürzte mein Programm ab oder ich musste die Qualität der tausend Fotos herunterschrauben. Je Größer die Dateien sind, desto mehr Geld verlangt Amazon für den Verkauf. Nach drei Monaten waren die Bücher endlich fertig und auf Amazon hochgeladen! – Puh, war ich fertig!

Direkt im März nach der Renovation der oberen Aussichtsplattform besuchte ich den Tokyo Tower. Zuerst konnte ich keine großen Änderungen ausmachen, aber als ich auf das obere Etage ausstieg, war ich begeistert! Die Spiegel an der Decke reflektierten Tokio und erzeugten ein wunderschönes Bild. Mein Plan für das nächste Jahr: Oben sein, wenn die Sonne untergeht.

April

Im April ging es zur Burg Himeji, bei der ich zum ersten mal 2008 war. Damals war ich von dem Äußeren der Burg tief beeindruckt. Doch als ich das Innere der Burg betrat, war ich enttäuscht. In Japan besitzen Burgen nämlich keine Möbel und sind innen leer. Dafür entschädigte mich vor der Burg mit einem Eis und einer leckeren Nudelsuppe. ;)

Zwei der häufigsten Fragen im Jahr 2018 war, wie du an Karten zum Ghibli Museum heran kommst und wie du ab Tokio zum Mount Fuji fahren kannst. Beide Artikel schrieb ich, nachdem ich innerhalb von einer Woche mehrmals diese Fragen bekam. Tatsächlich waren die Artikel ziemlich aufwendig und ich brauchte je Artikel drei Wochen, um alle Details zusammenzustellen.

Mai

Im Mai blieb mir der 47 Ronin Tempel  in Erinnerung, der die Geschichte der 47 herrenlosen Samurai erzählten, die ihren Herren rächten und danach sich selbst töteten. Die Gräber dieser 47 Helden liegen auf dem Gelände des Tempels. Als ich vor den Gräbern stand, blieb ich mehrere Minuten ehrfürchtig stehen und fühlte mich mit der Geschichte verbunden.

Nicht weit von dem Ronin Tempel befindet sich der Hamarikyu Garten, der durch seinen starken Kontrast zwischen den alten Tee-Häusern und den Hochhäusern hervor sticht. Im Garten hat mir besonders das Teehaus Nakajima-no-ochaya gefallen, dort saß ich mit einer Tasse Matcha und konnte wunderschön über den See blicken.

Juni

Der Juni führte mich in den Ueno Park, dessen Gelände früher dem Tempel Kaneiji gehörten. Er war der Familientempel der Herrscherfamilie Tokugawa und wurde nach dessen Niederlage in diesen Park umgewandelt. Der Ueno Park ist auch berühmt für seinen Zoo mit Pandabären, die gerade Nachwuchs bekommen hatten. Jeden Morgen gab es lange Schlagen vor den Kassen, um Eintrittskarten (nur für das Panda-Gehege) zu erwerben.

Beeindruckt hat mich der Koyasan Artikel von Corinna. Ich selbst war schon drei mal auf dem Koyasan und fand nie die Zeit dazu, einen Artikel darüber zu schreiben. Corinna zeigt uns, wie du an einem Tag die wichtigsten Sehenswürdigkeiten besuchen kannst und das sich doch ein längere Besuch lohnt.

Juli

Als ich in das Digital Art Museum trat, traute ich meinen Augen nicht! – Was für Farben, Form und Vielfältigkeit! Das Museum beeindruckte mich zu tiefst, da ich selbst Informatik studiert hatte und genau wusste, wie schwierig die Projektionen sind. Ich war direkt nach der Eröffnung im Sommer dort und es war sehr heiß und schwül.

Einer meiner Bekannten fragte mich im Juli, ob ich nicht einen Artikel zum Winkekatzen Tempel Gotokuji hätte. Ich hatte den Tempel bereits 2016 besucht, aber nie die Lust gehabt, ihn zu schreiben. Also setzte ich mich spontan an den Artikel und verfasste ihn innerhalb von einem Tag. Übrigens die Legende des Tempels erzählt die Geschichte der Katze Tama, die einen Fürsten heranwinke, dadurch rettete sie ihm sein Leben. Heute finden sich das Grab der Katze Tama, umgeben von vielen Winkekatzen, auf dem Gelände des Tempels.

August

Schon oft war ich in Odaiba, um an einer Messe teilzunehmen, doch wirklich erkundet hatte ich die Insel nicht. Es war spannend, die Geschichte der künstlich aufgeschüttete Insel in der Bucht von Tokio zu erforschen und über die Regenbogenbrücke zu spazieren. Allerdings wehte ein so starker und kalter Wind, dass ich mir am nächsten Tag eine Grippe eingefangen hatte…

Von dem Tempel Takahatafudo hatte ich schon oft gehört, aber wirklich besucht hatte ich ihn noch nicht. Also machte ich mich im August auf, diesen zu besuchen. Ich stellte erfreut fest, dass die Bäume auf dem Gelände genügend Schatten spendeten und unter der riesigen Pagode ein gekühlter Raum gab. Außerdem traute ich mir zu, den kleinen Hügel hinter dem Tempel zu besteigen, um die 88 Statuen zu besuchen. Meinen Besuch habe ich mit einem leckeren Eis und einer Ramen-Suppe abgerundet. :)

September

Der Jindaiji Tempel war für mich der schönste Artikel in diesem Jahr. Der Tempel liegt im Westen von Tokio in dem Stadtbezirk Chofu und ist berühmt für seine leckeren Soba-Nudeln, die ich auf einer Terrasse genoss. Im Anschluss entspannte ich mich in einer heißen Quelle, die relativ unbekannt ist. Der Tempel ist ab Chofu mit dem Bus oder zu Fuß zu erreichen und ist deswegen kaum von Touristen überlaufen.

Einer der aufwendigsten Artikel ist der Ginza-Artikel, der das teure Pflaster Ginza vorstellt. Für den Artikel war ich in einigen Restaurants und aß meine ersten California Rolls in Japan. Im Land der aufgehenden Sonne ist diese Sushi-Art nämlich ganz unbekannt, die in den USA / Canada erfunden wurde.

Oktober

Schon mehrmals war ich in Harajuku, in dem Viertel für junge und süße Mode. Doch erst nachdem ich für den Artikel nachforschte, lernte ich das Viertel richtig kennen. Wusstest du, dass hinter der Takeshita Straße einen Schrein gibt?  Oder das du das NHK Fernsehstudio betreten kannst? Am Ende musste ich mich stark zusammenreißen, um den Artikel nicht allzu lang werden zu lassen… Es gibt einfach zu viel zu entdecken!

Beim Schreiben für den Harajuku Artikel fiel mir auf, dass Harajuku für seine Crepes, seine Mode und die Purikara-Foto-Automaten berühmt ist. Doch wie funktionieren diese Foto-Automaten wirklich? Es musste also ein Artikel her! Spontan suchte ich eine Spielhalle in meiner Nähe auf und testete 3 Automaten. Die Schüler, die gerade die Automaten belegten, schauten mich schief an, warum ich so viele Purikura-Automaten testete…

November

Anfang November schaffte ich es endlich in den Totoro-Windbeutel Laden Shirohige – Und die waren sehr lecker! Aber nicht nur die Windbeutel, sondern auch die Nudelgerichte waren sehr gut. Was mich überrascht hat, dass die Windbeutel schnell ausverkauft sind und man am Wochenende lange warten muss.

Für den nächsten Artikel wagte ich mich in das Roppongi Nachtleben und besuchte zahlreiche Clubs, Bars und Diskotheken. Leider wird in den meisten Lokalen geraucht, was ich nicht so toll finde. Außerdem ziehe ich es vor, lieber nachts zu schlafen. Wenn du ein Party-Mensch bist und die Nacht durchmachen möchtest, dann bist du aber genau richtig. ;)

Dezember

Bei dem Winter-Illumination-Artikel versuchte ich mich das erste mal, Fotos nachts zu schießen. Das war gar nicht so einfach! Die Kamera muss still stehen, die Belichtung wird länger und ein Selbstauslöser ist unabdinglich. Das war ziemlich schwer, deswegen kaufte ich mir ein kleines Stativ, einen Selbstauslöser und beschäftigte mich mit den ISO-Werten. Nach einigen Versuchen kamen endlich brauchbare Ergebnisse heraus. :-)

Passend zu Weihnachten beschäftigte ich mich im Dezember mit Love Hotels, die berühmten Stundenhotels in Japan. Besonders zu Weihnachten sind diese Hotels oft ausgebucht, da Paare etwas Privatsphäre suchen. Für den Artikel besuchte ich ein Love Hotel und mir klopfte das Herz, werde ich abgewiesen?? – Nein, egal ob alleine oder als gleichgeschlechtliches Paar, du bekommst (fast) immer ein Zimmer.


In diesem Jahr war also wieder jede Menge auf WanderWeib los. Wie fandest du das Jahr 2018? Welche Artikel fandest du besonders interessant? Was mochtest du nicht so besonders? Welche Artikel wünscht du dir in der Zukunft? Lass mir doch mal einen Kommentar da!

Auch im nächsten Jahr ist wieder viel geplant! – In dem Sinne wünsche ich dir/euch einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Tessa – Das WanderWeib

PS: Falls du dich für das Jahr bedanken möchtest, freue ich mich immer über einen Amazon-Gutschein* per Email (Siehe Impressum). ;)


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10 Thoughts on “[2018] WanderWeib – Der Jahresrückblick!

  1. Danke für deine vielen Artikel :)
    Werde wieder im März nach Japan kommen.
    Deine Artikel haben mir schon sehr geholfen.
    Wünsche dir einen Guten Rutsch ins Neue Jahr :D

    Jan

  2. Hallo Tessa,
    ich wünsche dir und allen deinen Lieben einen guten Rutsch und ein wunderschönes 2019. Deinem Blog weiterhin viele Besucher*innen und dir viel Spaß beim Japan-Erforschen!
    Dein Toni

  3. Dominic on 31. Dezember 2018 at 16:12 said:

    Nein, Mann – ich will noch nicht gehen …

    Wie jedes Jahr war es eine schöne Zeit mit dir, Tessa! Vielen Dank für die vielen Sehenswürdigkeiten, Tipps, Erlebnisse, den Humor und Spaß und all die Dinge, an denen du Du uns sonst noch hast teilhaben lassen.

    Frohes Neues dir und deinen Lieben! … und hoffentlich auf bald!

  4. Aaron on 2. Januar 2019 at 7:47 said:

    Vielen Dank für die tollen Artikel mit denen du uns schon seit mehreren Jahren versorgst.
    Ich war im März/April 2018 das erstmal in Japan. Und unteranderem dank deiner Artikel sehr einfsch zu bereisen.
    In einem Monat geht es wieder nach Japan die Vorfreude ist groß. :D
    In dem Sinne Frohes Neues Jahr und auf noch viele weitere Artikel hier bei Wanderweib :)

  5. Tessler on 7. Januar 2019 at 23:21 said:

    Hi Tessa,

    Die Zeit fliegt, und ohne Zweifel hast Du von vielen interessanten Dingen berichtet. Für mich selbst, war der Eintrag zum Digitalen Art Museum das Ultimative, weil ich nur aufgrund Deines Beitrags es besucht habe. Und ich hatte jede Sekunde dieses Besuches genossen und war beeindruckt, weil ich ähnlich wie Du eine Überlegung dazu habe was technisch diese Animation bedeutet.

    Die Illuminationen in der Winterzeit würde ich gern sehen wollen, auch weil mich die Art der Japaner aus allem ein Kunstwerk zu machen noch immer beeindruckt. Vielleicht in zwei oder drei Jahren …. wirklich witzig fand ich den Hinweis zu Kondome in Deinem „Love Hotel“ Eintrag. Und das es eine Web-Seite mit Rabatt-Coupons für diesen Hoteltyp in Japan gibt … TJA was soll ich sagen? ;D

    Auch in diesem Jahr hilft mir Dein Blog bei der Planung meiner Reise und deshalb Chapeau!

    In diesem und jeglichem weiteren Sinne,
    Schalom
    Tessler

    • Hallo Tessler,

      vielen Dank für deinen lieben Kommentar. Das Digital Art Museum ist schon sehr toll. :)

      Viele Grüße aus Tokio
      Tessa

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