Du möchtest mit Kind nach Japan fliegen, aber du bist dir nicht sicher, was dich in Japan erwartet? Du suchst nach Informationen, um dich besser auf deine Japanreise mit Kleinkind vorzubereiten? Dann suche nicht weiter, sondern informiere dich in diesem Artikel, wie du mit Kindern/Baby nach Japan reisen kannst. Japan gehört zu den saubersten und sichersten Ländern der Welt und eignet sich deswegen hervorragend als Familienurlaub. Außerdem zeige ich dir, welche Sehenswürdigkeiten du in Tokio/Kyoto/Osaka mit Kind erkunden kannst.

Die Kategorien sind unterteilt in:

#1. Mit Kindern nach Japan fliegen!
#2. Mit Kindern unterwegs in Japan!
#3. Produkte für Kinder in Japan einkaufen!
#4. Kinder und Essen in Japan
#5. Kinder und Schlafen in Japan
#6. Kinder und Gesundheit in Japan
#7. Kinder und Toiletten in Japan
#8. Stillen in der Öffentlichkeit in Japan
#9. Kinder und Onsen
#10. Manieren der Kinder in Japan
#11. Sehenswürdigkeiten in Tokyo/Kyoto/Osaka mit Kinder

Schauen wir uns also an, wie du mit Kind in Japan Urlaub machen kannst:


#1. Mit Kindern nach Japan fliegen!

Bevor du nach Japan fliegst, braucht dein Kind unbedingt einen Kinderreisepass, den du für 12 Euro in deinem lokalen Bürgeramt beantragen musst. Je nach Region braucht das Amt ca. 1-42 Tage(!), bevor du ihn bekommst. Währenddessen kannst du dich schon um einen günstigen Flug kümmern.

Kinder-Flugpreise
Bei allen größeren Fluglinien, die nach Japan fliegen, gelten folgende Preise:

  • Kleinkinder (8 Tage – 2 Jahre) auf dem Schoss – 10 % des normalen Preises
  • Kleinkinder (8 Tage – 2 Jahre) mit Sitz – 75 %
  • Kinder 2 Jahre – 11 Jahre – 75 %

Damit du eine Vorstellung von den Preisen erhältst, habe ich für dich die aktuellen Durchschnittspreise für Flüge von Frankfurt nach Tokio von JAL, ANA (All Nippon Airlines) und Lufthansa herausgesucht:

  • JAL: Kinder 384 Euro – Kleinkinder 52 Euro
  • ANA: Kinder 485 Euro – Kleinkinder 65 Euro
  • Lufthansa: Kinder 236 Euro – Kleinkinder 32 Euro

Für den Flug solltest du vielleicht etwas mehr Geld einplanen, um mit der japanischen Fluglinie Japan Airlines (JAL) nach Japan zu kommen. Diese Fluglinie gilt als besonders kinderfreundlich.

Kinder-Sitze im Flugzeug

Bei den Kinder-Sitzen lohnt sich der Vergleich unter den Fluggesellschaften:

  • JAL bietet einen Leihservice für Kindersitze an, so dass du deinen Kindersitz nicht durch ganz Japan schleppen musst. Die (Leih-)Sitze richten sich nach dem Gewicht des Kindes:
    • Rückwärtsgerichter Sitz für Kinder von 2.3-9kg (unter 1 Jahr)
    • Vorwärtsgerichteter Sitz für Kinder mit 9 bis 18 kg

    Erlaubt ist außerdem, dass du dein Kind auf den Schoss und dein eigenen Autositz/Babyschale mitbringen kannst.
    JAL-Kindersitze-Info: http://www.jal.co.jp/
    Kindermenü/Kinderwagen-Service: http://www.jal.co.jp/

  • ANA stellt dagegen keine Kindersitze zur Verfügung, bietet aber Kindermenüs an. Du darfst aber gerne deinen eigenen Autositz oder Babyschale mitbringen. Oder auch das Kind auf den Schoss nehmen.Mehr Infos unter: http://www.ana.co.jp/
  • Lufthansa bietet Säuglings-Krippen und kostenlose Kindermenüs an. Ansonsten musst du deine eignen Kindersitze oder Babyschalen mitbringen oder das Kleinkind auf den Schoss nehmen.
    Mehr Infos: http://www.lufthansa.com/
    Kindermenüs: http://www.lufthansa.com/

Kinder-Freigepäckregeln

Bei allen drei Fluglinien gilt:

  • Kinder unter 2 Jahren haben 23kg Gepäckstück frei.
  • Kinder ab 2 Jahren dürfen die gleiche Menge wie Erwachsene mitnehmen.
  • Zusätzlich sind Babyschalen oder ein Autositz oder ein faltbarer Kinderwagen/Buggy erlaubt.

Zusammengefasst: Kleinkinder bis 2 Jahren reisen noch relativ günstig nach Japan, danach wird es schnell teuer. Wenn du Geld sparen möchtest, nimmst du dein Kind auf den Schoss, dann brauchst du nur einen Bruchteil der Gebühren bezahlen. Wenn du dein Kind nicht die ganze Zeit halten möchtest, gib etwas mehr Geld aus und reise mit JAL an, dann brauchst du nicht mit einem Kindersitz durch Japan reisen.

#2. Mit Kindern unterwegs in Japan

Um es kurz und schmerzlos zu machen: Lass deinen riesigen Kinderwagen zu Hause! Gerade in Tokio oder Kyoto können große Kinderwagen zu einem Albtraum werden, da viele Bahnhöfe oder Gebäude keine Fahrstühle oder Rolltreppen besitzen. Leider sind Japaner auch nicht besonders hilfsbereit, so dass du auf dich allein gestellt bist. Außerdem sind Gehwege oft überfüllt und vor Sehenswürdigkeiten gibt es meist nur Schotterwege. Die Züge sind überfüllt, besonders zu den Pendlerzeiten (7-9 Uhr morgens und 16-19 Uhr abends).

Stattdessen bevorzugen Japanerinnen Tragegurte, die weniger Platz wegnehmen, oder faltbare Kinderwagen, die du zur Not in einer Hand tragen kannst. In manchen Attraktionen wie Ueno-Zoo, Tokyo Edo Museum oder Tokyo Disneyland gibt es sogar Leihkinderwagen, so dass du gar nichts mitbringen musst.

# Kinder in lokalen Zügen

Kinder unter 6 Jahren brauchen keine Fahrkarte und fahren kostenlos. Allerdings sollen sie auf dem Schoss der Eltern sitzen und keinen eigenen Sitzplatz beanspruchen (das wird aber meistens ignoriert).

Kinder von 6 bis 12 Jahre zahlen den halben Preis und können die spezielle Kinder-Geldkarte Suica nutzen. Von der Karte wird automatisch der Kinderpreis abgerechnet. Die Karte bekommst du an jedem bemannten Fahrkartenschalter. Frag einfach danach:

こども用Suica お願いします。 Kodomo you Suica onegai shimasu. Eine Suica für Kinder, bitte!

Wenn du mit einem Kleinkind unterwegs bist, gibt es in lokalen Zügen auch sogenannte „priority Seats“ (優先席 Yuusenseki), die für Schwangere, Verletzte und Eltern mit Kleinkindern sind. Obwohl viele Japaner das ignorieren, sag ein einfaches „Sumimasen“ (Entschuldigung) und der Platz wird dir frei gemacht.

# Kinder in Schnellzügen/Shinkansen

Die Shinkansen sind gut für Kleinkinder ausgestattet. Es gibt Still-Räume (授乳室 Junyuushitsu), Wickeltische und Sitze (ベビーチェアー Bebiicheaa), in denen du dein Kind setzen kannst, um dein Geschäft in Ruhe zu erledigen. Beachte: Wenn du das Still-Zimmer nutzen möchtest, musst du vorher dem Personal Bescheid sagen! Außerdem kann es Kleinkinder in den Schnellzügen schlecht werden. Füttere sie am besten vorher mit einer leichten Mahlzeit oder buche einen Schnellzug wie N700, die etwas ruhiger sind.

Kinder unter 6 Jahren können in den Nicht-Reservierten-Sitzen-Wagen (自由席 Jiyuuseki) überall sitzen. In dem Sitzplatzreservierungs-Wagen (指定席 Shiteiseki) dagegen müssen sie auf dem Schoss sitzen, obwohl eigentlich Plätze frei sind. Ansonsten wirst du aufgefordert, eine Kinder-Fahrkarte (50%  deines Preises) zu lösen.

# Kinder und Taxis/Autos

Abgesehen davon, dass Taxis in Japan unglaublich teuer sind und ewig im Stau stecken, besitzen Taxis KEINE Kindersitze, d.h. entweder du bringst deinen eigenen Sitz mit, oder ihr dürft mit dem Taxi nicht mitfahren. Nach dem japanischen Gesetz benötigen nämlich jedes Kinder bis 6 Jahren einen Kindersitz. Wenn du mit dem Auto unterwegs sein möchtest, bringe deinen eigenen Sitz mit oder nimm einen Mietwagen. Ansonsten nutze einfach die öffentlichen Verkehrsmittel.

#3. Produkte für Kinder in Japan einkaufen

Produkte für Säuglinge zu finden, kann etwas problematisch in Großstädten wie Tokio oder Kyoto sein, da die normalen Drogerien keine Windeln (オムツ Omutsu) oder Milchpulver (粉ミルク Kona-miruku) verkaufen.In Japan findest du auch kaum westlichen Produkte, sondern meist lokale japanische.

Für Milchpulver (粉ミルク Kona-miruku) empfehle ich die Marke Morinaga: E赤ちゃん (E-Akachan) und はぐくみ (Hagukumi) für Säuglinge und Folge-Milch モルミル (Morumiru) für 1-3 Jährige (Siehe Foto oben).  Von Akachan gibt es auch kleine Tüten, so dass du nicht die ganze Packung kaufen musst. Ansonsten ist noch die Milch-Pulver Marke Meiji Hohoemi bekannt.

Rosa Packung: hpa Nahrung 0-12 Monate
Blau: ganz normale Nahrung 0-12
Gelb: ab 1 Jahr

Zubereitung bei rosa und blau: pro 20 ml einen Löffel Pulver.

Für Windeln sind die Firmen Kao Merries oder moony bekannt. Während in Deutschland bei den Windeln alles durch nummeriert wird, gibt es in Japan die Größen „Neugeborene, S, M und L“. Dazu Höschen mit Tape. Zur Orientierung stehen an der Seite Gewichtsangaben. Ab Größe L wird manchmal auch nach Mädchen/Jungen unterscheiden, das kannst du leicht an den Fotos erkennen.

Am besten suchst du nach großen, mehrstöckigen Drogerien (薬局 Yakkyoku), die du oft neben größeren Bahnhöfen findest. Halte einfach nach dem Schriftzeichen 薬 (kusuri, Medizin) Ausschau. Am berühmtesten sind zweifellos die Drogerie-Ketten Matsumoto Kiyoshi und viel günstiger Papasu ぱぱす(GoogleMaps).

In Japan vertreten die meisten Japaner die Meinung, dass Babynahrung (ベビーフード bebii fuudo) frei von Schärfe und Öl sein sollte. Stattdessen wird alles zu Brei verarbeitet und/oder besteht hauptsächlich aus Zucker und Salz. Wenn du dir auf Nummer sicher gehen möchtest, bring deine eigene Babynahrung mit.

Zu 100% findest du alles, was du für dein Kind brauchst, in diesen Kinderläden:

Dort bekommst du Kinder-Produkte zum günstigsten Preis. Leider sind diese nur außerhalb der Stadtzentren zu finden. In größeren Kaufhäusern kannst du auch Kinder-Produkte erwerben, die allerdings ziemlich überteuert sind. Deswegen kann ich davon nur abraten.

#4. Kinder und Essen in Japan

Restaurants in Japan bieten in der Regel selten Kindermenüs an oder besitzen auch keine Hochstühle (ハイチャェア Haichea). Außerdem gibt es in den winzigen Restaurants keine Abstellmöglichkeit für Kinderwagen. In Japan wird oft erwartet, dass dein Kind von deinem Gericht mit isst. Die einzige Ausnahme bieten hier Familienrestaurants (ファミレス Famiresu):

Restaurant Preis Öffnungszeiten GoogleMaps Empfehlung
Jonathans Ab 499 Yen Meist 24 Stunden GoogleMaps Kindermenüs mit frittiertem Reis
Royal Host Ab 580 Yen Meist 24 Stunden GoogleMaps Pfannkuchen
Gusto Ab 699 Yen Meist 24 Stunden GoogleMaps Erdbeereis 😉
Denny’s Ab 630 Yen Meist 24 Stunden  GoogleMaps Kindermenüs

Diese Restaurants findest du häufig neben großen Bahnhöfen. Sie bieten Hochstühle und japanische + westliche Mittags-Kindermenüs (お子様ランチ oder おこさまランチ okosama ranchi oder キッズメニュー Kitzzu Menyuu) an. Solche Gerichte bestehen aus gebratenem Reis mit Omlette und Ketchup oder mildes Curry, welches mit einem süßen Charakter verziert worden ist. Vorteilhaft ist es, sich vorher mit den Tischmanieren in Japan vertraut zu machen.

Sobald dein Kind aber von alleine Sitzen kann und nicht mehr so viel Dreck macht, wird es etwas einfacher für dich werden. Größere Restaurants besitzen Kindersitze (こども椅子 Kodomo isu), die ein Mix aus Hochstuhl und Polstersitz sind. In traditionellen Restaurants gibt es auch Räume mit kleinen Tischen und Tatami-Matten (座敷 Zashiki). Diese sind ideal für Kleinkinder, da sie nicht die ganze Zeit in Stühlen sitzen müssen. Achtet darauf, dass ihr in einem Nicht-Raucher-Bereich (禁煙 Kin’en) euch setzen lasst. Mehr zum Thema Restaurant-Besuch in Japan findest du hier.

Zur Not bieten viele 24-Stundenläden (Konbini) leckere Reisbälle (おにぎり Onigiri), Teilchen (パンPan), Sandwich oder Lunchboxen (お弁当 Obento) an, die ihr ggf. im Geschäft aufwärmen und im Hotel essen könnt.

Es gibt viele Restaurants mit Bänken (sie nennen es Sofa ソファー Sofaa). Die eignen sich gut um das Kind abzulegen und mit Tuch zu stillen. Vorraussetzung: immer eine Hand am Kind.

Tipp: Wenn dein Kind auf irgendetwas allergisch ist, schreib es auf Japanisch auf einen Zettel, dann kannst du die Bedienung danach fragen.

#5. Kinder und Schlafen in Japan

Generell rechnen Hotels in Japan pro Person ab. Sobald ein Kind 12 Jahre alt wird, müsst du auch den vollen Preis bezahlen. Unter 12 Jahren sind jüngere Kinder (meist) kostenlos, solange sie im selben Bett wie die Eltern schlafen. Dabei solltest du auch beachten, dass Betten in Japan meistens ziemlich klein sind. Wenn du noch ein extra Bett verlangst, musst du auch dafür bezahlen. Krippen für Säuglinge unter einem Jahr sind normalerweise kostenlos.

Familien mit mehreren Kindern haben es in Japan auch schwer, da es häufig keine Zimmer mit mehr als vier Betten gibt. In dem Fall musst du ggf. zwei Zimmer mieten. Viele Hostels besitzen auch Familien-Zimmer, die ihr zu viert nutzen könnt.

Eine gute Alternative bietet außerdem ein traditionelles japanisches Gästehaus (Ryokan), die in ihren Zimmer keine Betten haben, dafür Schlafmatten (Futons) auf Bambusmatten. Die Räume sind auf mehreren Personen ausgelegt.

#6. Kinder und Gesundheit in Japan

Vorweg: Der medizinische Standard in japanischen Kliniken ist sehr hoch und teuer. Bevor du mit Kindern nach Japan reist, solltest du unbedingt eine Reisekrankenversicherung abschließen, damit du nicht auf den Kosten des Arzt-Besuches sitzen bleibst.

Für die meisten Fälle reicht wahrscheinlich ein Besuch in der lokalen Kinder-Klinik (小児科 Shounika oder こどもクリニック Kodomo kurinikku). Diese haben generell von Montag bis Samstag offen und bieten keine Termine an. Es gilt also: wer zu erst vor der Tür steht, der kommt auch als erstes dran. Sonntags kannst du stattdessen größere Krankenhäuser (病院 Biyoin) aufsuchen.

In einem Notfall solltest du einen Krankenwagen (救急車 Kyukyuusha) über die Nummer 119 rufen, die Telefonisten sollten auch Englisch verstehen können. In größeren Krankenhäuser (病院 Biyoin) kannst du auch in der Notfall-Abteilung (緊急科 Kinkyuuka) vorbeischauen.

Nachdem dein Kind untersucht wurde, bekommt ihr ein Rezept (処方箋 Shohousen) ausgestellt, die du in einer Drogerie/Apotheke (薬局 Yakkyoku) einlösen kannst. Japanische Ärzte verschreiben generell lieber mehr als weniger, so dass du ggf. nur nach dem notwendigsten Medikament nachfragen solltest.

Eine Liste mit Englisch-sprechenden Klinik-Personal findest du hier:

Alle Kliniken über GoogleMaps:

Kinder-Kliniken 小児科: (GoogleMaps)
Krankenhäuser 病院: (GoogleMaps)
Apotheken/Drogerien 薬局: (GoogleMaps)

#7. Kinder und Toiletten in Japan

In jeder großen Bahnhof-Frauen-Toilette findest du Wickeltische und „Kindersitze“ (ベビーチェアー Bebiicheaa), in denen du ein Kind kurz parken kannst, um dein Geschäft zu verrichten. Allerdings besitzen manche japanischen Toiletten keine Mülleimer und Papier, so dass du deinen Müll mit nach Hause nehmen musst.

Wenn dein Kind etwas größer ist, sind gerade die japanischen Toiletten einfach zu benutzen, da sich die Kleinkinder nicht auf die Toilette sitzen müssen. Stattdessen hebst du dein Kind in der Hocke hoch und achtest darauf, dass das Geschäft nicht auf deinen Schuhen landet. In größeren Kaufhäusern findest du häufig Toiletten-Auflagen für westliche Toiletten, so dass dein Kind nicht in die Schüssel fällt.

#8. Stillen in der Öffentlichkeit in Japan

Stillen ist in der Öffentlichkeit zwar nicht verboten, wird aber nicht praktiziert. Generell verdecken die Mütter das Kind mit einem Tuch. In größeren Kaufhäusern und Bahnhöfen gibt es oft einen Still-Raum (授乳室 Junyuushitsu) oder auch einen Ruhe-Raum (休憩室 Kyuukeishitsu), dort kannst du ganz in Ruhe dein Kind stillen. Diese Räume findest du häufig auf gleicher Ebene wie die Kinder-Abteilung.

#9. Kinder und Onsen

In manchen Onsens erhalten Kinder, die noch eine Windel tragen, kein Eintritt. Oft ist der Zutritt für Kinder unter 6 Jahren untersagt, da die Besitzer Angst haben, dass die Kleinen ins Becken pinkeln… Frage deswegen vor deinem Urlaub nach, ob Kleinkinder in dem Onsen erlaubt sind.

#10. Manieren der Kinder in Japan

In Japan erwartet man von dir, dass du dein Kind unter Kontrolle hast: Ein herumschreiendes Kind in Restaurants oder Zügen wird nirgendwo gerne gesehen…

#11. Sehenswürdigkeiten in Tokyo/Kyoto/Osaka mit Kinder

Die Eintrittspreise in Japan unterteilen sich in das strikte Alter der Kinder. Meistens gibt es folgende Preisklassen:

  • 幼児 Youji (infant) – Kleinkinder unter 6 Jahren
  • 子供 Kodomo (child) – Kinder zwischen 6-12 Jahren oder 6-15 J. => normalerweise halber Preise
  • 小学生 Shougakusei – Grundschüler (6-12 Jahren)
  • 中学生 Chuugakusei – Mittelschüler (12-15 Jahren)
  • 高校生 Koukousei – Hochschüler (15+ Jahren)
  • 大学生 Daigakusei – Student
  • 大人 Otona – Erwachsener

Sehenswürdigkeiten im Überblick

Viele Japan-Sehenswürdigkeiten befinden sich in Tokio, aber auch in Kyoto, Osaka, Yokohama oder Kobe findest du kinderfreundliche Attraktionen:

Tokio mit Kind:

  • Hello Kitty ハローキティー Sanrio Puroland  – Spaziere durch den riesigen Hello Kitty-Themenpark und bekomme einen pink-Flash…
  • Ghibli Museum  – Triff Totoro, Mononoke Hime und Chichiros.
  • Tokyo Disneyland  – Schieße Fotos zusammen mit Mickey & Co.
  • Tokyo Disneysea  – Reise mit Indiana Jones in einem Jeep durch den Dschungel.
  • Miraikan Museum – Erlebe spannende Experimente und japanische Roboter in Action.
  • Railway Museum (Saitama) –  Fahr mit einem Bummelzug über das Gelände. Falls du einen Japan-Rail Pass hast, kannst du sogar mit dem Shinkansen von Tokio bis zum Museum (Bahnhof Omiya) fahren.
  • Tokyo Toy Museum – Teste japanisches Holz-Spielzeug aus. Geeignet für Säuglinge als auch Kleinkinder (Bis 7 Jahre).
  • Fire Museum – Spiel Feuerwehrmann und lösche Feuer in einem Zimmer.
  • National Science Museum – Schau einem T-Rex ins Maul und besuche Hachiko.
  • Pokemon Center Mega Ikebukuro –  Teste verschiedene Pokemon-Spiele aus.
  • Edo Tokyo Museum – Entdecke das alte Japan und höre japanischen Musikern zu.
  • Shinagawa Aquarium – Betrachte Fische und Schildkröten von unten.
  • Ueno Zoo – Besuche die berühmten Pandas und decke dich mit Panda Souvenir ein.
  • Legoland – Baue lebensgroße Figuren aus Lego selbst nach!
  • Akihabara – Decke dich mit Anime & Manga-Artikeln ein.

Kyoto mit Kind:

Kawasaki mit Kind:

  • Doraemon Museum ドラえもん – Triff Doraemon, den Katzen-ähnlichen Roboter, der in seinen Taschen allerlei hervorzaubern kann.

Yokohama mit Kind: 

  • Anpanman Museum アンパンマン – Flieg mit dem Rote-Bohnen-Paste-Brot-Mann umher, um den bösen Bakterien Mann Baikinman zu besiegen. Leider ziemlich überfüllt und wenig didaktisch sinnvoll…

Osaka/Yokohama mit Kind:

  • Cup Ramen Museum – Lerne, wie du Instant Cup Nudeln selbst herstellen kannst. Das Museum eignet sich für Kinder bis 8 Jahren.

Osaka mit Kind: 

Nara mit Kind:

  • Nara Park – Übe das Verbeugen mit den Hirschen.

Nagoya mit Kind: 

Hiroshima mit Kind:

 

Matsumoto mit Kind:

Kobe mit Kind:

  • Kawasaki World – Schau dir Motorrädern, Flugzeuge oder ähnliches an.

Sapporo mit Kind:

  • Shiroi Koibito Park – Backe in der Schokoladen-Kekse- Fabrik deine eigenen Kekse oder Bonbons.

Zur Vorbereitung kannst du auch ein paar Erfahrungsberichte durchlesen:


Warst du schon einmal in Japan mit deinem Kind? Welche Erfahrung hast du gemacht? Lass mir doch einen Kommentar da! 

30 Thoughts on “[Tipps] Mit Kindern nach Japan reisen – Das musst du beachten!

  1. Nur zur Information – da ich ja hier zwei Kinder groß ziehe, aus erster Hand. Nr 10 ist so etwas harsch ausgedrückt. Sicher, man sieht schreiende Kinder im Zug nicht gern, aber das man schleunigst aussteigen soll…

    Und in Yokohama die Kinder ins Anpanman-Museum zu schicken ist eine Zumutung für beide Seiten, Eltern und Kinder. Dann eher Hakkeijima, oder das Science Museum – jedenfalls überall, nur nicht ins Anpanman-Museum…

  2. Frank on 16. Januar 2017 at 6:42 said:

    Hallo Tessa,

    sehr guter Artikel mit tollen Tipps. Wir schreiben dir, was wir im April mit unserer 11jährigen noch besuchen.

    Liebe Grüße
    Frank

  3. Danke für die vielen praktischen Tipps – und für den Link zu uns! Das Ghibli Museum probieren wir unbedingt aus, wenn wir im Sommer nach Tokio kommen, das haben wir letztes Mal leider verpasst. Und das Cup Noodles Museum ist auf jeden Fall… schräg!

    Einige deiner Einschätzungen kann ich interessanterweise gar nicht bestätigen – wir fanden die Japaner zum Beispiel unglaublich hilfsbereit, wenn wir mit Buggy in der Metro unterwegs waren, sowohl Passagiere als auch das Zugpersonal. Onsen haben wir auf unserem Roadtrip mehrere besucht, und es war nie ein Problem, unsere 1-Jährige mit reinzunehmen. Windeln haben wir problemlos in jedem 7 Eleven bekommen (allerdings in sehr kleinen Packungsgrößen).

    Statt Hochstuhl gab es in den traditionellen Restaurants, wo wir auf dem Boden saßen, für unsere Kleine einen winzigen Stuhl, auf dem sie dann so hoch saß wie wir – außerdem Geschenke für jedes unserer drei Kids, und zwar verschiedene, passend zu Alter und Geschlecht. Da haben wir nicht schlecht gestaunt!

    Wir werden unsere nächste Japan-Tour wahrscheinlich durch Tohoku machen – hast du da auch Tipps für Kinder?

    Viele Grüße
    Jenny

  4. Robert on 16. Januar 2017 at 9:51 said:

    In Tokyo war 2014 sogar bei CoCo Curry (Fastfood Restaurant) auf der Herrentoilette einen Wickeltisch. 2011 war das mit behinderten, alten und Kindergerechten Barrierefreihaeit noch nicht sonderlich weit. Da hatte sich also so einiges in den letzten Jahren getan.

    Das Kyoto Railway Museum war früher ein reines Dampflockomotiven Museum. Schön zu wissen das die mit der Erweiterung fertig sind.

    Das Eisenbahnmuseum in Nagoya liegt auf einer Insel im Hafen und ist nur über Brücken zu erreichen. Darum wird es bei Typhoon geschloßen und wir konnten es 2014 nicht besuchen. Als alternative bei schlechtem Wetter hatte es also nicht funktioniert.

    • Hallo Robert,

      vielen Dank für deine Anmerkungen. In eine Herrentoilette war ich leider nur einmal aus Versehen. Aber gut zu wissen. Danke!

      Viele Grüße aus Tokio
      Tessa

  5. Isabelle on 16. Januar 2017 at 12:03 said:

    Hallo Tessa,
    ich bin Flugbegleiterin und hatte meine Familie 2x in Osaka mit. ( dort vier Tage frei. ) Beim ersten Mal waren die beiden Jungs im Kindergartenalter, später Teenager. Japan hat es ihnen angetan ☺
    Im Hotel fanden sich bei Betreten des Zimmers Slipper in ihrer Kindergröße,sowie süße Kinderzahnbürsten neben den Amenities für die Erwachsenen. Sie fühlten sich natürlich sehr willkommen. In Restaurants darf man schlürfen und wir waren immer gerne gesehen. Sicher und sauber ist Japan ja ohnehin. Ist einem die Großstadt zuviel, braucht man sich nur in einen Zug zu setzen und nach spätestens einer Stunde ist man in der Natur und in den Bergen.
    Nara war und ist ihr Highlight, zahme Rehe und die Schönheit der Umgebung waren ihr Hauptwunsch, auch beim zweiten Besuch.
    Dieses Jahr wollen wir endlich länger dort reisen und planen drei Wochen im Sommer – wegen der Ferien. Das Klima ist allerdings im Frühjahr und Herbst besser, aber dann hätten wir ’nur‘ zwei Wochen.
    Da Japan so anders ist als unsere Kultur und es ohnehin so viel zu sehen gibt, braucht man sich keine Gedanken über Langeweile zu machen. Es ist – für alle – spannend 🙂
    Traut euch !

    • Hallo Isabelle,

      vielen Dank für dein Erfahrungsbericht! 3 Wochen im Sommer klingt spannend. Aber nicht im August, oder? 😉

      Viele Grüße aus Tokio
      Tessa

  6. Doris on 17. Januar 2017 at 10:27 said:

    Hallo Tessa,Wir werden im Juli für 2 Wochen nach Japan fliegen ,mit unserem elfjährigen Sohn! Werde mir jetzt eine Route zusammen basteln😉 und freue mich auf weitere Blockeinträge von dir!LG Doris

  7. Danke für den Artikel 🙂
    Windeln findet man günstiger zum Beispiel bei der Kette „Papas“ oder auch bei Livin/Seiyu. Matsu Kiyo ist teuer.
    In Mädchen/Jungen Windeln wird erst ab Größe L und auch nicht bei allen Marken unterteilt.
    Die Größe ist auch so eine Sache.. Während in Deutschland durchnummerriert wird, gibt es hier die Größen „Neugeborene, S, M und L“. Dazu Höschen und mit Tape. Zur Orientierung stehen an der Seite Gewichtsangaben.

    Zucker ist fast in allen „Kinderbreis“ drin, genau wie Salz.

    Im Edo-Tokyo Museum kann man auch Kinderwagen leihen. Auch für kleine Babys ab ca. 1 Monat.
    Auf dem „Land“ nutzen auch viele Japanerinnen Kinderwagen, nur Tokyo ist echt nervig!

    Es gibt viele Restaurants mit Bänken (sie nennen es Sofa). Die eignen sich gut um das Kind abzulegen. Vorraussetzung: immer eine Hand am Kind.
    Stillen (mit Tuch) ist da auch kein Ding.

    Wenn man das Zimmer im Shinkansen nutzen möchte, muss man vorher immer einem Zugbegleiter bescheid sagen.
    Da ist es einfacher einfach im normalen Sitz zu stillen.

    LG

    • Hallo Anika,

      vielen Dank für diesen informativen Kommentar! Deine Anmerkungen habe ich gleich in den Artikel mit aufgenommen. Danke!!

      Viele Grüße aus Tokio
      Tessa

  8. Yvonne on 18. Januar 2017 at 15:23 said:

    Hallo,
    das ist ja mal ein richtig guter und ausführlicher Blogbeitrag. Ich finde Japan und die Kultur auch wirklich spannend und überlege schon seit längerer Zeit mal eine Rundreise in Japan zu machen. Ich werde auf jeden Fall weiter auf deinem Blog stöbern.
    LG, Yvonne

  9. Daria on 20. Januar 2017 at 13:09 said:

    Hi Tessa,

    Super Seite! Welche Babynahrung also Milchpulver gibt es denn in Japan? Und in den Gläschen ist tatsächlich Zucker drin? Wir fliegen am 7.2 mit unserer 9 Monate alten Tochter für 3 Wochen nach Japan und sind wohl auf Gläschen angewiesen 😅

    • Hallo Daria,

      ja, leider ist in den meisten Gläschen Zucker drin. Halte auf den Gläschen nach den jap. Schriftzeichen 砂糖 (Satou / Zucker) Ausschau.

      Bezüglich des Milchpulvers habe ich den Artikel oben erweitert und Fotos eingefügt. 😉

      Viele Grüße aus Tokio
      Tessa

    • Marlene Gonska on 4. Februar 2017 at 21:43 said:

      Hallo, danke für die tollen Tipps. Wir fliegen im Mai mit unserem dann 9 monatigen Sohn nach Japan und die Sache mit dem Babybrei/Essen interessiert uns auch brennend! Daria, wir wünschen euch schonmal einen tollen Trip und würden uns freuen, wenn ihr uns evtl. Per Mail etc. ein paar Infos bezüglich Babyessen geben könntet? Vielen Dank schonmal und habt eine schöne Zeit! LG Marlene

  10. Aleks on 11. Februar 2017 at 9:02 said:

    Hallo,

    deine Beiträge sind echt spitze,

    ich war Neujahr 15/16 mit meiner (jetzt 8 jährigen) Tochter, wir sind mit dem Zug von Tokyo aus nach Sapporo gefahren mit Stopp in Hakodate. Neben meiner Tochter hatte ich ihren Koffer und meinen Koffer im Schlepptau und egal ob ich wollte oder nicht, mir hat immer irgend jemand den koffer aus den Händen genommen und zum Gleis oder vom Gleis die Treppen hoch/runter getragen 😀
    Im Zug hat sogar eine jüngere Dame (vllt. auch Studentin) sogar ein Foto mit meiner Tochter gemacht, als diese zur Toilette wollte (Ich hab sie ziemlich ins kalte Wasser springen lassen, weil ich ihr nichts erklärt habe, hahaha) und daher wusste sie nicht mal wie sie die Toilettentür zu kriegt und da hat ihr dann die eine geholfen wollte dann aber ein Foto mit ihr (Meine Tochter hatte es mir im Anschluss erzählt) hahaha
    Deine Tipps mit Kids sind echt gut, einiges (in Tokyo) davon hatte ich auch auf dem Plan, leider bin ich Sylvester so krank geworden, ging nichts mehr…
    Aber ich will nochmal mit meiner Tochter dahin, dieses Mal ist aber die Route Tokyo-Kansai geplant 😀

    • Hallo Aleks,

      vielen Dank. 🙂 Das ist doch ein erfreuliches Feedback. Das mit dem Foto machen von kleineren europäischen Kindern, scheint wohl oft vorzukommen. Einige meiner Leser berichteten davon auch.

      Viele Grüße aus Tokio
      Tessa

  11. Olivia on 23. Februar 2017 at 0:12 said:

    Liebe Tessa
    Wir möchten im Mai für 3 Wochen nach Japan reisen. Dann ist unsere Tochter anfang 5Monat. Für einen Buggy ist das zu früh. In den Städten könnten wir mit dem Ergobaby rumlaufen, jedoch zum reisen mit shinkansen müssten wir den kinderwagen mitnehmen! geht das überhaupt? Ansonsten müssten wir eher im Juni verreisen ( anscheinend viel Regen?) und den buggy nehmen oder ist ein Auto mieten eine Option (Route: Japanische Alpen, Kanazawa, Kyoto, Naoshima und Tokyo)

    Herzlichen Dank für die Rückmeldung, Olivia

    • Hallo Olivia,

      für die japanischen Alpen und Naoshima könnt ihr über ein Mietauto nachdenken, generell würde ich aber eher mit einem faltbaren Buggy fahren. In dem Shinkansen gibt es extra Abstellflächen am Ende des Wagens sehe auch hier: http://wanderweib.de/tipps-gepaeck-durch-japan-reisen/ Wenn du beim Fahrkarten-Kauf angibst, dass ihr viel Gepäck habt, werdet ihr automatisch in der Nähe des Gepäcksbereichs gesetzt.

      Viele Grüße aus Tokio
      Tessa

    • Daria on 26. Februar 2017 at 13:17 said:

      Hi Olivia,

      Wozu braucht ihr einen Kinderwagen? Wir haben unsere 9 Monate alte Tochter 3 Wochen lang getragen und das war echt perfekt.

  12. Firu on 30. April 2017 at 2:02 said:

    Hallo Tessa.

    Ehrlich gesagt, hat alles sehr gut mit Kleinkind geklappt…man bekommt Windeln und Tücher in jedem Supermarkt oder Drugstore.
    Das Essen ist ‚kinderfreundlich‘: Ramen bzw Soba oder Reis mit Fleisch, Fisch, Tempura gehen immer.
    Obst und Gemüse gibt’s in guter Qualität zu kaufen, wenn man mal selber kocht.
    Wir waren mit Trage und Buggy unterwegs. Jede! Bahnhaltestelle hatte einen Aufzug und alle Straßen waren barrierefrei. In Bahnen und Bussen haben wir immer ein Plätzchen gefunden, selbst in den Shinkansen klappte es mit dem Gepäck.

    Toiletten (Spielplätze, Haltestellen, Konbinis, Geschäfte) mit Wickelmöglichkeiten sind
    vorhanden und fast immer tiptop sauber.

    Und alle sind sehr nachsichtig, wenn ein Kind mal mit Trotzanfall auf dem Boden sitzt 😀

    • Hallo Firu,

      das hört sich doch gut an. 🙂 Ich glaube, das macht anderen Lesern mit Kleinkind Mut. 😀

      Viele Grüße aus Tokio
      Tessa

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