Der Schrein Fushimi Inari (oder auch Fushimi Inari Taisha 伏見稲荷大社) in Kyoto beherbergt mehr als 1000 rote Tore, die in langen Tunneln aufgestellt sind. Wenn du im Internet nach Japan suchst, dann wirst du bestimmt auf Fotos von diesen roten Toren stoßen. Abseits der üblichen Touristenwege erkunden wir das weitläufige Tor-Netzwerk vom Schrein Fushimi Inari Taisha, die ganz ohne Öffnungszeiten auskommen.

Update: Artikel aktualisiert! (10.07.2019)

Schauen wir uns den Inari Schrein Kyoto einmal genauer an:


Geschichte des Fushimi Inari Taisha Schrein

Der Schrein wurde im Jahre 794 zu ehren des Gott des Reises Inari gegründet, als der damalige Kaiser die Stadt Kyoto als Hauptstadt festlegte. Im Jahre 1589 kam das berühmte große Romon Tor und die Haupthalle dahinter dazu. Es ranken sich zwei Legenden um die Entstehungsgeschichte:

Die eine besagt, das der Hügel, auf dem der Schrein steht, einem Mann gehört habe, der nach seinem Tod in den Himmel aufgestiegen ist. Eine weitere besagt, dass im Jahre 711 ein Mann namens Hata-no-iroka einen Schwan verärgerte und diesen auf dem Berg Inari wieder fand.

Übersicht

Direkt vor dem JR Inari Bahnhof folgst du den Toren zum Romon Tor. Dahinter befindet sich die Haupthalle des Fushimi Inari Taisha Schreines. Links neben dem Schrein führen dich einige Stufen zu den berühmten 1000 Toren und dem Berg Inari.


Sehenswürdigkeiten

Romon Tor / Haupthalle

Hinter zwei große Toren befinden sich das imposante Romon Tor und der Schrein Fushimi Inari Taisha. Davor stehen Fuchs-Statuen, die als Nachrichtenübermittler dienen.

1000 Tore

Links haltend erreichst du über eine Treppe den Eingang zweier Tunneln. Beide Wege laufen parallel und unterscheiden sich nicht. Ab dieser Stelle fangen die 1000 Tore an.

Okusha Schrein

Am Okusha Schrein kannst du kleine Fuchs-Form-Holzplatten kaufen, die einen Wunsch erfüllen.

Berg Inari

Steigst du zum 233 m Inari Berg hinauf, verlässt du den typischen Touristen-Pfad. Auf dem Weg nach Oben passierst du mehrere Schreine und die Aussichtsebene Yotsutsuji, die an klaren Tagen eine tolle Aussicht über Kyoto bietet. Auf der Spitze des Berges Inari befindet sich der Ichi-no-mine Schrein.


Essen & Trinken

Straßenstände

Links vom Schrein befinden sich viele Straßen-Stände, die Fushimi Inari Souvenirs und lokale Köstlichkeiten verkaufen. Empfehlenswert ist ein Taiyaki-Fisch für 120 Yen, das ist ein in Fischform gepresster Teig gefüllt mit Bohnenpaste oder süßem Custard. Wichtig: Den Müll am gleichen Stand wieder abgeben, da es in Japan keine Mülleimer gibt.


Insidertipps

  • Der Besucherandrang ist sehr groß! Am besten einen etwas längeren Aufenthalt (> 1 Std.) einplanen.
  • Entweder ganz früh (6 Uhr morgens) oder kurz vor Schluss dort sein.
  • Von einer Seite sehen die Tore nur rot aus, aber auf der anderen Seite stehen die Namen der stiftenden Person oder Firma darauf.
  • Ein großes Tor kostet ab 175.000 Yen (~1500 Euro).

Öffnungszeiten & Preise

  • Öffnungszeiten: 24 Stunden offen
  • Eintritt: Kostenlos
  • Verweildauer: 3-5 Stunden

Anfahrt

  • Adresse: 68 Fukakusa Yabunouchichō, Fushimi-ku, Kyōto-shi, Kyōto-fu 612-0882 (Google Maps)

Am schnellsten erreichst du den Fushimi Inari Schrein vom Bahnhof Inari. Der Bahnhof ist nur 5 Minuten Zugfahrt vom Kyoto Bahnhof entfernt.

Mit Zug:

  • JR Inari Bahnhof -> 1 Minute Fußweg
  • (Keihan) Fushimi Inari Bahnhof -> 5 Minuten Fußweg

Barrierefreiheit

  • Barrierefrei = BF, Nicht Barrierefrei = NBF, Stillraum = SR, Wickelflächen = WF, Rollstuhltoilette = RT
  • Eltern mit Kleinkindern sollten die Wickelflächen an den Bahnhöfen nutzen.
  • Inari Bahnhof: BF, WF und RT
  • Fushimi Inari Bahnhof: BF, WF und RT
  • Sehenswürdigkeiten:
    • Fushimi Inari Schrein: BF, RT (Beide Toiletten am Schrein)
      • Kinderwagen und Rollstuhlfahrer dürfen das Gelände betreten.
    • Tor-Wanderpfad: NBF (wegen Treppen)

Nützliche Links:

Deutsch:

Englisch:

Japanisch:


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23 Thoughts on “[Kyoto Reise] Schrein Fushimi Inari Taisha: Durch 1000 Tore gehen!

  1. Pingback: Eine Woche Tokio bzw Japan

  2. YabanJim on 17. August 2016 at 13:55 said:

    Hab alles wiedererkannt ;-)

  3. Stephan on 17. August 2016 at 19:44 said:

    Hallo,

    Zufälle gibts!
    Gestern vor einem Jahr waren wir auch dort.
    Leider nicht beim bestem Wetter, so dass die eh schon dolle Luftfeuchtigkeit noch unerträglicher wurde.
    Das Gekletter war anstrangend, aber wir waren froh als wir endlich _wirklich_ oben waren und “Top of the Mountain” auf einem Schild lesen konnten. :D
    Unser Abenteuer ist in diesem Blogeintrag, wenn du mal lesen willst:
    http://ritti.someserver.de/wordpress/?p=481

    • Hallo Stephan,

      vielen Dank für deinen Link! Leider ist das Wetter in Kyoto immer ziemlich unberechenbar, so dass man einen großes Glück braucht, um am Schrein gutes Wetter zu erwischen.

      Viele Grüße aus Tokio
      Tessa

  4. Hi, wir waren auch auf dieser Schrein Tour. Wirklich ein muss! Auf dem Weg nach oben befinden sich seitlich immer wieder kleinere Schreine ( über 100!). Die sind jeweils mit einer Nummer versehen. Weiß jemand ob jeder Schrein eine spezielle Bedeutung hat? UND: welche hat wohl Schrein Nr 50? Kann jemand helfen?
    LG jo

  5. Hallöchen,
    auch wir haben uns am ersten Tag Kyoto in diesem November den Fushimi Inari Schrein nicht entgehen lassen.
    Und dabei hatten wir nicht nur bestes Wetter, um den “Indian Summer” in vollen Zügen zu genießen, sondern fanden, als wir wieder zurück am Eingang waren, auch noch ein Hochzeitspaar vor, das sich freundlich den Kameras der Anwesenden stellte.
    Und das Streetfood am Zugang zum Schrein kann man gar nicht oft genug erwähnen. Es ist wirklich exzellent und günstig.
    Wenn du magst, kann ich gern noch ein paar sehr farbintensive Fotos beisteuern. Schau einfach mal auf meiner Seite nach, ob dir was gefällt :-)
    Gruß, Gabriel

  6. Im April waren wir bis ganz hoch. Oben war tatsächlich kaum noch westliche Touris zu sehen, die Scheinen nur bis zu dieser Kreuzung zu laufen. Hat sich zwischen deinen Fotos und dem Frühling dieses Jahres nicht viel geändert gehabt.

    Hat es eigentlich eine Bewandtnis damit, dass manche Tore aus Beton waren?

    Übrigens in der Straße zum Bahnhof hatten wir in Honig ausgebackene Reisbällchen gegessen, die waren ganz hervorragend. Leider konnten wir unseren Müll (Plastik!) bei anderen Ständen nicht loswerden, die hatten alle nur was für Papiermüll.

    • Hallo Ore,

      das mit den Beton Toren hat glaube ich keine Bedeutung.

      Müll wirst du nur am gleichen Stand oder am Konbini los. ;) Siehe meinen Müll Artikel.

      Viele Grüße aus Tokio
      Tessa

  7. Kerstin on 23. Februar 2019 at 21:16 said:

    Hallo,

    was für einTicket müsste ich denn nehmen wenn ich vom Kyoto Hauptbahnhof mit der Nara Line zum Fushimi Inari Schrein fahren will?

    Viele Grüße
    Kerstin

  8. Isabella Trapani on 16. Juli 2019 at 19:20 said:

    Keine zwei Wochen ist es her und ich durfte diesen Schrein besuchen. Das erste Mal war Sonntag, im Regen. Menschenmassen waren da und ich fand den Ort fürchterlich. Drei Tage später, am Tag meiner Abreise, war ich um 6 Uhr morgens dort. Fast alleine war ich und konnte somit den Zauber dieses Ortes spüren. Ganz nach oben bin ich, begleitet von ein paar Raben. Was für schöne Momente!

    • Corinna on 17. Juli 2019 at 13:49 said:

      Hallo Isabella,

      manchmal lohnt es sich, ganz ganz früh aufzustehen ;)

      Viele Grüße aus der WanderWeib-Redaktion
      Corinna

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