Das Edo-Tokyo Museum (江戸東京博物館, Edo-Tōkyō Hakubutsukan) erklärt anschaulich das Leben und Arbeiten zur Edo-Zeit (1603-1868) und wie Edo sich zur Megastadt Tokio entwickelt. Das Museum liegt im Sumo-Viertel Ryogoku und fällt durch seine markante Gebäudeform auf. Neben dem Museum stelle ich auch ein Restaurant vor.

Schauen wir uns das Edo-Tokyo Museum inkl. Karte und Öffnungszeiten einmal genauer an:


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Was ist das “Edo-Tokyo Museum”?

Das Edo-Tokyo Museum wurde 1993 eröffnet Tore und zeigt die 400-jährige Geschichte der Stadt Edo, die sich ab 1868 Tokyo nannte. Das Museum teilt sich in zwei große Bereiche ein: die Edo- und Tokyo-Zone. Das Museum zeigt die Geschichte anschaulich mit Nachbildungen, Fotos und Ausstellungsstücken.

Übersicht

Die Eintrittskarten der Permanent-Ausstellung kannst du auf der Etage 1F oder 3F kaufen, danach erreichst du den Eingang (Etage 6F) über Rolltreppen oder Fahrstühle. Dort werden kostenlose Audio-Führer (gegen Pfand) ausgegeben und es gibt die Nihonbashi Brücke, die dich zur ersten Edo-Zone führt. Weiter geht es eine Etage tiefer zur Ebene 5F.

Auf der Etage 5F kannst du auf der linken Seite das Leben und Arbeiten zur Edo-Zeit betrachten und auf der rechten wie aus Edo das Moderne Tokyo wird.

Schauen wir uns die einzelnen Bereiche genauer an:

6F – Edo-Bereich

Nihonbashi Brücke

Direkt am Eingang überquerst du eine Nachbildung der berühmten Nihonbashi Brücke, die 1603 unter dem Shogun Tokugawa Ieyasu errichtet wurde. Sie verband Edo mit dem Rest der Provinzen und brannte mehrmals nieder. Im 20. Jahrhundert wurde die Brücke durch eine Steinbrücke ersetzt, die du noch heute hier besuchen kannst.

Edo Burg

Hinter der Brücke triffst du auf eine Nachbildung der Edo Burg, die bis ins 18. Jahrhundert das politische Zentrum der Macht war. Neben dem Hauptturm gab es viele niedrige Gebäude, in denen der Shogun und seine Untertanen wohnten. Übrigens: Noch heute kannst du die Grundmauern des Turms auf dem Gelände des Kaiserpalastes bestaunen.

Adliger Palast

Im Osten vor der Edo Burg stand ein adliger Palast vom Lehnsherr Matsudaira Tadamasa. Eine Nachbildung von dem aufwendigen Gebäude kannst du direkt neben der Edo Burg betrachten. Sie zeigt auch, welche Macht Adlige in Edo besaßen.

Stadt Edo

Direkt neben den verschwenderischen Palastanlagen steht ein Häuser-Model (1/30) der einfachen Leute, die in eng-bebauten Gegenden lebten. Das Model zeigt das Leben Mitte des 17. Jahrhunderts nördlich der Nihonbashi Brücke, die sich bis ins 18. Jahrhundert in eine Millionen Menschen Stadt verwandelt.

5F – Edo-Bereich

Leben in Edo

Über eine Rolltreppe oder den Fahrstuhl erreichst du die Etage 5F, die Nachbauten der kleinen Edo-Häuser zeigt. In den Häusern kannst du das Leben und Arbeiten der einfachen Bewohner betrachten.

Edos vier Jahreszeiten und Feste

In mehreren Schaufenstern kannst du viele kleine Figuren ausmachen, die zeigen, dass auch in Edo kräftig gefeiert wurde. Bei Festlichkeiten wurden kleine Schreine in langen Paraden durch die Straßen getragen.

Theater & Unterhaltung

In der Mitte findest du einen kleinen Raum, der das Vergnügungsviertel in Edo und ein Kabuki Theater zeigt. Damals waren die Schauspieler (auch die weiblichen Rollen) nur Männer. In Schaufenstern kannst du außerdem die verschiedenen Haartrachten der Edo-Frauen bewundern.

5F – Tokyo-Bereich

Tokyo Modernisierung

Wenn du unter der Nihonbashi Brücke her gehst, triffst du auf das modernisierte Tokyo. Edo hat sich zur Meiji-Restauration
(1868) dem Westen geöffnet, baute viele westliche Stein-Gebäude und nannte sich ab jetzt Tokyo.

Tokyo Industrialisierung

In kurzer Zeit entwickelte sich Tokio zu einer Weltmetropole und Stein-Häuser, Fahrräder, Eisenbahnen und westliche Kleidung wurden eingeführt.

Katastrophen & Krieg

Tokyo musst im 20. Jahrhundert zwei mal wieder aufgebaut werden: 1923 fand das große Kanto-Erdbeben statt und einige Jahre später wurde Tokyo durch die Luftangriffe des zweiten Weltkrieges zerstört. In den Schaufenstern kannst du die Katastrophen verfolgen und den Aufbau Tokios erleben.

Modernes Tokyo

Der letzte Bereich zeigt das Leben in der Moderne, wie sich das Leben in Tokio bis heute entwickelt hat.

Essen & Trinken

Restaurant Sakura Saryou 桜茶寮

Solltest du Hunger verspüren, besuche das Restaurant Sakura Saryou, das sich auf der Etage 7F versteckt. Es serviert erstklassigen Matcha-Tee aus Uji und gute japanische Gerichte. Außerdem bekommst du eine tolle Aussicht über Tokio samt Sumo-Halle.

  • Adresse: 1 Chome-4-1 Yokoami, Sumida, Tokyo 130-0015, Etage 7F, Edo Tokyo Museum (Google Maps)
  • Öffnungszeiten: 
    • 11.00-17.30 Uhr (Di.-Fr. & So.)
    • 11.00-19.30 Uhr (Sa.)
  • Geschlossen: Montags
  • Karte: Japanisch / Englisch
  • Preise: 1.000-2.500 Yen
  • Empfehlung: 
    • Hime-(Princess Lunch) Set für 2500 Yen
    • Matcha-Set mit drei Köstlichkeiten für 780 Yen

Insidertipps

    • Von 10.00-15.00 Uhr gibt es (meist) kostenlose Führungen auf Deutsch oder Englisch. Treffpunkt: Etage 6F Volunteer Guide Reception Counter
    • Die Eintrittskarte ist den ganzen Tag gültig. Du kannst mehrmals das Museum verlassen.
    • Im Edo-Tokyo Museum gibt es Schließfächer (40x35x43 cm), die du gegen 100 Yen Pfand nutzen kannst. Etage 1F und 7F. Große Taschen können am Information Counter (1F) gelagert werden.
    • Direkt neben dem Bahnhof kannst du im Gebäude Edo Noren am Informationsschalter für 500 Yen große Gepäckstücke lagern lassen.

Anreise

  • Adresse: 1 Chome-4-1 Yokoami, Sumida, Tokyo 130-0015 (Google Maps)

Am schnellsten kommst du vom (Toei) Ryokoku Bahnhof zum Edo Tokyo Museum.

Mit Zug:

  • (JR Sobu Linie) Ryogoku Bhf -> West-Ausgang > 3 Minuten Fußweg
  • (Toei O-Edo Linie) Ryogoku Bhf -> Ausgang A3 oder A4 -> 1 Minute Fußweg

Öffnungszeiten & Preise:

  • Öffnungszeiten: 9.30-17.30 Uhr (bis 19.30 Uhr an Samstagen)
    • Letzter Einlass ca. 30 Minuten vor Schluss
  • Geschlossen: Montags (Falls Feiertag, dann Dienstag) und am Jahresende und Neujahrestage
  • Eintritt:
    • 600 Yen (Erwachsene)
    • 300 Yen (Rentner über 65 Jahre)
    • 480 Yen (Studenten)
    • 300 Yen (Mittel- und Abitur-Schüler)
    • Kostenlos (Kinder, Grundschüler und Schwerbehinderte)
    • Gruppen (ab 20 Pers.):
      • 480 Yen (Erw.)
      • 240 Yen (Rentner)
      • 380 Yen (Studenten)
      • 240 Yen (Mittel- und Abitur-Schüler
    • Rentner-Tag: Freier Eintritt für Rentner (ab 65 J.) jeden 3. Mittwoch im Monat.
    • Familien-Tag: Zwei Erwachsene (in Tokio gemeldet) mit Kind unter 18 J. bezahlen den halben Preis für die Permanent-Ausstellung
    • Jahrespass: 4000 Yen (Edo-Tokyo Mitgliedsschaft)
  • Audioguides:
    • Ausleihen: Etage 6F auf Deutsch und Englisch (gegen 1000 Yen Pfand)
    • Rückgabe: 5F und Pfand wird erstattet.
  • Verweildauer: 2-3 Stunden

Barrierefreiheit

  • Alle Bahnhöfe sind Barriere frei und besitzen Wickelflächen und Rollstuhltoiletten.
  • Edo Tokyo Museum: Barriere frei, Wickelflächen und Rollstuhltoiletten vorhanden.
    • Kinderwagen dürfen mit ins Museum genommen werden.
    • Leih-Kinderwagen und Rollstühle können kostenlos auf der Etage 1F und 6F ausgeliehen werden.
    • Stillraum gibt es auf 1F und 5F (Wickelfläche)
  • Restaurant Sakura Saryou: Barriere frei, Wickelflächen und Rollstuhltoiletten vorhanden.

Nützliche Links:

Englisch:

Japanisch:


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6 Thoughts on “[Tokio Reise] Edo-Tokyo Museum

  1. Steffi on 11. Februar 2019 at 10:35 said:

    Wiedermal ein toller Beitrag. Schon beim letzten Urlaub in Tokio wollten wir uns dieses Museum ansehen aber damals war es leider geschlossen. Aber im Oktober ist es fest eingeplant =) da helfen die Infos und der Lageplan sehr!! LG

  2. Mike on 14. Februar 2019 at 7:11 said:

    Hallo,
    ja das Museum ist auf jeden Fall einen Besuch wert, auch die kleinen mitmach Spielchen, wie Wassereimer heben waren was ( wobei ich mich dabei bissel blamiert hab, da natürlich alles für japanische Größe vorgesehen ist)

  3. Maria on 21. Februar 2019 at 12:15 said:

    Großartiges Museum mit Modellen und Dingen zum Hands-On-Ausprobieren (mein Favorit war die Leder-Feuerwehr-Flagge).
    Ich war Mitte April 2018 dort, leider hatte ich nur 2 Stunden, bis das Museum seine Pforte schloss – das war eindeutig zuwenig, durch den Tokyo-Teil konnte ich nur noch schnell durchgehen.
    Und vielleicht hätte ich mich nicht an die japanische Führung mit den Volunteer-Rentner-Geschichtsprofessor ranhängen sollen, das war zwar alles interessant, aber die gingen echt laaaangsam durch die Ausstellung…

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