Endlich! Das Corona-Jahr 2020 ist fast vorbei – was für eine harte Zeit. Nach dem ersten Schock war auf WanderWeib jedoch keine tote Hose, sondern ziemlich was los. Deshalb stelle ich euch heute die Highlights des Jahres vor und blicke noch einmal auf das Krisen-Jahr zurück.


Januar

Im Januar war die Welt noch in Ordnung. Ich stellte den ersten Kawaguchiko-Artikel mit dem Thema Museen am Mount Fuji vor. Im Herbst davor war WanderWeib im Doppelpack eine Woche in Kawaguchiko. Wir schauten uns dort Museen und Sehenswürdigkeiten und testeten gute Restaurants. Kawaguchiko besticht vor allem durch seine Ruhe und dem reichhaltigen Angebot an Kultur.

Im Januar ging ebenfalls der Artikel zu den Top-Sehenswürdigkeiten Nagasakis an den Start. Dazu besuchte Corinna, ebenfalls im Jahr davor, die Stadt gleich mehrere Tage, um euch die schönsten Sehenswürdigkeiten vorzustellen.

Februar

Besonders beliebt war im zweiten Monat des Jahres der Artikel über Sake, den ich komplett überarbeitet hatte. Für den Artikel besuchte ich extra den berühmten Sake-Verkäufer Koyama, der mehr als  1.000 verschiedene Sorten an Wein, Bier und natürlich Sake anbietet. Da ich selbst aber keinen Alkohol trinke, musste ich mich bei meinen Nachbarn erkunden, die regelmäßig Sake konsumieren.

Wenn du im Winter nach Tokio kommst, wirst du schnell feststellen, wie trocken die Luft ist. Gerade nachts brauchst du deswegen einen Luftbefeuchter, die in jedem Hotel-Zimmer stehen. Damit du sie auch benutzen kannst, übersetzte ich die wichtigsten Schriftzeichen in diesem Artikel.

März

Im März fing das Drama dann an: Die Corona-Nachrichten führten in Japan letztlich zu dem bis heute geltendem Einreiseverbot für Touristen. Aber auch Ausländer, die ein gültiges Visum hatten, durften bis September ebenfalls nicht einreisen. Was bedeutete, das viele Menschen im Ausland festsaßen.

Außerdem wurden die Olympischen Spiele auf das Jahr 2021 verschoben. Ob die 2021 aber wirklich stattfinden, steht noch immer in den Sternen. Über die Hälfte der japanischen Bevölkerung ist Umfragen nach dagegen.

April

Schon im letzten Jahr wollte ich einen Artikel zum Thema Fahrrad fahren in Japan schreiben, doch der recht aufwendige Inhalt schreckte mich lange ab. Im April schaffte ich es dann endlich, mich aufs Rad zu schwingen und bekannte Radstrecken abzufahren. Mein Rad hatte ich mir extra aus Deutschland einfliegen lassen, weil japanische Räder zu klein für mich sind.

Direkt im April entdeckte ich die Wurzeln von WanderWeib wieder und veröffentlichte einen Wanderartikel zu den Bergen Bentoyama-Shiroyama, in welchem geheime Höhlen erkundet wurden.

Mai

Im Mai startet ein weiteres Projekt: leichte und authentische Rezepte aus Japan vorzustellen. Zunächst veröffentlichte ich das Spaghetti Napolitan- und das Omurice-Rezept, die zu meinen Lieblingsessen in der japanischen Küche zählen. Jeden Donnerstag gab es ein neues Rezept auf WanderWeib.

Ganz heiß wurde in der WanderWeib-Facebook-Gruppe das Thema “Tier-Cafes” diskutiert. Die Alternativen zu den Tier-Cafes und meine eigenen Vorschläge fasste ich in diesem Artikel zusammen. Japan ist ein tolles Reiseland, nimmt es aber mit Tierschutz nicht so genau.

Juni

Wenn ich am Sagamiko See zum Mount Takao unterwegs bin, freute ich mich stets über schöne Aussichten auf den Mount Fuji, der sich früh morgens gerne zeigt. Meist gegen 9 Uhr versteckt er sich dann hinter einer Wolke. So musste ich zu den meisten Touren recht früh raus und kam gegen Mittag schon wieder nach Hause.

Wer eine noch schönere Aussicht auf den Mount Fuji haben möchte, sollte morgens die Seilbahn Panoramic Ropeway besuchen. Von dort erhaltet ihr eine super Aussicht auf den Fuji.

Juli

Im Juli führte die japanische Regierung endlich eine Gebühr für Plastiktüten ein. Wer kennt es nicht? Normalerweise erhältst du in jedem Konbini ungefragt eine Plastiktüte, so hat man am Ende seiner Japanreise einen riesigen Berg an Tüten. Damit ist nun Schluss! Tüten kosten ab 2 Yen aufwärts und werden nur nach Nachfrage ausgehändigt.

Via E-Mail erreicht mich ein ungewöhnlicher Artikelwunsch: Wie besucht man einen Frisör in Japan? Tatsächlich hatte ich schon ziemlich viele Frisörbesuche hinter mir. Mein erster war 2008 in Nara. Damals riss der Opa-Friseur an meinen Haaren, massierte meinen Nacken und ich sah danach aus wie eine Zeitreisende aus den 1980er Jahren. Damit euch das nicht passiert, schrieb ich kurzerhand diesen Artikel, in dem nützliche Wörter und Phrasen enthalten sind. ;-)

August

Mit dem Artikel Höhlen des Mount Fuji führte ich dich in die Unterwelt des berühmten Bergs ein. Am Fuße des höchsten Berg Japans befinden sich nämlich drei Höhlen, die gerade im Sommer eine tolle Abkühlung versprechen.

Im August solltet ihr euch auch mit den Schriftzeichen auf den Ventilatoren beschäftigen, da es im Großteil Japans unerträglich heiß ist. Diese Geräte versprechen zumindest eine kurze Abkühlung.

Außerdem startet ich die Nara-Reihe mit dem Todaiji-Tempel Artikel, der für seine sitzende Buddha-Statue bekannt ist. In Nara wohnte ich fast ein halbes Jahr und konnte so auch meine Erfahrungen in den Artikel einfließen lassen.

September

Einer der unbeliebtesten Gäste im September ist Goki – die Kakerlake, die gerade in dieser Zeit durch sämtliche Fenster- und Türritzen krabbelt und euch den letzten Nerv raubt. Um sich richtig gegen die läsigen Viecher zur Wehr zu setzen, schrieb ich einen Artikel über das Bekämpfen von Kakerlaken.

Meine erste Begegnung mit Goki hatte ich 2008 in meiner Wohnung in Nara – natürlich gleich am ersten Tag. Ich war todmüde und schob die Kakerlake in eine leere Zahnpasta-Verpackung. Ich hörte sie in der Verpackung unermüdlich hin- und herlaufen. Bis mir das Geräusch so dermaßen auf die Nerven ging und sie nach draußen in den Mülleimer verfrachtete.

Im September schloss ich die Naoshima Insel-Reihe mit dem Lee Ufan Museum ab. Die Insel ist für ihre Moderne Kunst bekannt und bietet auch für Kunstmuffel eine Menge.

Oktober

Zum ersten Mal besuchte ich den Kasuga Taisha Schrein im Jahre 2008 zum Neujahrsgebet. Damals waren tausende Besucher vor Ort, die dort ihr erstes Gebet im neuen Jahr aussprachen. Im nächsten Jahr wird das jedoch anders verlaufen, weil die japanische Regierung sämtliche Tempel und Schreine dazu aufgefordert hat, die Gebete bis zum 15. Januar zu verlängern. Normalerweise wird nur bis zum 3. oder 4. Januar gebetet.

Im Oktober startet ich auf viele Bitten meiner Leser den neuen Japan-Foodblog WanderWeib-kocht.de, damit alle Rezepte ein passendes Zuhause finden und nicht zwischen Tipps- und Reiseartikel untergehen. Leser, die sich nur für Rezepte interessieren, können nun dort in Ruhe stöbern.

Viele meiner Bekannten fragten mich schon oft, ob ich nicht einen Artikel zum Thema “Japanische Gesten und Körpersprache” schreiben könne. Im Oktober war es dann soweit: Ich hatte bereits die wichtigsten Gesten und Zeichen herausgesucht, aber mir fehlte ein passendes Model. So fragte ich mich durch die Nachbarschaft und konnte letztlich ein Mädchen mit  Kuchen bestechen. ;-)

November

Tief beeindruckt war ich vom Wassertunnel im Shinagawa Aquarium, der zwar recht kurz ist, aber eine tolle Aussicht auf die Unterwasserwelt bietet. Besonders viele Familien besuchten das Aquarium, weil es die japanischen Meere vorstellt.

Ende November verriet ich, wie ihr mit einer Rikscha Sehenswürdigkeiten erkunden könnt. Dazu fuhr ich in Kyoto und Tokio mit einer Rikscha und fragte sämtliche Fahrer aus.

Dezember

*

Anfang Dezember veröffentlichte ich endlich meinen ersten Tokio-Reiseführer Tokio for Lovers*, der die wichtigsten Stadtteile und Sehenswürdigkeiten Tokios vorstellt. Das Buch wollte ich schon im Jahr davor fertigstellen, aber wie es immer so ist: Fehlende Zeit machte mir einen Strich durch die Rechnung.

Im Dezember nahm ich auch an einer privaten Teezeremonie teil und schoss neue Fotos für den bereits älteren Artikel. Die eleganten Bewegungen und der Ablauf der Zeremonie (und das in absoluter Stille) beeindruckte mich sehr.

Einer der aufwändigsten Artikel dieses Jahr war der des Asakusa Sensoji Tempel. Dazu besuchte ich drei Tage lang den Tempel und testete lokale Spezialitäten. Besonders hat mir die Nachtansicht des Sensoji-Tempels, ganz ohne Besucher, gefallen.


Wie du siehst, war in diesem Jahr – trotz anfänglichem Corona-Schock – jede Menge auf WanderWeib los. Auch im nächsten Jahr ist wieder SO viel geplant! ;-)


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In diesem Sinne wünsche ich Euch einen guten Rutsch ins neue Jahr 2021!

Tessa – Das WanderWeib

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  • Wie fandest du das Jahr 2020?
  • Welche(n) Artikel fandest du besonders interessant?
  • Was mochtest du nicht so besonders?
  • Welche Artikel wünschst du dir in der Zukunft?

4 Thoughts on “[2020] WanderWeib – Der Jahresrückblick!

  1. Tessler on 28. Dezember 2020 at 9:14 said:

    Hallo Tessa,

    Trotz des Katastrophen-Jahr 2020 ist doch viel passiert in Deinem Blog und ich möchte noch ergänzen das es jetzt eine Rezepte-Ecke gibt (wenn ich mich recht entsinne sogar als eigene Site, welche ich schon nutzte!). Auch der News Artikel zu Corona und wie das Ganze in Japan wahrgenommen wird sollte nicht vergessen sein. Da ich selbst in diesem immer wieder kommentierte, habe ich es schätzen gelernt mich mit recht aktuellen Informationen dazu hier zu versorgen (auch wenn die Redaktion immer auf die staatlichen Quellen verwiesen hat um verbindliche Aussagen zu haben).

    Alles in allem viel Arbeit auch in diesem Jahr, so wie in den vergangenen 4 Jahren zuvor. Dafür vielen Dank.

    Was bleibt von diesem doch recht nervigem Jahr ist das es Deinen Blog immer noch gibt und mir Lust auf das nächste Abenteuer macht im Land der aufgehenden Sonne.
    So bleibt nur die Hoffnung das nächstes Jahr alles besser wird. Dir und Deinen Mitstreitern ein guten Rutsch in eben dieses besagte Jahr. Wir sehen uns auf der anderen Seite in Tokio.

    Tessler

    • Corinna on 28. Dezember 2020 at 9:17 said:

      Hallo Tessler,

      vielen Dank und ebenfalls einen guten Rutsch ins neue Jahr :)

      Viele Grüße aus der WanderWeib-Redaktion
      Corinna

  2. Jens Schwarz on 29. Dezember 2020 at 17:29 said:

    Hallo Tessa, hallo Corinna,

    das Jahr 2020 war für mich als Lehrer sehr anstrengend. Masken tragen, die Schüler anhalten das auch zu tun, Stundenausfälle und vieles mehr. Viel zu wenige Noten spiegelten nicht das wahre Leistungsvermögen der Schüler wider. Nichtsdestotrotz träume ich von meiner Ersten Reise nach Japan, welche ich im Sommer 2022 (geht leider nicht anders) geplant habe. Ich finde die Tipps für den Geldumtausch, Wäsche waschen in Japan (da ich nicht so viele Klamotten mitnehmen möchte), Benutzung verschiedener Einrichtungen wie Toiletten, Züge, U-Bahn usw. sehr gut. Tipps für die Unterkunft, für das Wandern, Fahrradverleih finde ich ebenfalls interessant.
    Danke für Euren großartigen Blog mit wertvollen Tipps für eine Japanreise.
    So dann, ich jetzt weiter träumen werde.

    Viele Grüße und einen guten Rutsch

    • Corinna on 30. Dezember 2020 at 11:09 said:

      Hallo Jens,

      das kann ich mir gut vorstellen. Hoffen wir mal, dass es langsam wieder besser wird.
      Im Sommer kann man ja auch den etwas kühleren Norden Japans bereisen.
      Vielen Dank für das Lob und einen guten Rutsch
      aus der WanderWeib-Redaktion wünscht
      Corinna

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