Mount Fuji Wanderung

[JP] Mount Fuji besteigen – Der Erfahrungsbericht | 富士山 Teil 2

Der 3776,24 m Fuji 富士山, oder auch Fujisan bzw. Fujiyama, ist der höchste Berg Japans. Er befindet sich in der Nähe von Tokio auf der Grenze zwischen den Präfekturen Shizuoka und Yamanashi. Wie viele Berge in Japan gilt auch der Fuji als heilig und wird seit mehr als 1000 Jahren als Sitz der Götter verehrt. Diesen geheimnisvollen Berg wollte ich schon immer besteigen. In diesem Artikel stelle ich euch meinen Erfahrungsbericht zur Besteigung des Fujisans vor. Ich wählte den Yoshida Wanderweg 吉田ルート aus, der einen 7.5 km Aufstiegs- und 6,5 km Abstiegsweg besitzt. Insgesamt plante ich drei Tage ein: am ersten zur 3100 m Hütte, am zweiten zum Gipfel und am dritten den Abstieg. Vom Fuji wollte ich auch unbedingt den Sonnenaufgang sehen, da er als besondere spirituelle Erfahrung gilt. Und zum Abschluss plante ich noch einen Besuch in einer heißen Quelle (Onsen) ein. Teil 1 der Fuji Besteigung – Die Vorbereitung findet ihr hier.

Die Kapitel im Überblick:


Details:
Distanz: 18,5 km
Dauer: 8:10 Stunden (ohne Pausen)
Höhenmeter: 3733 m
Anstieg: 1652 m
Abstieg: 1653 m
Schwierigkeitsgrad: ✭ ✭ ✭ ✭ ✭
Jahreszeit: Sommer
Übernachtung: Berghütte Taishikan 太子館
Startpunkt: Fuji Subaru Linie 5ten Station 富士山五合目
Endpunkt: Fuji Subaru Linie 5ten Station 富士山五合目
Fotos: 21.-23. Juli 2015


 

Nachdem ich mich gründlich vorbereitet hatte, traute ich mich diese Woche an die Besteigung des Fujis. Endlich wurde gutes Wetter für die Woche 20.-26.7. angesagt! Die meisten meiner Freunde waren schon auf dem Fuji, so dass ich entweder alleine oder mit einer geführten Tour losziehen musste. Alleine hätte ich zwar mehr Freiheiten, aber das Risiko ist größer, das mir etwas passieren könnte. Deswegen meldete ich mich bei der Hato-Bustour an. Schließlich gilt es, einen aktiven Vulkan mit mehr als 3700 Höhenmetern zu meistern. Für mich war es auch eine Premiere, da ich bisher nur auf 3000 m Höhe gewesen bin.


Die Anfahrt

Um 7 Uhr erreiche ich den größten Bahnhof Tokios, den Shinjuku Bahnhof 新宿駅, der unglaublich riesig ist. Am West-Ausgang steige ich die Treppe 9 hinauf und biege links ab. Keine 100 m weiter stehe ich an der Hato-Bus-Bushaltestelle. Zwei große gelbe Hato-Busse stehen schon bereit. Viele Japaner mit großen Rucksäcken warten davor und unterhalten sich. Eine Reiseführerin fragt mich nach meinen Namen und an welcher Tour ich teilnehme. Es gibt anscheinend zwei Touren: Die eine ist zweitägig die andere dreitägig. „Die längere Tour“, antwortete ich. Sie gibt mir einen Zettel mit einer Platznummer. Scheinbar erhalten alle Teilnehmer einen bestimmten Sitzplatz. Ich frage sie, wie viele Teilnehmer in meiner Gruppe sind. „Insgesamt 18 haben sich für die Tour angemeldet“, antwortet sie. Wow, das sind ganz schön viele!

Nach 5 Minuten ruft der Busfahrer mich in den linken Bus. Ich steige ein und stelle fest, dass ich die einzige Ausländerin bin. Um 7.20 Uhr fährt der Bus pünktlich los. Ich stelle mich meinen Nachbarn vor. Neben mir sitzt Herr Ryo und vor mir Herr Banso. Beide sind Japaner, um die 65-75 Jahre alt. Herr Banso arbeitete früher in einem Büro und besteigt jetzt Berge, um sich fit zu halten. Ryo war ebenfalls im Büro tätig und nimmt an Marathonläufen teil. Unsere Führerin stellt sich als Frau Ikebukoro vor und wünscht uns viel Spaß auf dieser Tour. Wir erhalten von ihr ein Tuch „Hato-Bus Fuji-Besteigung 2015“, einen Soy Joy Energieriegel und ein 500 ml Sportgetränk. Außerdem einen Zettel mit den wichtigsten Telefonnummern für den Notfall und drei gelben Zetteln, die wir uns an die Schnürsenkel, den Hut und den Rucksack binden sollen, damit wir als Gruppe gut erkennbar sind.

Nach einer Stunde Fahrt halten wir an einer Raststätte. Frau Ikebukoro erklärt uns, dass wir 15 Minuten Zeit haben, um auf das WC zu gehen und noch einmal einzukaufen. Hier sind die Preise noch günstig, meint sie. Ich steige aus und stelle mich an der langen Schlange vor der Toilette an. Zum Glück gibt es über 60 Toiletten, so dass ich nur 5 Minuten warten muss. Zurück am Bus ruft Frau Ikebukoro alle zusammen. Die Pause ist zu Ende! Nach einer halben Stunde Busfahrt sehen wir den Fuji aus dem Fenster. Die unglaubliche Höhe schüchtert uns ein. „Heute ist der Fuji gut zu erkennen“, meint Ryo.

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Seine ebenmäßige braune Silhouette steht im starken Kontrast zum blauen Himmel. Ein paar Wolken wickeln sich um die Mitte des Berges. Begeistert zücken wir unsere Kameras. Frau Ikebukoro erklärt uns wichtige Tipps zum Aufstieg: Unbedingt aus dem Bauch atmen und dabei einen runden Mund formen. Das reduziert den Feuchtigkeitsverlust und man kann leichter atmen. Gerade beim Besteigen von großen Felsbrocken vergisst man das gerne. Wir biegen von der Autobahn ab und fahren durch einen dichten Wald. Frau Ikebukoro erklärt uns, dass wir gleich über die berühmte Musik-Straße fahren. Der Teerbelag wurde so verändert, dass eine Melodie erklingt, wenn man mit einer Geschwindigkeit von 40 km/h darüber fährt. Gespannt lauschen wir und hören tatsächlich etwas.


Die fünfte Station Fuji Subaru 五合目

Keine 15 Minuten später schlängelt sich der Bus den Berg hinauf, bis wir an der fünften Station (Fuji Subaru Linie 5ten Station スバルライン富士山五合目) ankommen. Frau Ikebukoro stellt fest, „Aktuell ist es 10.30 Uhr. Treffpunkt ist um 11.15 Uhr in der Mitte dieses Kreisverkehres“ Wir steigen aus und sind überrascht von der Größe der Station.

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Die ist nämlich eine kleine Stadt für sich mit allem was man für den Aufstieg benötigt: Konbinis (24 Stunden-Läden), Restaurants, Souvenirläden, Toiletten, Feuerwehr, Polizei, Berghütten, Informationszentren, Postamt, Schrein, Schließfächern und einer Aussichtsplattform. Vor den Gebäuden höre ich eine Vielzahl an Sprachen.

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Die Bergsteiger stechen klar durch ihre farbenfrohe Kleidung aus der Menge an Touristen, die nur einmal ein Foto von dem Fuji machen wollen, heraus. Ganze Touristengruppen fuchteln gefährlich mit ihren Selfi-Stöckern herum. Herr Ryo und ich gehen zum Restaurant direkt am Kreisverkehr. Im dritten Stock kann man sich umkleiden, im zweiten ist ein Restaurant und im ersten ein Souvenirladen mit Schließfächern. Werktags kann man sich ein Schließfach für 300-500 Yen pro Tag sichern. An Wochenenden sind die meistens belegt, erzählt mir Ryo und geht in den dritten Stock sich umziehen. Ich trage bereits ein Merino Shirt und eine Windstopper Hose und brauche mich nicht umkleiden. Kurz schaue ich mich im Souvenirladen um und entdecke am Eingang einige Holzstöcke, die man an jeder Hütte auf dem Fuji mit dem Hütten-Siegel versehen lassen kann. Das Einbrennen kostet 300 Yen pro Siegel.

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Ich gehe die Treppe herauf und bestelle im Restaurant eine Schweinesuppe mit zwei Reisbällchen das Tonshiru-Onigiri-Set 豚汁おにぎりセットfür 800 Yen. Lecker!

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Um mich herum kann ich die Besucher in zwei Gruppen einteilen: die erfolgreichen Bergsteiger, die schlafend auf den Bänken sitzen, und die anderen, die sich aufgeregt über die bevorstehende Besteigung unterhalten. Die fast komatösen Gestalten stechen außerdem durch ihre verbrannten Gesichter heraus. Ich packe meine Sonnencreme aus und schmiere mir schon mal mein Gesicht ein… Ryo kommt herein, bestellt sich eine Tasse Kaffee und gesellt sich zu mir. An der Wand entdecke ich ein Poster mit den Zugangsdaten für kostenloses Internet. Jetzt verstehe ich auch, warum einige wie wild in ihr Handy tippen. Nach 10 Minuten verlassen wir das Restaurant und begeben uns zum Schrein Fujisan-Taisha 富士山大社. Am Eingang des Schreins steht ein großes rotes Tor.

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Der Schrein wurde von einem japanischen Kaiser 901-923 errichtet, um den damals aktiven Fuji zu besänftigen.

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„Übrigens die Besteigung des Fujis war damals für die einfachen Leute verboten, außer für betende Shugendo Mönche“, erzählt mir Ryo. „Frauen durften den Berg überhaupt nicht betreten. Schon damals besaß der Berg einen Aufstiegs- und Abstiegsweg. Zuerst besteigt man verdreckt den Berg. Dann stirbt man am Gipfel, um dann neu geboren und sauber wieder abzusteigen. Damit sich die beiden nicht vermischen, gibt es eben zwei Wege“, erklärt er weiter. „Der Schrein erlangte im letzten Jahrhundert immer mehr an Bedeutung, so dass dieser den Titel großer imperial Schrein Taisha 大社 erhielt. Die meisten Wanderer beten an dem Schrein für eine sichere Besteigung des Fujis“, führt Ryo fort. Direkt daneben befindet sich eine Aussichtsplattform.  Von dort können wir den Fuji gut sehen.

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Danach eilen wir zu den kostenlosen Toiletten neben den Parkplätzen. Die Schlange vor der Frauen-Toilette ist unglaublich lang… Vor dem Häuschen packen wir unsere Trekkingstöcke aus un stärken uns, bevor wir zum Treffpunkt eilen.


Der Wasserfall Izumi-ga-Taki 泉ヶ滝

Im Kreisverkehr wartet bereits unser Bergführer auf uns. Er stellt sich kurz als Herr Goto vor und zeigt uns ein paar Dehnübungen. Herr Goto ist 21 Jahre jung und besteigt auch in seiner Freizeit den Fuji. Im Prinzip ist er die ganze Zeit auf dem Berg. Frau Ikebukoro drückt uns eine Übersichtskarte des Wanderweges, eine Plakette und ein Fuji-Heftchen in die Hand. „Diese Sachen erhaltet ihr, weil ihr die 1000 Yen Spende für die Fuji-Gesellschaft bezahlt habt“, erklärt sie uns. Das Geld dient dazu, neue Technologien für die Besteigung des Fujis zu erforschen. Jeder Wanderer wird dazu aufgefordert, diesen Betrag „freiwillig“ zu bezahlen.

Zum Abschluss der Übungen recken wir eine Faust in die Luft und stoßen einen Schlachtruf aus. Alle Trinkflaschen sind gefühlt, Rucksäcke werden auf die Rücken geschnallt und dann geht es auch schon los. Wir spazieren zum Eingang des Yoshida Wanderweges 吉田ルート, der mit gelb markiert ist, und passieren einige Pferdeställe.

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Scheinbar kann man für unglaublich viel Geld zu einem Wasserfall oder zur sechsten Station reiten. Dann stehen wir auch schon vor dem Eingangsschild des Wanderweges. Eine Tafel erklärt uns in vier Sprachen die Regeln für die Besteigung des Fujis und schon gehen wir auf einem leicht abfallenden breiten Weg. Moment mal? Abfallend? Ich dachte, dass wir den Fuji besteigen? Unser Führer scheint weiter guter Laune zu sein und führt uns immer weiter den Berg herunter. Auf der linken Seite erhalten wir einen wunderschönen Blick ins Tal.

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Ryo bleibt öfters stehen und schießt Fotos. Noch verdecken dicke Wolken den Himmel. Frau Ikebukoro meint, der Anstieg wird dadurch angenehmer. Uns kommen einige Wanderer entgegen, die alle ziemlich komisch gehen und deren Gesichter verbrannt sind. Ihre Augen weisen eine Leere und Müdigkeit auf, die uns Angst bereitet. Wie werden wir wohl aussehen, wenn wir diese Straße lang gehen? Nach 20 Minuten erreichen wir eine Kreuzung und das erste Hinweisschild „Mt Fuji Summit 6 km 385 Min“.

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Ab dieser Stelle steigt der Weg wieder an. Herr Goto zeigt uns einen kleinen Wasserfall, den Izumi-ga-Taki 泉ヶ滝, direkt hinter der Kreuzung.

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„Früher haben hier die Wanderer ihre Wasserflaschen aufgefüllt. Heute ist das Wasser leider zu dreckig“, meint er. In einem kleinen Wald entdecken wir kleine rote Wildrosen, Tigerlilien Kooniyuri コオニユリ und weiße Azaleen Rengetsutsuji レンゲツツジ. Herr Goto macht uns jedes Mal auf die jeweilige Blume aufmerksam. Nach 30 Minuten rasten wir kurz an einer breiten Stelle, um eine andere Wandergruppe vorbeizulassen. Plötzlich überholt uns ein Jeep von hinten und wundern uns wie der durch den Steinschlagschutz-Tunnel passt.

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An besonders gefährlichen Stellen wurden diese Tunnel errichtet, um die Wanderer zu schützen. Der Weg danach ist mit großen Steinen gepflastert. Herr Goto erzählt uns, dass der Weg bei Regen schnell rutschig werden kann.


Die sechste Station 六合目 (2390 m)

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Vorsichtig klettern wir eine breite Steintreppe hinauf und kommen an der sechsten Station an. Ab dieser Stelle sind es bis zum Gipfel noch 5,3 km (357 Minuten). Na, toll! An der Station stehen viele Dixi-Toiletten, ein Stand, um erneut seine 1000 Yen Spende abzugeben, und ein Informationszentrum. Dort hängt ein Schild mit den aktuellen Temperaturen und Windstärken. „Für die nächsten beiden Tage ist gutes Wetter auf dem Gipfel angesagt. Doch der Wind könnte etwas stärker blasen“, meint das Personal zu uns. Ein Mitarbeiter der Firma Docomo verteilt kostenlose Pflaster. Ich lehne dankend ab. Ein Bulldozer überholt uns. Herr Goto erklärt, dass alle Gegenstände mit dem Bulldozer auf dem Abstiegsweg zu den Hütten oder zum Gipfel transportiert werden. Früher wurde die ganze Fracht von Menschen hoch getragen, da Pferde auf den unebenen Weg keinen Halt fanden.

Nach einer kurzen Pause setzen wir unseren Weg fort. Über zahlreiche Schotterwege und unebene Stufen geht es im Zickzack den Berg hinauf. An jeder Kreuzungen stehen Schilder, so dass wir uns sicher nicht verlaufen können. Wir richten uns nach den Schildern des Yoshida Wanderweges 吉田ルート. Die Spitze des Fujis wird weiterhin von einer dicken Wolke verdeckt. Auf dem Weg liegen kleine und große Steine, die den Aufstieg erschweren. Alle 20 Minuten legen wir eine 5 Minuten Pause ein. Die Pausen sind knapp, so dass ich meist nur kurz einen Energieriegel essen kann. Während wir gehen trinke ich aus meiner Trinkblase und bin froh, dass ich diese gekauft habe. Die Wolken schützen uns wenigstens vor der grellen Sonne und wir kommen kaum ins Schwitzen.


Die siebte Station 七合目 (2700 m)

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Um 13.40 Uhr sehen wir in der Ferne die ersten Berghütten der siebten Station 七合目. Keine 20 Minuten später stehen wir vor einem steilen erkalteten Lava-Weg. Herr Goto steigt vorsichtig voran. Wir müssen unsere Stöcke an den Rucksack binden und unsere Hände zur Hilfe nehmen. Gut, dass ich meine Handschuhe eingepackt habe! Am Ende des steilen Weges ist die siebte Station 七合目. Wir passieren die Hütte Hanakoya 花小屋. Ein kleiner Laden bietet Wasser, Tee, Sportgetränke für je 400 Yen an.

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Mehr Informationen zum Angebot der Hütten findet ihr hier. Wir klettern einen weiteren steilen Weg hinauf. An der nächsten Berghütte Hi-no-De-Kan 日の出館 legen wir eine kleine Pause ein. Hier kann man auch die Holzstöcke zum Einbrennen der Siegel kaufen. An der nächsten Hütte Tomoikan トモイ館 gehen wir vorbei. Im Zickzack steigen wir auf schmalen Wegen den Berg hinauf. Wir passieren die Berghütte Kamaiwakan 鎌岩館. Neben der Hütte stehen kleine Toilettenhäuschen, an denen große Preisschilder hängen.

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An der Tür hängt ein Kasten, in den man sein Geld einwerfen muss, bevor man das WC betritt. An der nächsten Hütte Fujiichikan 富士一館 (2800 m) werden auch Sauerstoffflaschen für 1200 Yen verkauft. Ryo und ich schmunzeln darüber. Dicke Wolken verdecken die Sicht auf das Tal und den Gipfel. Schon aus der Ferne sehen wir das wunderschöne rote Tor der nächsten Hütte Toriiso 鳥居荘.

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Hier legen wir eine kurze Pause ein, bevor es an der nächsten Hütte Toyo-kan 東洋館 vorbeigeht. Ich merke, dass langsam meine Augen trocken werden und ich mehr Wasser trinken sollte. Am Wegrand stehen immer wieder Schilder, die uns vor Steinschlägen und Steinlawinen warnen.

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Um 16 Uhr durchbrechen wir die Wolkendecke auf 3000 m Höhe und erhalten einen schönen Blick auf das Tal. Wieder legen wir eine kurze Pause ein.

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Die achte Station 八合目 (3100 m)

Gegen 16.10 Uhr hören wir jemanden von oben herunter rufen, ob wir die Hato-Bus Gruppe seien. Herr Goto bejaht dies. Über große Felsbrocken und Steinstufen erreichen wir unsere Hütte, Taishikan 太子館, und damit auch die achten Station 八合目.


Die Berghütte Taishikan 太子館 (3100 m)

Vor der Hütte erwartet uns das Personal und erklärt uns die wichtigsten Regeln.

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Wir werden gebeten unsere Schnürsenkel zu lockern und gleich beim Betreten der Hütte die Schuhe auszuziehen. Diese werden in eine Tüte gepackt, dann bleibt die Hütte schön sauber. Im Erdgeschoss befindet sich der Verkaufsladen und der Speisesaal. Danach werden wir einige Stufen zum Schlafsaal hinaufsteigen. Dort darf man nichts essen, aber Wasser trinken. Zum Abendessen wird man in den Speisesaal im Erdgeschoss herunter gerufen. Dort hat man ganze 10 Minuten(!) Zeit, um sein Abendessen zu verspeisen. Danach muss man alles liegen lassen, bekommt sein Frühstück für den nächsten Tag und geht zurück auf seinen Schlafplatz. Die Toiletten befinden sich draußen und kosten einmalig 200 Yen. Danach darf man die Toilette beliebig oft benutzen. Im Vorraum stehen deswegen extra Schlappen bereit, in die man schlüpfen kann, um zur Toilette zu gehen. Allerdings darf man die Schlappen nicht für andere Zwecke, wie zum Beispiel Fotografieren oder Zähne putzen, anhaben. Wenn man zwei Nächte übernachtet, kann man unnötige Kleidungsstücke und Gegenstände am Schlafplatz zurücklassen. Das Trinken von Alkohol ist in der Hütte strickt verboten.

Nachdem wir alle Regeln gehört haben, ziehen zuerst die Frauen ihre Schuhe im Vorraum aus und steigen die Stufen zum dritten Stock hinauf. Danach folgen die Männer.

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Im ersten und zweiten Stock gibt es deutlich mehr Schlafplätze. Es sieht alles sehr beengt aus.

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Unser Schlafsaal liegt direkt unter dem Dach. Zum Glück sind es weniger Schlafplätze.

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Die Frauen schlafen auf der linken Seite und die Männer auf der rechten. Am Ende des Schlafsaals gibt es eine Umkleidekabine. Direkt neben der Treppe stehen kleine Schüsseln, die mit Zeitungspapier ausgelegt sind. „Falls euch schlecht wird, benutzt diese bitte“, sagt Herr Goto. Ein merkliches Stöhnen geht durch die Gruppe, als endlich jeder auf seinen angewiesenen Platz setzt. Wer dachte, dass man in Deutschland schon wenig Platz in den Hütten hätte, der hat noch nie in einer japanischen Berghütte übernachtet. Hier bekommt man sage und schreibe 40 cm Breite und 2 m Länge zugewiesen. Eine harte Matte und ein Schlafsack liegen auf jedem Platz bereit. Zum Schlafen sollte man unbedingt Ohrstöpsel dabei haben, da immer irgendwer mit einer Plastiktüte raschelt. Der Rucksack und die Schuhe werden auf einem Regal über der Ruhefläche gelagert.

Währenddessen lerne ich meine Nachbarn kennen: Frau Sachiyo kommt aus Kagoshima und ist extra für die Fuji-Besteigung angereist. Sie ist 75 Jahre alt und hat einen Sohn und eine Tochter in Tokio. Auf der anderen Seite sitzt eine wortkarge Japanerin, deren Namen ich bis heute nicht weiß. Neben Sachiyo liegt Frau Happa, die gerne an Marathonläufen teilnimmt und schon zum zweiten Mal den Fuji besteigt. Beim ersten Versuch war das Wetter zu schlecht, so dass sie jetzt noch einmal probiert. Sie meint, dass wir heute Abend unbedingt unsere Sachen vorpacken sollten, da wir morgens nur 15 Minuten zum Anziehen haben werden und dann aus der Hütte geworfen werden. Alle bedanken sich bei ihr für den Ratschlag. Um 17 Uhr werden wir vom Personal zum Abendessen in den Speisesaal herunter gerufen.

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Es gibt Curryreis und eine Lunchbox mit Fisch und Würstchen. Der Geschmack ist mäßig.

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Die Menge ist unglaublich wenig. Zum Glück reicht mir Sachiyo eine Schüssel mit Reis herüber, so dass ich doch noch satt werde. „Schreibt heute eure Ansichtskarten, da wir morgen auf dem Gipfel wenig Zeit haben werden“, sagt Herr Goto. „Außerdem seid ihr sicher vom Aufstieg erschöpft, so dass ihr gar nicht Karten schreiben könnt“, ergänzt er. Wir nicken alle. Direkt neben mir sitzt ein jüngerer Mann. Später stellt sich heraus, dass dieser junge Mann gar nicht zu unserer Gruppe gehört, sondern er sich versehentlich unter unsere Gruppe gemischt hat. :/ Als wir unser Abendessen verspeist haben, bekommen wir unser Frühstück für den nächsten Tag in die Hand gedrückt.

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Eine 350 ml Wasserflasche, abgepackter roter Reis und ein kleines Brötchen. Besonders lecker sieht das nicht gerade aus. Im Vorraum entdecke ich eine kleine Feuerstelle mit zwei Kupferkannen in denen Wasser erwärmt wird. Falls wir etwas essen möchten, sollen wir uns vor die Feuerstelle setzen, erklärt uns das Personal.

Ich bringe das Frühstück zu meinen Schlafplatz und gehe zu den Toiletten. Dazu schlüpfe ich in die bereitgelegten Schlappen. Die Toiletten sind auf der rechten Seite zu finden. Ich werfe die 200 Yen in eine Box und betrete die Toilette. Die sind sauber und sehen im Prinzip ganz normal aus. Eine Ansage verkündet, dass man sich nicht rasten darf, man pro Benutzung 200 Yen bezahlen muss und das Toilettenpapier nicht in die Schüssel gehört, sondern in den Abfalleimer daneben. Die Ansage wird in drei Sprachen in einer Endlosschleife wiederholt. Nach dem dritten Mal geht mir die Ansage schon auf die Nerven. Sein Geschäft spült man mit einer Wasserpistole herunter, die an der Wand hängt. Vor den Toiletten stehen Kanister mit Regenwasser. Man drückt gegen den Hahn und kann dann seine Hände waschen. Zwei Schilder verbieten das Zähneputzen vor den Toiletten.

Die Wolken verziehen sich langsam und die Sicht auf das Tal wird immer besser. Ich laufe zurück zu meinem Schlafplatz, um meine Schuhe und Kamera zu holen. Draußen vor der Hütte sitzt ein braun gebrannter älterer Japaner vor einem kleinen Ofen.

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Bei ihm kann man seinen Stock mit dem Hütten-Siegel versehen. Später stellt sich heraus, dass er der Besitzer der Hütte ist. Nennen wir ihn doch einfach Herr Honda. Seine Mitarbeiter sind alles Studenten und jobben auf Teilzeit in seiner Hütte, erzählt er. Während wir die schöne Aussicht genießen, unterhalten wir uns über Europa, Japan und die Welt.

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Die Sicht über die Ebene ist unglaublich schön. Wir können sogar die Präfektur Chiba, die Rainbowbridge und den Skytree sehen. Herr Honda schießt ebenfalls viele Fotos. Er ist jeden Sommer hier, aber so eine schöne Aussicht gibt es selten, meint er. Irgendwann gibt mir Herr Honda einen kleinen Talisman für eine sichere Besteigung des Fujis. Ich bin total überrascht. Frau Ikebukoro macht ebenfalls große Augen und sagt: „Sag das bloß den anderen nicht!“ Herr Honda erklärt, dass es ihm Spaß bereitet hat, sich mit mir zu unterhalten und mir deswegen viel Glück wünschen möchte. Langsam geht die Sonne unter und färbt die Wolken in ein zartes Rosa.

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Herr Honda meint, dass ich jetzt unbedingt den Weg rechts hinaufsteigen sollte, um ein wunderschönes Naturschauspiel zu sehen. Ich verstehe zwar nicht ganz, was er meint, aber ich folge seinen Anweisungen. Als ich endlich auf der Kuppe angekommen bin, stocke ich überrascht.

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Der Fuji wirft einen wunderschönen Schatten auf die Wolkendecke! Eine Gruppe Wanderer schießt wie wild Fotos. Frau Ikebukoro findet ebenfalls den Weg zur Kuppe und staunt auch nicht schlecht. Wir schießen viele Fotos und erfreuen uns am Anblick. Nachher erzähle ich Ryo und Banso von unserem Erlebnis. Beide sind sehr neidisch. Das scheint wohl etwas ganz besonders zu sein…

Langsam bricht die Nacht herein und wir sehen die funkelnden Sterne über uns. Mein Iphone macht leider nur miserable Fotos bei Nacht, so dass ich auf Fotos ganz verzichte. Wir fühlen uns vor der Hütte unglaublich glücklich und genießen den Moment. Es wird immer kälter und ich verabschiede mich von Honda. Auf dem Rückweg zu meinem Platz kaufe ich mir 4 x Soy Joy Energieriegel je 200 Yen und 4 x 500 ml Wasserflaschen je 500 Yen, die ich gleich in meine Trinkblase umfülle. Die leeren Flaschen gebe ich wieder ab.

Die Hälfte der Gruppe scheint schon tief und fest zu schlafen. Leise lege ich meine Matte und meinen Schlafsack zurecht. Auf das Kopfkissen, welches sich in einer Plastiktüte befindet, lege ich mein Handtuch. Übrigens das Kissen darf man nicht aus der Tüte auspacken! Ich stecke mir Ohrstöpsel in die Ohren und kuschel mich in den Schlafsack. Die Unterlage ist ziemlich hart. Es ist zwar erst 20 Uhr, aber da ich heute um 5 Uhr aufgestanden bin, kann ich gut einschlafen. Mitten in der Nacht werde ich wach, da mir plötzlich ziemlich kalt wird. Ich ziehe meine dicke Jacke im Schlafsack an und lege meine dicke Hose über mich. Innerhalb von Minuten bin ich wieder eingeschlafen.


Der Sonnenaufgang Goraiko 御来光

Gegen 3.30 Uhr werde ich wach. Ich schaue verschlafen auf meine Uhr und hätte mich liebend gerne wieder hingelegt. Um 4 Uhr ertönt der laute Weckruf, meinte Frau Happa. Ich ziehe meine dicke lange Merino Unterhose, meine Windstopperhose, mein Merino-Hemd und die Regenjacke an. Die dicke Jacke stopfe ich in meinen Rucksack. Die Schlafsachen packe ich in einen Packsack und lege diesen auf das Regal. Ich schaue auf die Uhr und habe noch 15 Minuten, bis alle aufstehen. Dann husche ich zur Treppe, um auf die Toilette zu gehen. Doch ich werde schon vom Personal auf der Treppe gestoppt. „Gleich werden alle geweckt und es kann sein, dass sie nicht mehr zu ihrem Schlafplatz können, deswegen wäre es besser, wenn sie ihrem Rucksack gleich mitnehmen würden“, meint er. Na, toll! Also wieder zurück zum Schlafplatz und den Rucksack samt den Schuhen holen. Draußen tummeln sich schon die ersten Wanderer mit ihren Kameras. Am Horizont sieht man schon einen hellen Streifen.

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Wir werden von Herrn Goto nach rechts zu einigen Sitzgelegenheiten gerufen. Hier sollen wir unser Frühstück einnehmen, während wir den Sonnenaufgang beobachten. Der Himmel ist fast wolkenlos und versprecht einen wunderschönen Aufgang. Eine Stille breitet sich aus, da alle wie gespannt Richtung Osten blicken. Um 4.36 Uhr sehen wir das erste Gelb der Sonne über den Horizont blitzen.

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Es wird heller und heller. Der gelbe Punkt wird langsam größer.

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Und dann ist der Moment da, auf den alle gespannt gewartet haben. Ergriffen betrachten wir das Naturschauspiel.

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Es herrscht eine komplette Stille auf dem Platz. Jeder schießt Fotos.

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Die Sonne wirft schöne Strahlen über die Berggipfel und verzaubert uns alle.

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Herr Goto und Frau Ikebukoro bieten uns an, ein Foto von uns vor dem Sonnenaufgang zu schießen. Dankend nehmen viele das Angebot an. Die Sonne steigt höher.  Der Fuji steht fast völlig frei und bietet wunderschöne Aussichten auf Bergkuppen und glitzernde Seen. Langsam können wir das Tal erkennen.

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Mein Iphone hängt sich auf. Ich esse in der Zeit einen Energieriegel, dann ruft Herr Goto uns zusammen und wir ziehen los. Wir passieren die Hütte Horaikan 蓬莱館 und steigen im Zickzack den Berg hinauf. Bereits nach einigen Minuten erblicken wir einen kleinen Stein Schildkröten-Felsbrocken-Acht-Drachen-Götter Horai-Kamiiwa-Hachi-ryujin 蓬莱亀岩八龍神.

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Was für eine Bedeutung der hat, weiß keiner. Herr Goto erklärt, dass direkt über diesem Gedenkstein ein großer Felsbrocken liegt, der einer Schildkröten ähneln soll. Ich sehe nichts. Der Weg ist langweilig, dafür wird man aber durch eine wunderschöne Aussicht entschädigt.

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Der Wind wird stärker. Über hohe Stufen erreichen wir die Hütte Hakuunso 白雲荘 (3200 m). Auf einer großen Bank setzen wir uns kurz.

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Langsam wird die Luft dünner und die Sonne greller. Ich versuche den Reis von gestern herunter zu würgen, der schmeckt einfach widerlich… Herr Goto weist jeden Teilnehmer an, sich mit Sonnencreme einzuschmieren und seinen Hut fest zuschnüren, da der Wind stärker bläst. Hinter den Bänken liegen schon einige Mützen und Handschuhe, die wohl der Wind schon erfasst hatte. Schilder weisen die Wanderer darauf hin, dass man seinen Müll unbedingt wieder mit nach Hause nehmen sollte. Auf der rechten Seite können wir schon den Gipfel sehen.

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Nach einer kurzen Pause gehen wir weiter. Die großen Mauern sollen uns vor Steinschlägen schützen.

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Immer wieder drehe ich mich zur Sonne um und genieße den Anblick.

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Wir stehen vor einem weißen Tor und einem kleinen Schrein. Direkt vor dem Tor verneigen sich alle Teilnehmer.

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Neben dem Schrein ist die Berghütte Gansomura 元祖室 (3250 m). Dieses Mal rasten wir nicht, sondern folgen dem Schild Richtung Gipfel „Mt. Fuji Summit 1,8 km 125 Min“.  Wir wuselten die eintönigen Wege hinauf und kommen endlich am berühmten Fujisan Hotel 富士山ホテル(3400 m) an. Vor 1907  gab es drei Hütten, danach sind diese zu einer großen Berghütte zusammengeschlossen worden. Früher war dies übrigens die achte Station. Heute liegt die achte Station 100 m tiefer. Der Gouverneur der Yamanashi Präfektur versuchte, die Internationalisierung des Fujis zu fördern, indem er am Fujisan Hotel pro Etage zwei Etagenbetten und Curryreis für die Wanderer einführte. Danach übernahmen auch die anderen Hütten dieses Konzept. Allerdings wurde ich das Fujisan Hotel jetzt nicht unbedingt als Hotel bezeichnen. 😉 Auf den Dächern der Hütte liegen mit Steinen beschwerte Decken. Auch eine Art, um seine Bettwäsche aufzuhängen!

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Die neunte Station 九合目 (3580 m)

Nach einer kurzen Pause geht es weiter. Auf der linken Seite sehen wir den Abstiegsweg…

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.. und auf der rechten Eisflächen.

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Eine Gruppe Japaner kommt uns entgegen. Einer aus der Gruppe berichtet von heftigen Windböen auf dem Gipfel. Uns wird ein bisschen mulmig im Bauch. Für heute ist noch die Umrandung des Kraters geplant! Ob das noch möglich ist? Wir passieren die Berghütte Tomoekan トモエ館 und sehen in der Ferne ein weißes Tor.

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Hier fängt die neunte Station 九合目 an. Wir denken alle: Bald ist es geschafft! Doch Herr Goto sagt, dass jetzt erst der Spaß richtig anfängt. Die letzten Meter wird nur noch über Felsen geklettert und dort treten oft Steinschläge auf. Wenn man bei Nacht den Fuji besteigt, dann muss man nämlich genau diese schwierige Strecke im Dunkeln passieren. Ich bin froh, dass es schon hell ist. Der Wind nimmt weiter an Stärke zu.

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Ich halte mich an Felsbrocken fest und husche von Felsen zu Felsen, um dem Wind keine Angriffsfläche zu bieten. Feiner Sand weht über die Wege. So manches Mal tränt mein rechtes Auge. Ich bin froh, dass ich meine Fahrrad-Sonnenbrille und meinen Buff (Halsband) eingepackt habe. So kann ich mich halbwegs vor dem Sand schützen. Im Mund merke ich wie sich langsam Sand ansammelt. Ich trinke etwas Wasser, um den Geschmack los zu werden. Mein Herzschlag beschleunigt sich, weil die Luft deutlich dünner ist. Der starke Wind bereitet mir langsam Angst. In der Gruppe bin ich die Größte. Ich kletter auf allen Vieren die Felsen hinauf und ruhe mich öfter aus.

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Doch so manches Mal erfasst mich der Wind und ich versuche mich, dann ganz klein zu machen. Ohne Windstopper Kleidung wäre der Wind die Hölle. Auf einem Felsen ruhe ich mich etwas aus und blicke über das Tal.

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Der Wind wird nochmals stärker. Heute morgen stand im Internet eine Windstärke von 18 (!).


Der Gipfel des Mount Fuji 富士山

Herr Goto winkt uns von einem weißen Tor zu. Neben mir sitzt eine Japanerin, die mit ihren Kräften am Ende ist. Ich ermutige sie weiter zu gehen. Gemeinsam klettern wir die letzten Meter bis zum Gipfel hinauf. Herr Goto schießt von jedem ein Erinnerungsfoto vor dem weißen Tor.

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Geschafft!! Der Fuji ist bezwungen! Danach setzen wir uns auf die großen Stufen und warten auf die letzten Mitglieder unserer Gruppe. Nach 10 Minuten trifft auch der letzte ein.

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Wir stiegen die letzten Stufen hinauf und stehen auf dem Gipfel! Erstaunlich leer ist der Platz. Auf der rechten Seite steht der berühmte Schrein Kusushi-jinja 久須志神社, der im 18ten Jahrhundert erreichtet worden ist.

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Daneben reihen sich dicht an dicht Holzhütten und gegenüber stehen Holzbänke vor einer wunderschönen Aussicht.

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An einem Kiosk werden Getränke verkauft. Ganz hinten entdecke ich zwei Getränkeautomaten. Wasser und Tee kosten dort 500 Yen. Nach zwei weiteren Schritten weiß ich auch, warum es so leer ist, der Wind weht mit einer unglaublichen Stärke. Schnell kehren wir in dem „Restaurant“ Yamaguchiya 山口屋 ein. In diesem stehen schlichte Holzbänke bereit. An den Decken hänge Zettel mit Gerichten und Preisen – Alles nur auf Japanisch.

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Mein Kopf fängt an zu schmerzen. Ich trinke etwas Wasser. Es gibt verschiedene Suppen. Ich bestelle einfach das Gleich wie meine Nachbarin eine Schweinesuppe Tonshiru 豚汁 für 800 Yen. Ihr glaubt nicht, wie gut die geschmeckt hat! In dem Restaurant befindet sich auch ein Souvenirladen. Dort kaufe ich vier Postkarten für je 300 Yen. Ziemlich teuer! „Die Windstärke ist heute einfach zu gefährlich, so dass wir leider nicht die Umrandung des Kraters gehen können“, gibt Herr Goto bekannt. Er selbst habe auch Angst und bietet uns an, Ansichtskarten nächste Woche für uns am höchste Postamt Japans einzuwerfen. Das Angebot nehmen wir dankbar an.

Wir sind alle etwas enttäuscht, dass wir nicht um den Krater gehen, aber was solls? Ich frage Frau Ikebukoro, wo die Toiletten seien. „Draußen rechts“,antwortet sie. „Draußen???“, erwidere ich… Na toll! Ich lass meinen Rucksack zurück und trete aus der Eingangstür. Das war ein Fehler! Sofort erfasst mich ein Windstoß und ich hänge an einer Wand. Schritt für Schritt kämpfe ich mich vor. Das sind bisher die längsten 100 m meines Lebens! An einer Ecke lege ich eine kurze Pause ein. Vor mir sehe ich schon den Eingang des Toilettenhäuschens. Ich trete aus dem Windschatten und werde vom Wind erfasst. Schnell springe ich wieder zurück. Nur zwei Meter bis zur Tür – Doch unerreichbar bei dieser Windstärke! Ich nehme meinen Mut zusammen und renne in einer Wind-Pause zum Häuschen. Geschafft! Direkt neben dem Eingang hängt ein Kasten. Dort werfe ich 300 Yen ein. Ich betrete das Toilettenhäuschen, das sowohl für Männer als auch Frauen ist. Die Pissoirs stehen vor Dreck. Total widerlich. Angeekelt gehe ich zu den Toiletten. Diese sehen etwas sauberer aus.

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Vor Anstrengung zittern meine Hände, als ich mich erleichtern möchte. Glaubt mir, das ist gar nicht so einfach! Der Rückweg war ähnlich schwierig. Doch irgendwie schaffte ich es doch zurück.


Der Abstieg (Gipfel bis achte Station)

Herr Goto trommelt alle zusammen und bittet jeden seine Stöcke auszupacken, da wir jetzt absteigen werden.

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Ab dieser Stelle gibt es auf dem Abstiegsweg keine Einkaufs- oder Toiletten-Möglichkeit, erklärt er. Herr Goto deutet nach rechts. Vergisst ein Abschiedsfoto vom Krater nicht!

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Der Wind ist immer noch ziemlich stark, so dass ich nur ein kurzes Foto schießen kann. Wir spazieren an dem Toilettenhäuschen vorbei und betreten den Abstiegsweg, eine Schotter- und Geröll-Straße, im Zickzack geht es den Berg herunter. Besonders an den Wendepunkten weht der Wind uns heftig auseinander. Je tiefer wir steigen desto mehr lässt mein Kopfschmerz und der Wind nach. Bulldozer fahren an uns vorbei und transportieren Lebensmittel zum Gipfel.

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Die Aussicht ist immer noch klasse! Dagegen ist der Weg gerade zu langweilig.

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Ich merke wie sich meine Knie melden und ich gehe langsamer. Herr Goto zeigt uns die richtige Technik zum Absteigen: Hacke zuerst aufsetzen, dann in kleinen Schritten vorwärts gehen. Dabei die Trekkingstöcke zur Absicherung hinzuziehen. Wir verlassen kurz den Abstiegsweg und legen eine kleine Pause an der Hütte Tomoekan トモエ館 ein.

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Dort kaufe ich 500 ml Wasser und eine warme Dampfnudel mit süßer Bohnenpaste. Die ist unglaublich lecker! Der Wirt möchte uns zusätzlich Münzen, Süßigkeiten und Postkarten andrehen. Einige kaufen sogar etwas. Bereits nach 10 Minuten gehen wir weiter und erreichen eine Kreuzung mit vielen Wegweisern. „Hier muss man ganz besonders aufpassen, da hier auch der Wanderweg Subashiri 須走ルート ab geht“, meint Herr Goto.

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Wir folgen den gelben Schildern Richtung Fuji Subaru Linie 5ten Station 富士山五合目.

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Der Weg scheint direkt über den Wolken zu liegen.

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Eine Aussicht gibt es leider nicht mehr. Es geht langsam den Berg hinab. An einer Kreuzung Nummer 39 biegen wir nach links ab und erreichen unsere Hütte Taishikan 太子館.


Die zweite Nacht in der Hütte Taishikan

Vor der Hütte Taishikan 太子館 steht bereits das Personal bereit und bittet uns die Schuhe mit den bereitgelegten Bürsten zu säubern und unsere Kleidung vom Staub zu befreien.

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Zwei Kanister gibt es zum Händewaschen. Ich darf sogar meine Trekkingstöcke kurz säubern. Es ist mittlerweile 15 Uhr und irgendwie sind wir nicht besonders erschöpft. Wir unterhalten uns angeregt, bis wir zum Abendessen um 16 Uhr herunter gerufen werden. Wieder gibt es Curryreis und eine Box mit Kleinigkeiten.

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Den heißen Tee verdünne ich mir mit Wasser. Als wir nach 10 Minuten fertig sind, bekommen wir unser Frühstück für den nächsten Tag gereicht.

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Reis, Brot und 350 ml Wasser. Hoffentlich schmeckt der Reis dieses Mal besser. Ich packe meine Postkarten aus und fange an zu schreiben. Währenddessen finde ich viele kleine Steine und Staub auf meinem Schlafplatz. Vom Personal leihe ich mir kurz einen Besen aus, um meinen Platz zu säubern. Die anderen schauen mich entgeistert an. „Typisch deutsch! Sauberkeitsfanatiker!“, bekomme ich zu hören. Draußen tobt mittlerweile ein Sturm. Der Wind rüttelte am Dach und lässt das Gebäude erzittern. Wir sind froh, dass der Sturm erst jetzt ausbricht. Gemütlich kuscheln wir uns in die Schlafsäcke und erzählen uns Geschichten. Zum Glück gehört uns die obere Etage ganz allein. Normalerweise schlafen auf unserer Etage rund 100 Personen. So bekam jeder richtig viel Platz. Der Sonnenuntergang ist auf Grund des Sturmes nicht zu sehen, so dass wir schon früh einschlafen.


Der Abstieg (achte bis fünfte Station)

Gegen 4 Uhr morgens werden wir geweckt. Draußen tobt der Sturm und es regnet stark. Wir ziehen unsere Regenkleidung an. Unter meiner Regenjacke ziehe ich ein langärmliges und kurzärmliges Merino Hemd. Eine lange Merino Hose kommt unter die Regenhose und darüber die Gamaschen. Das stellte sich als besonders angenehm heraus. Den Sonnenaufgang können wir leider nicht sehen. Doch der Regen festigt wenigstens den Weg, so dass der Abstieg recht einfach ist. Schon nach 1 ½ Stunden erreichen wir die siebte Station des Abstiegsweges.

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Hier gibt es verdreckte Toiletten, meint Frau Ikebukoro. Ich verkneife mir den Weg zur Toilette und werde es später bitter bereuen. Von der siebten Station 七合目 gehen wir nur noch eine Kurve, dann kommen wir am ersten Steinschlagschutz-Tunnel an.

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Der Weg geht weiter steil bergab. Die Bäume zeigen deutlich die Windrichtung an.

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Das Wetter bessert sich endlich und wir kommen an der sechsten Station 六合目 an.

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Dort verbindet sich der Aufstiegsweg mit dem Abstiegsweg. Wir legen eine kurze Pause ein und gehen den gleichen Weg über Steinstraßen Richtung fünfte Station zurück.

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Langsam drückt meine Blase und ich möchte einfach nur auf die nächste Toilette, egal was die kostet. Wir gehen durch das kleine Wäldchen und vorbei an dem Wasserfall.

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Ab dieser Stelle steigt der Weg an, bis wir endlich an der fünften Station ankommen. Die große Überraschung: Es ist niemand da! „Die großen Busse kommen erst gegen 10 Uhr“, erklärt Herr Goto.

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Schnell schießen wir ein Gruppenfoto. Danach läuft jeder in eine andere Richtung. Ich renne zur Toilette und zum Postamt, dass von 8.30-18.30 Uhr geöffnet hat.

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Doch das Personal scheint wohl heute besonders spät dran zu sein… Das Amt befindet sich in dem Gebäude, welches mit einem roten 〒 markiert ist. Also doch keine Briefmarken kaufen… Ich laufe zum Bus. Frau Ikebukoro bietet mir an, vier Briefmarken zu verkaufen, die sie zufällig dabei hat. Glück gehabt! Ich kaufe ihr die Marken ab und klebe diese auf die Karten. Danach überreiche ich die Karten Herr Goto. Wir verabschieden uns von ihm und der Bus fährt ohne ihn los. Heute Nachmittag hat er endlich frei. Morgen geht es wieder auf den Fuji.


Das Onsen Benifuji 山中湖温泉「紅富士の湯」

Um 9.40 Uhr erreichen wir das Benifuji Onsen 山中湖温泉 「紅富士の湯」. Der Eintritt kostet 700 Yen. Doch der Preis war in dieser Tour enthalten. Wir packen unsere Handtücher und Wechselsachen aus und lassen unsere Rucksäcke im Bus zurück. Zur Verhaltensweise im Onsen empfehle ich den Bericht über Onsen zu lesen. Um 10 Uhr dürfen wir dann endlich in das Bad. Wir ziehen schnell unsere stinkende Kleidung aus und packen diese in kleine Schließfächer. Dann eilen wir zu den Duschen. Was für eine Erlösung! Nach einer gründlichen Reinigung gehe ich zum Bad draußen. Eigentlich kann man von ihm den Fuji sehen. Doch heute hängen graue Wolken davor. Im warmen Bad entspannen sich meine Muskeln langsam. Einige Teilnehmer setzen sich zu mir und wir unterhalten uns. „Es gibt nicht Schöneres als nach der Besteigung des Fujis in ein Onsen zu gehen“, stelle ich fest. Alle nicken. Danach ziehen wir uns an und betreten den Speisesaal. Dort bestellt jeder eine Nudelsuppe.

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Die war auch lecker! Gegen 12 Uhr sitzen wir schon im Bus und fahren zurück nach Tokio. Alle unterhalten sich angeregt. Nach einer kurzen Pause an einer Raststätte kommen wir gegen 14 Uhr in Shinjuku 新宿 an. Ich verabschiede mich und steige aus. Der Bus hält noch am Tokio Bahnhof und an einem Hotel, welches man wahlweise dazu buchen konnte.

Die Besteigung des Fujis ist unglaubliches Abenteuer, welches ich bestimmt nicht so schnell wieder vergessen werde. Ich habe strahlenden Sonnenschein, Stürme, Regen, Sonnenaufgänge, Untergänge und vieles mehr erleben können. Falls ihr im Sommer in Japan seid – Nutzt die Gelegenheit!!!

Nützliche Schriftzeichen:
Fujisan 富士山
Wanderweg Yoshida 吉田ルート
Subaru Linie Fuji fünfte Station スバルライン富士山五合目
Hütte Taishikan 太子館
Onsen Yamanakako 山中湖温泉「紅富士の湯」
Shinjuku Bahnhof 新宿駅
Reisbällchen Tonshiru-Onigiri-Set豚汁おにぎりセット
Schrein Fujisan-Taisha 富士山大社
Großer Schrein Taisha 大社
Tiger-Lilien Kooniyuriコオニユリ
Azaleen Rengetsutsuji レンゲツツジ
Sechste Station 六合目
Siebte Station 七合目
Hütte Hanakoya 花小屋
Hütte Hi-no-De-Kan 日の出館
Hütte Tomoikan トモイ館
Hütte Kamaiwakan 鎌岩館
Hütte Fujiichikan 富士一館
Hütte Toriiso鳥居荘
Hütte Toyo-kan 東洋館
Achte Station 八合目
Hütte Taishikan 太子館
Sonnenaufgang Goraiko 御来光
Hütte Horaikan 蓬莱館
Schildkröten-Felsborken-Acht-Drachen-Götter Horai-Kamiiwa-Hachi-ryujin蓬莱亀岩八龍神
Hütte Hakuunso 白雲荘
Hütte Gansomura 元祖室
Fujisan Hotel 富士山ホテル
Neunte Station 九合目
Hütte Tomoekan トモエ館
Mount Fuji 富士山
Schrein Kusushi-jinja 久須志神社
„Restaurant“ Yamaguchiya 山口屋
Schweinesuppe Tonshiru豚汁
Wanderweg Subashiri 須走ルート


Links:
Tipps zur Fuji-Besteigunghttp://wanderweib.de
Hato-Bus: http://www.hatobus.co.jp/
Schrein Fujisan-Taisha 富士山大社: http://fuji-hongu.or.jp/
Schrein Fujisan-Taisha 富士山大社: https://en.wikipedia.org/
Weitere Informationen: http://www.garyjwolff.com/
Yoshida Trail: http://www.fujiyama-navi.jp
Berghütte Taishikan: http://www.mfi.or.jp
Berghütten Liste: http://www.garyjwolff.com/
Sonnenaufgang: http://www17.plala.or.jp/
Bus Reservierung: http://www.japan-guide.com
Yamanakako Onsen: http://www.benifuji.co.jp/
Hato-Bus-Gesellschaft: http://search.hatobus.co.jp/
Onsen-Verhaltensregeln: http://wanderweib.de/
Zugverbindungen: http://www.hyperdia.com/



Der Yoshida Wanderweg 吉田ルート:

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Wie fandet ihr meinen Bericht? Habt ihr Fragen, Wünsche und Kritik? Wart ihr schon mal auf dem Fuji? Falls ihr Tipps zur Besteigung braucht, dann schaut euch bitte diesen Bericht über meine Vorbereitung an!

4 Gedanken zu „[JP] Mount Fuji besteigen – Der Erfahrungsbericht | 富士山 Teil 2“

  1. Wirklich sehr toll geschrieben und sehr interessant. Der Sonnenaufgang und das mit dem Schatten des Fuji ist so schön!

    Wenn ich mich irgendwann einmal fit dafür fühle, möchte ich auch einmal den Fuji besteigen. Aber das wird wohl noch ein paar Jährchen dauern…

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