Seit meinem ersten Besuch in Japan träumte ich davon, den Fuji zu besteigen. Tief in mir fühlte ich die Pflicht als Wanderweib, den höchsten Berg Japans zu besteigen. Und so wagte ich den harten Auf- und Abstieg auf den Fujisan und berichte, was ich alles erlebt habe:

Der Fuji (富士山). Auch bekannt als Fujisan oder Fujiyama, befindet sich in der Nähe von Tokio und ist 3.776 Meter hoch. Seit mehr als 1.000 Jahren wird er als Sitz der Götter verehrt und gilt als heilig. Im Jahr 2015 packte ich also meinen Kram und entschied mich, den Fuji auf dem Wanderweg Yoshida zu besteigen. Er führt 7,5 km hoch und 6,5 km runter. Dafür buchte ich eine 3-Tagestour. Mein Plan war, am ersten Tag in einer Hütte auf rund 3.100 Metern anzukommen. Am zweiten Tag den Gipfel zu erklimmen und am dritten Tag den Abstieg. Außerdem wollte ich unbedingt einen Sonnenaufgang sehen, was als höchst spirituelle Erfahrung galt. Und als krönenden Abschluss wollte ich noch ein Onsen (heiße Quelle) besuchen.

Die Kapitel im Überblick:


Nachdem ich mich gründlich vorbereitet und viele Wandertouren trainiert hatte, traute ich mich an die Besteigung des Fuji. Denn der Auf- und Abstieg ist kein Pappenstiel und extrem anstrengend. Untrainierte sollten sich das zweimal überlegen. Für die Tage zwischen dem 20. und 26. Juli war gutes Wetter angesagt. Die meisten meiner Freunde waren bereits auf dem Fuji, so dass ich entweder alleine oder mit einer geführten Tour losziehen musste.

Alleine hätte ich zwar mehr Freiheiten gehabt, wollte es aber nicht, weil mir das Risiko einfach zu groß war. Deshalb meldete ich mich bei der Hato-Bustour an. Schließlich galt es, die Besteigung eines aktiven Vulkans mit mehr als 3.700 Metern gesund und heile zu meistern. Für mich übrigens meine höchste Wanderung, da ich bis zu jenem Zeitpunkt auf „nur“ 3.000 Metern Höhe unterwegs gewesen war. Los gehts.


Die Anfahrt

Um 7 Uhr morgens erreiche ich den größten Bahnhof Tokios Shinjuku mit der Hato-Bushaltestelle. Zwei große, gelbe Busse stehen schon bereit. Um mich herum stehen Japaner mit großen Rucksäcken und unterhielten sich. Eine Reiseführerin fragt nach meinem Namen und an welcher Tour ich teilnehme. Offenbar gibt es zwei Touren: Eine 2-tägige und eine 3-tägige. „Die längere Tour“, antworte ich. Daraufhin gibt sie mir einen Zettel mit meiner Platznummer. Als Antwort, wie viele Teilnehmer die Tour denn hätte, sagte sie: „18 Teilnehmer“. Wow, das sind ja ganz schön viele.

Der Busfahrer ruft mich in den linken Bus. Ich steige ein und stelle fest, die einzige Exotin zu sein. Pünktlich um 7:20 Uhr fahren wir los. Währenddessen stelle ich mich bei meinen Nachbarn vor. Neben mir sitzt Ryo und vor mir Banso. Beides Japaner, um die 70 Jahre alt. Banso erzählt, früher in einem Büro gearbeitet zu haben und jetzt Berge zu besteigen, um sich fit zu halten. Ryo war ebenfalls in einem Büro tätig gewesen und nahm mittlerweile an Marathonläufen teil. Ganz schön fit die älteren japanischen Semester, dachte ich.

Unsere Reiseführerin stellt sich als Frau Ikebukoro vor und wünscht uns viel Spaß auf unserer Fuji-Tour. Außerdem erhält jeder ein Tuch mit der Aufschrift „Hato Bus Fuji Besteigung 2015“, einen Soy Joy Energyriegel und ein 500 ml Sportgetränk. Zudem bekommen wir einen Zettel mit wichtigen Telefonnummern für den Notfall und drei weitere gelbe Zettel. Diese Zettel sollen wir uns an Schnürsenkel, Hut und Rucksack binden. Damit erkennbar sei, zu welcher Gruppe wir gehören.

Nach einer Stunde Fahrt halten wir an einer Raststätte. Frau Ikebukoro erklärte, dass wir nun 15 Minuten Zeit hätten, um aufs Klo oder einkaufen zu gehen. „Hier sind die Preise noch günstig“, meint sie. Ich steige aus und stelle mich an eine lange Warteschlange vor die Toiletten. Gut, dass es hier mehr als 60 Toiletten gibt. 15 pünktliche Minuten später, ruft uns Frau Ikebukoro zurück zum Bus. Die Pause ist vorbei und der Bus rollt wieder an. Nach einer halben Stunde sehen wir den Fuji aus dem Fenster. Seine unglaubliche Höhe schüchtert mich ein und Ryo meint ganz aufgeregt: „Heute ist der Fuji-san wirklich gut zu erkennen!“

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Für mich sieht es so aus, als sei der Fuji von Quellwolken umwickelt. Begeistert zücken alle Teilnehmer Foto oder Handy. Frau Ikebukoro gibt noch weitere Tipps für den Aufstieg: „Unbedingt aus dem Bauch atmen und dabei den Mund zu einem O formen. Das reduziert den Feuchtigkeitsverlust und das Atmen fällt euch leichter. Gerade beim Besteigen von großen Felsbrocken vergisst man das gerne“.

Unser Bus fährt von der Autobahn ab und wir erreichen einen dichten Wald. „Gleich kommen wir zur berühmten Musikstraße“, sagte Frau Ikebukoro. „Der Straßenbelag ist so verändert, dass eine Melodie erklingt, wenn man mit 40 km/h drüberfährt“. Wir lauschen gespannt und hören tatsächlich so etwas wie eine Melodie.


Die fünfte Station Fuji Subaru 五合目

Keine Viertelstunde später schlängeln wir uns den Berg hinauf bis zur 5. Station der Fuji Subaru Linie. Frau Ikebukoro gibt weiterhin den Ton an: „Aktuell ist es 10:30 Uhr. Treffpunkt ist um 11:15 Uhr in der Mitte des Kreisverkehrs“. Wir steigen aus und sind von der Größe der Station beeindruckt.

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Die war ungefähr so groß wie ein kleines Dorf und versorgt uns mit allem, was wir für den Aufstieg benötigen: Konbini, Restaurants, Souvenirshops, Toiletten, Feuerwehr, Polizei, Berghütten, Infozentren. Auch die Post, ein Schrein, Schließfächer und sogar eine Aussichtsplattform sind vorhanden. Menschen die an mir vorbeilaufen, unterhalten sich in den unterschiedlichsten Sprachen.

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Allerdings stechen wir ganz klar aus der Menge hervor, denn wir tragen bunte Bergsteigerkleidung. Touristen, die mal eben ein Foto vom Fuji schießen wollen, tragen gedecktere Farben. Ganze Touristengruppen fuchteln mit ihren verfluchten Selfie-Sticks herum und posierten für ihr Erinnerungsfoto. Mein Sitznachbar Ryo und ich gehen direkt in Richtung Kreisverkehr.

„In diesem Gebäude kann man sich im dritten Stock umkleiden und im zweiten Stock ist ein Restaurant. Außerdem gibts dort Schließfächer und einen Souvenirshop. Werktags kann man sich noch ein Schließfach sichern, an Wochenenden ist meist alles belegt“, erklärt Ryo. Ich selbst trage bereits mein Merino-Shirt und eine Windstopper-Hose und brauche mich nicht umziehen.

Dann mache ich einen kurzen Abstecher zum Souvenirladen und entdecke am Eingang Holzstöcke zum Wandern, die man an jeder Hütte des Fuji mit einem Hüttensiegel versehen lassen kann. Das Einbrennen kostet 300 Yen (~2 €).

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Dann besuche ich das Restaurant und bestellte eine Tonshiru (Suppe mit Schweinefleisch) mit zwei Onigiri für 800 Yen (~5,80 €).

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Um mich herum kann ich die Besucher in zwei Gruppen aufteilen: Bergsteiger, die den Fuji schon bestiegen hatten und jetzt schlafend – mit verbrannten Gesichtern – auf Bänken sitzen. Und Menschen wie mich, die sich angeregt über die bevorstehende Besteigung unterhalten.

Ein Blick in die verbrannten Gesichter und sofort krame ich Sonnencreme aus meinem Rucksack. Da kam Ryo herein, bestellt einen Kaffee und kommt zu mir. Als wir fertig sind, besuchen wir den Schrein Fujisan-Taisha. Am Eingang des Schreins steht ein großes rotes Torii.

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Der Schrein wurde zwischen 901 und 923 vom damaligen japanischen Kaiser errichtet, um den damals aktiven Fuji zu besänftigen.

„Übrigens war damals die Besteigung des Fuji für einfache Leute verboten. Nur die Shugendo Mönche durften das“, erzählt Ryo. „Frauen durften den Berg noch nicht mal betreten! Und schon damals besaß der Fuji einen Auf- und Abstiegsweg. Zuerst besteigt der Wanderer den Berg verdreckt. Dann stirbt der Wanderer auf dem Gipfel, um dann neu geboren zu werden und sauber wieder hinabzusteigen. Und damit sich das nicht vermischt, gibt es eben zwei Wege“, erklärte er weiter. „Der Schrein gewann im letzten Jahrhundert immer mehr an Bedeutung, sodass er den Titel „großer kaiserlicher Schrein“, nämlich Taisha, erhielt. „Die meisten Wanderer beten an diesem Schrein für eine sichere Besteigung. Direkt daneben befindet sich eine Aussichtsplattform. Von dort haben wir einen fantastischen Blick auf den Fuji!“

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Schon machen wir uns auf den Weg zu den Toiletten neben den Parkplätzen. Die Schlange der Damentoiletten ist unglaublich lang. Anschließend packen wir unsere Trekkingstöcke aus, bevor wir zum Treffpunkt eilen.


Der Wasserfall Izumi-ga-Taki 泉ヶ滝

Im Kreisverkehr wartet bereits unser Bergführer auf uns. Er stellt sich als Herr Goto vor und zeigt uns ein paar Dehnübungen. „Ich bin 21 Jahre und besteige den Berg auch in meiner Freizeit. Im Prinzip bin ich immer auf dem Fuji“, lacht Herr Goto. Frau Ikebukoro drückt uns dabei eine Übersichtskarte der Wanderwege, eine Plakette und ein Heft vom Fuji in die Hand. „Das bekommt ihr, weil ihr die 1.000 Yen-Spende für die Fuji-Gesellschaft bezahlt habt“, erklärt sie uns. „Das Geld dient dazu, neue Technologien für die Besteigung des Fuji zu erforschen!“. Die Wahrheit ist jedoch, dass jeder Wanderer aufgefordert wird, diesen Beitrag „freiwillig“ zu löhnen.

Nach den Dehnübungen recken wir unsere Fäuste in die Luft und rufen einen Schlachtruf. Dann befüllen wir alle Trinkflaschen, setzen die Rucksäcke auf und marschieren los. Bis zum Eingang des legendären gelb markierten Yoshida Wanderwegs, vorbei an Pferdeställen.

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Scheinbar kann man für unglaublich viel Geld zu zum bekannten Wasserfall Izumi-ga-Taki und bis zur 6. Station reiten.

Zum Stehen kommen wir vor dem Eingangsschild des Wanderwegs. Eine Tafel erklärt die Regeln zur Besteigung des Fuji in 4 Sprachen. Meine Gruppe und ich gehen schon bald auf einem leicht abfallenden, breiten Gehweg.

Öhm, aber… wieso abfallend? Ich denke, wir „besteigen“ den Fuji? Bester Laune prescht unser Bergführer Goto voraus und führt uns den Berg immer weiter hinunter. Auf der linken Seite erhaschen wir einen tollen Blick ins Tal.

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Ryo bleibt öfter stehen und macht Fotos. Noch verdecken Wolken den Himmel. Ikebukoro meint, der Anstieg wäre dadurch angenehmer. Einige Wanderer kamen uns entgegen, die alle komisch gehen und deren Gesichter total verbrannt sind. Ihre Augen sind müde und leer, sodass mir Angst und Bange wird. Ich frage mich, ob wir später genauso aussehen würden?

Nach 20 Minuten erreichen wir eine Kreuzung mit dem Hinweisschild „Mt. Fuji Summit 6.0 km 385 Min“.

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Genau ab hier geht es bergauf. Goto zeigt uns den kleinen Wasserfall Izumi-ga-Taki. Er ist direkt hinter einer Kreuzung.

„Früher haben hier Wanderer ihre Flaschen aufgefüllt. Heute ist das Wasser leider zu dreckig“, meint Herr Goto. In einem kleinen Wald entdecken wir kleine rote Wildrosen, Tigerlilien und weiße Azaleen. Goto macht uns auf die Blumen aufmerksam. Mein botanisches Wissen hält sich nämlich dezent in Grenzen.

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„An besonders gefährlichen Stellen werden Tunnel dieser Art errichtet, um Wanderer vor fallenden Steinen zu schützen. Der Weg dahinter ist mit großen Steinen gepflastert“. Herr Goto warnt uns, dass es hier bei Regen schnell rutschig werden kann und es jedes Jahr Unfälle gibt.


Die sechste Station 六合目 (2390 m)

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Vorsichtig klettern wir eine breite Steintreppe hinauf und erreichen die 6. Station. Bis zum Gipfel sind es von dort nur noch 5,3 km oder 357 Minuten. Na Prost Mahlzeit, denke ich keuchend…

Hier stehen viele Dixi Klos, ein Stand für die 1.000 Yen-„Spende“ und ein Infozentrum. Außerdem finde ich ein Schild mit den aktuellen Temperaturen und Windstärken. „Für die nächsten beiden Tage ist gutes Wetter für den Gipfel vorhergesagt. Doch der Wind könnte Probleme bereiten“, meint das Personal.

Eine Planierraupe, auch Bulldozer genannt, überholt uns. Herr Goto erklärt, dass Lebensmittel und Getränke mit einem Bulldozer auf dem Abstiegsweg zu den Hütten oder zum Gipfel transportiert werden. „Früher trugen das Menschen hoch, weil Pferde auf dem unebenen Weg keinen Halt fanden.“

Nach einer kurzen Pause setzen wir unseren Weg fort. Über viele Schotterwege und unebene Stufen geht es im Zickzack den Berg hinauf. An jeder Kreuzung stehen Schilder. Es ist also fast unmöglich, sich zu verlaufen.

Ich schaue nach oben. Leider wird die Spitze des Fuji auch weiterhin von einer dicken Wolke verdeckt. Auf unserem Weg liegen kleine und große Steine, die uns den Aufstieg erschweren. Alle 20 Minuten legen wir eine fünfminütige Pause ein. Ich nutze die Pausen, um Energyriegel zu essen. Während wir gehen, trinke ich aus meiner Trinkblase und war froh über diesen Kauf. Die Wolken schützen uns ein wenig vor der grellen Sonne und ich komme, trotz großer Anstrengung, kaum ins Schwitzen.


Die siebte Station 七合目 (2700 m)

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Um 13:40 Uhr sehen wir in der Ferne die erste Berghütten der 7. Station. Keine 20 Minuten später stehen wir vor einem steilen, erkalteten Lava-Weg. Herr Goto steigt vorsichtig voran und meint, wir müssen unsere Stöcke an unsere Rucksäcke binden und unsere Hände zur Hilfe nehmen.

Gut, dass ich Handschuhe eingepackt habe. Am Ende des steilen Wegs wartet die 7. Station. Wir passierten die Hütte Hanakoya. Ein kleiner Laden bietet dort Wasser, Tee und Sportgetränke für je 400 Yen (~2,80 €) an.

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Mehr Informationen zu den Angebotem auf der Hütte findest du hier.

Wir klettern einen weiteren, steilen Weg hinauf. An der nächsten Berghütte Hinodekan legen wir eine kleine Pause ein. Auch hier kann man sich Holzstöcke zum Einbrennen von Siegeln kaufen. Wir gehen an der Hütte Tomoikan vorbei. Im Zickzack steigen wir auf schmalen Wegen den Berg hinauf. Dann kommen wir an der Berghütte Kamaiwakan vorbei. Neben der Hütte stehen kleine Toilettenhäuschen, an denen große Preisschilder hängen.

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An der Tür hängt ein Kasten, in den man Geld einwirft, bevor man das WC betritt. An der nächsten Hütte Fujichikan werden sogar Sauerstoffflaschen für 1.200 Yen verkauft. Ryo und ich müssen schmunzeln. Dicke Wolken verdecken uns mittlerweile die Sicht auf Tal und Gipfel. Das rote Torii der nächsten Hütte Toriiso ist jedoch zu erkennen.

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Hier legen wir wieder ein kurzes Päuschen ein, bevor es an den nächsten Hütte Toyokan vorbeigeht. Ich merke, dass meine Augen immer trockener werden und ich mehr Wasser trinken sollte.

Am Wegesrand stehen Schilder, die vor Steinschlägen und -lawinen warnen.

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Etwa um 16 Uhr durchbrechen wir die Wolkendecke auf rund 3.000 m Höhe und erhalten einen Blick ins Tal. Auch hier legen wir einen kurzen Stopp ein.

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Die achte Station 八合目 (3100 m)

Gegen 16:10 Uhr hören wir jemanden von oben rufen, ob wir die Hato-Busgruppe seien. Herr Goto bejahte. Über große Felsbrocken und Steinstufen erreichen wir unsere Hütte, Taishikan, und damit auch die 8. Station.


Die Berghütte Taishikan 太子館 (3100 m)

Vor der Hütte wartet das Personal und bringt uns den weiteren Ablauf bei:

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Wir werden gebeten, die Schnürsenkel zu lockern und gleich beim Betreten der Hütte die Schuhe auszuziehen. Diese sollen dann in eine Tüte gepackt werden, damit die Hütte schön sauber bliebe. Im Erdgeschoss fänden wir einen Verkaufsladen und den Speisesaal. Danach würden wir einige Stufen zum Schlafsaal hinaufzusteigen haben. Dort aber dürften wir nichts essen. Nur Wasser trinken. Zum Abendessen riefe man uns in den Speisesaal im Erdgeschoss. Dort hätten wir ganze 10 Minuten Zeit zu essen. Danach müsse man alles liegen lassen, bekäme das Frühstück für den nächsten Tag und solle zurück zu seinem Schlafplatz gehen.

Es geht sogar weiter…

Die Toiletten befänden sich draußen und kosten einmalig 200 Yen. Danach dürfe man die Klos beliebig oft benutzen. Im Vorraum stünden ein paar extra Schlappen bereit, in die man schlüpft, um sein Geschäft zu verrichten. Allerdings solle man die Schlappen nicht für andere Zwecke, wie fürs Fotografieren oder Zähneputzen, anlassen. Wenn man zwei Nächte übernachte, dürfe man unnötige Kleidungsstücke und Gegenstände am Schlafplatz zurücklassen. Und das Trinken von Alkohol sei auf der Hütte strengstens untersagt!

Ohne Worte ziehen zuerst die Frauen ihre Schuhe im Vorraum aus und steigen die Stufen zum dritten Stock hinauf. Danach folgen die Männer.

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Die Abstände der Schlafplätze sind minimal und ich bekomme fast Platzangst.

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Unser Schlafsaal liegt direkt unter dem Dach. Hier haben wir eindeutig mehr Platz als im ersten und zweiten Stock.

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Die Frauen schlafen auf der linken Seite, die Männer auf der rechten. Am Ende des Schlafsaals gibt es eine Umkleidekabine. Direkt neben der Treppe stehen kleine Schüsseln, die mit Zeitungspapier ausgelegt sind. „Falls euch schlecht wird, benutzt das bitte“, sagt Herr Goto. Ein Stöhnen geht durch die Gruppe, als jeder auf seinem Platz sitzt. Berghütten in Deutschland sind schon eng, aber das hier toppt alles. Man schläft auf 40 cm Breite und 2 m Länge. Eine harte Matte und ein Schlafsack liegen noch bereit. Ohropax sind hier ein Muss. Denn irgendwo raschelt immer eine Plastiktüte. Rucksack und Schuhe werden auf einem Regal über der Ruhefläche gelagert.

Währenddessen lerne ich meine Nachbarin kennen: Frau Sachiyo aus Kagoshima. Extra aus dem Süden Japans angereist, um den Fuji zu bezwingen. Sie ist 75 Jahre und ihre beiden Kinder leben in Tokio. Auf der anderen Seite sitzt eine wortkarge Japanerin, deren Name mir bis heute ein Rätsel ist. Neben Frau Sachiyo liegt Frau Happa, deren Leidenschaft Marathonläufe sind und bereits zum zweiten Mal den Fuji besteigt. Beim ersten Mal wäre das Wetter so schlecht gewesen, dass sie es jetzt noch einmal probieren wolle. Sie meint auch: „Packt eure Sachen unbedingt vor. Denn morgen haben wir nur 15 Minuten Zeit zum Anziehen und müssen dann schon los.“ Alle bedanken sich bei ihr für diesen Ratschlag.

Um 17 Uhr werden wir zum Abendessen gerufen.

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Es gibt Curryreis. In der Bentobox liegen Fisch und Würstchen. Der Geschmack ist leider mäßig.

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Auch die Menge ist viel zu wenig. Zum Glück reicht mir Frau Sachiyo ihre Schüssel mit Reis, sodass ich doch einigermaßen satt werde. „Schreibt heute schon eure Ansichtskarten, weil wir morgen auf dem Gipfel wenig Zeit dafür haben“, sagt Herr Goto. „Außerdem werdet ihr morgen vom Aufstieg zu erschöpft sein!“

Wir nicken, essen und bekommen 10 Minuten später unser Frühstück in die Hand gedrückt: Eine 350 ml Flasche mit Wasser, abgepackter roter Reis und ein kleines Brötchen.

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Besonders lecker sieht das nicht gerade aus…

Darum packe ich es gleich zu meinem Schlafplatz und gehe zu den Toiletten. Dazu schlüpfe ich in die extra Schlappen, warf 200 Yen in die Klo-Box und betrete die saubere Toilette. Eine Ansage verkündet, man solle nicht rasten und das Toilettenpapier nicht in die Schüssel werfen, sondern in den Abfalleimer. Die Ansage wird in 3 Sprachen und in Endlosschleife wiederholt. Sie geht mir bereits jetzt auf die Nerven. Mein Geschäft spüle ich mit einer Wasserpistole, die an der Wand hängt, das Klo runter. Vor den Toiletten befinden sich Kanister mit Regenwasser. Ich drücke gegen den Hahn und wasche meine Hände. Zwei Schilder zeigen: Zähneputzen vor den Toiletten verboten!

Langsam verziehen sich die Wolken und die Sicht aufs Tal wird immer besser. Von meinem Schlafplatz hole ich Schuhe und Kamera. Draußen vor der Hütte sitzt ein braungebrannter älterer Japaner vor einem kleinen Ofen.

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Bei ihm kann man sich ebenfalls den Wanderstock mit dem Hüttensiegel versehen lassen. Später stellt sich heraus, dass es sogar der Besitzer der Hütte ist. Nennen wir ihn Herrn Honda. Seine Mitarbeiter sind Studenten und jobben Teilzeit in der Hütte, erzählt er.

Während wir die schöne Aussicht genießen, unterhalten wir uns über Europa, Japan und die Welt.

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Die Sicht ins Tal ist unglaublich schön. Wir können sogar die Präfektur Chiba, die Rainbow Bridge auf Odaiba und den Skytree von hier aus sehen. Auch Herr Honda macht Fotos. „Ich bin jeden Sommer hier, aber so eine schöne Aussicht ist selten“, meint er.

Aus seiner Tasche kramt er einen kleinen Talisman für eine sichere Besteigung des Fujis und überreicht ihn mir. Ich bin total baff. Frau Ikebukoro ist es auch und sagt: „Sag das bloß nicht den anderen!“ Herr Honda erklärt, dass es ihm Freude bereitet, sich mit mir zu unterhalten und mir deshalb Glück schenken möchte. Schüchtern bedanke ich mich, während sich der Sonnenuntergang nähert und die Wolken in zartes Gold taucht.

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„Geh nach rechts. Den Weg hinauf. Dort wartet etwas auf dich“, meint Honda. Ich verstehe zwar nicht ganz, folge aber seiner Anweisung.

Als ich oben ankomme, verschlägt es mir die Sprache.

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Der Fuji wirft einen Schatten auf die Wolkendecke. Eine Gruppe Wanderer schießt wild Fotos. Auch Frau Ikebukoro, die mir gefolgt ist, staunt nicht schlecht. Auch ich mache viele Fotos und erfreue mich an dem einmaligen Anblick. Später würde ich Ryo und Banso von meinem Erlebnis berichten. Und beide werden fast eifersüchtig, weil es etwas ganz besonderes ist.

Langsam bricht die Nacht herein. Honda und ich sehen uns die funkelnden Sterne an. Leider macht mein Handy nur miserable Fotos bei Nacht, sodass ich ganz auf Nachtfotos verzichte.

Ich fühle mich glücklich und genieße jeden Moment. Jedoch wird es immer kälter und ich verabschiede mich von Honda. Auf dem Rückweg kaufe ich mir 4 Soy Joy Energyriegel und vier 500 ml Flaschen Wasser, die ich gleich in meine Trinkblase umfülle. Die leeren Flaschen gebe ich direkt wieder ab.

Die Hälfte meiner Gruppe schläft bereits tief und fest. Leise lege ich meine Matte und den Schlafsack zurecht. Ich packe mein Kissen aus einer Plastiktüte und lege ein Handtuch darauf. Später sollte ich erfahren, dass man das Kissen überhaupt nicht auspackt… ups.

Ich benutze die Ohropax und kuschle mich in den Schlafsack. Leider ist die Unterlage ziemlich hart. Doch dank der Strapazen des Aufstiegs schlafe ich bereits um 20:00 Uhr wie ein Baby. Mitten in der Nacht werde ich wach, weil mir so unglaublich kalt ist. So ziehe ich meine dicke Jacke im Schlafsack an und lege meine dicke Hose über mich. Innerhalb von Minuten schlafe ich wieder.


Der Sonnenaufgang Goraiko 御来光

Gegen 3:30 Uhr werde ich wach. Verschlafen schaue ich auf die Uhr und hätte mich am liebsten wieder hingelegt. „Um 4:00 Uhr ertönt ein Weckruf“, meint Frau Happa.

Also ziehe ich meine lange Merino-Unterhose, meine Windstopperhose, das Merino-Hemd und die Regenjacke an. Die dicke Jacke stopfe ich in meinen Rucksack. Die Schlafsachen packe ich aufs Regal und schaue auf die Uhr. Noch eine Viertelstunde bis alle aufstehen würden.

Dann husche ich zur Treppe, um zur Toilette zu gehen. Doch ich werde vom Personal gestoppt: „Gleich werden alle geweckt und es könnte sein, dass Sie es nicht mehr bis zu Ihrem Schlafplatz schaffen. Nehmen Sie bitte den Rucksack gleich mit!“ Na toll! Also stapfe ich knatschig wieder zurück zu meinem Platz, Rucksack und Schuhe holen und gehe aufs Klo.

Draußen tummeln sich schon die ersten Wanderer mit ihren Kameras. Am Horizont erscheint ein heller Streifen.

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Von Herrn Goto werden wir nach rechts zu ein paar Sitzgelegenheiten gerufen. Hier sollen wir frühstücken, während wir den Sonnenaufgang beobachten. Der Himmel ist fast wolkenlos und verspricht einen sagenhaften Sonnenaufgang. Stille breitet sich aus und alle blicken gespannt in Richtung Osten.

Um 4:36 sehen wir das erste Gelb der Sonne über dem Horizont aufblitzen.

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Er wird heller und heller.

Wir betrachten das Naturschauspiel. Es herrscht absolute Stille.

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Sonnenstrahlen tanzen über Berge, Landschaften und Wolken. Niemand sagt etwas, nur die Kameras knipsen. Und mir fehlen bis heute noch die Worte, wenn ich daran zurückdenke.

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Herr Goto und Frau Ikebukoro bieten uns an, Fotos von uns zu machen. Die Sonne steigt immer höher. Der Fuji ist fast wolkenlos und bietet uns eine unvergessliche Aussicht auf seine Bergkuppen und glitzernde Seen. Langsam wird das Tal sichtbar.

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Völlig in Gedanken esse ich meinen Energyriegel. Dann ruft uns Herr Goto und wir ziehen los. Vorbei an der Hütte Horaikan, kraxeln wir wieder im Zickzack den Berg hinauf. Bereits nach einigen Minuten erblicken wir einer Steintafel. Darauf stand „Horai-Kamiiwa-Hachi-Ryujin“ – quasi Schildkröten-Felsen-Acht-Drachen-Götter.

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Kein Mensch weiß genau, was es bedeuten sollte und Herr Goto erklärt, dass direkt über dem Gedenkstein ein Fels lag, der einer Schildkröte ähnelt. Alle schauen nach. Ich jedoch sehe keinen Schildkröten-Felsen. Der Weg selbst ist langweilig. Aber dafür werde ich mit einer grandiosen Aussicht entschädigt.

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Der Wind wird stärker. Über hohe Stufen erreichen wir die Hütte Hakuunso auf 3.200 Meter und setzen uns kurz auf eine Bank.

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Ebenso wird die Luft dünner und die Sonne greller. Irgendwie versuche ich, den Reis von gestern Abend hinunterzuwürgen. Er schmeckt widerlich…

Herr Goto erinnert jeden nochmals daran, Sonnencreme zu benutzen und den Hut festzuschnüren, weil der Wind ab jetzt immer stärker werden würde.

Hinter den Bänken liegen schon einige Mützen und Handschuhe unserer Vorgänger. Schilder weisen uns darauf hin, dass man seinen Müll unbedingt wieder mit nach Hause nehmen soll. Auf der rechten Seite können wir den Gipfel sehen.

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Nun geht es auch schon weiter. Die großen Mauern sollen uns vor Steinschlägen schützen.

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Ich kann währenddessen gar nicht genug von der Aussicht bekommen…

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Wir kommen an ein weißes Tor und einen kleinen Schrein. Vor dem Torii verneigen wir uns.

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Neben dem Schrein steht die Berghütte Gansomura. 3250 Meter hoch. Dieses Mal rasten wir nicht, sondern folgen dem Schild Richtung Gipfel „Mt. Fuji Summit 1,8 km 125 Min“. Wir steigen die öden Wege hinauf und kommen endlich zum berühmten Fujisan Hotel auf 3.400 Meter.

Vor 1907 gab es auf dem Fuji nur drei Hütten, danach wurden sie zu einer großen Berghütte zusammengeschlossen. Außerdem war damals das Fujisan Hotel die 8. Station. Heute liegt die 8. Station 100 m tiefer. Der Gouverneur der Yamanashi-Präfektur versuchte, die Internationalisierung des Fuji zu fördern, indem er am Fujisan Hotel pro Stockwerk Etagenbetten und Curryreis für Wanderer einführte. Danach übernahmen auch die anderen Hütten dieses Konzept.

Ich jedoch würde das Fujisan Hotel jetzt nicht unbedingt als „Hotel“ bezeichnen. Auf den Dächern der Hütte liegen mit Steinen beschwerte Decken. Auch eine Art, Bettwäsche aufzuhängen.

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Die neunte Station 九合目 (3580 m)

Nach einer kurzen Pause geht es weiter. Auf der linken Seite sehen wir bereits den Abstiegsweg …

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… und auf der rechten Eisflächen.

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Eine Gruppe Japaner kommt uns entgegen. Einer aus der Gruppe berichtet von heftigen Windböen auf dem Gipfel. Mir wird gleich mulmig, weil ich ziemlich groß bin und umso mehr Angriffsfläche für starke Winde biete. Da haben es kleine Japaner wesentlich einfacher. Außerdem war noch die Umrandung des Kraters ganz oben geplant.

Wir passieren die Berghütte Tomoekan und sehen aus der Ferne ein weiteres weißes Torii.

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Hier beginnt die 9. Station und alle denken: Bald ist es geschafft! Doch Herr Goto warnt uns, dass der Spaß jetzt erst richtig anfängt.

„Die letzten Meter wird nur noch über Felsen geklettert und wir sind nicht vor Steinschlägen sicher. Und wenn man nachts den Fuji besteigt, muss man genau diese schwierige Stelle im Dunkeln passieren.“

Ich bin froh, dass es Tag ist. Der Wind wird währenddessen immer stärker.

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Der Wind peitscht mir um die Ohren. Ich muss mich an Felsbrocken festhalten und gehe langsam von Fels zu Fels, um den Wind in Schach zu halten. Feiner Sand weht über die Wege. Manchmal tränt mein rechtes Auge. Bewaffnet mit meiner Fahrrad-Sonnenbrille und meinem Buff (Halstuch), konnte ich mich halbwegs vor dem Sand schützen. Doch auch der Sand in meinem Mund wurde immer mehr.

Ich trinke etwas Wasser, um den Sand loszuwerden. Außerdem pumpt mein Herz ganz schön, weil die Luft immer dünner wurde. Zugegeben habe ich vor dem extremen Wind echt Bammel. Manchmal muss ich auf allen Vieren die Felsen hinaufklettern und mich öfter ausruhen.

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Jedes Mal, wenn mich der Wind erfasst, versuche ich mich noch kleiner zu machen. Ohne Windstopper-Kleidung wäre der Wind die Hölle. Auf einem Felsen ruhe ich mich aus und blicke übers Tal.

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Und wieder wird der Wind stärker. Heute morgen stand im Internet eine Windstärke von 18 (!).


Der Gipfel des Mount Fuji 富士山

Goto winkt uns zu einem weiteren weißen Torii. Neben mir sitzt eine Japanerin, die mit ihren Kräften am Ende ist. Ich ermutige sie weiterzugehen. Gemeinsam klettern wir die letzten Meter bis zum Gipfel hinauf.

Vor dem weißen Tor macht Herr Goto von jedem Erinnerungsfotos.

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Wir haben es geschafft und den Fuji fast bezwungen! Nur ein paar Meter trennen uns vom Gipfel.

Auf einem Stein ruhe ich mich aus bis die letzten Mitglieder der Gruppe ankamen. Nach 10 Minuten taucht auch der letzte Teilnehmer auf.

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Nun steigen wir die letzten Stufen hinauf und erreichen völlig fertig den Gipfel. Es ist erstaunlich leer. Auf der rechten Seite befindet sich der berühmte Schrein Kusushi-jinja aus dem 18. Jahrhundert.

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Daneben reihen sich dicht an dicht Holzhütten.

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Gegenüber stehen Holzbänke vor einer wunderschönen Aussicht.

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An einem Kiosk werden Getränke verkauft. Ganz hinten entdecke ich sogar zwei Getränkeautomaten. Wasser und Tee kosten hier schlappe 500 Yen. Der Wind weht hier mit einer unglaublichen Stärke. Kein Wunder also, dass hier nix los ist. Schnell gehen wir ins Restaurant Yamaguchiya. Hier stehen schlichte Holzbänke. An den Decken hängen Zettel mit Gerichten und Preisen – jedoch alles auf Japanisch. Es gibt verschiedene Suppen.

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Ich bekomme Kopfschmerzen und trinke Wasser. Ohne groß nachzudenken, bestelle ich das gleiche wie meine Nachbarin: Tonshiru für 800 Yen. Ihr könnt mir glauben, dass ich selten so eine gute Tonshiru gegessen habe.

Im Restaurant befindet sich auch ein Souvenirladen. Dort kaufe ich vier Postkarten für je 300 Yen, was ziemlich teuer ist.

„Leider ist der Wind zu gefährlich. Wir können nicht zum Krater“, gibt Herr Goto bekannt. Er hätte selbst zu viel Angst, erklärt er. Er bietet uns aber an, unsere Ansichtskarten nächste Woche für uns am höchsten Postamt Japans einzuwerfen. Dankend nehmen wir das Angebot an.

Enttäuscht, nicht zum Krater zu können, frage ich Frau Ikebukoro, wo die Toiletten seien. „Draußen rechts“, antwortet sie.
„Draußen?“, frage ich. Na super!

Und so lasse ich meinen Rucksack zurück und trete aus der Tür. Fehler! Sofort erfasst mich der Wind und ich hänge press an der Wand. Schritt für Schritt kämpfe ich mich nach vorne. Das sind die bisher längsten 100 Meter meines Lebens. An einer Ecke lege ich eine Pause ein. Vor mir sehe ich schon den Eingang des Toilettenhäuschens.

Ich nehme all meinen Mut zusammen und renne in einer kleinen Windpause zum Häuschen. Geschafft! Direkt neben dem Eingang hängt ein Kasten, in das ich 300 Yen einwerfe. Das Klo war sowohl für Frauen als auch für Männer. Die Pissoirs stehen vor Dreck. Total widerlich! Angeekelt gehe ich zu den Toiletten. Diese sehen etwas sauberer aus.

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Meine Hände zittern vor Anstrengung, als ich mich erleichtere. Der Rückweg ist ähnlich schwierig, doch irgendwie schaffe ich es zurück ins Restaurant.


Der Abstieg (Gipfel bis achte Station)

Herr Goto trommelt alle zusammen und bittet jeden, seine Stöcke auszupacken. Der Abstieg kann beginnen.

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Ab dieser Stelle gibt es auf dem Abstiegsweg keine Einkaufs- oder Toilettenmöglichkeit, erklärt er. herr Goto deutet nach rechts. „Und vergesst nicht, ein Abschiedsfoto vom Krater zu machen“.

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Der Wind bläst immer noch wie verrückt, sodass ich nur ein Foto schießen kann. Am Toilettenhäuschen vorbei, beginnt der Abstiegsweg. Besser gesagt, eine Schotter- und Geröllstraße – im Zickzack den Berg hinunter. Besonders an den Wendepunkten weht uns der Weg heftig auseinander. Je tiefer wir steigen, desto mehr lassen Kopfschmerzen und Wind nach. Bulldozer kommen uns entgegen und transportieren Lebensmittel hinauf.

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Die Aussicht ist immer noch Bombe.

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Doch meine Knie beginnen schlappzumachen. Ich gehe langsamer. Herr Goto zeigt mir die richtige Technik zum Absteigen: Zuerst mit der Hacke aufsetzen, dann in kleinen Schritten rückwärts gehen. Dabei die Trekkingstöcke zur Absicherung hinzuziehen.

Wir verlassen den Abstiegsweg, um ein kurzes Päuschen an der Hütte Tomoekan einzulegen.

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Dort kaufe ich mir einen halben Liter Wasser und eine warme Dampfnudel mit süßer Bohnenpaste. Oh Gott, war die gut! Der Wirt möchte uns zusätzlich Münzen, Süßigkeiten und Postkarten andrehen. Einige kaufen sogar etwas.

Bereits nach 10 Minuten gehen wir weiter und erreichen eine Kreuzung mit vielen Hinweisschildern. „Hier besonders aufpassen“, meint Herr Goto, „weil hier der Wanderweg Subashiri abgeht“.

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Wir folgen den gelben Schildern in Richtung Fuji Subaru Linie 5. Station.

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Unser Weg scheint direkt über den Wolken zu liegen. Langsam gehen wir den Berg hinab. An der Kreuzung Nummer 39 biegen wir nach links und erreichen unsere Hütte Taishikan.


Die zweite Nacht in der Hütte Taishikan

Wieder steht das Personal bereit und bittet uns, die Schuhe mit Bürsten zu säubern und unsere Kleidung von Staub zu befreien.

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Zum Händewaschen gibt es Kanister und ich darf sogar meine Trekkingstöcke säubern.

Mittlerweile ist es 15 Uhr. Besonders erschöpft sind wir alle nicht. Unsere Körper waren voller Glücksgefühle. Angeregt unterhalten wir uns bis wir um Punkt 16 Uhr zum Abendessen gerufen werden. Wieder gibt es Curryreis und eine Bentobox.

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Den heißen Tee verdünne ich mir mit Wasser. Als wir nach 10 Minuten fertig sind, bekommen wir unser Frühstück für den nächsten Morgen.

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Es gibt Reis, Brötchen und 350 ml Wasser. Hoffentlich wird der Reis dieses Mal besser schmecken. Ich gehe zu meinem Schlafplatz, packe meine Postkarten aus und fange an zu schreiben.

An meinem Platz hatte sich in der Zwischenzeit Steine und Staub angesammelt. Vom Personal leihe ich mir einen Besen, um den Platz zu säubern. Entgeistert schauen mich die anderen an. „Typisch deutsch. Sauberkeitsfanatiker!“, bekomme ich zu hören.

Mittlerweile tobt draußen ein Sturm. Der Wind rüttelt am Dach und lässt das Gebäude erzittern. Ich bin heilfroh, dass der Sturm erst jetzt ausbricht. Gemütlich kuscheln wir uns in die Schlafsäcke und erzählen uns Geschichten. Zum Glück gehört uns die ganze Etage alleine. Normalerweise war die Etage für rund 100 Personen ausgerichtet. So hat nun jeder richtig viel Platz. Leider bleibt uns der Anblick des Sonnenuntergangs wegen des Sturms vergönnt. So gehen wir früh schlafen.


Der Abstieg (achte bis fünfte Station)

Gegen 4 Uhr morgens werden wir geweckt. Draußen tobt der Sturm und es regnet stark. Unter meine Regenjacke ziehe ich ein langärmeliges und ein kurzärmeliges Merino-Hemd. Die lange Merino-Hose kommt unter die Regenhose und darüber meine Gamaschen.

Auch den Sonnenaufgang können wir nicht sehen. Das Gute war, dass der Regen den Weg festigt, was den Abstieg einfacher macht. Schon nach 1 ½ Stunden Fußmarsch erreichen wir die 7. Station.

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Leider gibt es hier nur verdreckte Toiletten, meint Frau Ikebukoro. Also verkneife ich mir den Weg dahin, was ich später noch bereuen würde.

Vor der 7. Station gehen wir noch eine Kurve, dann kommen wir am ersten Steinschlagschutztunnel an.

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Der Weg geht steil bergab. Deutlich zeigen die Bäume die Windrichtung an.

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Endlich bessert sich das Wetter und wir kommen an der 6. Station an.

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Dort verbindet sich der Abstiegs- mit dem Aufstiegsweg des Yoshida Wegs. Eine kurze Pause später gehen wir in Richtung 5. Station.

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Langsam drückt meine Blase und ich möchte nur zur nächsten Toilette, egal was es kostet. Jedoch durchqueren wir ein kleines Wäldchen, vorbei an einem Wasserfall.

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Ab hier steigt der Weg bis zur 5. Station an. Zu unserer Überraschung ist kaum jemand da.

„Die großen Busse kommen erst gegen 10 Uhr“, erklärt Herr Goto.

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Es wird noch ein Gruppenfoto geschossen und schön posiert. Gleich danach werde ich direkt zur Toilette rennen, denke ich.

Anschließend gehts für mich zum Postamt.

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Niemand da. Das Personal scheint heute spät dran zu sein. Also kann ich keine Briefmarken kaufen und laufe zum Bus. Frau Ikebukoro meint, sie hätte noch welche und bietet mir vier Briefmarken zum Kauf an. Da hab ich ja Glück. Ich kaufe ihr die Marken ab und klebe sie auf meine Karten. Die Ansichtskarten überreiche ich dann Herrn Goto, damit er sie zum höchsten Postamt Japans bringt, wie er angeboten hatte.

Lachend meint er, dass er heute Nachmittag frei habe und es morgen für ihn wieder auf den Fuji ginge. Wir verabschieden uns und der Bus der Hato-Gruppe fährt los.


Das Onsen Benifuji 山中湖温泉「紅富士の湯」

Um 9:40 Uhr erreichen wir das Benifuji Onsen. Der Eintritt kostet 700 Yen. Jedoch ist der Eintritt in unserer Tour enthalten. Wir packen unsere Handtücher und Wechselklamotten aus und lassen unsere Rucksäcke im Bus zurück. Auf die Verhaltensregeln in einem Onsen gehe ich in diesem Artikel ein.

Um 10 Uhr dürfen wir endlich ins Bad. Schnell ziehen wir unsere stinkende Kleidung aus und packen sie in die kleinen Schließfächer. Dann geht es sofort zu den Duschen. Was für eine Wohltat nach 3 Tagen! Nach einer gründlichen Reinigung betrat ich die heiße Quelle. Eigentlich hätte ich von hier aus den Fuji sehen sollen. Doch leider hängen graue Wolken davor. Langsam entspannen sich im heißen Bad meine Muskeln.

Einige Teilnehmer setzen sich zu mir und wir halten ein Schwätzchen. „Wir hätten nichts besseres tun können als hierher zu kommen!“, sage ich zu meiner Gruppe und alle stimmen mir zu.

Nach dem Bad im Onsen betreten wir den Speisesaal. Dort bestellt jeder eine leckere Nudelsuppe mit Kakiage (frittiertem Gemüse).

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Die Suppe war unglaublich gut. Gegen 12 Uhr sitzen wir auch schon wieder im Bus und fahren zurück nach Tokio. Alle unterhalten sich angeregt. Nach einer kurzen Pause an einer Raststätte kommen wir gegen 14 Uhr in Shinjuku an. Ich verabschiede mich von meiner Gruppe und steige aus. Der Bus fährt weiter zum Tokio Bahnhof und an ein Hotel, welches man wahlweise hätte dazubuchen können.


Alles in allem war die Besteigung des Fuji ein unglaubliches Abenteuer, das ich niemals vergessen werde.
Fazit? Solltest du jemals die Gelegenheit haben, den Fuji zu besteigen, nutze sie!


Details:
Distanz: 18,5 km
Dauer: 8:10 Stunden (ohne Pausen)
Höhenmeter: 3733 m
Anstieg: 1652 m
Abstieg: 1653 m
Schwierigkeitsgrad: ✭ ✭ ✭ ✭ ✭
Jahreszeit: Sommer
Übernachtung: Berghütte Taishikan 太子館
Startpunkt: Fuji Subaru Linie 5ten Station 富士山五合目
Endpunkt: Fuji Subaru Linie 5ten Station 富士山五合目
Fotos: 21.-23. Juli 2015


Nützliche Schriftzeichen:
Fujisan 富士山
Wanderweg Yoshida 吉田ルート
Subaru Linie Fuji fünfte Station スバルライン富士山五合目
Hütte Taishikan 太子館
Onsen Yamanakako 山中湖温泉「紅富士の湯」
Shinjuku Bahnhof 新宿駅
Reisbällchen Tonshiru-Onigiri-Set豚汁おにぎりセット
Schrein Fujisan-Taisha 富士山大社
Großer Schrein Taisha 大社
Tiger-Lilien Kooniyuriコオニユリ
Azaleen Rengetsutsuji レンゲツツジ
Sechste Station 六合目
Siebte Station 七合目
Hütte Hanakoya 花小屋
Hütte Hi-no-De-Kan 日の出館
Hütte Tomoikan トモイ館
Hütte Kamaiwakan 鎌岩館
Hütte Fujiichikan 富士一館
Hütte Toriiso鳥居荘
Hütte Toyo-kan 東洋館
Achte Station 八合目
Hütte Taishikan 太子館
Sonnenaufgang Goraiko 御来光
Hütte Horaikan 蓬莱館
Schildkröten-Felsborken-Acht-Drachen-Götter Horai-Kamiiwa-Hachi-ryujin 蓬莱亀岩八龍神
Hütte Hakuunso 白雲荘
Hütte Gansomura 元祖室
Fujisan Hotel 富士山ホテル
Neunte Station 九合目
Hütte Tomoekan トモエ館
Mount Fuji 富士山
Schrein Kusushi-jinja 久須志神社
„Restaurant“ Yamaguchiya 山口屋
Schweinesuppe Tonshiru豚汁
Wanderweg Subashiri 須走ルート


Links:
Bus fahren
Tipps zur Fuji-Besteigung
Hato-Bus Webseite 
Berghütte Taishikan
Berghütten Liste
Sonnenaufgang auf dem Fuji
Bus Reservierung:
Yamanakako Onsen
Onsen-Verhaltensregeln
Zugverbindungen auf Hyperdia



Der Yoshida Wanderweg 吉田ルート:

Übersicht:



Wie findest du meine Doku? Hast du Fragen, Wünsche oder Kritik? Warst du selbst schon auf dem Fuji? Dann hinterlasse mir doch ein Kommentar!

Falls du Tipps zur Besteigung braucht, dann schaue dir diesen Bericht über die Vorbereitung & FAQs zur Fuji Besteigung an! 


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Dann hol dir den Artikel im WanderWeib Japan-Reiseführer: Tagesausflüge ab Tokio*:

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28 Thoughts on “[Doku] Besteigung des Fuji: Meine Reise zum Gipfel

  1. Yoko on 2. August 2015 at 9:24 said:

    Wirklich sehr toll geschrieben und sehr interessant. Der Sonnenaufgang und das mit dem Schatten des Fuji ist so schön!

    Wenn ich mich irgendwann einmal fit dafür fühle, möchte ich auch einmal den Fuji besteigen. Aber das wird wohl noch ein paar Jährchen dauern…

  2. Pingback: Frage zum Mount Fuji in Japan

  3. Oliver on 18. November 2015 at 10:17 said:

    Ein echt Lust machender Artikel, da würde ich am liebsten gleich los ziehen bei den tollen Fotos!

    BG nach Tokio
    Oliver

  4. Michael on 14. Oktober 2016 at 8:59 said:

    Wie sind nächstes Jahr Ende April in Japan. Aber, wenn ich es recht verstanden habe, dann ist es wohl noch zu früh für den Fuji. Nachdem ich auf dem Kilimandscharo war, wäre der Fuji eine schöne Ergänzung.

  5. Natascha on 5. August 2017 at 12:19 said:

    Hallo!
    Bin gerade von meinem Japantrip zurück gekommen, wir haben am vorletzten Tag den Fuji bestiegen. Dein Blog war super zur Vorbereitung! Wir wollten in einem hochgehen, waren auch super in der Zeit aber dann hat es in Strömen zu regnen angefangen und wir konnten keinen Meter mehr sehen also mussten wir 900m vorm Gipfel umdrehen und zurück zum Fujisan Hotel die noch Platz hatten. Am nächsten Tag sind wir um halb 2 los , waren noch komplett nass, auch unsere Sachen (wasserfeste Kleidung hat ihre Grenzen) und gingen mit der leuchtenden Masse nach oben. Das war wirklich ein unvergessliches Erlebnis! Alle sind mir auf meine Fotos neidisch, muss aber sagen dass bergab für mich die Hölle war. Am Ende wollte ich nur noch dass es aufhört, habe ziemliche Knieprobleme und war heilfroh unten angekommen zu sein. Kann immer noch nicht fassen dass wir den Fuji bezwungen haben!

    • Hallo Natascha,

      vielen Dank für deinen Erfahrungsbericht. Auch ich habe Knieprobleme und erinnere mich mit grauen an den Abstieg. Ich bin wie eine Schnecke mit Stöckern abgestiegen, weil ich vor Knieschmerzen panische Angst hatte… Sind die Schmerzen mittlerweile weg?

      Aber auch wie du – bin ich trotzdem froh, dass ich oben war. Das Erlebnis war es einfach wert!

      Viele Grüße aus Tokio
      Tessa

  6. Hallo Tessa,

    vor zwei Wochen war es auch bei mir so weit und mir war Deine Seite ebenfalls eine große Hilfe. Danke! Ein wenig beneide ich Dich um die ganzen schönen Bilder. Wir sind zu dritt um neun Uhr abends an der fünften Station losgelaufen – nachdem wir ein Taxi von Kawaguchiko nehmen mussten, weil der auf der englisch Homepage ausgewiese letzte Bus um kurz nach 20 Uhr freitags und samstags nicht fährt – und waren um halb fünf oben für den Sonnenaufgang um kurz nach fünf. Im Dunkeln ist es mit Fotos natürlich schwierig und der Abstieg ist ja nicht unbedingt fotogen, aber immerhin mit dem Sonnenaufgang belohnt worden.
    https://expatsnapshotstokyo.tumblr.com/
    Als Nicht-Sportler hatte ich einigen Respekt vor der Nummer und das war auch ganz gut so (es ernst zu nehmen meine ich), aber es ist schon machbar mit einer durchschnittlichen Kondition. In Erinnerung bleibt der Kommentar uns entgegenkommender Amerikaner als wir wieder unten waren, die leicht bekleidet augenscheinlich ohne passendes Schuhwerk fröhlich meinten „look the peak is just 5 km from here – that will be easy!“. Ähm ja. Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, wie man das im Regen hinbekommen soll. Klar, geht alles, aber Spaß ist dann sicherlich was anderes.

    Falls sich andere noch Ausrüstungsfragen stellen sollten (in meinem Japangepäck für ein paar Jahre Aufenthalt kam übermäßige Sport- und Wanderausrüstung nicht vor und mich hier vollständig einzudecken erschien mir für einen nicht-Sportler wie mich schlicht zu teuer, weswegen ich nach einem Mittelding von „so gute Ausrüstung wie nötig, aber so wenig neu und teuer kaufen wie möglich“ suchte: Ich war mit einer Jeans in Kombination mit einer (oben bei Wind und Kälte) notwendigen Windstopper- und Regenhose zum Überziehen sehr zufrieden, für meine warmen, allerdings sehr schweren Wanderschuhe, die eigentlich eher für den Schnee gemacht sind, sehr dankbar (auch wenn sie am Anfang viel zu warm waren) und um meine leichten Lederhandschuhe beneideten mich meine Mitwanderer oben ebenfalls. Die Stirnlampe scheint mir außerdem wirklich ein Muss, wenn man nachts geht und dass ich mir einen gescheiten 25l Wanderrucksack vorher gekauft habe, hat sich auch gelohnt.
    Ein bisschen für überschätzt halte die Wasserangaben, die man so liest. 1,5 Liter sind finde ich ausreichend, die Infrastruktur ist ja gut genug, um sich oben mit Wasser zu versorgen (okay, kostet halt ein paar Yen). Besser jedenfalls, als mehr Kilo als nötig hoch zu schleppen.

    • Hallo Frank,

      vielen Dank für deinen Erfahrungsbericht! Ich habe mir deine Fotos angesehen. So schlechte Aussicht hattest du nicht. ;) Was für eine Kamera nutzt du?

      Viele Grüße aus Tokio
      Tessa

      • Hallo Tessa,

        die Aussicht war schon okay, das stimmt. Mir ging es eher um die Tatsache, dass ich im Gegensatz zu Dir keine Bilder vom Aufstieg habe, weil Dunkelheit. Anyway. Kamera ist entweder eine in die Jahre gekommene Panasonic Lumix DMC-FX550 (also nichts Besonderes) oder, na ja, ein iPhone7.

        Grüße aus Tokio zurück
        P.s.: Kommt der Herbst hier immer so plötzlich und früh? Will wieder die 30 Grad plus Luftfeuchtigkeit zurück!

        • Hallo Frank,

          schöne Kamera. :-) Die ganzen Fotos auf WanderWeib sind mit einem Iphone 5S fotografiert worden. ;)

          Dieses Jahr kommt der Herbst besonders früh. Normalerweise lässt er sich Zeit bis Ende September. Ich finde es toll .;)

          Viele Grüße aus Tokio
          Tessa

  7. Daniel on 11. September 2017 at 14:20 said:

    Hallo Tessa

    Wie versprochen ein kleiner Eindruck von unserer Fuji-Besteigung:

    Zuallererst, wir haben den Gipfel bestiegen und sind auch wieder heil runtergekommen. Leider sind nicht alle bis zum Gipfel gekommen, dazu komme ich gleich.

    Mit dem Wetter hatten wir leider großes Pech. Wir sind im Regen angekommen und im Regen gegangen. Entsprechend nass war auch die Zeit auf dem Fuji. Ein richtiger Sonnenaufgang war uns deswegen nicht vergönnt, genauso wenig wie ein Blick in das Tal, wir haben nur Wolken gesehen. Beim Abstieg kam mal ganz kurz die Sonne durch, aber auch nur leicht ohne großes Farbenspiel. Auch die 2 Tage in Kawaguchiko haben wir den Fuji nicht zu Gesicht bekommen. Nur einmal für 5 Min. durch eine dünne Wolkendecke und dann war er wieder weg. Dieses Augustwetter war schon echt komisch, sogar für die Japaner.

    Konditionell war die Besteigung wirklich gut machbar. Einige hatten mit nasser Kleidung und den Temperaturen auf dem Gipfel zu kämpfen, aber das lag daran, dass nicht die passende Kleidung eingepackt wurde.
    Die dünne Luft war für mich nicht wirklich hinderlich. Ehrlich gesagt habe ich davon kaum etwas gemerkt. Außer natürlich auf der Hütte in der wir mit gefühlt 50 – 100 Leuten übernachtet haben. Entsprechend hat man da auch Atemnot bekommen, wenn man zu Flach geatmet hat. Das Problem, warum einige nach der Hütte wieder abgestiegen sind, war, dass wir von 18 – 24 Uhr schlafen sollten, aber keiner schlafen konnte. Es war zu eng, zu laut, zu hell und die verbrauchte Luft hat einem zugesetzt. Dann wurde das Weiterlaufen auch noch auf 1 Uhr nachts verschoben und lange war nicht klar, ob wir überhaupt hochlaufen können.

    Um 1 Uhr nachts ging es dann doch nach oben und gegen kurz vor 4 Uhr nachts sind wir auch angekommen. Die Lichterkette an Kopflampen vor und hinter uns war übrigens ein schöner Anblick beim Aufstieg. Gerade angekommen hieß es
    dann auch gleich, dass wir nach einer kurzen Pause um 4:30 Uhr wieder absteigen werden. An der 5. Station, natürlich im Regen, angekommen, war ich dann wirklich verwundert, dass das nach einer Nacht ohne Schlaf geklappt hat.
    Wahrscheinlich hat mir die Frühstücksbox mit viel Reis genug Energie gegeben, obwohl dies ein ziemlich frühes Frühstück (00:30 Uhr) gewesen ist, was mir recht schwer im Magen gelegen hat (da vermisse ich mein Brot aus Deutschland).

    Alles in allem trotzdem eine tolle Erfahrung und ich habe es zum Gipfel geschafft. Der fehlende Ausblick und Sonnenaufgang bedeutet für mich ganz klar, ich muss wiederkommen. Es gibt ja auch einige andere Wanderwege nach oben. ;-)

    Viele Grüße

    Daniel

    • Hallo Daniel,

      vielen Dank für deinen Erfahrungsbericht! Die Lichterkette habe ich leider nie gesehen, da im Juli deutlich weniger los war. ;-)

      Viele Grüße aus Tokio
      Tessa

  8. Sofian on 7. März 2018 at 18:40 said:

    Hey,

    ich würde gerne mal eure Meinung hören, ob die Wanderung machbar ist als unter Höhenangst leidenden oder ob man wirklich davon abraten sollte diese dann zu machen bzw. nur bis zu einem gewissen Punkt ?!

  9. Stefan on 30. Juli 2018 at 21:52 said:

    Liebe Tessa,

    Wir sind soeben von einer dreiwöchigen Japanreise zurück, wobei wir zwei Wochen mit Bergsteigen verbracht haben. Dein Blog war mir eine grosse Hilfe und ich danke dir hiermit dafür.

    Die Fuji-Besteigung haben wir gleich gemacht, wie du im Erfahrungsbericht beschreibst, in drei Tagen, zwei Nächten im Taishikan. Drei Tage habe ich als ideal empfunden, zumal ich mit meinem Sohn (7J.) und meinem Vater (80J.) unterwegs war. So hatten wir genügend Zeit und konnten uns den Gegebenheiten anpassen.

    Ein paar Bemerkungen:
    – Am Morgen des 2ten Tages den Sonnenaufgang in der 8ten Station geniessen und erst dann den Gipfel bestiegen. Somit hat es deutlich weniger Berggänger, was ich als angenehm empfand.
    – Beim Abstieg am 3ten Tag ist man ebenfalls vor den Massen unterwegs.
    – Sonnenaufgang von der 8ten Station ist vermutlich genau schön, wie vom Gipfel.
    – Das Essen im Taishikan ist jeden Tag das Gleiche (genau so, wie auf deinen Photos) und wurde uns schon um 16:00 aufgetischt.
    – Schlafplätze im Taishikan sind neu mit dünnen Matratzen und Mammut-Schalfsäcken ausgerüstet
    – Es gibt keine Waschgelegenheit im Taishikan (in den anderen Hütten vermutlich auch nicht). Es gibt beim Eingang zum WC Wassertanks, die spärlich Wasser spenden, das knapp zum Zähneputzen und Händewaschen reicht.
    – Wenn man am Morgen nicht mit den Massen aufsteht, dann muss man das Gewusel und Rascheln von Mitternacht bis halb drei morgens ertragen. Ohrenstöpsel und Augenbinde können daher hilfreich sein.
    – Wir hatten gutes Wetter, so dass wir zweimal einen schönen Sonnenaufgang erleben konnten. Den abendliche Schattenwurf gab es aber nur vage, da es teilweise bewölkt war. (5min die Piste links von der Hütte hochsteigen, bis man auf den Abstiegsweg trifft, beim Wegweiser, wie auf dem Photo.)
    – Wir waren komplett ausgerüstet mit Regen- und leichten Daunenjacken etc. Haben wir nicht gebraucht, aber das Wetter kann sich sehr schnell ändern, das konnten wir gegen Abend beobachten, als Wolken auf den Fuji trafen und es für kurze Zeit zu gewittern anfing.

    Am dritten Tag sind wir nicht zur 5ten Station abgestiegen, sondern weiter den Yoshida-Trail bis zur 1ten Station. Das sind zusätzlich etwa 80min Abstieg. Ich kann diese Variante sehr empfehlen. Sie bot einen Kontrast zu den vorangegangenen beiden Tagen: praktisch keine Berggänger anzutreffen, gut unterhaltener Weg, schöner Mischwald mit Blumen (Mitte Juli), zum Teil verfallene Häuser und Tempel (sehr photogen) und Informationstafeln. Von der 1ten Station (Umagaeshi) gibt es eine Busverbindung bis Fujiyamaeki (der Bus fährt in der Hochsaison täglich). Wir sind beim Fujisengenjinja ausgestiegen und haben den Schrein besucht, der eigentlich der Ausgangspunkt der Fujibesteigung wäre.

    Als Vorbereitung für die Fujibesteigung waren wir 6 Tagen in den japanischen Alpen unterwegs. Wir sind in Kamikochi gestartet und dann via Chogadake, Jonendake, Otenshou, Tsubakurodake nach Nakabusa gewandert. So waren wir während mehreren Tage über 2000m unterwegs und gut angepasst für die Fujibesteigung. Die Wanderung war sehr abwechslungsreich und sehr eindrücklich. Die Waldgrenze ist bei etwa 2400m, so dass die Route immer wieder zwischen verschiedenen Vegetationen und Felsformationen änderte, grosse Blumenvielfalt (Mitte Juli), und wir sahen sogar eine Bärin mit zwei Jungen (zum Glück aus genügend Distanz.)

    Bemerkungen dazu:
    – Jede Hütte ist etwas anders organisiert. Abendessen kann zwischen 16:30 und 18:00 variieren. Morgenessen zwischen 5:00 und 8:00.
    – Es gibt meistens keine Waschgelegenheit und wenn doch, dann darf meistens keine Seife oder Zahnpasta verwendet werden. (Ich habe mir dann heimlich die Zähne auf dem WC geputzt und gewundert, wie es denn die anderen machen.)
    – Abend- und Morgenessen waren reichhaltig und lecker, so dass nur eine kleine Zwischenverpflegung notwendig war (ein paar Riegel und Trockenfrüchte genügten).
    – Abend- und Morgenessen sind typisch japanisch: Reis, Miso-Suppe, Fisch und andere Beilagen (Furikake mitnehmen, dann schmeckt zumindest der Reis nach etwas, wenn man die Beilagen nicht mag)
    – Trinkwasser war in den meisten Hütten vorhanden und in der Übernachtung inbegriffen.
    – Wer sich näher für diese Route interessiert, kann mich gerne kontaktieren.

    Nochmals vielen Dank.
    Herzlichen Gruss, Stefan

    • Hallo Stefan,

      vielen Dank für deinen Erfahrungsbericht. Eure Route in den Alpen hört sich spannend an. Wie seid ihr darauf gekommen?

      Viele Grüße aus Tokio
      Tessa

      • Stefan on 6. August 2018 at 21:01 said:

        Hallo Tessa,
        Ja, die Route in den Alpen war sehr abwechslungsreich und hat mir sehr gut gefallen. Ausgangspunkt meiner Recherche war dein Bericht zu Kamikochi. Ich bin dann auf verschiedene Tourenberichte gestossen und habe dann die Route unseren Bedürfnissen angepasst. Während der Wanderung war folgendes Leaflet in den Hütten aufgelegt „Northern Japan Alps Panorama-Ginza Azumino City Hiking Guide & Map“, auf dem Web:
        http://www.azumino-e-tabi.net/hike/
        Hier, ein ähnliche Beschreibung:
        https://digjapan.travel/en/blog/id=12004
        Wir haben die Wanderung in umgekehrter Richtung gemacht, d.h. von Kamikochi-Chogatake-Jonendake-Otenshotake-Tsubakurotake-Nakabusa in 6 Tagen / 5 Übernachtungen. Für gute Wanderer ist dies auch in 3 oder 4 Tagen machbar.
        Von Kamikochi nach Nakabusa finde ich die angenehmere Route. Es sind weniger kurze, steile Aufstiege, als in der umgekehrten Richtung.
        Lieben Gruss,
        Stefan
        P.S. Die Route heisst „Panorama Ginza“ weil man ständig den Blick auf den Yarigatake hat, dem jap. Matterhorn – es ist tatsächlich ein schöner Anblick – dementsprechend soll es viele Berggänger haben. Allerdings hat sich das Mitte Juli unter der Woche in Grenzen gehalten.

        • Hallo Stefan,

          prima, Danke für die Infos! Falls mal wieder jemand nach einer mehrtägigen Tour fragt, kann ich jetzt damit antworten. ;)

          Viele Grüße aus Tokio
          Tessa

    • Hallo Tessa und Stefan,
      eure Berichte hören sich wahnsinnig spannend an und ich spiele gerade mit dem Gedanken mich auch mal an eine Fuji-Besteigung zu wagen. Nun meine Frage an dich Stefan: Warst du mit deinem Sohn und deinem Vater allein unterwegs oder habt ihr euch auch einer geführten Gruppe angeschlossen? Ich über lege nämlich allein mit einer Freundin zu gehen, bin mir aber unsicher, ob das als unerfahrene Bergsteigerin ratsam ist.
      Für jeden Tipp/Ratschlag wäre ich dankbar.
      Viele Grüße
      Cindy

  10. Stefan R. on 26. August 2018 at 12:27 said:

    Hallo Tessa,
    Kannst du mir sagen wie ich von der fünften station am besten zum dem onsen komme in dem du auch warst?

    Lg Stefan

  11. Kathi on 7. Oktober 2018 at 23:25 said:

    Liebe Tessa!

    Ich fliege am 25.10.2018 für 10 Tage nach Japan! Ich möchte wahnsinnig gern den Fuji besteigen, weiß aber nicht wie schwierig es ist rund um den 31.10./1.11. mit dem Bus zur 5. Station zu kommen!
    Ich war schon auf einigen Bergen, die höher waren und bräuchte deine Einschätzung: kennst du jemanden, der den Fuji von der 5.Station weg in einem Tag gegangen ist?

    Ich würde mich über eine kurze Antwort wahnsinnig freuen!

    Alles Liebe,
    Kathi

    • Hallo Kathi,

      vermutlich ist es nicht mehr möglich. Sobald der erste Schnee fällt, ist der Aufstieg nicht mehr möglich, da sich die letzten Meter in eine Eiswand verwandeln. Aktuell liegt noch kein Schnee, das kann sich aber bis Ende Okt. noch ändern….

      Viele Grüße aus Tokio
      Tessa

  12. Hallo,

    ein ganz toller spannender Bericht.
    Für mich persönlich wirds wohl nichts mit einer Besteigung (mehrere Gründe), aber toll mal so ausführlich darüber zu lesen!

    Liebe Grüße

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