Kamakura,  Kanto,  Wandern

[Wandern] Die wunderschöne Kamakura Ten-en Wanderung

Über den uralten Kamakura Ten-en Wanderweg, gehst du auf Entdeckungsreise und besuchst dabei japanische Gärten, traditionsreiche Tempel und Schreine. Die Wanderung beginnt am Bahnhof Kamakura und verläuft auf Straßen und Pfaden mit leichten Steigungen und Gefällen. Neben den Shinto-Schreinen Tsurugaoka Hachimangū und Kamakura-gū erkunden wir auch die buddhistischen Tempel Kenchoji  und Engakuji und werden mit herrlichen Landschaften und Sehenswürdigkeiten belohnt, sondern erhalten auch einen tiefen Einblick in die japanische Kultur.


Einkaufsstraße Komachi-dori

Bei warmen 14 Grad muss ich einfach raus in die Natur. Also setzen sich mein Begleiter und ich in den Zug Richtung Bahnhof Kamakura. Im Bahnhof folgen wir den Schildern Richtung Ost-Ausgang. Nachdem wir die Schranken passiert haben, stehen wir vor dem Busbahnhof. Obwohl es mitten in der Woche ist, schieben sich Reisegruppen an uns vorbei. Der erste Shogun Minamoto no Yoritomo verlegte 1185 den Regierungssitz Japans nach Kamakura. Aus dieser Zeit gibt es gut erhaltene Tempel und Schreine, die  ein beliebtes Touristenziel sind. Auf der linken Seite entdecken wir ein rotes Tor.

Wir durchschreiten das Tor und sind damit auf der berühmten Einkaufsstraße Komachi-dori. Gleich danach stolpern wir über einen Ghibli-Laden. Vor der Tür wartet auch schon Totoro auf uns.

Im Shop gibt es unzähliges Ghibli-Merchandise. Nur schwer können wir uns losreißen. Aber die Uhr tickt. Am Straßenrand versucht man uns, japanische Süßigkeiten, Töpferwaren, Stäbchen und vieles mehr zu verkaufen.

Der Schrein Tsurugaoka Hachimangu

Am Ende der Gasse treffen wir auf eine Vorfahrtstraße. Hier biegen wir nach rechts ab und passieren die Bushaltestelle Kamakura-Hachimangu-mae. Dann stehen wir vor einem gewaltigen roten Tor.

Dieses Tor markiert den Eingang zum berühmten Schrein Tsurugaoka Hachimangu. Wir gehen geradeaus über eine Brücke und halten uns zunächst rechts. Dort erreichen wir über eine weitere Brücke eine kleine Insel und den Schrein Hataagenzaitensha.

Hinter dem Schrein können wir einen kleinen Felsen entdecken. An dem Stein soll der erste Shogun Minamoto no Yoritomo für eine sichere Geburt seiner Frau Hojo Masako gebetet haben. Die Geburt seines ersten Sohnes verlief tatsächlich ohne Probleme und Yoritomo pflanzte zum Dank Kirschbäume vor den Schrein.

Viele Paare, die Nachwuchs erwarten, besuchen ihn, um ebenfalls für eine sichere Geburt zu beten. Wir gehen zurück zum Hauptweg und passieren eine Waschstelle und eine kleine Bühne.

Dahinter treffen wir auf eine lange Treppe, die uns zum roten Schrein Tsurugaoka Hachimangu führt.

Der Tsurugaoka Hachiman-gū ist der wichtigste Shinto-Schrein von Kamakura. Der erste Shogun, Minamoto no Yoritomo, errichtete den Schrein 1191 und widmete ihn dem 15. Kaiser Ōjin (Gottheit Hachiman), Ōjins Mutter Jingū-kōgō und Ōjins Frau Himegami, die seine Regierung schützen sollten.

Links und rechts vom Eingang entdecken wir zwei grimmig dreinblickende Samurai. Das sind die Wächter des Schreins. Mutig gehen wir an den finsteren Gestalten vorbei und betreten das Gebäude. Direkt hinter der Gebetsbox und einem dünnen Vorhang, können wir in das Heiligtum blicken. Plötzlich treten mehrere Menschen in den engen Raum. Eine Frau in einem schönen Kimono gesellt sich dazu. Es findet wohl gerade eine japanische Hochzeit statt. Der Priester, der ganz hinten steht, fängt laut an zu beten.

Wir verlassen das Gebäude und stehen vor einer Wand Holztafeln (Ema), die mit allerlei Wünschen versehen ist.

Ema kannst du am Schrein kaufen. Sie sind versehen mit einem Affen, das Tierkreiszeichen des Jahres 2016. Wenn kein Platz mehr ist, werden die Tafeln abgenommen und rituell verbrannt. So steigen die Wünsche mit dem Rauch zum Himmel hinauf und gehen in Erfüllung.

Der Schrein Kamakura-gū

Wir steigen die lange Treppe wieder herunter und gehen geradeaus bis wir eine Kreuzung treffen. Dort biegen wir nach links, Richtung Kamakura Museum, ab. Nach ein paar Metern passieren wir das Museum und ein Tor. Wir folgen einer schmalen Gasse und erreichen die Hauptstraße 204. Hier biegen wir links ab und nach ca. 300 m treffen wir auf ein paar Steine.

Dort biegen wir wieder nach links ab und richten uns nach der Beschilderung Richtung Kamakura-gū. Schon wenige Minuten später stehen wir vor einem großen Tor.

Der Kamakura-gū Schrein wurde 1869 von Kaiser Meiji errichtet und ist dem Prinz Ōtōnomiya Morinaga (1308–1336) gewidmet. Der Prinz wurde von seinem Feind, Ashikaga Takauji, gefangengenommen und vor seiner Hinrichtung in eine Höhle gesperrt.

Diese Höhle befindet sich heute hinter dem Schrein. Besonders erwähnenswert ist das berühmte Noh-Theater im Oktober, dass nur unter Fackelschein aufgeführt wird. Am Schrein entdecken wir hinter der Geldbox einen roten hölzernen Kopf und wir fragen uns, was das wohl sein mag.

Unsere ratlosen Gesichter veranlassen einen Wächter in Uniform dazu, uns anzusprechen. „Das ist ein Löwenkopf, der Shishi-Gashira. Er gilt als Talisman gegen Unglück. Der Kopf soll mit seinen großen Zähnen das Böse auffressen. Der Legend nach trug Prinz Morinaga einen solchen Talisman in seinen Schlachten.“

Freundlich bedanken wir uns für die nette Erklärung und gehen schräg rechts am Schrein vorbei. Dort sehen wir eine Holzfigur von einem Samurai. Dahinter ein Regal mit weißen Holzfiguren, die mit Wünschen vollgeschrieben sind.

Die Holzfigur soll den armen Prinzen vor dessen Hinrichtung darstellen. Diese Geschichte berührt. So werfe eine 10 Yen-Münze in die Geldbox und bete für seine arme Seele.

Japanische Grabanlagen Yagura

Wir gehen den Weg zurück zur Straße und biegen nach links ab. Von hier folgen wir den Schildern Richtung Zuisenji Tempel. Die schmalen Gassen führen uns zu dieser Kreuzung.

Hier wählen wir die Straße geradeaus und passieren ein altes Tor. Direkt dahinter entdecken wir ganz klein das erste Hinweisschild Ten-en Hiking Course, das uns nach rechts zu einem winzigen Eingang führt. Dort steht auch schon eine Übersichtskarte vom Wanderweg bereit. Ab hier richten wir uns nach den Schildern Richtung Ten-en.

Während wir die steile Treppe hinaufsteigen, erklärt mir mein Begleiter: „Die Stadt Kamakura wird im Norden, Osten und Westen von fünf Bergen eingekesselt. Die Einheimischen nennen diese Berge auch liebevoll die Kamakura-Alpen. Obwohl sie nur 100-200 m hoch sind, boten sie in der Shogun-Zeit (ca. 1185) einen natürlichen Schutz vor Angriffen. Heute werden wir die östlichen Berge erkunden!“

Wenige Schritte weiter verwandelt sich der Pfad in einen schönen Waldweg. Über Wurzeln und Felsen geht es bergauf. Nach ein paar Minuten fällt uns rechts eine Höhle auf.

Das sind sogenannte Yagura, alte Gräber aus der Kamakura-Zeit (1185 bis 1333).

Hauptsächlich fanden hier Menschen aus der Samurai-Klasse ihre letzte Ruhe. Insgesamt gibt es um die 1.500 bis 5.000 Gräber in den Bergen von Kamakura. Warum sich diese Gräber genau hier befinden, ist zwar nicht bekannt, aber man vermutet, dass sie aus Platzmangel in die Berge verlegt worden sind.

Hinter jeder Kurve und hinter jedem Felsen entdecken wir weitere Höhlen. Ein bisschen fühlen wir uns wie Indiana Jones. Dann stehen wir vor einer kleinen Steinstatue Kaifukijizou, die den Gott Kshitigarbha darstellt.

Der Gott bringt arme Seelen in die Unterwelt und ist der Schutzgott der Armen und Kranken. Das Denkmal soll an den Feldherrn Nitta Yoshisada erinnern. Ein kleines Schild erklärt uns:

„Nitta Yoshisada war ein großer Feldheer der kaiserlichen Armee. 1338 durchbohrte ein Pfeil sein Auge und er lag im Sterben. Um seinen Feinden nicht in die Hände zu fallen, schlug er sich selbst den Kopf ab. Seine Diener flüchteten mit seinem Kopf und vergruben ihn an dieser Stelle.“

Wieder einmal wurde uns bewusst, in was für einer gut situierten Welt wir doch leben dürfen.

Himmelsgarten Ten-en

Nachdenklich setzen wir unseren Weg fort und erreichen eine Bank mit zwei Schildern Richtung Zuisenji und Kamakuragu. Hier folgen wir keinem der Schilder und gehen stattdessen geradeaus durch einen Bambuswald.

Wenige Schritte weiter stehen wir vor dem ersten Rastplatz Ten-en-Kyukesho.

Dort ist schon einiges los und ein unwiderstehlicher Duft liegt in der Luft. Viele Wanderer essen hier eine leckere Suppe, aber leider gibt es keine Aussicht. Wir entschließen uns, weiterzugehen und folgen dem Schild Richtung Kencho-ji an dem Rastplatz vorbei. An der nächsten Kreuzung halten wir uns rechts und treffen auf den Rastplatz Tenentoge-no-Chaya.

Von den Bänken erhalten wir eine wunderschöne Aussicht auf die Bucht Sagami.

Wir setzen uns und bestellen die Empfehlung des Hauses: Uden うでん.

In der Suppe finden wir ein hartgekochtes Ei, Rettich, Seetang und Fischkuchen, sowie Konnyaku, das aus der Konjakwurzel hergestellt wird (und verdammt wenig Kilokalorien haben). Bevor man die einzelnen Teile isst, werden sie in Senf getunkt. Lecker! Die Suppe wärmt uns von Innen. Nach dem Essen räumen wir das Geschirr ab und folgen dem abfallenden Weg geradeaus.

Der Berg Oohirayama 

Vor einem Toilettenhäuschen treffen wir auf eine große Wandergruppe, die wir freundlich grüßen. Dann erreichen wir einen großen leeren Platz. Einige Wanderer sitzen auf Decken und verspeisen ihr Mittagessen. Von dort erhalten wir wieder schöne Aussichten auf die Bucht.

=> Youtube-Video

Auf der rechten Seite entdecken wir einen felsigen Hügel, den wir besteigen müssen.

Unsicher klettern wir den Felsen hinauf und finden oben das Gipfelschild 159,2 m Berg Oohirayama.

In dem Moment schießt ein großer Habicht über unsere Köpfe. Überrascht springen wir zur Seite und beobachten seinen Flug. Es ist immer wieder ein Erlebnis, Vögel beim Fliegen zu beobachten. Hinter dem Schild folgen wir einem schmalen Pfad und fragen uns, ob wir überhaupt richtig sind. Wenige Schritte weiter beruhigt uns ein Hinweisschild Richtung Tempel Kencho-ji. Dann treffen wir auf die nächsten Grabanlagen.

In der Höhle können wir einige Buddha-Statuen entdecken, deren Köpfe abgeschlagen sind. Vermutlich fielen diese der Anti-Buddha-Revolution im Jahre 1868 zum Opfer. Wie auch die Statuen auf dem Berg Nokogiri in Chiba. Oberhalb dieser Grabanlage entdecken wir einen Mönch auf einem Hügel.

Diese Statue ist nur über den steilen Pfad zu erreichen. Wir schenken uns den Aufstieg und wandern weiter.

Der Tempel Kencho-ji

An einer Kreuzung, mit einem großen Stein, nehmen wir den rechten Weg Richtung Migi-Kencho-ji. Wenige Minuten später erreichen wir die Aussichtsplattform Shojoken-Tenbodai und blicken ins Tal hinab.

Wir werfen noch einen letzten Blick zur Küste, bevor wir eine lange Treppe hinabsteigen. Am Holzhäuschen bezahlen wir ~500 Yen Eintritt, damit wir das Gelände des Tempels betreten dürfen.

Direkt dahinter befindet sich der Schrein Hansobo, der 1890 auf Wunsch des Abtes Ozora Kandō vom Hōkō-ji hierher gebracht wurde. Er fungiert als Beschützer des Tempels Hansobo Gongen. Wir steigen eine lange Treppe hinab und bemerken links und rechts Figuren des Fabelwesens Tengu.

Tengu ist ein Yokai (Ungeheuer). Sein Ursprung stammt vermutlich aus China. Er hält meist einen Fächer in der Hand, der Unglück wegwehen und Glück bringen soll. Tengu dient als Nachrichtenübermittler zwischen den Göttern (Schreine) und Buddha (Tempel), verfolgt das Böse und schützt das Gute. Besonders verehrt wird dieses Fabelwesen auf dem Berg Takao.

Vor den Figuren finden wir eine schöne Waschstelle, die mit einem Drachen verziert ist.

Dann treffen wir auf ein lange Treppe, die wir hinabsteigen. Es geht durch einige Tore bis zu einer unbeschilderten Kreuzung. Hier folgen wir der abfallenden Straße, bis wir auf der linken Seite das Abtsquartier …

… und davor das stattliche Tor Karamon sehen.

Das Tor wurde im sog. Chinesischen Stil erbaut und stammt aus dem Tempelgelände des Zōjōji (Tokio). Es wird auch das „Tor für den kaiserlichen Boten“ genannt. Wir betreten das Abtsquartier Hojo und ziehen unsere Schuhe aus. Auf Terrassen geht um das Gebäude herum. Hinter dem Gebäude blicken wir auf einen schönen japanischen Garten und Teich.

Wir sind begeistert und können uns kaum sattsehen. Nach ein paar Minuten verlassen wir das Abtsquartier und betreten ein großes Holzgebäude. Das Gebäude entpuppt sich als große Lehrhalle, die Hatto genannt wird. Sie stammt aus dem Jahre 1814 und beinhaltet die Gottheit Kannon und eine gruslige Mönchsstatue.

Die Halle ist das größte hölzerne Gebäude in Ostjapan. Wir betreten das nächste Holzgebäude und stehen dieses Mal vor einer großen Buddha Statue.

Diese Halle wurde im Jahre 1647 vom berühmten Tempel Zōjōji hierher überführt. Die Decke ist wunderschön verziert. Begeistert schauen wir uns um. Die ganze Einrichtung wirkt unglaublich alt und kostbar. Schließlich verlassen wir das dunkle Holzgebäude.

Auf der linken Seite sehen wir ein Glockenhaus, dass ein gewaltiges Strohdach besitzt.

Diese Glocke wurde im Jahre 1255 gegossen und enthält die Inschrift des Tempelgründers. Ob diese Glocke auch zum Neuen Jahr 108 mal geschlagen wird? Wir durchschreiten das Haupttor Sammon.

Vorbei an den Kassen, erreichen wir einen Parkplatz und eine Straße. Dort biegen wir nach rechts Richtung Kita-Kamakura-eki ab bis wir auf Gleise treffen. Vor den Gleisen biegen wir rechts in eine schmale Gasse Richtung Tempel Engakuji ab.

Der Zen-Tempel Engakuji

Kurz vor dem Bahnhof sehen wir auf der rechten Seite den Eingang zum Tempel Engakuji, der zu den fünf großen Zen Tempel Kamakuras zählt.

Der Tempel wurde im Jahr 1282, unter der Bauherrschaft des Regenten Hojo Tokimune, errichtet und ist den Opfern der Mongoleninvasionen gewidmet. Viele der damaligen Gebäude wurde durch Erdbeben und Feuer zerstört. Unter dem Zen-Meister Seisetsu Shucho (1745-1820) wurden diese wieder aufgebaut und prägen bis heute die Gestalt des Tempels. Besonders lohnt sich ein Besuch  im Herbst, wenn sich der japanische Ahorn färbt.

Da wir noch etwas Zeit haben, steigen wir die Treppe hinauf und zahlen an der Kasse ~300 Yen Eintritt. Oberhalb einer langen Treppe finden wir das Tor Sanmon, das 1785 vom großen Zen Meister Seisetsu Shucho wieder aufgebaut wurde.

Dahinter steht das Hauptgebäude Butsuden. Es wurde vom großen Kanto-Erdbeben 1923 zerstört und 1964 wieder aufgebaut.

Wir betreten das Gebäude und stehen vor der großen Buddha-Statue Hokan Shaka Nyorai, die bedeutendste Sehenswürdigkeit im ganzen Tempel.

Das Gesicht der Figur sieht seltsam zusammengestückelt aus. Neugierig lesen wir den Text dazu:

„Die Figur wurde 1282 fertiggestellt, aber durch ein großes Feuer 1563 zerstört. Nach dem Feuer blieben nur noch einige Gesichtsteile übrig, so dass der Rest des Körpers 1625 ersetzt wurde. In dieser Zeit wurden auch links und rechts die Gottheiten Boten und Taishakuten hinzugefügt. Im Jahre 1378 stiftete Kaiser Gokogon der Goldrahmen der Buddha-Statue.“

Das erklärt natürlich die unterschiedlichen Gesichtsfarben. Berührt verlassen wir die Halle. Auf der linken Seite passieren wir das Gebäude Kojirin, dort kann man jeden Samstag an öffentlichen Zen-Meditationen teilnehmen.

Wir gehen etwas bergauf und treffen auf das Abtsquartier Hōjō und diesen Hundert-Kannon-Statuen-Garten. Etliche Pilger beten vor den Statuen, um ihren Verstand zu reinigen und inneren Frieden zu erlangen.

Weiter oben am Berg erreichen wir das Mausoleum Kaikibyo von Hōjō Tokimune, das im Jahre 1811 errichtet worden ist.

Hōjō Tokimune (1251 – 1284) war der achte Regent des Kamakura-Shogunates und regierte von 1268 bis 1284. Er war der Verteidiger und Anführer der japanischen Streitkräfte bei der Abwehr der beiden Mongoleninvasionen. Ihm ist es zu verdanken, dass sich der Zen-Buddhismus zuerst in Kamakura, später auch in Kyoto und dann in ganz Japan, besonders unter den Samurai, fest etablierte.

Am Eingang des Mausoleums hängen große Schilder, die den Besucher dazu einladen, eine Tasse grünen Tee für 500 Yen zu trinken. Wir wollen aber erst noch den Rest des Tempels erkunden und steigen eine lange Treppe hinauf. Oben erwartet uns das Grabmal Oubaiin, das dem fünften Abt Muso Kokushi gewidmet ist.

Im Inneren gibt es Bronze- und Holz-Statuen aus der Muromachi-Zeit (1336-1573) zu bestaunen, die wir nur schwer erkennen können. Ab hier geht es nicht mehr weiter. Somit haben wir das Ende des weitläufigen Geländes erreicht. Wir gehen den gleichen Weg zurück zum Eingang und hinüber zum Bahnhof Kita-Kamakura. Müde, aber glücklich, fahren wir heim.

Fazit: Die Wanderung ist ideal für Anfänger, die die japanische Kultur entdecken wollen. So viele schöne japanische Gärten, traditionsreiche Tempel und Schreine wirst du selten sehen. Falls du noch Zeit hast, kannst du dich der Kamakura Daibutsu Wanderung anschließen. Dort gibt es eine große Buddha Statue und weitere Tempel und Schreine zu entdecken. Viel Spaß beim Erkunden.


Details
Distanz: 10,9 km
Dauer: 3.50/5.00 Stunden (ohne/mit Pausen)
Höhenmeter: 164 m
Ansteigend: 359 m
Absteigend: 425 m
Schwierigkeitsgrad: ✭ ✭ ✩✩✩
Jahreszeit: Ganzjährig
Startpunkt: Bahnhof Kamakura 鎌倉駅 Linie Yokosuka 横須賀線
Endpunkt: Bahnhof Kita-Kamakura 北鎌倉駅 Linie Yokosuka 横須賀線
Fotos: 13. Januar 2016


Wegweiser:
Bahnhof Kamakura-eki 鎌倉駅 → East Exit Higashi-guchi 東口 → Komachi-dori 小町通り → Schrein Tsurugaoka-Hachiman-gū 鶴岡八幡宮 → Richtung Kamakura Museum 鎌倉国宝館 → Schrein Kamakura-gū 鎌倉宮 → Zuisenji Temple 瑞泉寺 → Ten-en Hiking course 天園ハイキングコース → Ten-en 天園 → Tempel Kencho-ji 建長寺 → Bahnhof Kita-Kamakura-eki 北鎌倉駅 → Engakuji Temple 円覚寺 → Kita-Kamakura 北鎌倉駅

Nützliche Schriftzeichen:

Kamakura Ten-en Wanderung 倉 天園ハイキングコース
Kamakura 鎌倉
Bahnhof Kamakura 鎌倉駅
Bahnhof Eki 駅
Bushaltestelle Basutei バス停
Tsurugaoka Hachimangū Schreinn 鶴岡八幡宮
Kamakura-gū 鎌倉宮
Tempel Kenchoji 建長寺
Tempel Engakuji 円覚寺
Bahnhof Kita-Kamakura 北鎌倉駅
Komachi-dori 小町通り
Ost Ausgang 東口
Bushaltestelle Kamakura-Hachimangu Mae 鎌倉八幡宮前
Schrein Hataagenzaitensha 旗上弁財天社
Kamakura Museum 鎌倉国宝館
Zuisenji Temple 瑞泉寺
Ten-en Hiking course 天園ハイキングコース
Ten-en – Himmelsgarten 天園
Steinstatue Kaifukijizou 貝吹地蔵
Kamakuragu 鎌倉宮
Rastplatz Ten-en-Kyukesho 天園休憩所
Rastplatz Tenentoge-no-Chaya 天園峠の茶屋
Berg Oohirayama 大平山
Migi-Kencho-ji 右建長寺
Aussichtsplattform Shojoken-Tenbodai 勝上献展望台
Schrein Hansobo 半僧坊
Hojo – Abtsquartier 方丈
Tor Karamon 唐門
Hatto – Lehrhalle 法堂
Haupttor Sammon 山門
Kita-Kamakura-eki 北鎌倉駅
Butsuden 仏殿
Kojirin 居士林
Kannon Statuen 百観音
Mausoleum Kaikibyo 開墓廟
Hōjō Tokimune 北条 時宗
Grabmal Oubaiin 黄梅院



Hotels in Tokio

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8 Kommentare

  • Thomas

    Hach, wenn ich deine Wanderberichte lese, kriege ich richtig Fernweh. Im Herbst muss ich unbedingt wieder in Japan Urlaub machen. :)

  • christian

    Hej Tessa,
    da habe ich deine Seite wohl zu spät entdeckt! Ein dickes Lob für deine gesamten Seiten! ???? Sprachlich angenehm, Photos sehr gut, Hintergründe dazu … und persönliche Eindrücke und Tipps. Dankeschön.
    Ich war gestern in Kamakura – so ungefähr deinen Weg Te-en in anderer Richtung allerdings. Deswegen hatte ich evtl. in Engaku-ji noch mehr Ruhe. Mir hat die Lehrhalle dort – vor allem ein Platz hinten mit Blick auf den kleinen Wasserfall, den laubgrüben Hang und den kleinen See – sehr gut gefallen (ein Bild kann ich hier wohl nicht anhängen?). Dazu bin ich noch über schöne Teile des Friedhofs dort gegangen (rechter unterer Teil) – und hoch (auf dem rechten Berghang, wenn du talauf siehst – oder auch: auf der Ostseite) zur riesigen Glocke gestiegen.
    Hab Dank für deine Mühen!
    Christian
    P.S. Hast du evtl. noch Tipps einen/zwei Kurzausflüge/Sehenswertes/Essenswertes ab/in Yokohama? Dort bin ich noch die nächste Woche tagsüber auf Tagung und habe deswegen nur 3-4 h nachmittags/abends …

  • Varja

    Liebe Tessa,

    Ich bin grade für 4 Monate in Tokio und sehr froh, dass ich deine Seite rechtzeitig entdeckt habe! Diese Tour habe ich heute gemacht, es war absolut toll und wird bestimmt nicht die letzte sein :)
    Ich bin allerdings in die entgegengesetzte Richtung gelaufen – eigentlich wollte ich über den Rokkokukensan, habe aber den Einstieg nicht gefunden. Naja, habe als Wanderanfänger wohl noch einiges zu lernen…
    Auf jeden Fall vielen Dank für die vielen Anregungen und die genauen Beschreibungen! Weiter so bitte!

    Liebe Grüße
    Varja

    • Tessa

      Hallo Varja,

      stimmt, der Eingang zum Rokkokukensan ist etwas schwierig zu finden. Der liegt versteckt hinter dem Eingangsschild auf der linken Seite. Über eine winzige Treppe erreichst du den. Leider gibt es dort auch kein Schild…

      Gern geschehen. ;)

      Viele Grüße aus Tokio
      Tessa

  • Kevin

    Juhu zusammen,
    bin mit meiner Frau die Route ein zweites Mal gelaufen und kann nur sagen, dass ist ein echt toller Weg, wenn man ein bisschen wandern möchte, aber nicht zu viel. Es gibt allerdings ein paar schwierige Stellen daher gutes Schuhwerk tragen!

    Eine Anmerkung für alle, die sich an den Bildern hier für die Route orientieren: Der Rastplatz „Tenentoge-no-Chaya“ existiert seit mind. 2019 (Okt. 2023 geprüft) so nicht mehr. Die gesamte Konstruktion aus dem Foto wurde entfernt. Wenn ihr also eine Pause machen wollt, dann nehmt am Besten eine Decke mit.
    Auch der Rastplatz „Ten-en-Kyukesho“ scheint Corona zum Opfer gefallen zu sein, zumindest sieht es sehr danach aus, als wäre er länger nicht geöffnet gewesen.

    Letzter Hinweis: Unter https://www.trip-kamakura.com/article/hiking-modelcourse/210.html checken, ob der Wanderweg freigegeben ist. Nach den Stürmen in 2022 wurde die Route teils gesperrt!

    Grüße und vielen Dank für den Artikel!

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