Heute nimmt uns Catherine mit nach Magome und Tsugamo auf die alte Post- und Handelsstraße Nakasendo, die sich oberhalb von Nagoya befindet. Neben den beiden Orten erkunden wir mit ihr zusammen ein altes Teehaus, dort lernen wir auch lokale Volkslieder und Musikinstrumente kennen. Den letzten Abschnitt gehen wir zu Fuß, obwohl es einen Bus gibt, um noch etwas mehr von der Gegend zu erkunden.

Update: Artikel aktualsiert! (27.06.2018)


Catherine erzählt:

Für Samstag den 24. Mai 2014 wurde sehr schönes Wetter mit viel Sonne erwartet.. Außerdem hatte ich den ganzen Tag frei, da es keinen Unterricht gab.  Am Vorabend hatte ich am Bahnhof die Fahrkarten gekauft, ohne einen Sitzplatz zu reservieren.

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So stellte ich mir den Wecker auf kurz vor 6h00, um mit dem frühen Shinkansen von Kyoto nach Nagoya zu fahren.

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Es war für mich eine große Freude mit dem super schnellen, leisen und sauberen Nozomi zu fahren. Bereits eine halbe Stunde später war ich in Nagoya und stieg in den Shinano Express, um 50 Minuten nach Norden zum Bahnhof Nakatsugawa zu fahren. Leider wollten das auch die Studenten, die am Wochenende zur Familie zurück fahren, sowie die Ausflügler, und einige Herren in schwarzen Anzügen, die noch arbeiten mussten. Es gab nur zwei Wagen ohne Sitzplatzreservierung, und die waren ziemlich überfüllt. So blieb mir nichts anderes übrig, als die ganzen Zeit zu stehen.

Fast dachte ich, ich bin die einzige nicht-Japanerin in dem Zug, aber als ich am Bahnhof Nakatsugawa ausstieg, suchte noch ein portugiesisches Pärchen den Bus nach Magome 馬籠, der uns in nur 30 Minuten in das kleine Städtchen brachte.

Die alte Stadt Magome 馬籠

Neben der Bushaltestelle kann ich auch schon die ersten Häuser der Stadt Magome bestaunen.

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Über eine breite Straße geht es durch den Ort bergauf.

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Am Wegrand fällt mir diese Wassereimer auf, die man auch häufig vor Schreinen sieht.

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Die Eimer werden von der lokalen Feuerwehrleuten gespendet und sollen den Ort vor Feuer schützen. Da es in Magome viele alte Holzhäuser gibt, ist die Angst durchaus berechtigt.

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Plötzlich stehe ich an einem Knick der Straße mit einem Wasserrad, der Platz davor nennt sich “Masugata”, wie bei den japanischen Burgen, weil man damit auch  eventuelle Feinde, die in die Stadt kamen, abwehren wollte.

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Früher verwendeten Japaner diese Wassermühlen, um Reis zu mahlen. Aktuell wird das Wasserrad eher zur Stromerzeugung genutzt. In das Haus kann ich sogar kurz hineinblicken.

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Besonders gefällt mir der Kessel über der Feuerstelle. Aber da die Wände nur aus Papier und die Glasscheiben nur einfach verglast sind, muss es im Winter in den Gebäuden ziemlich kalt werden.

Weiter geht es über die gut ausgebaute Straße durch schöne Gassen.

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Die Häuser wirken so, als stammen diese aus einem alten japanischen Film.

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Jeden Moment erwarte ich einem Samurai zu begegnen.

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Selbst die Bäume sehen alt und knorrig aus.

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Oberhalb von Magome erhalte ich eine wunderbare Aussicht auf die umliegenden Berge…

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… und schönen Tee-Felder, aus denen bestimmt  feinster japanischer Grüntee hergestellt wird.

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Alle zwei Wochen werden die frischen Triebe geschnitten und aus ihnen wird der Tee produziert.

Je höher ich steige, desto mehr kann ich in die Ferne blicken.

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Kurz bevor ich Magome verlasse, passiere ich einen Sake-Laden.

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Der lokale Sake-Sorten anbietet. Dann schreite ich durch ein Shinto-Tor vom Schrein Kumano Taisha.

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Ab diesen Zeitpunkt verlasse ich auch Magome und beginne meine Wanderung auf der Handelsstraße Nakasendo.

Die Handelstraße Nakasendo

Die Nakasendō (中山道・中仙道) war übrigens eine der zwei Straßen, die den Regierungssitz Edo (heute Tokio) mit der alten Kaiserstadt Kyōto in Japan verbanden. Im Gegensatz zur küstennahen Straße Tōkaidō führte der Nakasendō durch das Inland, daher sein Name „Straße durch die zentralen Gebirge“. Zwischen den Brücken Nihonbashi in Edo und Sanjō-Ōhashi in Kyōto entstanden so insgesamt 69 Stationen mit Gasthäuser, Post- und Zollstationen. Magome 馬籠 und Tsumago 妻籠  sind zwei von diesen Stationen.

Übrigens diese Wanderung zwischen den beiden Stationen Magome und Tsumago hat eine Länge von 8 Kilometer und dauert ca. 2-3 Stunden. Wenig später stehe ich vor einem unverkennbaren Schild.

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Es gibt immer wieder auf der Strecke kleine Glocken, die man läuten soll. Allerdings habe ich keine Bären zu Gesicht bekommen, aber irgendwie den Eindruck gewonnen, einen aufgebunden zu haben.

Ein weiteres Schild lässt mich stutzen:

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Ganz sicher im Mai! ;-) Das scheint wohl vergessen worden zu sein. Am Wegrand fällt mir diese Jizo-Statue auf, die halb zugewachsen ist.

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Jizo ist ein unter anderem ein Schutzpatron für Reisende, deswegen findet man solche Statuen oft am Wegrand.

Am Anfang versuchte ich etwas Schatten zu finden, da die Sonne erbarmungslos herunter schien.  Zunächst gilt es auf 801 Meter auf den Pass hinaufzusteigen.

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Dann ging es endlich bergab. Es kam mir noch eine amerikanische Wandergruppe entgegen, doch bald war ich wieder alleine auf der Nakasendo zwischen den großen Sugis ( japanische Zedern).

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Gelegentlich traf ich noch auf einzelne grüssende Japaner.

Das Teehaus Tateba Chaya 立場茶屋

Zur Mittagszeit machte ich an einer kleinen Hütte in unmittelbarer Nähe des Teehauses Rast.

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Dort holte ich mein Bento heraus, das aus Reis und Tonkatsu bestand, und genoss das schöne Wetter. Dabei traf ich wieder auf das portugiesische Paar, die kurz darauf auf Englisch von einer japanischen Dame im Kimono (!) angesprochen wurde. Eine Gruppe würde demnächst im alten Teehaus ein kleines Konzert geben, und wir waren alle eingeladen.

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Das Paar kannte japanische Instrumente nicht, so erklärte die Damen ihnen, was genau Shakuhachi-Flöte, Biwa und Koto sind. Sie hatte sogar Fotokopien auf Englisch und Japanisch dabei, die die Instrumente erklärten, sowie das Programm.

Also folge ich der Einladung in das gemütliche alte Teehaus und setzte mich auf ein rundes flaches Reisstroh Kissen an dem langen Holztisch. Das Feuer brannte in der Feuerstelle und der rauchige Duft des Holzfeuers hing in der Luft.

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Ein alter Mann schenkte mir Tee ein und fragte mich in gebrochenen Englisch nach meinem Herkunftsland. Dann trug er es fein säuberlich in ein altes Heft ein. Wir konnten uns nicht weiter unterhalten, denn mittlerweile bauten die Musiker eine kleine Soundmaschine mit Lautsprechern auf, und sogar die Fahne Ihres kleinen Orchesters: den 尺八E ー POP.

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Im Raum waren jetzt auch einige japanische Wanderer dazu gekommen. Neben mir saß ein Paar, die beide grosse Spiegelreflexkameras mit hochwertigen Objektiven dabei hatten, und wir kamen über das Fotografieren ins Gespräch. In dem Moment begann das Konzert. Zuerst mit einigen Stücken für Sakuhachi und Koto, darunter das bekannte Lied “Haru no Umi” aus der Meiji Zeit.

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Die Biwa-Spielerin brauchte sehr lange, die Saiten des Instrumentes zu stimmen, denn die Stimmwirbel schienen sich nur mit großer Kraft bewegen zu lassen.

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Die Biwa (jap. 琵琶) ist ein klassisches vier bis fünfsaitiges japanisches Musikinstrument, eine birnenförmige Kurzhalslaute, die mit einem großen Plektrum angeschlagen wird. Während des Spielens, sang sie ein altes Lied, besser rezitierte sie. Danach durften einige Konzertbesucher, darunter auch ich, das Instrument mal in die Hand nehmen (es ist richtig schwer, denn es hat keinen Hohlraum innen).

Dann wurde es noch richtig gemütlich. Alte Volkslieder kamen dran, und alle sangen plötzlich mit. Der letzte Teil des Konzertes kam jetzt. E-Pops, waren keine J- Pop Lieder, wie ich zuerst dachte. das E stand für Enka, und jetzt kam auch die Soundmaschine richtig zum Einsatz. Wie beim Karaoke, kam jetzt Musikbegleitung im Hintergrund, begleitet von den Shakuhachi-Musikern, und aus dem Publikum kamen dann die Sänger! Das war ein Fest! Wir schunkelten alle mit.

Nun, wenn es am schönsten ist, sollte man aufbrechen. Ich hatte ja erst die Hälfte der Strecke zurückgelegt, und wollte noch Tsumago erreichen.

Auf nach Tsumago 妻籠

Weiter ging es über die Nakasendo, die wieder mit japanischen Zedern (Sugi) gesäumt ist.

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Es geht vorbei an erfrischenden Wasserfällen…

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… und wieder über Kopfsteinpflaster.

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Unterwegs bekomme ich eine gute Aussicht auf die umliegenden Berge.

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Irgendwann gegen Nachmittag treffe ich in Tsumago ein.

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Auch hier erwarten mich zahlreiche alte Holz-Häuser und Souvenir-Läden, die sogar Pferde aus Stroh verkaufen.

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Diese Stroh-Pferde werden auf Japanisch Wara-uma genannt, sollen Glück bringen und sind eine traditionelle Handwerkskunst der Gegend. Selbst die alten Lagerhäuser, die auf Japanisch Kura heißen, sind teilweise aus Holz gefertigt.

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In diesen Lagerhäusern legeren die Bewohner früher Reis oder Stroh. In ein Haus kann ich sogar hineinblicken:

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Der Raum wirkte recht friedlich und einfach. Danach prüfte ich die Abfahrtszeiten für den Bus zum Bahnhof Nagiso.

Zu Fuß zum Bahnhof Nagiso 南木層駅

Leider hatte ich den Bus verpasst, so dass ich mich mit einem Matcha-Eis und Bohnenpaste in der Hand auf die letzten 3,5 Kilometer nach Nagiso 南木層 machte.

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Unterwegs zeigte mir ein Mann noch mal den Weg, als er sich schon dachte, ich verlaufe mich ( obwohl überall Schilder stehen. Eine Karte ist dort unnötig). Von einer Anhöhe erhalte ich den ersten Blick auf Nagiso.

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Die Strecke wird nie langweilig, da es am Wegrand viel zu sehen gibt.

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Das ist eine Statue der Kannon-Göttin, die für Barmherzigkeit und dem Schutz der Tiere steht. Etwas weiter entdecke ich wieder Jizo-Statuen.

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Diese tragen rote Käppchen und Lätzchen.  In Nagiso wartete ich noch eine halbe Stunde auf den letzten direkten Zug, traf dann wieder auf die unbeholfenen Portugiesen, die in den falschen Zug einsteigen wollten ( es gab nur zwei auf den leeren Bahnhof), und war dieses mal nach 70 Minuten in Nagoya und gegen 19h30 endlich wieder in Kyoto.

Fazit: Was für ein erlebnisreicher Tag!


Insidertipps

  • Wenn du zwischen 8.30 Uhr und 11.30 Uhr dein Gepäck an einer der Touristeninformation abgibst, kannst du es nach 13 Uhr für 500 Yen von der einen Stadt zur anderen (Tsugamo<->Magome) transportieren lassen. Der Service ist allerdings nur vom 20. März bis 30. November möglich.
  • Besucht den Weg im Frühling oder Herbst, dann ist es nicht zu heiß oder zu kalt.
  • Packt gute Schuhe ein, die auf den Steinen halt bieten.
  • Holt euch in Nagoya eine Lunchbox, wenn ihr unterwegs essen möchtet.

Anfahrt

  • Adressen:
    • Magome Touristen Info, 4300-1 Magome, Nakatsugawa-shi, Gifu-ken 508-0502 (Google Maps)
    • Tsumago, Nagiso, Kiso District, Präfektur Nagano 399-5302 (Google Maps)

Am besten übernachtest du eine Nacht in Nagoya und fährst entspannter am nächsten Morgen nach Magome.

Per Zug (nach Magome): 

  • Ab Nagoya: Bahnhof Nagoya 名古屋駅 -> JR Linie Chuuouhon 中央本線 (Shinano Limited express oder ChuuouLine Rapid) (48 Min, 2.820 Yen) -> Bahnhof Nakatsugawa 中津川駅 -> Kitaena Bus 北恵那交通バス (30 Min, 560 Yen) -> Magome 馬籠
  • Ab Kyoto: Bahnhof Kyoto 京都駅 -> Shinkansen 新幹線 (35 Min, 5600 Yen) -> Bahnhof Nagoya 名古屋駅 -> JR Linie Chuuouhon 中央本線 (Shinano Limited express oder ChuuouLine Rapid) (48 Min, 2.820 Yen) -> Bahnhof Nakatsugawa 中津川駅 -> Kitaena Bus 北恵那交通バス (30 Min, 560 Yen) -> Magome 馬籠
  • Ab Tokyo: Bahnhof Tokyo 東京駅 -> Shinkansen 新幹線 (1 Std. 41 Min, 10.890 Yen) -> Bahnhof Nagoya 名古屋駅 -> JR Linie Chuuouhon 中央本線 (Shinano Limited express oder ChuuouLine Rapid) (48 Min, 2.820 Yen) -> Bahnhof Nakatsugawa 中津川駅 -> Kitaena Bus 北恵那交通バス (30 Min, 560 Yen) -> Magome 馬籠
  • Die Zug-Kosten werden vom JR Pass abgedeckt. Bus muss extra bezahlt werden.

Öffnungszeiten & Preise

  • Teehaus Tateba Chaya 立場茶屋
    • Adresse: Nagiso, Kiso District, Präfektur Nagano 399-5302 (GoogleMaps)
    • Öffnungszeiten: Immer offen
    • Homepage: http://www.tumago.jp/ (auf Japanisch)
    • Verweildauer: 1-2 Stunden
  • Kosten der gesamten Tour: 15.950 Yen (Zug) + 560 Yen (Bus) = 16.510 Yen (146 Euro)
  • Verweildauer: 1 Tagesausflug

  • Komplette Route: Bahnhof Kyoto 京都駅 -> Shinkansen 新幹線 -> Bahnhof Nagoya 名古屋駅 -> Linie Chuuouhon 中央本線 (Shinano Limited express oder ChuuouLine Rapid) -> Bahnhof Nakatsugawa 中津川駅 -> Kitaena Bus 北恵那交通バス -> Magome 馬籠 -> 2-3 Stunden wandern -> Tsumago 妻籠 -> Kitaena Bus 北恵那交通バス -> Bahnhof Nagiso 南木層 -> Linie Chuuouhon 中央本線 -> Bahnhof Nakatsugawa 中津川駅 -> Linie Chuuouhon 中央本線 -> Bahnhof Nagoya 名古屋駅 -> Shinkansen 新幹線 -> Bahnhof Kyoto 京都駅

  • Fotos: 24. Mai 2014

Nützliche Links:


Übersicht:


Warst du schon einmal auf dem Nakasendo oder der Tokaido unterwegs? 

20 Thoughts on “[Ausflug] Magome und Tsumago: Unterwegs auf der alten Poststraße Nakasendo!

  1. Anna & Tim on 25. November 2016 at 6:44 said:

    Hallo Catherine,

    vielen Dank für diesen tollen Bericht! Die Tour steht jetzt auf dem Plan für unsere nächste Reise im April.

    Kannst du noch irgendetwas in der Gegend von Kyoto empfehlen?

    Grüße aus dem Schwarzwald
    Anna & Tim

  2. Catherine on 25. November 2016 at 7:23 said:

    Hallo Anna&Tim

    das freut mich :-)
    Wenn ihr gerne wandert, könnt ihr in Kyoto den Weg von Kurama nach Kibune laufen, oder den Zug zum Hieizan nehmen und dort von Tempel zu Tempel laufen und die Aussicht auf den Biwa See genießen. Selbstverständlich ist der Rundweg am Fushimi Inari Schrein auch sehr schön.
    In Kyoto gibt es so vieles zu entdecken!

    Viele Grüße in den Schwarzwald
    Catherine

  3. Johann Rachbauer on 21. August 2017 at 16:25 said:

    Hallo Catherine!
    Danke für den super Bericht. Wir wollen die Wanderung Anfang Oktober machen. Eine Frage: Soll man die Tour ab/bis Kyoto wie du beschrieben hast in einem Tag machen oder wäre es besser in Magome oder Tsumago zu übernachten?
    Vielen Dank für die Antwort, Hans

  4. Catherine on 22. August 2017 at 6:08 said:

    Hallo Hans,

    im Oktober geht die Sonne bereits eine Stunde früher unter, also gegen 17h30. Wenn ihr weniger Zeit wie ich in Magome und dem Teehaus verbringt und nur wandert, ist es ab und bis Kyoto zeitlich zu schaffen,
    In Tsumago selber hatte ich allerdings weniger Zeit die kleine Stadt anzuschauen.
    Wenn ihr von daher die Möglichkeit habt am Endpunkt der Wanderung zu übernachten, ist es natürlicher entspannter. Es gibt dort auch sehr schöne Herbergen mit typisch japanischem Abendessen und Frühstück.

    Ein anderer möglicher Startpunkt wäre natürlich auch Nagoya.

    Viel Spass bei der Wanderung und einen schönen Aufenthalt in Japan.

    Viele Grüße
    Catherine

  5. Johannes on 21. Dezember 2017 at 0:04 said:

    Hallo Catherine,

    zunächst einmal vielen Dank für die vielen hilfreichen Artikel. Wir sind gerade am Reisroute-Planen für den April und wir wollen gerne in Magome und Tsumago Halt machen. Wir reisen von Ost nach West und sind davor in der Fünf-Seen Region (Fujikawaguchiko). Weißt du, ob es von dort besser ist über den Süden (Shinkansen nach Nagoya) oder den Norden (Shiojiri) zu reisen? Schon mal Danke!

    Viele Grüße
    Johannes

    • Catherine on 21. Dezember 2017 at 22:20 said:

      Hallo Johannes,

      vielen Dank für Deine interessante Anfrage.
      Dazu habe ich erstmal etwas recherchieren müssen.

      Es gibt verschiedene Möglichkeiten um von Fuji-Kawaguchiko nach Nakatsugawa zu kommen.
      Ausschließen möchte ich gleich von vornherein die häufig über Hyperdia angezeigte Route mit dem Zug über Shin-Yokohama, da sie nochmal wesentlich länger ist.

      Anbieten würden sich zwei Möglichkeiten:
      Fuji-Kawaguchiko Bahnhof nach Mishima mit dem Bus 1h 40 (100 Minuten)
      von Mishima bis Nakatsugawa dann weiter mit Shinkansen bis Nagoya und dann normalen Zug etwa 200 Minuten im Durchschnitt, Insgesamt 300 Minuten=6 Stunden unterwegs
      http://bus-en.fujikyu.co.jp/highway/detail/id/29/
      Wobei die Taktung der Busse ziemlich schlecht ist.

      oder
      Fuji-Kawaguchiko über Shiojiri nach Nakatsugawa komplett mit dem Zug 288 Minuten
      Trotz allem ist man sehr lange unterwegs und kann auch schlecht die Wanderung frühzeitig anfangen.

      Die Strecke Fuji-Kawaguchiko nach Nagiso (Endpunkt meiner Wanderung) mit der Bahn über Shiojiri würde ich nicht wählen, da man dann nicht mehr den schnelleren Limited Express fährt, länger Unterwegs ist und die Wanderung in die andere Richtung einfach steiler ist ;-)
      (Planung mit Hyperdia.com)

      Ihr könntet Euch überlegen entweder ein Stop in Nagoya zu machen.
      Dort gibt es ja auch einiges zu besichtigen (Tokugawa Museum, Inuyama Schloss usw) und dann die beschriebene Wanderung frühzeitig beginnen,
      oder tatsächlich von Shiojiri starten und noch mehr Etappen des Nakasendo im Kiso-Tal mitmachen, mit einigen Übernachtungen auf dem Weg.
      Sicher ist die Atmosphäre nochmal eine ganz andere, wenn man die Dörfer ohne Touristen und die Vorzüge einer Übernachtung in einem Ryokan oder Minshuku genießen kann.
      https://www.japan-guide.com/e/e6079.html

      Viel Spass bei der weiteren Planung
      Viele Grüße

      Catherine

      • Johannes on 25. Dezember 2017 at 1:18 said:

        Hallo Catherine,

        vielen Dank für die wirklich ausführliche Antwort! :) Mittlerweile tendiere ich zu folgendem Plan: Anreise über Shiojiri, weil kürzer, einfacher (kein Umsteigen bis Nakatsugawa), günstiger (für uns lohnt sich kein Railpass) und zudem stelle ich mir die Landschaft, durch die man fährt, auch sehr hübsch vor. Wir werden dann vermutlich am Nachmittag ankommen, werden die Wanderung am Folgetag machen und haben somit zwei Übernachtungen in der Region. Die Frage ist nun ob wir in Magome, Tsumago oder doch Nakatsugawa übernachten – oder doch über Süden fahren und in Nagoya übernachten? Im Anschluss wollen wir nach Kyoto weiter… Über einen Tipp bzgl. dieser Frage wäre ich dir noch sehr dankbar :)

        Frohe Weihnachten!
        Johannes

      • Johannes on 25. Dezember 2017 at 1:30 said:

        Oh, ich denke das “komplett mit dem Zug” hab ich wohl falsch verstanden – Umsteigen ist da wohl trotzdem notwendig… hätte mich auch schon fast überrascht ;)

  6. Catherine on 27. Dezember 2017 at 15:21 said:

    Hallo Johannes,

    Umsteigen wäre wohl kein Problem. Laut Google Maps muss man nur 2x umsteigen: Otsuki und Shiojiri. In 4h20 kann man dann von Kawaguchiko in Nakatsugawa sein.
    Die Buszeiten um von Nakatsugawa nach Magome zu kommen, findet ihr oben im Artikel.
    Die Fahrtdauer ist nur 25 Minuten, aber der Bus fährt nicht so häufig, also die Zug Ankunftszeit dementsprechend anpassen.
    Für die Übernachtungen kann ich leider keine Empfehlungen geben. Es würden sich jedoch Nakatsugawa oder Magome anbieten.
    Wenn ihr in Magome übernachtet, dann nehmt allerdings Halbpension. Es gibt in den kleinen Orten nicht so viele Restaurants oder Konbini. Man isst eher in der Herberge.
    Hier eine kleine Auswahl von Minshuku: https://www.japaneseguesthouses.com/ryokan-search-results/?area=Magome

    Guten Rutsch! ;-)

  7. Andreas on 7. Januar 2018 at 15:55 said:

    Hallo Catherine,
    danke für den tollen Bericht.
    Wir würden das gerne für Februar in Betracht ziehen.
    Kann man den Hike auch im Winter ohne Probleme machen?
    Ich denke von Nagoya aus sollte es in einem Tag machbar sein oder was meinst du?
    Danke für deine Hilfe.
    Gruß
    Andreas

    • Catherine on 8. Januar 2018 at 10:22 said:

      Hallo Andreas,

      Von Nagoya aus ist es ein entspannter Tagesausflug.

      Allerdings müsst Ihr Euch im Februar auf Schnee einstellen.
      Stellenweise kann der Schnee tief sein oder auch Treppen, Strassen vereist. Mit guter Winter Ausrüstung (wasserabweisende Wanderstiefel, Wanderstöcke, entsprechender Kleidung) sollte es jedoch kein Problem sein, wenn die Wetterlage schön ist. Vielleicht kann man sogar nach Bedarf dort Schneeschuhe ausleihen.
      Immer mehr Englisch sprachige Reiseveranstalter bieten auch Touren des Nakasendo im Winter an. Sicher hat die Tour dann einen ganz besonderen Charme.

      Schau mal hier: http://www.chasingplaces.com/hiking-the-nakasendo-trail-kiso-valley-japan/

      Viel Spass bei der Planung
      Gruß
      Catherine

      • Andreas on 18. Januar 2018 at 19:00 said:

        Hallo Catherine,
        vielen Dank für deine Antwort. Wir würden das gerne auf der Reise von Matsumoto nach Nagoya machen. Weißt du ob am es Bahnhof in Nakatsugawa oder Nagiso Schließfächer gibt?
        Oder wo man das erfragen könnte?
        Danke

        Gruß
        Andreas

        • Hallo Andreas,

          am Bahnhof Nakatsugawa gibt es Schließfächer, keine Ahnung wie groß die sind.
          http://railway.jr-central.co.jp/station-guide/tokai/nakatsugawa/index.html

          Viele Grüße aus Tokio
          Tessa

        • Catherine on 20. Januar 2018 at 8:16 said:

          Hallo Andreas,

          Es gibt die Möglichkeit sich das Gepäck zwischen den beiden Touristen Information von Magome und Tsumago für 500 Yen pro Koffer schicken zu lassen, In der Saison an jedem Tag der Woche.
          Dazu muss das Gepäck zwischen 8h30 und 11h30 an einer Information abgegeben werden und kommt gegen 13h an der anderen an. Leider habe ich nicht die Öffnungszeiten für die Saison.

          Allerdings steht dieser Service nicht zwischen 1.Dezember 2017 und 20. März 2018 zur Verfügung.
          Man kann dann allerdings ein Taxi für den Transport des Gepäcks nutzen für 3500 Yen.
          http://kiso-magome.com/news/2017/11/luggage-transfer-service-will-be-closed-from-december-1st-to-march-20th-2018.html

          Ich würde dringend empfehlen das Gepäck zwischen Matsumoto und Nagoya von Hotel zu Hotel mit dem Takkyubin Service zu verschicken und nur mit leichtem Tagesrucksack zu wandern.

          Nagiso ist ein sehr kleiner Bahnhof dessen Fahrkartenschalter auch zum Beispiel nicht immer besetzt ist. Ich kann mich an Schliessfächer nicht erinnern, aber das würde auch bedeuten nochmal zwingend von einem Zielort der Wanderung wieder zurückzufahren mid dem Zug, um das Gepäck aus einem Schliessfach zu holen. Wenn dann vielleicht eher in Nakatsugawa, ohne die Garantie, dass ein Fach frei ist….

          Gruß
          Catherine

  8. Hallo,
    gibt es am Nakasendo Trail noch interessante andere Etappen, wenn man einige Tagesetappen individuell wandern will, z.B. mit Start in Kyoto?

  9. Jana on 1. Juli 2018 at 11:18 said:

    Ich danke Ihnen für den tollen Reisebericht. Japan ist auf jeden Fall eine Reise wert. Wer die japanische Kultur schätzt sollte das mindestens einmal im Leben erlebt haben.
    Mit besten Grüßen,
    Jana

  10. Stefanie on 31. August 2018 at 10:15 said:

    Hallo Catherine,

    mich würde interessieren, ob man die Wanderung auch mit einem geländetauglichen Buggy bewältigen kann, da wir mit unserer Tochter reisen werden. Eine Abwechslung zu den Großstädten wäre super ;-)

    Liebe Grüße

    Steffi

  11. Anonymous on 1. September 2018 at 5:25 said:

    Hallo Steffi,

    in Magome und Tsumago sind die Strassen asphaltiert oder gepflastert.
    Auch kreuzen die 8 Km der Strecke immer wieder geteerte Straßen.
    Aber auch wenn es breite bequeme Waldwege gibt, so sind auch einige Treppen und vor allem streckenweise die alte Pflastersteinstrasse des Nakasendo zu bewältigen.
    Möglicherweise muss man dann den Buggy gelegentlich zu zweit tragen.
    So kann ich Euch leider keine eindeutige Empfehlung aussprechen. (siehe Fotos)
    Allerdings kann man auch immer wieder auf der Strecke schauen, ob man den Bus nimmt, zum weiterkommen.
    http://www.kiso-magome.com/image2/map/nakasendo-highway.pdf

    Liebe Grüße
    Catherine

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