Du bist auf der Suche nach Restaurants, um die japanische Küche kennenzulernen? Doch Vorsicht. Viele teure Restaurants warten nur darauf, deinen Geldbeutel zu schröpfen. Das muss aber nicht sein, denn wir stellen dir die besten Gerichte, mitsamt passenden Restaurants, vor.


Gyoza

Die saftigen Teigtaschen kommen eigentlich aus China und sind sehr beliebt. Die Füllung besteht meist aus Hackfleisch und Gemüse. Gyoza dippst du in Sojasauce, um den Geschmack zu intensivieren. Die Preise beginnen bei 240 Yen (~1,85 €). Bekannte Restaurants sind: Hidakaya, Gyoza no Osho und Chao Chao Gyoza.

Teishoku

Traditionelle japanische Gerichte nennt man “Teishoku”. Es besteht aus einer Hauptmahlzeit mit vielen kleinen Beilagen. Wenn du also die traditionelle Küche kennenlernen möchte, solltest du ein solches Restaurant aufsuchen. In den meisten davon kann man sogar rund um die Uhr schlemmen. Die Preise beginnen hier bei 330 Yen (~2,60 €). Gute und günstige Restaurants sind: Nakau, Yoshinoya und Sukiya.

Nabe

Nabe sind japanische Eintöpfe, die besonders im Winter sehr gut schmecken. In Japan wird Nabe direkt am Tisch auf einer kleinen Kochstelle zubereitet. Du kochst quasi selbst in einem kleinen Pott. Wenn du merkst, dass Gemüse und Fleisch gar sind, isst du einfach aus dem Topf. Die Gerichte sind etwas teurer, aber gerade zur Mittagszeit gibt es günstige Angebote. Preise ab 750 Yen (~5,75 €) in diesen bekannten Restaurants: Don-Tei, Arizuki und Onyasai.

Okonomiyaki

Okonomiyaki sind eine Art deftige Pfannkuchen, die direkt auf einer Bratfläche vor dir zubereitet werden. Vor allem Osaka und Hiroshima sind für leckere Okonomiyaki bekannt. Sie bestehen größtenteils aus Mehl, Rettich, Eier, Fischbrühe, Weißkohl und Fleisch oder Fisch. Als Topping kommen Tonkatsu-Gemüsesauce, Mayonnaise, Nori und Thunfischflocken (Bonito) in Frage. Die Preise beginnen bei 890 Yen (~6,80 €). Bekannte Restaurants sind: Yukarichan (Akihabara), Chibo und Kiji.

Omurice

Omurice ist ein Eieromlett mit gebratenem Reis und etwas Ketchup. Typischerweise beinhalten sie neben Reis noch Hühnchen, Karotten und Erbsen. Gerade unter japanischen Kindern ist Omurice sehr beliebt. Preise ab 850 Yen (~6,54 €). Die bekanntesten Restaurants sind: Pomunoki  und Tamagoken.

Ramen

Ramen haben mittlerweile auch Europa erobert. Die leckeren Nudelsuppen stammen aber ursprünglich aus China. Es gibt ganz unterschiedliche Arten an Brühen: Soja- und Misobrühen sind die bekanntesten. Dazu kommen leckere chinesische Weizennudeln und jede Menge Gemüse, gebratenes Schweinefleisch und eingelegte Eier. Meist sind Ramen-Restaurants (Ramenya) die günstigste Alternative, um abends in Japan zu essen. Die Preise starten bei 690 Yen (~5,31 €). Gute und bekannte Restaurants: Ippudo, Tenkaippin und Kagetsu.

Soba

Soba sind Buchweizen-Nudeln, die im Winter warm in einer leckeren Suppe und im Sommer kalt auf einer Bambusmatte mit Dip serviert werden. Passend dazu serviert man sie mit frittiertem Gemüse und Fisch (Tempura). Die Preise beginnen bei 310 Yen (~2,38 €) im Takadaya, Fujisoba und Yoshisoba.

Tempura

Als Tempura bezeichnet man frittiertes Gemüse und Meeresfrüchte. Alle Zutaten werden in einem Teigmantel aus Ei, Mehl und Eiswasser umhüllt und in heißem Öl frittiert. Tempura kann auf zwei Arten serviert werden: Entweder direkt auf Reis oder vor dir an einer Theke auf dem Teller. Dazu wird meist eine klare Suppe oder Soba (siehe oben) serviert. Preise fangen bei 480 Yen (~3,70 €) an. Bekannte Restaurants sind Tsunahashi und Tenya.

Curryreis

Curryreis (Kareraisu) gehört zu den beliebtesten Gerichten Japans. Es wird aus Reis, Gemüse und Fleisch zubereitet. Fast jede japanische Familie hat ein seit Generationen überliefertes Familienrezept, sodass es im Geschmack große Unterschiede gibt. Preise beginnen bei 540 Yen (~4,15 €) im CoCo Curry, GoGo Curry oder Curry C & C.

Yakitori

Yakitori sind gegrillte Spieße, traditionell mit Hühnerfleisch. Mittlerweile gibt es aber mehr Fleischvarianten. Hier wird das Fleisch mit Gemüse über Kohle angebraten, mit einer leckeren Sauce glasiert und serviert. Yakitori-Restaurants findest du an jeder Ecke Japans. Häufig bieten auch kleine Straßenstände auf Festivals Yakitori bereits ab 170 Yen (~1,30 €) an. Folgende Restaurants sind sehr bekannt: Kushi-ya, Kushinobo und Torikizoku.

Udon

Udon sind Weizennudeln, die in heißen Suppen serviert werden. Die Brühe erhält den speziellen Geschmack durch Fischbrühe, Sojasauce und Mirin. In der Regel garniert man sie mit Frühlingszwiebeln. Besonders lecker sind Udonsuppen im Winter, weil sie dich von innen schön wärmen. In fast allen Berghütten (natürlich auch auf dem Fuji) bekommst du Udon serviert. Die Preise beginnen bei 290 Yen (~2,20 €). Diese Restaurants bieten leckere Udon an: Hanamaru Udon und Marugame Seimen.

Sushi

Das wohl bekannteste Exportgericht aus Japan. Als Sushi bezeichnet man rohe Fischscheiben, Meeresfrüchte, Seetang, Gemüse oder Ei, die auf oder in Reis serviert werden. Die Zusammenstellung variiert stark nach Art und Zubereitung. Sushi-Köche erlernen ihr Handwerk in vielen Jahren Ausbildung. Übrigens gibt es immense Unterschiede zwischen Sushi in Europa und Sushi in Japan – so gut wie in Japan bekommst du es nämlich nirgends. Preise ab 100 Yen (~0,85 €) in Restaurants wie: Sushi-Ro, Genki Sushi oder Ganso Zushi.

Obento

Als Obento bezeichnet man eine kleine Lunchbox, die mehrere Speisen enthält. Typisch sind Trennwände, die das Essen voneinander trennt. Wenn du unterwegs bist, ist ein Obento eine ideale Mahlzeit. Auch Konbini (24-Stundenläden) bieten eine große Auswahl an Bento. Preise beginnen ab 276 Yen (~2,10 €). Bekannte Restaurants sind: Hotto Motto, Origin Bento oder alle Konbinis (24-Stundenläden).

Supermärkte

Supermärkte sind zwar nicht essbar, sie bieten dir aber eine kleine Auswahl an frittierten Gerichten, Sandwiches, Obentos usw. Und das zum günstigsten Preis. Kurz vor Ladenschluss gibt es die Leckereien bis zu 60 % reduziert. Günstiger geht es auch in Japan nicht. Preise fangen bei unschlagbaren 77 Yen (~0,60 €) an. Gute und günstige Supermärkte sind: Maruetsu und Ito Yokado.


Fehler gefunden? Tipps? Lasst es mich doch in einem Kommentar wissen!

44 Thoughts on “[Tipps] Gut und günstig in Japan essen

  1. Absolut gemerkt fuer wenn ich wieder in Japan lebe und als armer Student kein Geld im Portmonaie habe.

    Vielen Dank!

  2. Paul on 5. April 2016 at 16:36 said:

    Deine Seite ist echt mega empfehlenswert!
    Korrigiere aber mal lieber den Preis von dem Curryreis ^^ mit 440€ wäre das ja unbezahlbar ;) (Es müsste ja 440yen heißen ^^)

    • Hallo Paul,

      vielen herzlichen Dank für das dicke Lob und den Hinweis. Ist jetzt korrigiert. ;)

      Viele Grüße aus Tokio,
      Tessa

  3. Robert on 22. Dezember 2016 at 16:08 said:

    Zu Okonomiyaki möchte ich noch was ergänzen. Es gibt drei Stile

    Hiroshima: wird für dich zubereitet, Als Nudeln werden Udon genutzt, Bindung durch Teig

    Osaka: du bereitest sie selbst zu, angefangen beim mischen des Gemüses, Bindung durch Teig

    Tokyo: du bereitest sie selbst zu, Bindung durch ein Ei

    Außer dem Gemüse kommt oft noch Fisch oder Fleisch rein. Oben rauf kommt eine Soyasouce und Mayo.

  4. Robert on 23. Dezember 2016 at 8:28 said:

    Hmmm

    Ich denke die aus Hiroshima(mit Udon) vom essen her. Allerdings macht es schon Spaß sein essen vorher selbst zu mischen und zu braten. Darum würde ich auch in Osaka oder Tokyo wieder Okonomiyaki essen gehen.

  5. Gregor on 17. Februar 2017 at 8:47 said:

    Hallo Tessa,

    hast du Empfehlungen für Vegetarier in Japan? Wir sind vor allem in Kyoto, Tokio und Osaka unterwegs und suchen zum Einen Restaurants und zum anderen wäre es sehr hilfreich, wenn es im Supermarkt Logos oder Siegel gibt, die vegetarisches Essen kennzeichnen würden. Kennst du das was?

    Danke und viele Grüße,

  6. Sarah on 7. April 2017 at 23:12 said:

    Hallo Tessa!
    Bei uns steht dieses Jahr auch eine Japan-Reise an und wir versuchen alles in Eigenregie zu meistern. Deine Tipps sind dafür wirklich super hilfreich!
    Etwas Sorgen bereitet mir aber u. a. das Essen. Ich habe eine starke Laktoseunverträglichkeit und 0 Japanisch-Kenntnisse.
    Hast du Tipps für mich, wo ich am besten etwas essen und wie ich mich dahingehend verständlich machen kann?
    Sind größtenteils in der Region rund um Kyoto und Tokio unterwegs.

    LG, Sarah

    • Hallo Sarah,

      das hast du wirklich Glück. In Japan vertragen viele Japaner auch kein Laktose und auf Produkten in Konbinis oder Supermärkten steht immer darauf, wenn Milch darin ist. Siehe auch: https://wanderweib.de/tipps-onigiri-japan-reisball/ (Halte nach 乳成分 oder 牛乳 Ausschau).

      Im Restaurant frage einfach nach:

      この料理には牛乳が入っていますか。 Kono ryouri ni wa Gyuunyuu ga haitte imasu ka? Ist in diesem Gericht Milch enthalten?

      Viele Grüße aus Tokio
      Tessa

      • Sarah on 15. April 2017 at 8:43 said:

        Hallo Tessa :)

        Und vielen Dank für die Tipps! Sind bereits ausgedruckt und in meine Japan-Reisebuch geheftet. :)
        Auf die ganzen Reisbällchen und das Sushi freue ich mich sowieso am meisten!

        Da wir wie gesagt alles auf Eigenregie machen wollen, habe ich ein Büchlein angelegt, wo ich den Reiseplan sowie Wissenswertes einschreibe/-hefte/-klebe. Da ist schon einiges von deinem Blog drin gelandet ;)

        • Hallo Sarah,

          ich plane gerade meine Seite (gegen einen kleinen Unkostenbeitrag) als offline App herauszubringen. Dann brauchst du auch kein Internet mehr. ;-)

          Viele Grüße aus Tokio
          Tessa

          • Sarah on 16. April 2017 at 8:43 said:

            Hallo Tessa,

            wow, das klingt ja richtig super! :) Hast du schon eine Zeitvorstellung, wann es soweit ist?
            Wir wollten uns zwar eine japanische SIM-Karte holen und haben bei der Hotelauswahl auf Gratis-Wlan geachtet, aber vom Internet unabhängig deine Tipps zu durchstöbern wäre klasse! ;9)

            LG,
            Sarah

          • Hallo Sarah,

            aktuell stellt sich der Apple Store noch etwas quer… Ich forsche mal etwas weiter. ;-)

            Viele Grüße aus Tokio
            Tessa

          • Bastian on 21. Februar 2018 at 14:48 said:

            Hey Tessa,

            Gibt es die offline App mittlerweile?

            LG

            Basti

          • Hallo Bastian,

            leider nein, da sich Apple quer stellt. Mittlerweile plane ich ein eBook, dass man einfach mit einer kostenlosen App offline auf dem Handy lesen kann.

            Viele Grüße aus Tokio
            Tessa

          • Franzi on 12. April 2018 at 19:12 said:

            Huhu
            Versuch es doch mal bei Androide ^^
            Dann können es auch nicht Apple nutzer benutzten und die sind sicher offener als der angebissene Apfel ;)

            Wäre ja voll cool

            lg

          • Hallo Franzi,

            du kannst jetzt WanderWeib offline als eBook auf einer kostenlosen eBook-App für Androide oder iPhones lesen:
            https://wanderweib.de/tipps-wanderweib-ebook/

            Viele Grüße aus Tokio
            Tessa

      • Hallo Tessa,

        Auf der Seite der Deutschen Botschaft gibt es zeige Karten. Hier stehen die Sachen in deutsch und darunter in Japanisch. Die wichtigsten Sachen zum Thema essen, reisen, einkaufen und noch ein Punkt der mir entfallen ist ?
        Somit können Vegetarier oder Leute mit Unverträglichkeiten besser zurecht kommen. Ich schicke dir später die PDF als Email. Dann kannst du sie auf deiner Seite Teilen.

        Mach weiter So!

        Grüße aus Bayern

        Tobi

  7. Steffi on 14. Mai 2017 at 20:56 said:

    Hallo,
    ich war letztes Jahr in Japan und habe Udon gegessen, allerdings war das Ei pochiert. Die Japaner hatten zum pochieren ein spezielles Werkzeug. Weiß jemand, was das ist oder ob man das auch in Deutschland bekommt? Das war das beste pochierte Ei, das ich je gegessen habe!
    LG Steffi

    • Hallo Steffi,

      davon höre ich zum ersten mal. Kannst du das Werkzeug genauer beschreiben?

      Viele Grüße aus Tokio
      Tessa

  8. Mike on 23. August 2017 at 11:24 said:

    Hallo,
    nachdem ich mich das letzte mal sehr eingehend mit Japanischen Fertignudelgerichten beschäftigt habe :-), werd ich mich dieses mal wohl durch deine liste Futtern. Was ich auf der Liste allerdings vermisse ist Oden, das fand ich auch sehr lecker und auch günstig, wobei ich nicht weiß obs da spezielle Läden für gibt, ich hab mich immer im örtlichen Combini versorgt,
    gruß
    Michael

  9. Christoph on 25. Februar 2018 at 23:06 said:

    Hallo Tessa,

    das sieht ja alles super-lecker aus. Da werde ich auf meiner Reise auf jeden Fall “zuschlagen”.

    Neugierige Frage: Wie wird denn ein Omurice-Gericht gegessen? Mit Stäbchen stelle ich mir das etwas schwierig vor. Und mit der Hand wäre es wegen des Ketchups wohl eine ziemliche Sauserei…

    Liebe Grüße
    Christoph

  10. Meri on 8. Mai 2018 at 11:04 said:

    Hallo Tessa,

    Ich hab eine Weizen Unverträglichkeit, die mir ein bisschen Herausforderungen in Deutschland und im Ausland bringt. Kannst du sagen, ob im Omurice (normaleweise) Mehl ist? Oder die Curries mit Mehl verbunden? Und sind die Soba-Nubel 100% Buchweizen oder eine Mischung von Buchweizen und Weizen?

    Weizenspuren kann ich ertragen (anderes als Leute mit Zeliakie) aber diese Info würde meine Reise schon viel leichter machen!

    Danke voraus!

    Viele Grüße
    Meri

  11. Meri on 11. Mai 2018 at 9:25 said:

    Hi Tessa,

    Viiiielen vielen Dank! Genau so hab ich auch gedacht, aber gut zu wissen, dass ich dann nicht umsonst auf Sobas und Curry verzichte.

    Du bist so toll, wenn du uns so mühevoll kümmerst und informierst <3

    Liebe Grüße aus Schwarzwald,
    Meri

  12. jakob on 28. März 2019 at 15:53 said:

    Hi Tessa

    als erstes mal gratuliere zu deiner Seite.
    Echt ein Haufen toller Tips
    Hab sie leiderfür letzten Sommer zu spät gefunden.

    in der günstig Essen liste fehlt, finde ich das NAKAU und YOSHINOYA.
    2 Francise Ketten die ich jedes mal in Japan öfters besucht hab und die auch bei den japanischen Kollegen sehr beliebt waren

    aber liegt vllt daran das ich Oyakodon, und ähnliches einfach gern ess.

    Grüße aus Ö
    jakob

  13. Huhu :)
    Kannst du vielleicht auch gute (und nicht zu teure) Kaiten Sushi empfehlen? ;)
    LG Sarah

Schreibe einen Kommentar zu Meri Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Post Navigation