Der Berg Jinba 陣馬山 ist ein weniger überlaufenes Reiseziel für Tokioter. Der Ausgangsbahnhof Takao 高尾駅 liegt nur eine Stunde Zugfahrt vom Zentrum Tokios  entfernt. Im Winter fällt in diesem Gebiet wenig Schnee, so dass der Berg ganzjährig bestiegen werden kann. Es kann aber durchaus glatt werden. Die Wanderung dauert ~2.5 Stunden und führte an schönen, unberührten und steilen Nadel- und Laubwäldern vorbei. Am 857 m hohen Jinba Berg erhält man einen unverwechselbaren Ausblick auf Tokio und den umliegenden Bergen samt Fuji. Auf dem Rückweg lockt ein heißes Bad.


Distanz: 8,8 km
Dauer: 2.5 / 3.5 Stunden (ohne/mit Pausen)
Höhenmeter: 855 m
Anstieg: 495 m
Abstieg: 495 m
Schwierigkeitsgrad: ✭ ✮ ✮ ✩ ✩
Jahrszeit: Geeignet für alle Jahrszeiten. Im Sommer angenehm kühl und im Winter klare Sicht auf das Umland.
Startpunkt: Jimbakogenshita Bus Station 陣馬高原下バス停
Endpunkt: Jimbakogenshita Bus Station 陣馬高原下バス停
Fotos: 31.01.2015


 

In der Takao 高尾駅 Station folge ich der Beschilderung Richtung Nord-Ausgang 北出口. Direkt am Ausgang fährt der Bus Richtung Jinba (Nr.32) stündlich von der ersten Bushaltestelle ab. Während der ca. 38 Minütigen Busfahrt kann ich Dörfer,  Flüsse und Wäldern genießen. An der Endstation Jimbakogenshita Bus Station steige ich aus, und benutze das kostenlose WC. Von der Bushaltestelle folge ich der Teerstraße und den Wegweisern Jinbayama陣馬山. Nach gut 1,5 km führt links ein kleiner Waldweg mit der Beschilderung Jinbayamasanchou 陣馬山山頂 ab. Der Weg verläuft zunächst flach einem kleinen Bach folgenden den Berg gemächlich hinauf und wird dann immer steiler. Hohe Nadelbäume spenden Schatten. Doch ihre Wurzeln verwandeln den Aufstieg in ein steiles Wurzelmeer.

Jinba (2)

Da es vorher geschneit hatte, ist der Weg etwas schlammig. Bis zur Spitze folge ich der Beschilderung Jinbayamasanchou陣馬山山頂 und komme erschöpft am Gipfel an. Auf diesem erwarten mich eine weiße Pferde-Statue und mehrere Restaurants, die warme Suppen und überteuerte Getränke anbieten. Vor dem Pferd stehen einige Japaner und schießen ein Gruppenfoto. Nach ein paar Minuten begibt sich die Gruppe Richtung Restaurant und ich stelle mich davor, bevor eine weitere Reisegruppe die Statue in Beschlag nimmt.

Jinba (5)

Vom Gipfel genieße ich die unglaubliche Aussicht auf die Ebene. Es geht ein kalter Wind.

Jinba (3)

Auf der Rückseite gibt es Plumpsklos, die unglaublich stinken.

Jinba (4)

Ich gehe langsam den gleichen Weg wieder zurück. Der Rückweg wirkt sogar noch anstrengender und ich bin froh, dass ich Trekkingstöcke dabei habe. An der Bushaltestelle angekommen, ruhe ich mich noch einige Minuten aus und fahre die 7 Minuten (oder laufe die 40 Minuten) Strecke mit der selben Bus-Linie zur Yuuyake Koyake 夕やけ小やけ Haltestelle zurück, um im öffentlichen Bad Fureai no Sato 夕やけ小やけふれあいの里 mich zu erholen (500 Yen Erwachsene, 300 Yen für Kinder; bis 16.30 Uhr geöffnet; Handtücher gibt es für 200 Yen). Im Bad zieht man sich aus, legt seine Kleidung in Körbe, steckt seine Haare hoch und geht in den Nebenraum, um seinen Körper auf einem Plastik-Hocker mit kleinen Duschen zu waschen. Danach genieße ich das heiße Bad. Ich eile zur Bushaltestelle, um dann innerhalb von 30 Minuten den Bahnhof Takao zu erreichen.

Nützliche Schriftzeichen:
Jinba Trekking Tour 陣馬山
Jimbakogenshita Bus Station 陣馬高下バス停
Takao 高尾駅
Keio Linie 京王線
Chuo Linie 中央線
Nord-Ausgang 北出口
Jinbayamasanchou陣馬山山頂
Yuuyake Koyake Fureai no Sato 夕やけ小やけふれあいの里

Links:
Öffentliches Bad: http://www.yuyakekoyake.jp/
Zugverbindungen: http://www.hyperdia.com/



 

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