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[Ausflug] Alte Bauernhäuser im Freilichtmuseum Nihon Minkaen in Kawasaki!

Wenn du alte japanische Bauernhäuser aus den berühmten Bergdörfern Shirakawa oder Toyama sehen möchtest, aber eben nicht das Geld oder Zeit für die weite Reise in die Berge hast, dann besuche das Freilichtmuseum Nihon Minkaen 日本民家園 in Kawasaki. Dieses ist nämlich nur einen Katzensprung von Tokio entfernt. Im Freilichtmuseum findest du etwa 25 historische Gebäude aus allen sozialen Schichten und Regionen Japans, außerdem eine Kabuki-Haus und einen Schrein.


Der Ausflug

Nur 30 Minuten brauchen mein Begleiter und ich vom Tokioter Bahnhof Shinjuku zum Bahnhof Mukogaoka-Yuen 向ヶ丘遊園駅, der in Stadt Kawasaki liegt. Vom Süd-Ausgang Minami-Guchi 南口 folgen wir der breiten Straße für 13 Minuten und überqueren eine größere Kreuzung. Nach 13 Minuten biegen wir leicht nach rechts Richtung Nihon Mikaen 日本民家園 ab.

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Wenige Schritte weiter passieren wir das Railway Art Museum 鉄道美術館.

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Dort kann man sich zum Beispiel das Tokio-Schienennetz als Kunstwerk ansehen. Schließlich finden wir auf der rechten Seite den Eingang zum Freilichtmuseum Nihon Mikaen 日本民家園.

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Wir zahlen 500 Yen Eintritt und bewundern die schönen Körbe und Postkarten.

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Dann schreiten wir durch einen Schiebetür und stehen vor dem ersten japanischen Haus.

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Das Gebäude wirkt auf uns fast wie ein Tempel aus Kyoto. Die Schilder weisen es als Hara-Haus aus, das aus der Meiji-Zeit (1868-1912) stammt. Früher stand es in der Stadt Kawasaki. Heute wird es für Vorträge und saisonale Ausstellungen genutzt. Das Eingangstor scheint direkt aus einem Samurai-Film zu stammen:

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Gleich an der Tür müssen wir unsere Schuhe ausziehen, bevor wir den Holzboden betreten.

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Im ersten Zimmer entdecken wir ein paar Frauen, die gerade auf einem alten Webrahmen ein Tuch weben.

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Im nächsten finden wir ein Tee-Zeremonie-Zimmer vor.

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Daneben ist ein verglaster lange Gang zu den hinteren Zimmern.

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In den anderen Zimmern gibt es, leider nicht viel zu sehen. Wir gehen weiter und sehen auf der linken Seite das Ioka-Haus, auf der rechten das Suzuki-Haus und in der Mitte das Saji-Tor.

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Das linke Ioka-Haus wurde im 17. oder frühen 18. Jahrhundert in der Stadt Nara erbaut. Mehrere Generationen verkauften hier Lampenöl und später Weihrauchstäbchen. Typisch für Händler-Häuser dieser Zeit waren die verputzen Wände, die aufklappbare Veranda und das Gitter auf der linken Seite vor dem Verkaufsladen.

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Der Verkaufsladen selbst ist ziemlich dunkel. In den hinteren Räumen finden wir alte Reiskocher, die den Reis noch über Holzkohle kochten.

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Wir gehen ins rechte Suzuki-Haus, das wurde im frühen 19. Jahrhundert in der Präfektur Fukushima errichtet und diente als Herberge für Pferde-Händlern, die auf reisen waren. Im Erdgeschoss ohne Bodenbelag hielten sich die Pferde auf.

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Hier finden wir auch eine typische Feuerstelle, die anhand der hübschen Kesseln erkennbar ist.

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In der ersten Etage waren die Schlafstellen der Händler untergebracht, die wir leider nicht betreten dürfen. Ein paar Schritte weiter gehen wir zum Saji-Tor, das gehörte Mitte des 19. Jahrhunderts zu der Residenz eines Samurais. Der Besitz eines solchen Tores war nur den Samurai vorenthalten und galten als Status-Zeichen. Im Inneren können wir noch eine alte Samurai-Trage und eine Samurai-Rüstung entdecken.

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Hinter dem Tor treffen wir auf das Misawa-Haus (19. Jh.), das aus der Präfektur Nagano stammt.

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Für mehrere Generationen lebten im Haus der Assistent des Dorfvorstehers und diente auch als Apotheke. Das Gebäude wirkt recht solide und robust. Dieses mit Steinen belegte Dach nennt sich Schindeldach und zeigt lokale Einflüsse. Im ersten Raum können wir die Bauweise vom Dach näher betrachten.

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Besonders in höheren Gegenden findet man diese besonderen Dächer, da sie schwere Schnee-Lasten tragen müssen. In einer Ecke können wir sogar einen alten Schubkarren ausmachen.

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Früher wurden alle Lasten mit diesem einfachen Wagen durch das Dorf transportiert. Wir verlassen das Gebäude und steigen eine Treppe hinauf. Oben stehen wir plötzlich vor einer Wassermühle.

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Diese stammt aus der Präfektur Nagano und wurde Mitte des 19. Jahrhunderts erbaut. Heutzutage findet man nur noch sehr wenige dieser Wassermühlen in Japan. Durch die geöffnete Tür können wir die Bewegungen der Zahnräder verfolgen.

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Auf dem Gelände wurde extra ein Bach angelegt, der das Rad antreibt. Wir gehen zurück zum Weg und entdecken am Wegrand diesen Stein.

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Das ist ein Dosojin, der Dorfwächter. Er sollte die Dorfbewohner vor bösen Geistern beschützen. Wenn du etwas auf dem Land in Japan unterwegs bist, wirst du diese Steine oft am Wegrand finden. Dann stehen wir vor dem Sasaki-Haus.

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Das Sasaki-Haus (1731) gehörte einem Dorfvorstehers in der Präfektur Nagano. Interessant hierbei ist, dass die zwei Gästezimmer, das Badezimmer und die Toilette 15 Jahre später angebaut wurden. Die Toilette sieht fast aus wie ein Brunnen:

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Irgendwie unterscheidet sich nicht besonders von den alten japanischen Toiletten, die wir aus heutigen Bahnhöfen kennen. Im Inneren können wir eine alte Papier-Werkstadt betrachten.

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Wir drehen uns um und stehen wir auf einem großen Platz, auf dem ein bunt geschmückter Baum steht.

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Am 7. Juli wird nämlich in Japan das Tabata-Fest gefeiert, das die Geschichte zweier Liebenden erzählt, die sich nur am 7.7. sehen können. An dem Tag schreiben Kinder ihre Wünsche auf bunte Zettel und hängen diese an einen Baum. Häufig sieht man diese Bäume in Kaufhäusern oder großen Einkaufszentren.

In der rechten Ecke sehen wir das Emukai-Haus.

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Das Emukai-Haus mit seinem steil-abgeschrägtem Dach wurde zwischen dem späten 17. Jahrhundert und dem frühen 18. Jahrhundert in dem berühmten Dorf Toyama erbaut. Früher sollen sich in dem Haus Flüchtlinge der berühmten Samurai-Familie Heike versteckt haben. Das Dach wurde so schräg gestaltet, weil in der Region starker Schneefall herrscht. Wir betreten das Haus und finden dort einen Opa vor einer Feuerstelle vor.

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Er erzählt uns: „Früher war das Wertvollste, was die Bauern besaßen die Pferde, da sie die Feldarbeit erledigten und alle Lasten der Familie trugen. Außerdem gab es bis ins 19. Jahrhundert keine Hausschweine in Japan, die kamen erst mit Europäern nach Japan…“

Freundlich verabschieden wir uns und stoßen vor dem Gebäude auf diesen Haus-Schrein.

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Dieser soll das Haus vor Bösen und Unheil bewahren. Diese Schreine findet man ebenfalls oft auf dem Land. Manche Schreine sind prächtiger, manche einfach nur aus Stein. Neben dem Emukai-Haus finden wir das Yamada-Haus.

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Es besitzt ebenfalls ein steil-abgeschrägtes Dach. Das Yamada-Haus (18. Jh.) stammt aus dem Dorf Katsura in der Präfektur Toyama. Das Dorf gibt es leider nicht mehr, da es leider einem Staudamm weichen musste. Eine Besonderheit ist der höhe Boden, unter dem die Familie eine Art „Schießpulver“ herstellte.

Daneben sehen wir das Nohara-Haus:

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Das Nohara-Haus (18. Jh.) besitzt ebenfalls ein steil-abgeschrägtes Dach und stammt auch aus der Präfektur Toyama. Im Inneren finden wir viele krumme Säulen, da die Erbauer nur Bäume von Klippen verbauten. Diese Bäume galten als besonders widerstandsfähig, so dass das Gebäude etwas krumm und schief wirkt. Wenige Schritte weiter betreten wir das Yamashita-Haus:

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Das Yamashita-Haus stammt aus dem berühmten Dorf Shirakawa der Präfektur Gifu und wurde im frühen 19. Jahrhundert erbaut. Das Dorf ist ein beliebtes Ausflugziel von Touristen. Leider liegt es ziemlich abgelegen, so dass man immer drei Tage einplanen muss, um dieses Dorf zu besuchen.

Im Innern vom Gebäude finden wir einen Pausenraum und eine Ausstellung im ersten Stock vor.

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Die Maske stellt den Gott Tengu dar, der Unheil abhalten soll. Früher nutzen Fischer diese Requisiten, um ein Theaterstück aufzuführen. In einer Vitrine finden wir einen Pferde-Umhang.

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Allerdings erinnert uns dieser eher an das Fabelwesen Totoro… Wir verlassen das Haus und entdecken gegenüber einen Stand, der Pfirsich-Reiskuchen verkauft.

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Leider ist der Laden geschlossen, so dass wir nur die Fotos anstarren können…Schade! Über einen schmalen Pfad erreichen wir das Sakuda-Haus.

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Das Sakuda-Haus wurde im späten 17. Jahrhundert in einem Fischerdorf in Chiba erbaut und gehörte dem Anführer der Fischer. Von besonderer Bedeutung sind hier die getrennten Räume mit und ohne ausgebauten Boden, der als Küche diente.

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Wir finden, dass das Haus auch mitten aus dem Dschungel stammen könnte. Schließlich folgen wir den „Route“-Schildern in ein Wäldchen, bis wir vor dem Lager auf Pfählen stehen.

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Dieses stand ursprünglich auf einer Insel in Kagoshima und stammt aus dem 19. Jahrhundert. Das Getreide sollte so vor Ratten geschützt werden. Dieses Bau-Prinzip wendeten auch damals unsere Bauern aus Deutschland an. Am Wegrand stoßen wir auf diesen Stein.

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Diese heißen Rokujizo und repräsentieren die sechs Erlöser der sechs verlorenen Welten, mit denen der Mensch nach seinem Tod konfrontiert wird. Dieser Gedankengang stammt aus dem Buddhismus. Vor Tempel sieht man häufig sechs Figuren, die mit roten Lätzchen und Hauben ausgestattet sind.

Wir biegen um die nächste Ecke und stehen wir vor dem Hirose-Haus:

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Das Hirose-Haus wurde im späten 17. Jahrhundert in der Präfektur Yamanashi gebaut. Im Inneren finden wir einfache Strohmatten, die auf dem Boden ausgelegt sind.

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Es wirkt dunkel und etwas primitiv, da nur wenig Licht ins Innere hineinscheint. In einem Zimmer können wir die Produktion von Säcken und Matten bestaunen.

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Wir fragen uns, wie hart damals das Leben wirklich war. Wenige Schritte weiter treffen wir auf das Ota-Haus ( 17. Jh.) aus der Präfektur Ibaraki.

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Das Ota-Haus besteht aus einem Hauptgebäude und einer Küche mit einfachem Boden, die 100 Jahre später angebaut wurde. Diese Bauweise findet sich nur an der Ost-Küste Japans, da es dort im Winter deutlich wärmer ist. Das Dach hat auch wieder eine primitive Bauweise.

Wir gehen ein kurzes Stück bergab und treffen auf das Kitamura-Haus (1687 ).

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Das Kitamura-Haus stammt aus der Präfektur Kanagawa und ist auch mit einfachen Strohmatten ausgelegt.

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Das Gebäude wirkt relativ dunkel. Wie viel Leute wohl hier gelebt haben? Etwas versteckt im Garten des Hauses entdecken wir diese zwei Steine:

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Diese stellen Grabsteine für verstorbene Kinder dar. Die Figur zeigt den Gott Jizo, der die verstorbenen Seelen in die Unterwelt bringen soll. Wir fragen uns, wie viele solcher Steine wir noch finden werden? Über einen schmalen Pfad stoßen wir auf diesen Stein.

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Dieser stellt den Gott Bato-Kannon dar, der der Schutzgott der Pferde ist. Pferdebesitzer kaufen sich dieses Steinfiguren und stellen sie im Garten auf, um die Seelen der toten Pferde zu trösten. Viele dieser Statuen besitzen einen eingemeißelten Pferdekopf und ein Wappen. Also gibt es sowohl für Kinder als auch Pferde Gedenksteine…

Dann stehen wir vor dem Kiyomura-Haus mit seinem Gras-Dach.

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Das Kiyomura-Haus ist ein Bauernhaus, das ziemlich verschlossen wirkt. Es wurde im späten 17. Jahrhundert erbaut und stammt aus der Präfektur Kanagawa. Das Gebäude besitzt nur drei Öffnungen, so dass es im Inneren besonders dunkel ist. In einem Schuppen können wir damalige Werkzeuge betrachten.

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Einige der Werkzeuge sehen so abstrakt aus, so dass wir gar nicht vorstellen können, wofür sie benutzt wurden…

Wir erreichen eine Kreuzung mit einer Fährmannshütte.

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Diese Hütte diente früher den Fährmänner am Tama-Fluss als Rastplatz. Dort finden wir auch weitere Steine.

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Diese wurden neben Brücken gestellt, um die Bauten zu schützen. Fassen wir also zusammen: Es gibt für Kinder, Pferde, Brücken, Dorfschützer, Häuser und die sechs Welten der Buddha-Lehre Gedenksteine…Da musste der Steinmetz von damals viel zu tun gehabt haben. Wir steigen eine kleine Anhöhe hinauf und stehen vor dem Ito-Haus.

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Das Ito-Haus diente im 18. Jahrhundert dem Dorfvorsteher der Stadt Kawasaki als Bleibe. Es ist besonders durch seine Sprossenfenster bekannt, die Wölfe und Wildschweine abhalten sollten. Auf der rechten Seite treffen wir auf den Schrein Kokagesan.

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Der Name Kokagesan steht für die gleichnamige Gottheit der Seidenraubenzüchter. Der Schrein (1860) stammt aus Kawasaki. Im Inneren können wir einen kleinen Palast erblicken, der schön verziert ist. Wir steigen eine Treppe hinauf und betreten das Iwasawa-Haus (17. Jh.), dass aus den Tanzawa-Bergen stammt.  Dort finden wir nur einen Webstuhl vor.

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Vermutlich war neben der Feldarbeit, die Webarbeit die Hauptaufgabe der Frauen von damals. Über eine weitere lange Treppe erreichen wir die Kabuki-Bühne (1857).

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Diese Bühne stand  ursprünglich in der Präfektur Mie. Das Kabuki ist eine japanische Form des Theater-Stückes, die nur von jungen Männer ausgeübt wurde. Auch heute noch werden hier Stücke aufgeführt. Über eine kleine Treppe können wir unter die Bühne schauen.

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Diese ist über ein Rad 360 Grad drehbar, so dass die Bühnenbilder schneller wechseln können. Am äußersten Ende des Theaters können wir über eine Brücke zum Indigo-Haus blicken.

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Dort kann man seine Stoffe nach alter Methode einfärben. Wir gehen aber den Weg zurück zur Fährmann-Kreuzung und biegen zum Kudo-Haus ab.

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Das Kudo-Haus (18 Jh.) stammt aus Iwate und ist eine Besonderheit, weil es in „L“-Form gebaut wurde. Der Hauptteil diente als Wohnraum und der Rest als Pferdestall. Hier können wir auch einen Blick auf die schöne Dach-Konstruktion werfen.

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Die Häuser bestehen erstaunlicherweise nur aus Seilen und Holz. Nägel oder ähnliches verwendete man nicht. In einem abgetrennten Häuschen finden wir ein Bad und eine Toilette betrachten.

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Ein letztes mal folgen wir den Schildern „Route“, dann stehen wir vor dem hinteren Ausgang und dem Haus Sugawara.

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Das Sugawara-Haus (18. Jh.) gehörte einem Bauern aus der Präfektur Yamagata. Bei starken Schneefall wurden die vorderen Fenster auch gerne als Eingangstür verwendet. Wir haben damit auch das Ende des Parks erreicht! Etwas erschöpft begeben wir uns auf den Rückweg zum Bahnhof.

Fazit: Wunderschöne Tour, um die Baustile aus ganz Japan zu studieren. Wenn du alte japanische Bauernhäuser aus den berühmten Bergdörfern Shirakawa oder Toyama sehen möchtest, aber eben nicht das Geld oder Zeit für die weite Reise in die Berge hast, dann besuche das Freilichtmuseum Nihon Minkaen. Für Kinder ideal, da es eine Stempel-Rally über das ganze Gelände gibt:

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Details:

Adresse: Nihon Minkaen, 7-1-1 Masugata, Tama Ward, Kawasaki City, 214-0032 Japan, TEL. 044-922-2181 (GoogleMaps)
Öffnungszeiten: März-Oktober: 9.30-17.00 Uhr, sonst 9.30 – 16.30 Uhr
Geschlossen: Montags, wenn Montag Feiertag ist, dann am Dienstag.
Eintritt: 500 Yen Erwachsene & 300 Yen Studenten/Kinder.
Ausflugdauer: 3-4 Stunden
Anfahrt: Bahnhof Mukogaoka-Yuen 向ヶ丘遊園駅 Linie Odakyu 小田急線 und 13 Minuten Fußweg.

Wegweiser:
Bahnhof Mukogaoka-Yuen 向ヶ丘遊園駅 → Nihon Mikaen 日本民家園 → Bahnhof Mukogaoka-Yuen 向ヶ丘遊園駅

Nützliche Schriftzeichen:
Bahnhof Mukogaoka-Yuen 向ヶ丘遊園駅
Linie Odakyu 小田急線
Freilichtmuseum Nihon Mikaen 日本民家園
Bahnhof Eki 駅
Rechts Migi 右
Links Hidari 左

Links:
Nihon Mikaen: http://english.nihonminkaen.jp/
Railway Museum: http://www.taromuseum.jp/
Zugverbindungen: http://www.hyperdia.com/

Fotos: Juni 2016


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