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[Tokio] Takahatafudo: 88-Pilgerweg und Shinsengumi

Der Takahata-Fudoson Kongoji Tempel wurde vor über 1.100 Jahren gegründet. Er ist berühmt für seine Verbindungen zu den Shinsengumi und den 88-Pilgerweg, der eine Miniaturausgabe des 1.150 km langen Shikoku-Pilgerwegs ist. Wir stellen den Takahatafudo Tempel und seine Sehenswürdigkeiten vor.

Takahata Fudo-son Kongoji

Niomon Tor 仁王門

Das Gelände des Takahata Fudoson Tempels (高幡不動尊金剛寺, Takahata Fudo-son Kongoji) betrittst du durch das Niomon Tor, dessen Alter auf das 15. bis 16. Jahrhundert datiert wird. Während Renovierungsarbeiten im Jahr 1959 entdeckte man, dass das Tor ursprünglich zweistufig geplant war, wohl aber nur einstufig gebaut wurde.

Fudo-do Haupthalle 不動堂

In der Fudo-do Haupthalle befindet sich eine 1.100 kg schwere Fudo-Statue, die aus der Heian-Zeit (794-1185) stammt. Jeden Tag finden in der Halle mehrere Feuer-Zeremonien (Goma-Rituale) statt, an der du teilnehmen kannst.

Spätestens 10 Minuten vor der Zeremonie solltest du dich dafür am Schatzhaus (宝輪閣) anmelden. Dort erhältst du gegen eine kleine Gebühr einen Stock, den du mit einem Wunsch versehen kannst. Während der Zeremonie wird dein Stock verbrannt, damit dein Wunsch zu den Göttern aufsteigen kann und erhört wird.

Die Zeiten werden vor Ort ausgeschildert und du solltest dich im Winter warm anziehen.

Dainichido Halle 大日堂

Die Dainichido Halle diente lange Zeit als Haupthalle und wurde 1987 renoviert. In der Halle sind verschiedene Bilder von Buddha und Drachen ausgestellt sowie Gedenktafeln des Shinsengumi Vize-Kapitäns Hijikata Toshizo.

Die zweihundert Jahre alte Decke der Halle, die mit einem Drachen versehen ist, soll jedem der sie anschaut, Glück bringen. Wenn du unter dem Drachen in die Hände klatschst und das Brüllen (Vibration) des Drachen hörst, wird sich dein Wunsch erfüllen.

5-stufige Pagode 五重塔

Die fünfstufige Pagode wurde 1979 gebaut und gilt als Symbol des Tempels. Unter der Pagode gibt es einen klimatisierten Pausenraum, indem du essen und trinken kannst. Den Raum erreichst du auch als Rollstuhlfahrer oder mit Kinderwagen, da eine Rampe verfügbar ist.

Hijikata Toshizo Statue 土方 歳三

Der Takahata Fudo-san Tempel gilt als Familientempel von Hijikata Toshizo (1835-1869), dem Vize-Kapitän der Shinsengumi. Sie gelten als die letzte (bekannte) Samurai-Miliz in Kyoto. Seine Statue, einige Denkmäler seiner Nachkommen und Shinsengumi-Souvenirs, findest du auf dem Gelände des Tempels.

Weiterhin ist der Tempel für Verkehrssicherheit bekannt. Neben dem Niomon Tor findest du auf der Rückseite des Kiosks einen Verkaufsstand. Dort kannst du für 3.000 Yen einen Sticker und eine Holztafel (Ema, dt. Wächter) für deinen fahrbaren Untersatz erwerben.

88-Pilgerweg (山内八十八ヶ所巡排路)

Falls du keine Zeit und Lust hast, den 1.150 km langen Pilgerweg auf Shikoku zu meistern, kannst du dich am 88-Pilgerweg von Takahata versuchen. Von Anfang Juni bis Anfang Juli lohnt sich der Pilgerweg besonders, weil dann rund 7.500 Hortensien in voller Blüte stehen. Insgesamt gilt es für dich alle 88 Jizo-Statuen, die je einen Tempel auf Shikoku repräsentieren, zu finden.

Der Pilgerweg startet hinter der Pagode. Der Eingang ist leicht zu übersehen und wird durch das Schild (山内八十八ヶ所巡排入口) markiert. Der komplette Rundweg dauert grob eine Stunde und die letzte Statue steht vor der Daishi-do Halle.

Essen & Trinken

Süßwarenladen Kaiundo

Sollte dich die Lust auf was Süßes packen, besuche den Süßwarenladen Kaiundo, der sich direkt an der Ecke vor dem Niomon Tor befindet. Am Straßenverkaufsstand nebenan kannst du ab ~300 Yen leckeres Softeis der Saison mit einem Reiscracker genießen.

  • Adresse: Google Maps
  • Öffnungszeiten: 10.00 – 16.00 Uhr (bei Eis-Ausverkauf machen sie früher Schluss)
  • Homepage: Offizielle Webseite (Japanisch)
  • Softeis ソフト (~350 Yen):
    • Von Januar bis April: Ume Sofuto 梅ソフト (Pflaumen-Eis)
    • Von Juni bis August: Ajisai Sofuto あじさいソフト (Blaubeeren-Eis)
    • Von September bis Dezember: Murasakiimo Sofuto  むらさきいもソフト (Süßkartoffel-Eis)
    • Alle Eis-Sorten gibt es auch als Mix mit Vanille zum selben Preis.
  • Empfehlung: Ajisai Sofuto Mix – Blaubeeren-Vanille-Eis-MIX:

Restaurant Shinbashi Matoi 新橋 纏

Falls du größeren Hunger hast, besuche das Restaurant Shinbashi Matori, das sich direkt im Gebäude vom Bahnhof befindet. Du brauchst auch keine Fahrkarte, um ins Restaurant zu kommen. Das Shinbashi Matori ist bekannt für kalte Tsukemen Nudeln, die du in eine Sauce dippst.

Kurze Anleitung: Vor der Tür findest du einen Automaten, der komplett auf Japanisch ist. Dort zahlst du mit einem 1.000 Yen-Schein und drückst die Taste links oben „つけ麺 新味 (並盛・大盛) 850 Yen“.  Der Automat spuckt das Wechselgeld aus und druckt dir eine Karte, die du mit ins Geschäft nimmst und dem Personal übergibst. Dabei gibst du an, welche Portionsgröße du gerne möchtest:

  • 並盛 Namimori (Normal)
  • 大盛 Oomori (Groß)

Jetzt setzte dich irgendwo hin und genieße deine Nudeln.

  • Adresse: Im Keio Bahnhof 3F (hinter den Schranken links) (Google Maps)
  • Öffnungszeiten: meist 11.00-21.30 Uhr
  • Karte: Japanisch
  • Bezahlung: Nur Bargeld
  • Empfehlung: Tsukemen Shinmi つけ麺 新味 (並盛・大盛) ~850 Yen – 並盛 Namimori (normale Größe)

Besondere Termine

Anfahrt

Am schnellsten kommst du vom Takahatafudo Bahnhof zum Tempel.

Per Zug: 

  • (Keio) Bahnhof Takahatafudo -> South Exit (Süd-Ausgang) -> 5 Minuten Fußweg
  • (Tama Monorail) Bahnhof Takahatafudo -> Ausgang Keio Takahatafudo Station -> South Exit (Süd-Ausgang) -> 5 Minuten Fußweg
  • Achtung: Der Japan Rail Pass gilt auf beiden Linien nicht!

Per Auto:

  • Kostenloser Parkplatz direkt am Eingang

In nur wenigen Minuten erreichst du vom Takahatafudo Bahnhof das Gelände des  Tempels. Neben dem Hauptgebäude und dem 88-Pilgerweg gibt es eine Pagode, ein Kiosk und einige schöne alte Gebäude.

Öffnungszeiten & Preise

  • Öffnungszeiten:
    • Gebiet: Immer offen
    • Okuden: 9.00 – 16.00 Uhr (Montag geschlossen)
    • Dainichido: 9.00 – 16.00 Uhr (Montag geschlossen)
  • Eintritt:
    • Kostenlos
  • Geschlossen: Montags (nur die Gebäude Okuden und Dainichido)
  • Verweildauer: 3-4 Stunden

Barrierefreiheit

  • Barrierefrei = BF, nicht Barrierefrei = NBF, Stillraum = SR, Wickelflächen = WF, Rollstuhltoilette = RT
  • Bahnhöfe (Keio) Bahnhof Takahatafudo & (Tama Monorail) Bahnhof Takahatafudo -> BF, WF & RT
  • Takahatafudo Tempel: BF, WF & RT
  • Pilgerweg: Nicht Barriere frei (Treppen!).
  • Kaiundo Süßigkeitenladen: BF
  • Shinbashi Restaurant: BF und Rollstuhl & Kinderwagen erlaubt.

Nützliche Links:

Englisch:

Japanisch:


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6 Kommentare

  • Anonymous

    Liebe Tessa,

    ich wollte eigentlich zum Flohmarkt, musste aber leider feststellen, dass er nicht an jedem dritten Samstag sondern an jedem dritten Sonntag stattfindet. Der Tempel war aber auch ohne Flohmarkt sehenswert.

    Liebe Grüße Ute

  • Jenny

    Liebe Tessa,

    wir hatten Glück und konnten noch von mitte bis Ende März Urlaub in Tokio machen.

    An einem Tag sind wir zum Takahatafudo Tempel gefahren und wir fanden es dort sehr sehr schön!

    Wir haben auch an der Feuerzeremonie teilgenommen und das war wirklich ein einmaliges Erlebnis… Es war so interessant und faszinierend.

    Eine wirklich einzigartige Erfahrung. Vielen Lieben Dank, dass du diesen Tipp in deinem Blog mit uns geteilt hast!

    Eine Frage hätte ich dazu aber. Ich hab im nachhinein gelesen, dass es sich dabei um eine Sekte handelt. Leider habe ich dazu nicht viel gefunden… Um welche Sekte handelt es sich und inwiefern unterscheiden die sich zu den anderen Mönchen?

    LG,
    Jenny

    • Tessa

      Hallo Jenny,

      prima. :-) Da freue ich mich. Der Tempel gehört der Shingon Sekte. Mehr dazu findest du hier.

      Viele Grüße aus Tokio
      Tessa

  • Sakura

    Hallo Tessa und Corinna,

    wir waren im Dezember 22 dort. Es hat uns sehr gut gefallen.

    Allerdings finden die Zeremonien nicht immer an den Zeiten statt. Für jeden Tag werden die Zeiten aber vor Ort ausgeschildert. Hatten extra nachgefragt.

    Die Zeremonie an sich hat über eine Stunde gedauert und es war sehr kalt. Hätte uns vorher klar sein müssen, dass es in dem Tempel keine Heizung gibt. Kleingeld sollte man auch dabei haben, weil man an verschiedenen Statuen während der Zeremonien etwas hinlegt. Anschließend sollte man nicht unbedingt was drinnen planen oder eben einen Zwoschenstopp in der Unterkunft machen, weil man danach natürlich extrem nach Rauch riecht.

    Der Pilgerweg ist bei schlechtem Wetter etwas rutschig aber durchaus machbar. Einen schönen Ausblick von der obersten Stelle hatten wir auch.

    Liebe Grüße
    Sakura

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