Der Gotokuji Tempel (豪徳寺) liegt im Westen von Tokio und ist berühmt für seine Winkekatzen, die dir Glück versprechen und auch dort erwerben kannst. Der etwas abgelegene Tempel besitzt neben den Winkekatzen auch schöne japanische Bauten und hat auch geschichtlich einiges zu bieten.

Schauen wir uns den Tempel Gotokuji, inkl. Öffnungszeiten, Karte, Eintritt und Anfahrt einmal genauer an:


Die Geschichte des Winkekatzen Tempels

Zu der Entstehung der Winkekatzen gibt es mehrere Legenden, einer der bekanntesten führt zum Tempel Gotokuji in Tokio:

Der Legende nach fand sie ihren Ursprung in der Edo-Zeit (1603-1868) als ein armer Mönch Katzen in seinen Tempel aufnahm. Zu der Zeit passierte zufällig der Fürst Naotaka li aus Hikone (nördlich von Kyoto) diesen heruntergekommenen Tempel und rastete in der Nähe unter einem mächtigen Baum. Plötzlich entdeckt er am Eingang des Tempels eine Katze, die ihn mit einer Wink-Bewegung herlockt.

Der Fürst folgte der Einladung, das sich kurz darauf als weise herausstelle. Denn genau in dem Moment schlug ein Blitz in den Baum ein, unter dem der Fürst vorher stand. Der Fürst zeigte sich dankbar, indem er den Tempel renovierte und ihn in seinen Familientempel umwandelte. Neben dem Tempel wurde außerdem ein Schrein zu Ehren der Katze, die “Tama” hieß, errichtet, um daran zu erinnern, wem der Tempel seinen Wohlstand verdankt.

Nach einigen Jahren fing die Bevölkerung an, dem Tempel Winkekatzen-Figuren aus Ton zu schenken, sobald sich ein Wunsch erfüllte. Diese Ton-Figuren finden sich noch heute direkt neben dem Tama-Schrein:

Welche Sehenswürdigkeiten gibt es?

Neben den Winkekatzen gibt es folgende Bauten:

Haupthalle Hondo 本堂

In der Haupthalle werden die wichtigsten Reliquien des Tempels untergebracht.

Buddha-Halle Butsuden 仏殿 

Die Buddha-Halle beherbergt einen Buddha und zeigt auch, das es sich um einen Zen-Tempel handelt.

Glückshalle 招福殿

Direkt neben der Glückshalle befindet sich auf der linken Seite der “Tama”-Schrein mit den Winkekatzen.

Tama Schrein

Solltest du eine Winkekatzen im Tempel-Laden kaufen, dann kannst du sie entweder dazu stellen oder mit nach Hause nehmen.

Glocke Kane 鐘

Die Glocke vom Gotokuji Tempel stammt aus dem 17. Jahrhundert.

3-stufige Pagode

Pagoden sind Grabhügel des Buddhas und beherbergen meist Reliquien.

Einstufige Pagode

Was kosten die Winkekatzen am Gotokuji Tempel?

Im Tempel-Laden vor der Haupthalle kannst du je nach Größe dir auch eine Winkekatze kaufen. Diese kannst du entweder dort aufstellen oder mit nach Hause nehmen:

Winkekatzen-Preise:

  • 尺 (Shaku) – 30 cm = 5.000 Yen
  • 8 号 – 25 cm = 3.500 Yen
  • 7 号 – 18 cm = 2.300 Yen
  • 6 号 15 cm = 1.800 Yen
  • 5 号 12 cm = 1.000 Yen
  • 3号 9 cm = 800 Yen
  • 2 号 6 cm = 500 Yen
  • 豆 (ケース入り)Bohnen-Größe (mit Hülle) = 500 Yen
  • 豆 Bohnen-Größe  (ohne Hülle) = 300 Yen

Außerdem gibt es Talismane oder Holzbretter (Ema) für 500 Yen:

Die Holzbretter kannst du mit einem Wunsch versehen und an die Wände vor den Winkekatzen hängen oder mit nach Hause nehmen. ;)

Insidertipps

  • Besonders lohnt sich ein Besuch zur Kirschblüte (Ende März) oder zur Laubfärbung (Ende Oktober / Anfang November).

Anfahrt

  • Adresse: Gotokuji Temple,2-24-7 Gōtokuji, Setagaya-ku, Tōkyō-to 154-0021 (GoogleMaps)

Am schnellsten kommst du vom Miyanosaka Bahnhof zum Tempel Gotokuji.

Per Zug: 

Öffnungszeiten & Preise

  • Öffnungszeiten:
    • Gelände: Immer offen
    • Laden: 8.30 – 16.30 Uhr
  • Eintritt: Kostenlos
  • Verweildauer: 1-2 Stunden

Barrierefreiheit

  • Bahnhöfe:
  • Gotokuji Tempel
    • Barriere frei.

Nützliche Links


Steht der Winkekatzen-Tempel auch auf deiner Japan-Liste?

6 Thoughts on “[Tokio Reise] Gotokuji Tempel: Der Winkekatzen-Tempel!

  1. Mike on 29. Juli 2018 at 19:24 said:

    Hallo Tessa,

    der Gotokuji Tempel klingt ja fast nach einem kleinen Geheimtipp. Vielleicht schaffen wir es, ihn im Herbst zu besuchen. Könntest Du evtl. noch die Öffnungszeiten des Tempelladens ergänzen, denn wir könnten uns kaum vorstellen, den Tempel wieder zu verlassen, ohne eine der süßen Winkekatzen erstanden zu haben.

    Danke und viele Grüße
    Mike

  2. Armin on 31. Juli 2018 at 21:28 said:

    Danke für den schönen Bericht liebe Tessa. Auf unserer nun zweiten Tokioreise waren wir Anfang Juli dort, nachdem wir es Juli 2017 leider nicht geschafft hatten und es lohnt sich wirklich.

    Sowohl der Tempel als auch einige der Strassen und Gassen drumherum. Durch die reichliche Vegetation ist das Gelände auch im Juli relativ hitzestressfrei zu besichtigen gewesen. Und es ist relativ gemächlich dort auch wenn es touristisch ist.

    Vom Gotokujibahnhof aus kann man sich auch ohne Karte/Phone ausser an einer einzigen Abzweigung nach links 150 Meter vor dem Tempel kaum verlaufen da überall an Pfählen, Strommasten und Wänden etc. richtungsweisende Katzenschilder angebracht sind.

    Es gab in einem Laden zwischen Bahnhof und Tempel auch trotz des Juli Yakiimo aber die Temperaturen führten uns doch zum Softeis und kühler Limo.

    Haben auch 3 Katzen gekauft, eine dagelassen und zwei mit nach Hause genommen. Die sind auch sehr leicht im Gewicht was im Gepäck dann gut ist.

    Grüsse aus Deutschland, Armin

    • Hallo Armin,

      Danke für deinen Erfahrungsbericht. 2016 gab es keine Schilder, da hat sich wohl einiges getan. Ich werde wohl im Herbst noch einmal hinreisen.

      Viele Grüße aus Tokio
      Tessa

  3. vielen Dank, dein Blog hilft mir echt sehr bei der Vorbereitung meiner Reise und ich habe dadurch vieles entdeckt, was ich mir ansehen möchte :)

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