In Japan kommen „nur“ 100 Volt Strom aus den Steckdosen. Zum Vergleich: Bei uns sind es 230 Volt. Das bedeutet, dass für deine Japanreise der Kauf eines Steckdosen-Adapters notwendig ist, damit deine Elektrogeräte auch in Japan funktionieren.


Adapter für Japan


In japanische Steckdosen passen überwiegend Stecker des Typ A (mit zwei flachen Kontaktstiften). In D-A-CH (Deutschland, Österreich & Schweiz) bekommst du solche Adapter z.B. über Amazon:

Name Preis Anzahl
USB-Adapter* 7,95 Euro 1 Stück
Adapter* (nicht für alle Stecker geeignet!) 2,79 Euro 1 Stück
Universal Reiseadapter mit 2 USB* 11,99 Euro 1 Stück
Universal Reiseadapter mit 4 USB* 9,99 Euro 1 Stück

Wichtig ist, dass du darauf achtest, was für Ladegeräte du verwendest. In D-A-CH wird der Flachstecker (Typ C) ziemlich häufig für Geräte mit Schutzisolierung und geringerem Stromverbrauch (z.B. Handys oder Fotokameras) verwendet:

Flachstecker (Typ C)

Geräte, die mehr Strom benötigen, haben einen sogenannten Schuko-Stecker (Typ F) in „runder“ Form. Schuko steht für „Schutzkontakt“ und wird z.B. für Laptops benötigt. Für Schuko-Stecker brauchst du in Japan den sogenannten „Type SE“, den du jedoch nur in Japan bekommst und nicht vorbestellen kannst!

Schuko-Stecker (Typ F)

Beachte: Hama Reisestecker (mit zwei Pins und Erdung) und der „Hama Reisestecker Brasilien-Thailand“ funktionieren in Japan nicht!

Strom in Japan

Wie bereits erwähnt, fließen in Japan 100 Volt aus der Steckdose. Das bedeutet, dass sämtliche Geräte der D-A-CH-Region (die nur auf 230 V ausgelegt sind), nicht wie gewohnt funktionieren bzw. auch überhaupt nicht.

Die Netzfrequenz, die in Hertz (Hz) gemessen wird, beträgt in Ostjapan 50 Hz und in West-Japan 60 Hz. Das spielt aber keine Rolle, weil auch unsere Elektrogeräte auf 50 bis 60 Hz ausgelegt sind.

Welche Geräte funktionieren in Japan?


Auf dem Netzteil findest du hinter dem Wort „Input“ die Spannung (100 bis 240 V) und die Frequenz (50-60 Hertz). Wenn dort 100 V eingetragen ist, ist das Gerät in Japan ohne Probleme verwendbar. Wenn 220 bis 240 V angegeben sind, dann wird dein Gerät nicht wie gewohnt bzw. gar nicht funktionieren.

Achtung: Es ist möglich, dass Haartrockner, Glätteisen usw. mit 220 bis 240 Volt in Japan einen Kabelbrand verursachen können, weil das Gerät von japanischen Leitungen mehr Strom anfordert, als gegeben werden kann. Kaufe solche Geräte deshalb besser in Japan.

Adapter in Japan kaufen


Du solltest wissen, dass Adapter in Japan deutlich günstiger sind als daheim. Zum Beispiel bereits ab 110 Yen (~0,85 €) für den Adapter Typ A. Frage einfach in einem Elektromarkt nach „Kokunai-yō henkan puragu (Beispiel „C>A Type“)“ bzw. 国内用変換プラグ (C>A タイプ).

Hier findest du eine Liste solcher japanischer Geschäfte:

Geschäft Preis Produkt Standort
Daiso 109 Yen Kaigai-Plag – A Type (海外プラグAタイプ) Google Maps
Big Camera 200 Yen Kaigai-Henkan-Plag-A-Type WP1 (海外用変換プラグAタイプ WP-1) Google Maps
Yodobashi 216 Yen Kashimura WP1 – Henkan-Plag (カシムラ KASHIMURA WP-1 [変換プラグ A/B/C/SE→A]) Google Maps
Don Quijote 453 Yen Kokunai-Yo-Henkan-Plag (国内用変換プラグC→A WP-71J) Google Maps

Japanische Geräte in D-A-CH verwenden


Wenn du ein japanisches Gerät in D-A-CH benutzen möchtest, wirfst du ebenfalls wieder einen Blick auf das Netzteil. Steht da 100 Volt, so benötigst du einen Spannungskonverter, der den Strom von ~230 V auf 100 V herunterdrosselt. Auch Spannungskonverter kaufst du dir am besten in Japan. Sie heißen „Step Down/Up Converter“: Shoatsu/Kouatsu Henatsuki 昇圧/降圧 変圧器. Die Geräte kosten ab 3.200 Yen (~30 €/32 CHF):

Geschäft Preis Produkt Standort
Big Camera 6510 Yen Henatsuki – Down-Raisu (変圧器 (ダウントランス・熱器具専用)(1500W) Google Maps
Yodobashi 3160 Yen Hisho-Kougyo-Travel Converter (日章工業 DN-203 [トラベルコンバーター]) Google Maps

Profi-Tipp: Besorge dir zwei Reiseadapter für Japan und lege dir noch eine Mehrfachsteckdose (!) ins Gepäck! Somit bist du bestens ausgerüstet :)


Fehler gefunden? Tipps? Lass mir doch einen Kommentar da!

99 Thoughts on “[Tipps] Strom in Japan: Diesen Steckdosen-Adapter brauchst du

  1. Nina on 1. Juli 2019 at 13:55 said:

    Ich danke Ihnen für den interessanten Artikel. Man sollte vor einem Japanurlaub wirklich darauf achten, dass man sich einen entsprechenden Adapter besorgt.
    Mit besten Grüßen,
    Nina

    • Corinna on 2. Juli 2019 at 7:28 said:

      Hallo Nina,

      das ist richtig.
      Vielen Dank für den Werbelink ;)

      Grüße aus der WanderWeib-Redaktion
      Corinna

  2. Servus,

    Ein Hinweis wäre evtl. nicht schlecht. Bei den Adaptern muss man aufpassen:

    „passend für Standard EU Stecker ( die kleineren Ø4,0 mm Stecker ); Leider passen die Schuko-Stecker ( Ø4,8 mm starken Pins ) nicht in diesen Adapter.“

    Ansonsten super Tips&Tricks hier auf dieser Seite. Nachdem ich meine erste reise nach Japan zur Hyakuri Show im Dezember plane ist das hier alles Gold wert.

    Vielen Dank für diese Webseite.

    Viele Grüße
    Björn

    • Hallo Björn,

      Danke! Das habe ich ergänzt.

      Viele Grüße aus Tokio
      Tessa

      • Atavism on 8. September 2019 at 22:54 said:

        Hallo,

        sind hier nicht ein paar Sachen bezüglich des Steckers durcheinander? In Japan werden Typ A-Stecker verwendet (und wohl auch Typ B als Variante mit Schutzkontakt). In Deutschland verwenden wir zwei unterschiedliche Steckerformate, einmal Typ C alias Eurostecker (Handynetzteil) mit 4mm Stiften und Typ F alias Schuko-Stecker (Notebooknetzteil) mit 4,8mm. Das merkt man bei uns im Alltag nicht, weil die Steckdosen beide Formate aufnehmen. Bei der Wahl des richtigen Adapters spielt das aber eine wichtige Rolle, weil der Stecker sonst nicht passt oder super locker ist.

        Wenn man das weiss, wird die Suche in Japan nur noch etwas dadurch erschwert, dass die Japaner eigene Bezeichnungen haben. Der gezeigte SE>A Adapter ist für einen Typ SE, den nur die Japaner kennen. Dabei handelt es sich aber um einen 4,8mm Stecker, der passend für Typ E (in Frankreich verbreitet) und F (Schukostecker) ist. Wer ein Notebook mit nach Japan nimmt braucht höchst wahrscheinlich den SE>A Adapter. Eurostecker heisst wie im Rest der Welt auch Typ C und wäre dann entsprechend C>A Adapter und dürfte für ein Handynetzteil passen.

        • Hallo Atavism,

          Danke für deine Erklärungen. Ich würde aber für eine Reise nicht unbedingt zwei Stecker kaufen, sondern einfach den flachen Stecker auf dem Foto oben, in den passen auch beide.

          Viele Grüße aus Tokio
          Tessa

  3. Warum passt der Hama Brasilien-Thailand stecker nicht?
    In den Bewertungen schreiben dies zwei Leute, er hat auch keinen Erdungststecker.
    Wo ist da das Problem? Hab keine Lust auf die billigstecker

    https://www.amazon.de/Hama-Reisestecker-Brasilien-Thailand-Konturenstecker-Wei%C3%9F/dp/B000JFVCK8/ref=sr_1_5?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&keywords=adapter+japan&qid=1566976846&s=gateway&sr=8-5

    • Hallo Ska,

      der hat störende Zacken, damit man keine Schukostecker (manche Laptops haben die) hineinsteckt. Ich würde den nicht kaufen.

      Viele Grüße aus Tokio
      Tessa

      • veilleicht etwas spät, aber die zacken sind drin, damit nicht irgendjemand aus versehen einen schukostecker einsteckt. schuko steht für schutzkontakt und hohe leistung. da mal einfach so zacken rausbrechen steht für ignoranz und technische unbedarftheit, die ggf mal den einen oder anderen brand auslösen kann… einfach mal nachdenken vor dem handeln.

  4. Heiko Schnittger on 9. September 2019 at 16:01 said:

    Hallo,

    auf meinem Video-Aufladekabel-Stecker steht nicht 100-240 V 50-60HZ, sondern 110-240 V 50-60HZ.
    Funktioniert dieses Kabel(Stecker) in Japan?
    Viele Grüße
    Heiko

  5. Bastian on 29. September 2019 at 20:06 said:

    Hallo,
    ich habe noch einen Adapter für die USA bei mir liegen. Ist genauso wie in Japan nämlich Steckertyp A.

    Kann ich den trotzdem verwenden? Ich frage nämlich, da die USA-Variante keine Löcher an den Seiten hat wie die japanischen von dir beschrieben.

    Schöne Grüße
    Bastian

  6. Stefanie on 28. Oktober 2019 at 10:31 said:

    Hallo zusammen,

    ich habe mir direkt ein Ladegerät bei Daiso gekauft. Dieser nennt sich AC ADAPTER E-AC-2A, an diesen können zwei USB Stecker angeschlossen werden und gleichzeitig zwei Geräte geladen werden. Funktioniert super und hat nur 330 YEN gekostet.

    VG
    Stefanie

  7. Silvio on 16. Dezember 2019 at 20:29 said:

    Hallo Tessa,
    tolle Seite. Ganz großes Lob!
    Die Autos in Japan haben auch alle eine 12V Steckdose.
    Mein Navi und Ladegerät funktionieren wie gehabt?
    Viele Grüße aus Deutschland

  8. Vanessa on 24. Januar 2020 at 11:16 said:

    Hallo,

    Warum kann es bei Glätteisen & Co zum Kabelbrand führen? Kann man dies mit einem Spannungswandler verhindern? Ich würde es wirklich Quatsch finden in Japan ein Glätteisen zu kaufen, was ich danach nicht mehr benutze.

    Danke für deine Hilfe🤗

    • Corinna on 24. Januar 2020 at 15:45 said:

      Hallo Vanessa,

      deutsche Geräte sind für japanische Stromleitungen zu leistungsstark und können sie beschädigen. Das Gerät fordert quasi zu viel Stromleistung an und überlastet die Stromleitung. Wenn Glätteisen & Co. für 100-240V, 50/60 Hz ausgelegt sind, ist es okay. Einfach nachschauen.

      Viele Grüße aus der WanderWeib-Redaktion
      Corinna

  9. Kathrin on 21. Februar 2020 at 10:08 said:

    Hallo :-)

    die 2 Links oben zu „Neuftech“ groß und kompakt funktioniert nicht mehr.

    Schöne Grüße,
    Kathrin

  10. Stephan on 28. Oktober 2021 at 0:36 said:

    Mein Tipp zu Adapter in Japan, wenn man öfter dort ist:
    Einfach die passenden Netzkabel kaufen. Ist auf Dauer weniger fummelig als diese Adapter. Mir sind die nach kurzer Zeit ausgeleiert.
    Die Netzkabel mit dem „Mickymaus“-Stecker, wie sie einige Laptops verwenden, sind nur in Japan zu bekommen. Ich bin im Yodobashi fündig geworden. Zu Hause kriegt man nur die Version mit Schutzkontakt, die in Japan nicht passt.
    Kabel mit 2-poligen „Rasierer“-Stecker kriegt man auch in Europa. Rasierer ist ein gutes Stichwort: wenn der nicht richtig aufgeladen war (Wackelkontakt von so nem Adapter), läuft der natürlich zu langsam, wegen der 100V…
    Wenn man nicht gerade einen Radiowecker im Gepäck hat, sollte die Hz-Zahl tatsächlich keinen Unterschied machen. Der “ Takt“ für diese wird aus der Netzfrequenz gewonnen, die Uhr würde bei 60 Hz schneller laufen ;)
    Aja, für Apple Geräte gibt es passende Aufsteckadapter für die Netzteile, die sind für Reise ausgelegt.
    Und zum USB Aufladen noch der Tipp: einfach das Netzteil vom Pocket WiFi zum Aufladen des Handys benutzen.

  11. Ramona on 28. Oktober 2021 at 2:55 said:

    Hallo!!

    Super Artikel, danke für das Update!

    Ich habe eine Frage bezüglich japanischer Geräte in Deutschland.
    Ich werde meinen kleinen Kotatsu bei meiner Rückkehr mit nach Deutschland nehmen. Diesbezüglich habe ich mich wegen des Spannungsunterschieds bereits erkundigt und mir wurde (in einem Elektroniskexperten-Subreddit) auch zu einem Step Down/Up Converter geraten. Die Links, die mir zu entsprechenden Geräten gegeben wurden, führen mich zu ziemlich klobigen Teilen (bestimmt 25cm³) bei Amazon Deutschland, der Preis is aber ähnlich denen, die ihr hier angegeben habt (30 – 50 Euro).
    Beispielsweise dieses Modell: „Bronson++ TI 500 110 Volt USA Spannungswandler Ringkern-Transformator 500 Watt – In: 110V oder 220V / Out: 110V und 220V – Bronson 500W“
    Da der Kotatsu 300W zieht wurde mir zu einem Converter mit eher 500W als 300W geraten. Eure hier haben sogar noch mehr. Die Verwendungsinfos sind ein bisschen konfus in den Links.

    Meine Frage ist, ob die kleinen von euch verlinkten ebenfalls einen Kotatsu bedienen können, oder es die nicht für sowas geeignet sind? Ich habe Angst, dass mir das Teil (oder das Heizelement) um die Ohren fliegt, wenn ich es in Deutschland verwenden will.

    Viele Grüße,
    Ramona

    • Corinna on 29. Oktober 2021 at 10:13 said:

      Hallo Ramona,

      leider fehlt uns tiefergehende Praxis mit Spannungsumwandlern. Ich würde aber auch vorsichtshalber den 500 W Spannungswandler bestellen, damit noch ein bisschen Luft nach oben ist :)

      Viele Grüße aus der WanderWeib-Redaktion
      Corinna

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