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[Wandern] Schöne Wasserfälle in der Schlucht Nishizawa Keikoku 西沢渓谷

Nishizawa Keikoku gehört zu den schönsten Tälern des Chichibu-Tama-Kai National Parks. Der Park umfasst eine Fläche von 2500 km² mit grünen Bergketten, Hügeln und Schluchten. Gerade im Sommer ist das Tal ein Idealer Ort, um der sengenden Hitze von Tokio zu entkommen. Die 10 km Wanderung startet an einem Parkplatz und verläuft parallel zu einem malerischen Fluss. Vorbei an schönen Wasserfällen und Schluchten. Den Höhepunkt der Tour bildet der wunderschöne fünfstufige Wasserfall Nanatsugama-Godan-no-Taki, der eine Gesamthöhe von 120 m aufweist. Der Rückweg führt über gut ausgebaute Wege und alte Eisenschienen zurück zum Parkplatz.

Die Wanderung

Um 9.30 Uhr erreiche ich mit dem Auto den kostenlosen Parkplatz Nishizawa Keikoku Iriguchi Chushasho. Es sind nur wenige Parkplätze frei. Vom Enzan Bahnhof aus gibt es auch einen Bus hierher. Die Fahrt kostet ~1.100 Yen (~8 €) und dauert eine Stunde. Im Herbst wird das Tal zur roten Blattfärbung jeden Tag angefahren. Buspläne findest du unten.

Es geht ein kühler Wind und ich ziehe mir eine windabweisende Jacke an. Aktuell sind es 8 Grad. Die Luft riecht frisch und der Himmel ist klar. Eine Wandergruppe parkt ihren Van neben mir. Sie ziehen ihre Wanderstiefel an und packen ihre Rucksäcke. Ich grüße sie und gehe los. Oben an der Straße biege ich links ab und wandere etwa eine halbe Stunde.

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An einer Kreuzung steht ein großeres Toilettenhäuschen. Dort halte ich mich rechts. Nach 500 Metern biege ich links Richtung Nishizawa Keikoku ab. Der Weg führt mich über eine Hängebrücke.

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Über viele Treppen geht es tiefer in das Tal. Auf der linken Seite kann ich den 30 m hohen Wasserfall Okobu-no-Taki sehen.

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Besonders zur Herbstlaubfärbung ist er ein schönes Motiv. Minutenlang genieße ich den Anblick. Dann setze ich meinen Weg fort und besteige eine hohe Treppe. Die Sonne scheint mir ins Gesicht. Gut, dass ich Sonnenbrille und Hut dabei habe.

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Neben dem Fluss klettere ich über Felsen und bleibe oft für Fotos stehen. Es geht ein kühler Wind.

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Schon nach wenigen Minuten erblicke ich den dreistufigen Wasserfall Sanshu-no-Taki von einer großen Plattform aus.

Nishizawa (6 von 15)

Ab dieser Stelle führt der Weg über Felsen direkt am Fluss entlang. Besonders gefährliche Stellen sind mit Ketten gesichert.

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In einigen Abschnitten balanciere ich über Eisflächen, die vom letzten Frost übriggeblieben sind. Vor mir rutscht eine Familie auf einer Fläche aus und warnt mich vor. Vorsichtig klettere ich den schmalen Pfad hinauf und erreiche weitere Wasserfälle.

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Mittlerweile sind es nur noch 2-3 Grad und der kalte Wind weht stärker durch das Tal. Drum ziehe ich meine Handschuhe an. An einer Wand hängen Eiszapfen und ich komme mir vor wie in einem Kühlschrank. Der reißende Fluss und die hohen Felswände sehen beeindruckend aus.

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Im Fluss entdecke ich eine Gruppe Kajaks, die oberhalb eines Wasserfalls herumpaddeln. Die werden doch wohl nicht…?

Oh doch. Sie werden. Und schon befindet sich das erste Kajak im freien Fall. Für mich wäre das absolut nichts. Die Gruppe zieht weiter und ich schieße Fotos vom Wasserfall.

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Nun ziehe auch ich weiter. Nach einer halben Stunde höre ich von weitem das durchdringende Rauschen des fünfstufigen Wasserfalls Nanatsugama-Godan-no-Taki, der eine Gesamthöhe von 120 m aufweist.

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Die Luftfeuchtigkeit ist unglaublich hoch und ich muss meine Kameralinse öfter putzen. Staunend stehe ich auf einer Aussichtsplattform und erfreue mich am Anblick. Bisher der schönste Wasserfall, den ich in Japan gesehen habe. Eine Gruppe Wanderer steht neben mir und schießt ein Gruppenfoto. Der Wasserfall ist ein beliebtes Motiv in Japan. Und ich verstehe nun auch warum.

Nach einer kurzen Stärkung betrachte ich den Wasserfall von der oberen Aussichtsplattform Taki-no-Uetenbodai. Dort gibt es Bänke und ein Plumpsklo. Der Geruch ist widerlich. An der nächsten Kreuzung biege ich nach links ab, steige eine Treppe herunter und stehe vor dem unteren Teil des Wasserfalls Nanatsugama-Godan-no-Taki.

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Ich folge dem breiten Weg, überquere einige Brücken und stolpere über vergrabene Schienen im Sand.

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Früher fuhren hier Transportmulden, die Steine aus dem Steinbruch transportierten. Auf der linken Seite erhalte ich eine schöne Aussicht auf eine Bergkette.

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Ab hier steige ich einen steilen Pfad herab. Nach gut einem Kilometer komme ich wieder am großen Toilettenhäuschen an und gehe den gleichen Weg zurück. Um 13.20 Uhr erreiche ich mein Auto und fahre mit wunderschönen Erinnerungen nach Hause.

Verzeiht bitte die schlechte Qualität der Fotos. Meine alte Kamera konnte keine besseren Fotos schießen.


Details:
Distanz: 10 km
Dauer: 3.3 / 4.3 Stunden (ohne/mit Pausen)
Höhenmeter: 1323 m
Anstieg: 439 m
Abstieg: 439 m
Schwierigkeitsgrad: ✭ ✭ ✩✩✩
Jahreszeit: Frühling-Herbst
Startpunkt: Bushaltestelle Nishizawa Keikoku Iriguchi 西沢渓谷入口バス停 oder
Parkplatz Nishizawa Keikoku Iriguchi chushajo 西沢渓谷入口駐車場
Endpunkt: Bushaltestelle Nishizawa Keikoku Iriguchi 西沢渓谷入口バス停 oder
Parkplatz Nishizawa Keikoku Iriguchi chushajo 西沢渓谷入口駐車場
Fotos: 23. November 2013


Nützliche Schriftzeichen:
Nishizawa Keikoku 西沢渓谷
Chichibu-Tama-Kai Nationalparks 秩父多摩甲斐国立公園
Nishizawa Keikoku-Tal 西沢渓谷
Wasserfall Nanatsugama-Godan-no-Taki 七ツ釜五段の滝
Parkplatz Nishizawa Keikoku Iriguchi Chushasho 西沢渓谷入口駐車場
Enzan Bahnhof 塩山駅
Richtung Nishizawa Keikoku 西沢渓谷
Wasserfall Okobu-no-Taki 大久保の滝
Dreistufiger Wasserfall Sanshu-no-Taki 三重の滝
Fünfstufiger Wasserfall Nanatsugama-Godan-no-Taki 七ツ釜五段の滝
Aussichtsplattform Taki-no-Uetenbodai 滝の上展望台
Wasserfall Nanatsugama-Godan-no-Taki 七ツ釜五段の滝


Links:
Bus in Japan fahren: Die Anleitung
Koshu-Yamanashi Bus: Übersichtsseite (Englisch/Japanisch)


Übersicht:


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