Takayama (高山) hat eine schöne Altstadt, in der sich viele Händlerhäuser und Sake-Brauereien aus der Edo-Zeit (1603-1868) befinden.


Sannomachi Straße

Besonders im Süden der Stadt gibt es mehrere Einkaufsstraßen. Wie die Sannomachi. Hier reihen sich Cafes, Restaurants, Läden und Sake-Brauereien aneinander.

Im Norden von Takayama kann der Besucher alte Händlerhäuser, den Hachiman Schrein und das große Museum Takayama Yatai Kaikan des Takayama Festivals besuchen.

Eingangstor zum Hachiman Schrein

Jeden Morgen finden außerdem kleine Märkte statt. Zu finden sind sie vor dem ehemaligen Verwaltungsgebäude der Shogune Takayama Jinya und am Fluss Miyakawa. Dort können Besucher auch regionale Köstlichkeiten probieren.

Süd-Takayama

Takayama Jinya

  • Öffnungszeiten: 8.45-17.00 Uhr (bis 16.30 Uhr von Nov. bis Feb.; bis 18.00 Uhr im Aug.)
  • Geschlossen: 29. & 31. Dez. und 1. Jan.
  • Eintritt: 440 Yen
  • Verweildauer: 60 Minuten

Der Takayama Jinya war bis 1868 Verwaltungsgebäude der Shogune in Edo/Tokio. Das Gebäude verfügt über einen wunderschönen Garten, mehrere schöne Tatami-Räume und ist das letzte erhaltene Verwaltungsgebäude seiner Zeit.

Sake-Brauereien

  • Öffnungszeiten: (meist) 9.00-17.00 Uhr

Das reine Wasser aus den Hida Bergen war der Grund, warum sich bis heute viele Sake-Brauereien in Takayama ansiedelten. Die Brauereien können leicht am Sugidama (Ball aus Zedernzweigen) erkannt werden. Sie befinden sich in der Altstadt und bieten Verköstigungen an.

Fujii Art Museum

  • Öffnungszeiten: 9.00-17.00 Uhr
  • Eintritt: 700 Yen
  • Verweildauer: 20 Minuten

In diesem ehemaligen Händlerhaus befindet sich heute das urige Fujii Art Museum (Fujii Bijutsu Mingeikan). Dort gibt es auf 3 Etagen Gemälde, Keramik, Puppen und Haushaltsgegenstände zu bestauen.

Nord-Takayama

Hachiman Schrein

  • Öffnungszeiten: 24 Stunden offen
  • Eintritt frei
  • Verweildauer: 10 Minuten

Der Hachiman Schrein wurde vermutlich im 5. Jahrhundert von Kaiser Nintoku gegründet und soll die Stadt Takayama beschützen. Jedes Jahr im April und vom 9.-10. Oktober findet am Schrein das berühmte Takayama Herbst Festival statt.

Takayama Yatai Kaikan

  • Öffnungszeiten: 9.00-17.00 Uhr (bis 16.30 Uhr von Dez. bis Feb.)
  • Eintritt: 1.000 Yen
  • Verweildauer: 50 Minuten

Das Takayama Yatai Kaikan ist ein Museum für die 11 prachtvollen Festwagen des Takayama Herbst Festivals. Das Museum besteht aus zwei Gebäuden, dem Festwagen Yatai Kaikan und der Nikkokan Halle, in der der Toshogu Schrein aus Nikko in Miniatur ausgestellt ist.

Karakuri Museum

  • Öffnungszeiten: 9.05-16.25 Uhr
  • Dauer: 30 Minuten (eine Vorführung)
  • Eintritt: 600 Yen
  • Verweildauer: 40 Minuten

Nur einen Katzensprung vom Hachiman Schrein entfernt, befindet sich das Karakuri Museum, in dem Puppen auf Festwagen Vorführungen geben. Zusätzlich gibt es 300 Löwenmasken zu bestaunen.

Kusakabe Heritage House

  • Öffnungszeiten: 9.00-16.30 Uhr (bis 16.00 Uhr von Dez. bis Feb. & bis 15.00 Uhr von 29. Dez. bis 3. Jan.)
  • Geschlossen: Dienstag (von Dez. bis Febr.) und einige wenige Tage im Jahr
  • Eintritt: 500 Yen
  • Verweildauer: 20 Minuten

Das Kusakabe Heritage House wurde 1879 errichtet und ist eines der ältesten Händlerhäuser der Stadt. Zudem war es eines der ersten privaten Häuser der Region, das über eine spezielle neue Dachbauweise mit Klammern verfügte.

Yoshujima Heritage House

  • Öffnungszeiten: 9.00-17.00 Uhr (bis 16.30 Uhr von Dez. bis Feb.)
  • Geschlossen: Dienstag von Dez. bis Feb.
  • Eintritt: 500 Yen
  • Verweildauer: 20 Minuten

Das Yoshujima Heritage House steht direkt neben dem Kusakabe Heritage House und zeigt, wie wohlhabendenen Japaner damals gelebt haben. Das Haus gehörte einem ehemaligen Sake-Brauer.

Takayama Morgen-Märkte

  • Öffnungszeiten: 6.00-12.00 Uhr (von 7.00 Uhr im Winter)

In Takayama gibt es zwei Morgen-Märkte (Asaishi), die vor dem Takayama Jinya und am Miyagawa Fluss stehen. Auf dem Markt werden tägliche Produkte wie Gemüse, Früchte oder Süßigkeiten verkauft. Außerdem kann sich der Besucher durch die lokalen Köstlichkeiten schlemmen.

Aktivitäten

Kimono-Verleih ICCA

  • Öffnungszeiten: 9.00-17.00 Uhr
  • Geschlossen: Donnerstags
  • Preise: ab 3000 Yen

Mitten in der Altstadt befindet sich der Kimon-Verleih Icca, der viele verschiedene Kimono zur Auswahl besitzt. Besucher können so ohne Voranmeldung Takayama in traditioneller Montur erkunden.

Rikscha fahren

  • Zeiten: (meist) 9.00-17.00 Uhr (von 9.30-15.30 Uhr von Nov. bis März)
  • Preise: 7000 Yen / 30 Minuten

Wer keine Lust hat, Takayama zu Fuß zu erkunden, der kann einfach eine der vielen Rikscha am Straßenrand nehmen.

Zenouji Tempel 善応寺

  • Adresse: Google Maps
  • Zeiten: Jeden Abend um 19.00 Uhr
  • Eintritt: 500 Yen
  • Sprachen: Englisch/Japanisch
  • Verweildauer: 70 Minuten

Im Tempel Zenouji können Besucher ohne Anmeldung an einer Zen-Meditation teilnehmen und sich vom Reisestress erholen. Der Tempel befindet sich im Osten von Takayama.

Essen & Trinken

Hida Kotte Ushi 飛騨こって牛

Das wohl beste Rindfleisch-Sushi verkauft der Laden Kotte Ushi, der ganz umweltfreundlich Sushi-Stücke auf Esspapier verkauft. Kotte ist ganz leicht an der langen Schlange davor zu erkennen.

  • Standort: 34 Kamisannomachi, Takayama, Gifu 506-0846 (Google Maps)
  • Öffnungszeiten: 10.00-17.00 Uhr
  • Karte: Japanisch/Englisch
  • Preise:  ab 600 Yen
  • Empfehlung: Sushi X Hida Beef Sushi für 900 Yen
    • Medium Rindfleisch auf Reis und Esspapier. (2 Stück)

Masago Soba まさごそば

Im traditionellen Ramen-Restaurant Masago Soba versteht man zwar kein Englisch, dafür stehen auch nur zwei Gerichte zur Auswahl: Normale Ramen-Suppe (中華そば Chuuka Soba) und große Ramen-Suppe (大盛中華そば Omori Chuuka Soba). Die im Winter sehr lecker schmecken.

  • Standort: 31-3 Uramachi, Takayama, Gifu 506-0013 (Google Maps)
  • Öffnungszeiten: 11.30-17.00 Uhr
  • Geschlossen: Mittwochs
  • Karte: Japanisch
  • Preise:  ab 700 Yen
  • Empfehlung: 中華そば Chuuka Soba / Ramen für 700 Yen
    • Leckere Ramen-Nudelsuppe mit Schweinebraten, Bambus, Lauch, …


Insidertipps

  • Im April und Oktober findet das Takayama Festival mit Umzugswagen statt.
  • Für Takayama brauchst du maximal 1 Tag.
  • Besuche auch Shirakawago!

Anfahrt

Am einfachsten erreichst du Takayama vom gleichnamigen Bahnhof Takayama, den du mit dem Express ab Nagoya erreichst. Eine schöne Route ist mit dem Bus von Kanazawa mit dem Bus nach Shirakawago nach Takayama zu fahren. Die Sehenswürdigkeiten in Takayama lassen sich alle gut vom Bahnhof zu Fuß erkunden.

Per Zug:

  • Nagoya Bhf -> Express Wideview (1 Zug pro Stunde, 2 Std. 35 Min, ~6.000 Yen) ->  Takayama Bhf

Per Bus:

  • Kanazawa Bhf -> (über Shirakawago, 2 Std 15 Min, 3600 Yen) -> Takayama Bhf


Barrierefreiheit

  • Barrierefrei = BF, nicht Barrierefrei = NBF, Stillraum = SR, Wickelflächen = WF, Rollstuhltoilette = RT
  • Der Bahnhof Takayama ist BF, WF & RT.
  • Es gibt kaum Wickelflächen in Takayama.
  • Takayama Jinya: NBF, RT
  • Sake Brauereien: (meist) BF
  • Fujii Art Museum: NBF
  • Hachiman Schrein: NBF
  • Takayama Yatai Kaikan: BF, WF & RT
  • Karakuri Museum: BF, RT
  • Kusakabe Heritage House: BF
  • Yoshijima Heritage House: NBF
  • Takayama Morgen-Markt: BF, RT, WF
  • Kimono-Verleih: NBF
  • Rikscha: NBF
  • Zenouji: NBF

Nützliche Links

Englisch

Japanisch


Fehler gefunden? Tipps? Lass mir doch einen Kommentar da!

6 Thoughts on “[Takayama Reise] Altstadt-Takayama

  1. Hannes on 17. Mai 2021 at 15:25 said:

    Hallo,

    bei meiner Japan-Rundreise 2016 habe ich auch einen kleinen Abstecher nach Takayama gemacht. Ich stimme Dir in jedem Fall zu, dass ein Tag Aufenthalt genügt. Ich hätte aber dennoch noch zwei Ergänzungen für Aktivitäten vor Ort:

    – Spaziergang durch den Shiroyama-Park zu den Ruinen der Takayama-Burg. Der Weg und die Ruinen sind nicht spektakulär, aber man hat von dort oben ein paar tolle Aussichten ins Tal. Dauer: ca. 1h

    – Besuch des Freiluft-Museums “Hida no sato”. Das ist ein historisches Dorf ein bisschen außerhalb der Stadt, welches einen schönen Einblick in das damalige Leben vor Ort bietet. Aus der Altstadt ist es in 10 Min. mit dem Bus oder in ca. 30 Min. per pedes zu erreichen.

    LG und vielen Dank für den tollen Blog, den ich leider erst nach meiner Reste entdeckt habe!

  2. Christina on 17. Mai 2021 at 20:44 said:

    Takayama war rückblickend eines meiner Highlights unserer Japan Reise 2018. Leider hatten wir nur wenige Stunden Aufenthalt aber wir fanden Zeit für einen Bummel über den Morgenmarkt und die schönen Altstadtstraßen. Besonders schön fand ich auch die vielen kleineren Läden, die handgefertigten Schmuck oder andere Kleinigkeiten angeboten haben.

    Ich würde gerne noch mal nach Takayama. Fernweh lässt grüßen.

    Danke für den schönen Artikel

    • Hallo Christina,

      die vielen kleinen Läden sind mir auch bleibend in Erinnerung geblieben. :-)

      Viele Grüße aus Tokio
      Tessa

  3. Anja on 20. Mai 2021 at 20:13 said:

    Hi,

    bei meiner ersten Reise waren wir auch 3 Nächte in Takayama und ich habe den Zeitpunkt so gewählt, dass wir zum Herbst-Festival dort waren. Ich kann jedem nur empfehlen das mitzumachen.
    Allein die Kulisse ist athemberaubend. Eingebettet in den Alpen. Der Weg dorthin mit dem Zug ein kleines Abenteuer.
    Die Stadt war voller Menschen als wir ankamen am ersten Tag des Festivals. Es gab die typische Imbissstände, an denen wir allerlei kosten konnten. Alle Läden waren offen und boten allerlei regionale Spezialitäten.
    Zum Fest gibt es an 2 Tagen Puppenspiele am Haschiman Schrein und der Umzug in der Nacht war gelinde gesagt eine echte Überraschung. (keine Spoiler an dieser Stelle XD) Auf jeden Fall gab es diese ganz besondere Gefühl das ich nie vergessen werde als die Kinder oben in den Wagen ihre Flöte spielten und diese ganz besondere Spannung in der Luft lag.
    Ich würde ebenfalls das Hida no Sato Dorf empfehlen, für alle die es nicht nach Shirakawago schaffen. Hier gibt es einige traditionelle Hütten mit kleinen Ausstellungen, die man besichtigen kann. Außerdem kann man Handwerkern bei Ihrer Arbeit zuschauen und das Gelände ist landschaftlich ebenfalls ein Augenschmaus.
    Des Weiteren sollte man als Andenken ein Sarubobo-Püppchen für sich (und andere) aussuchen und Hida Beef probieren.
    Es war so unfassbar leer als das Festival vorbei war und auch nicht alle Läden schienen geöffnet zu haben. Es wirkte wie ausgestorben.
    Wir fanden dann noch diesen abgelegenen Schrein in der Nähe der Unterkunft, der den liebenden Kois gewidmet ist. Man konnte sich sogar einen Fisch aus Pappmaché angeln, was ich dann auch tat.

    So genug der Schwämerei
    Gruß Anja

    • Corinna on 21. Mai 2021 at 7:45 said:

      Hallo Anja,

      vielen Dank für deine Reiseerinnerungen. Hört sich ganz danach an, als müsste ich da auch mal hin… :)

      Viele Grüße aus der WanderWeib-Redaktion
      Corinna

Schreibe einen Kommentar zu Anja Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Post Navigation