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[Koyasan] Japanische Tempelübernachtung Shukubo

Shukubo (宿坊, shukubō) ist die Möglichkeit, in einem japanischen Tempel zu übernachten. Gerade auf dem Berg Koyasan gibt es mehr als 52 Übernachtungsmöglichkeiten, bei denen Besucher auf traditionelle Weise das buddhistischen Leben kennen lernen.

Hier gibt es die besten Hotel Tipps zum Übernachten im Tempel auf dem Koyasan, ganz individuell zusammengestellt. Eine gute Lage für deine Unterkunft ist auch sehr wichtig, um alle wichtige Koyasan-Sehenswürdigkeiten gut zu erreichen.

Was kostet eine Tempelübernachtung auf dem Koyasan?

Die Tempelpreise auf Koyasan sind niedriger als die Hotelpreise in Kyoto oder Tokio. Der Preis für eine Tempelübernachtung auf Koyasan variiert vor Allem durch die Ausstattung und die Raumgröße.

Auf Koyasan gibt es viele buddhistische Tempel. Diese zeichnen sich durch ihr traditionell eingerichtetes Zimmer, ihre heißen Quellen (Onsen) und ihre erlesenen Speisen aus. Das hat seinen Preis:

Für ein Tempelzimmer auf Koyasan liegen die Kosten bei ca. 110 Euro pro Nacht in einem günstigen Tempel. Größere Zimmer kostet ab 170 Euro und Luxus-Tempel ab 300 Euro pro Nacht. Der Preis beinhaltet ein Abendessen, eine Übernachtung und das Frühstück.

Zur Hauptsaison zur Kirschblüte oder im Sommer (Juli-Anfang September) kann sich der Zimmerpreis verdoppeln und günstige Unterkünfte sind schnell ausgebucht. Aus dem Grund solltest du schon weit im Voraus mindestens 3-4 Monate vorher buchen.

Beachte, die meisten Unterkünfte akzeptieren erst sechs Monate vorher Reservierungen.

Für einen ersten Besuch in einem Tempel auf Koyasan empfehlen wir ca. 1-2 Nächte in einem Tempel einzuplanen, um wichtige Sehenswürdigkeiten zu besuchen und zu entspannen.

Typisches Shukuko Zimmer im Fudo-in

Unser Tipps:

  • Jeder Tempel bietet die Möglichkeit an, an dem Morgengebet teilzunehmen. Diese findet meist zwischen 6.00 bis 7.00 Uhr morgens statt.
  • Hol dir den Koyasan World Heritage Pass oder den Kansai Thru Pass, damit werden alle wichtigen Verkehrsmittel für 2-3 Tage abgedeckt.

Wo auf Koyasan übernachten?

Garan – Das erste Tempel-Viertel

Konkret empfehlen wir eine Unterkunft in der Mitte zwischen den zwei wichtigsten Sehenswürdigkeiten dem Garan (Pagode), das ersten Tempel-Viertel, und der Ruhestätte von Kobo Daishi Okunoin zu wählen. So kannst du gut beide zu Fuß erkunden und musst nicht auf Busse warten.

Alle weiteren Sehenswürdigkeiten des Koyas wie der Kongokuji Tempel, der für seinen Steingarten weltbekannt ist, das Reihokan Museum, das Tokugawa Mausoleum oder das Daimon Tor befinden sich so auch in Laufweite.

Unsere Tempelempfehlungen auf dem Koyasan

Normalerweise ist so eine Tempel-Buchung relativ schwierig, aber seit Kurzem können Touristen ganz bequem über Booking.com* buchen.

Beispielsweise können wir den Tempel Fudoin* empfehlen. Dort haben wir herrlich übernachtet (siehe Fotos). Das Essen war erstklassig, die Zimmer neu und das Personal sehr freundlich. Die Lage ist auch ideal zwischen Garan und Okunoin. Das Morgengebet war ein echtes Erlebnis.

Wer aufs Geld schauen muss, der wählt eine Unterkunft wie das Fugenin* aus, das relativ günstige Tempel-Übernachtungen anbietet. Die Zimmer sind zwar schon in die Jahre gekommen, besitzen aber ihren eigenen Charme.

Für Luxus empfehlen wir das Sojiin*, welches den schönsten Steingarten auf Koyasan besitzt. Diese Tempel-Übernachtung wird dein ganz besonderes Erlebnis mit sehr schön ausgestatteten großen Zimmern, hauseigenem Onsen, freundlichen Mönchen und sehr leckerem Abendessen & Frühstück. Die Lage ist klasse.

Konkret kannst du auf Booking folgende Tempel buchen:

Günstige Tempel-Übernachtung

Gute Tempel-Übernachtung

Luxus-Tempel-Übernachtung

Highlights einer Tempelübernachtung auf Koyasan

Bei jeder Tempelübernachtung ist das buddhistische vegane Abendessen (Shojin Ryori) das Highlight. Es besteht aus typischen japanischen Gerichten wie Tofu, Nudeln oder Gemüse. Besucher sollten nicht später als 17.00 Uhr im Tempel einchecken, da das Abendessen meist zwischen 17.30-18.00 Uhr serviert wird.

Vegetarisches Abendessen (Shojin Ryori)

Nach dem Essen werden die Tische zur Seite geschoben und Futon-Betten auf dem Tatami-Boden ausgeklappt

Ausgeklappte traditionelle Futon-Betten

Die Toiletten und die heißen Quellen (Onsen) werden übrigens häufig von allen Besuchern gemeinsam genutzt.

Morgengebete Otsutome

Um typischerweise 6.00 Uhr morgens findet das Morgengebet (Otsutome) statt. Dabei wird das Herz-Sutra zitiert und die Besucher sind eingeladen, es nachzusagen. Meist dauert es 30-45 Minuten. Manche Tempel bieten sogar Shingon-Meditation an.

Zwischen 7.00-8.00 Uhr morgens steht dann das vegetarische Frühstück (Shojin Ryori) bereit, bevor die hektische Reise weitergeht. ;-)

Vegetarisches Frühstück (Shojin Ryori) 

Insidertipps

  • Generell empfehle ich eher in einem Tempel um die 30.000 Yen (~170 €) zu übernachten, weil die günstigeren oft ziemlich schäbig sind.
  • Getränke müssen extra bezahlt werden. Auch Wasser!
  • In den meisten Tempeln verstehen die Mönche Englisch.
  • Schaut euch unbedingt den Garten, die Hallen oder die Schätze des Tempels an.

Nützliche Links

Englisch

  • Shubuko – Offizielle Webseite des Koyasans

Japanisch

  • Shukubo – Offizielle Webseite des Koyasans

6 Kommentare

  • Jessica

    Liebes Wanderweib-Team,

    wir sind gerade dabei unsere Japanreise zu buchen und würden am liebsten auch eine Nacht in einem Tempel verbringen.
    Der Kyosan liegt leider nicht auf unserer Route, deshalb schauen wir uns momentan in Kyoto um.
    Wir haben auch ein paar interessante gefunden, jedoch leider nur mit Telefonnummer als Kontakt.

    Ich habe mir bereits einige Sätze zur Reservieung herausgesucht auf japanisch, denke aber nicht, dass ich die Antworten oder Nachfragen verstehen werde und finde dazu leider auch nichts handfestes.
    Falls Englisch funktioniert wäre das natürlich super.
    Gibt es ein paar gängige Antworten oder Nachfragen seitens des Tempels auf japanisch, die ihr mir zur Vorbereitung geben könntet?

    Vielen lieben Dank bereits im Vorraus!
    Ganz liebe Grüße

  • M. Haakh

    Dass Tempelübernachtungen ohne solide Japanischkenntnisse kaum zu organisieren sind, habe ich ebenfalls festgestellt. Ich war auf der Suche nach einer Gelegenheit, um nicht nur für ein oder zwei Tage, sondern gleich etwas länger in einem Tempel zu verweilen und dort etwas tiefer ins Alltagsleben einzutauchen.

    Eine Gelegenheit konnte ich immerhin ausfindig machen. Mit den Schlagworten „Zen Retreat“ und „Japan“ ist sie auf Google sogar recht leicht zu finden, aber auch so ziemlich das Einzige, was für Fremdsprachler relativ einfach zugänglich ist und trotzdem ein wenig außerhalb der ganz ausgetretenen Touristenpfade liegt.

    Der Ort heißt „Shogan-ji“ und liegt an der Nordostküste Kyushus zwischen Oita und Usuki zwischen bewaldeten Hügeln und dem Meer. Tempel und zugehöriger Haushalt werden bewohnt von Mönch Jiho Kongo, seinen drei Katzen und wechselnden Gästen aus aller Welt. Japanischkenntnisse sind, wie gesagt, nicht zwingend nötig: Jiho-sans Englisch ist zwar etwas rudimentär, für den Alltag aber vollkommen ausreichend, und er hat viel Routine in der täglichen Kommunikation über alle möglichen Sprachbarrieren hinweg.

    Der Tag beginnt im Tempel um 5:30 Uhr mit Jiho-sans Morgengebet, während die Gäste sich nach und nach zur Meditation einfinden. Von 6 bis 7 Uhr wird eine volle Stunde Zazen praktiziert; danach gibt es Tee oder für die, die möchten, auch Kaffee, aber kein Frühstück: bis zum Mittagessen wird gefastet.
    Anschließend wird für einige Stunden „Samu“ verrichtet, verschiedene tägliche Arbeiten zum Unterhalt des Tempels und der Gemeinschaft, zum Beispiel Unkrautjäten im Garten, Putzen im Haus oder Reparieren von Kleidung und Gerät.

    Das Leben im Tempel ist für die Gäste ansonsten so ruhig und asketisch, wie sie es sich selbst gestalten: Mahlzeiten werden von Jiho-san persönlich nach traditioneller japanischer Art frisch und saisonal zubereitet und reichlich aufgetischt; ich hatte zum Beispiel täglich leckere, frisch gekochte Misosuppe und braunen Reis aus der Umgebung, oft auch Sashimi von frisch gefangenem Seefisch, Tofu, selbst eingelegtes Gemüse und gelegentlich gemeinsam hausgemachte Udon-Nudeln.
    Die Nachmittage können individuell gestaltet und verbracht werden, ob mit noch mehr Samu, eigener Arbeit oder mit Freizeitaktivitäten. Wer Webkonferenzen veranstalten oder Netflix schauen will, kann dank W-LAN sogar das tun.

    Die Erfahrung in Shogan-ji ist für viele ein wenig anders, als sie es von einem Zen-Tempel erwartet haben. Aber es ist ein wirklicher, über 600 Jahre alter Tempel mit einem wirklichen Mönch im wirklichen Leben. Trotzdem lässt sich meine Erfahrung mit diesem Tempelaufenthalt insgesamt vielleicht besser als „Homestay“ beschreiben denn als „Retreat“.

    Webseite: http://www.zenretreat.com
    Buchung: über Pierre Black (Montreal/Kanada; in englisch) unter shoganjizenretreat@gmail.com ; Näheres dazu auf der Webseite
    buchbar das ganze Jahr über, Aufenthalt mindestens 5, maximal 30 Tage
    Preis: 9.700 Yen/Nacht, davon sind 1.200 Yen/Nacht bei Buchung anzuzahlen

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