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[Tipps] Jika Tabi: Der Ninja-Schuh aus Japan

Wer sich mit Japan beschäftigt, wird irgendwann über diese Ninja-Schuhe (aka Jika-Tabi) stolpern. Nicht nur japanische Rikscha-Fahrer tragen diese bequeme Schuhe sondern auch Gärtner. Und ganz früher sogar Ninjas. Wir verraten dir, was du über Jika Tabi wissen musst, wo du die Schuhe kaufst und was es zu beachten gibt.

Traditionelles Schuhe in Japan sind Zoris (Strohsandalen) und Getas, die du vielleicht aus Samuraifilmen oder von Geishas kennst. Getas sehen aus wie hölzerne Flip-Flops mit Plateausohle und Zoris sind tatsächlich das Vorbild für moderne Flip-Flops gewesen.

Getas in einem Laden in Japan

Wegen diesen Schuhen gibt es entsprechende Socken mit einer extra Tasche für den großen Zeh. Diese Art Socken heißen in Japan „Tabi“. Nach der Industrialisierung wurde die Gummisohle erfunden und unter die traditionellen Socken geklebt: Der Jika-Tabi war geboren!

Tabi mit Gummisohle

Der Name bedeutet „Socken, die den Boden berühren“, weil du ja jetzt mit den Socken (Tabi) auf dem Boden rumlaufen kannst. Heute findest du vor allem Rikscha-Fahrer in Japan, die mit diesen Schuhen herumlaufen, denn sie sind unglaublich bequem.

Rikscha-Fahrer mit Jika-Tabi

Jika-Tabis bestehen normalerweise aus Stoff, deswegen sind sie leicht und atmungsaktiv. Das macht sie aber im Regen oder Schnee witterungsanfällig. Speziell dafür gibt es auch Jika-Tabis aus Leder oder extra für die Gartenarbeit, die dann auch oben mit Gummi überzogen sind.

Jika-Tabi mit Gummiüberzug

Jika-Tabi anziehen

Jika-Tabis werden etwas anders angezogen als unsere westlichen Schuhe. Tabis sind hinten offen, wir schlüpfen direkt frontal in den Schuh und müssen dann hinten schließen.

Dabei haben Jika-Tabis ein besonderes Verschlusssystem, die Kohaze.

Das sind kleine Metallplättchen, die in dazu passende Maschen eingeklipst werden. Das hält wirklich gut und durch die mehreren Reihen an Maschen lässt sich der Schuh auf den Fuß anpassen, bzw. fester oder lockerer binden.

Jika-Tabis kaufen

Normale Jika-Tabis sind bei uns recht günstig hier* zu haben. In Japan kosten sie zwischen ~20 und 30 Euro. Aber es gibt noch Hersteller, die fertigen von Hand und besitzen auch sehr schicke Modelle. In Japan gibt es spezielle Jika-Tabi Läden in Nara und Kamakura.  Mehr dazu auf dessen Homepage:  Tabi-ji.

Tabi-Socken bekommst du neben diesen Läden auch überall in Kimono-Läden wie zum Beispiel in Asakusa (Nakamise) oder Harajuku (Takeshita-Straße).

Unbedingt Tabi-Socken?

Brauchen wir denn auch Tabi-Socken, wenn wir Jika-Tabis haben? Notwendig sind sie nicht. Mit folgendem „Trick“ wird jeder Socken zum Tabisocken:

  1. Einmal den Socken eindrücken.
  2. Kurz mit den Zehen halten.
  3. Dann direkt in den Schuh.

Einfach ein-, zweimal üben, dann klappt es bestimmt.


Insidertipps

  • Trage die Jika-Tabis im Sommer auch gerne barfuß.
  • Japanische Schuhgrößen rechnet man in cm. Ein Schuh in Größe 28 ist also 28cm lang. Kurz gesagt, die japanische Schuhgröße mal 1,5 nehmen und schon hat man die deutsche Größe. Also aus der japanischen 28 wird eine deutsche 28*1,5 = 42.
  • Jika-Tabis sitzen recht eng am Fuß, ein normaler deutscher Schuh hat etwas Luft.

Fragen? Tipps? Lass uns einen Kommentar da!


2 Kommentare

  • David

    Ein sehr schöner Beitrag!
    Man könnte hier noch ggf. Geta Schuhe hinzufügen, die fand ich als Kind immer schön ;-D.

    Viele Grüße
    David

    • Joerg

      Dankeschön ^_^
      Vielleicht schrieben wir auch dazu mal was, mal schauen. Und ja, die sind auch sehr ikonisch und japantypisch.

      Viele Grüße aus der Wanderweib Redaktion
      Joerg

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