WanderWeib-Forum

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Südliches Honshu/Kyushu - April/Mai

Eigentlich hatte ich für den Bereich zwischen Osaka und Kyushu elf Tage eingeplant, aber aus diversen Gründen sind es nun max. sieben. Damit lässt sich nicht ganz so vieles ansehen, wie anfangs angedacht. Meine Idee ist:

  • Himeji als Ausflug von Osaka
  • Okayama als Übernachtungsort für einen Ausflug nach Kurashiki und Bizen (halben Tag für Keramik)
  • Hiroshima
  • Yamaguchi

Da blieben noch zwei Tage, die noch leer sind.

Für Kyushu habe ich die Idee einer Rundreise gestrichen, da ich drei Nächte in Saga sein werde, da am 3. & 4. das Hakata Dontaku stattfindet. Hatte ich erst nicht vor, aber bei euch und anderen Seiten sah es zu gut aus, um nicht dabei zu sein. Das Takayama Matsuri ist leider wortwörtlich ins Wasser gefallen, was leider ein wenig unzufriedenstellend war.

Mein Plan ist wie folgt:

  • Saga mit Ausflug nach Fukuoka
  • Saga mit Ausflug nach Kurume (Kleidung) & Karatsu (Keramik)
  • Beppu

So habe ich ein wenig mehr als einen Tag übrig, aber ob ich den für Kumamoto oder Kagoshima nutzen will, weiss ich nicht. Ich könnte auch die zwei Tage anstatt für Honshu für Kyushu benutzen, damit ich ein wenig mehr dort besuchen könnte. Für Tipps, wäre ich hier sehr dankbar.

Die letzten drei Tage sind Nagoya für den Ghibli-Park und Kawaguchiko für Fujisan.

Sehr flexibel zu sein, hat sich glücklicherweise als sehr gute Wahl herausgestellt.

Was ich mir immer vor genommen, aber auf vier Reisen noch geschafft habe, einmal den alten Handelsweg aus der Edozeit ablaufen, der zwischen Yamaguchi und Hagi verläuft. In der Edozeit war Hagi das Zentrum der Präfektur Yamaguchi, dort stand die Burg (heute nur noch das Gelände zu besichtigen). Mit der Meji-Restaurantion und dem Aufkommen der ersten Eisenbahn an Japans Südküste, wurde der Norden etwas abgehängt und verlor an Bedeutung, da wurde die Hauptstadt nach Yamaguchi gelegt und die Präfktur entsprechent benannt (übrigens spielten diverse Politiker aus Yamaguchi entscheidene Rollen bei der Mji-Restauration). Das hatte den Effekt, dass Hagi auch nicht industrialisiert wurde, also erstmal seinen Charakter als Stadt aus der Edozeit behalten hat und auch während des zweiten Weltkriegs nie bombardiert wurde. Der alte Handelsweg ist ausgeschildert und erschlossen, ca. 40 km lang. Kann man als normal-geübter Wanderer an einem Tag schaffe. Abends in einem Ryokan mit Onsen übernachten, am nächsten Tag Vormittags Hagi anschauen, dann weiter reisen. Wäre eine Idee.

Auif Kyushu fand ich Kagoshima ganz hübsch, in Kumamoto war ich nur auf der Durchreise, also ich habe es nur vom Zug aus gesehen, kann ich leider nichts zu sagen. Dafür gab es in Nagasaki viel zu sehen, was von Saga auch machbar wäre.

Nach Hagi zu laufen hört sich wirklich interessant an. Ich habe die Route als PDF gefunden (https://hagi-okan.yamaguchi-city.jppamphh/dl/en_routemap2022.pdf) mit recht grosszügig bemessenen Wanderzeiten. Ich werde mich aber noch nicht festlegen, da ich bis dann 48 Tage unterwegs sein werde - mit einem Ruhetag -, wobei ich den ÖV in den Städten eher links liegen gelassen habe. Und 40 km bin ich bisher noch nicht gewandert, aber wenn ich früh am Morgen losgehen, sollte ich das hinbekommen. Danke für den Tipp!

Wie ich Nagasaki vergessen konnte, weiss ich auch nicht. Ich habe also drei zur Auswahl und entscheide spontan.

Bis jetzt hat sich die Golden Week bei den Buchungen nicht bemerkbar gemacht, was hoffentlich so bleibt.

 

 

Ich denke, noch ist das Wetter okay. Als ich in Yamaguchi war, war es Anfang August, 40°C und 90% Luftfeuchtigkeit waren nicht unüblich. Vielleicht hat das mit den Ausschlag gegeben, die Wanderung damals sein zu lassen... an sich müssten die 40km schon an einem Tag machbar sein. Proviant einpacken, genug zu trinken, das Haupotgepäck in Yamaguchi im Hotel lassen, mit leichtem Gepäck angehen.

In Yamaguchi lohnt sich die Stadt einen Tag anzuschauen, und dann nebendran in Yuda-Onsen sich ein schönes Hotel zu suchen und im Onsen zu entspannen. In der Gegend liegt noch Hofu, auch ganz hübsch anzuschauen. Kann man mit der Seilbahn hoch auf den Berg und hat ne schöne Aussicht. So ganz viel gibt der Ort auch nicht her, aber einen halben Tag kann man gut machen, wenn man das will.

Nagasaki beherbergt einen Atombombenpark mit Denkmälern, diverse Tempel, Museen, und die Insel Dejima, Japans Tor nach Westen für 300 Jahre. Nur dort durften Europäer sich aufhalten udn Handel treiben. Ein Privileg, dass dne Holländern vorbehalten war. Und die Kanonenbootinsel gibt es dort auch. also schon einiges zu sehen.

Oh je, das könnte ich auch nicht aushalten... Ich konnte sehr billig ein Zimmer in einem Ryokan in Yuda Onsen erhalten; freu mich darauf. Ich werde mein Gepäck nach Saga weiterschicken lassen und nehme nur das Nötigste mit - falls es wirklich nur am Vormittag leicht regnet. Wenn sich morgen die Situation laut Vorhersage verschlechtert, schaue ich mir Yamaguchi an und fahre nach Hagi.

Danke für die vielen Tipps!

 

Jetzt musst du noch irgendwann schreiben, wie es dir gefallen hat? Da bin ich ja sehr gespannt. Wenn du mal Zeit hast, oder wieder hier bist.

Ich schreibe kurz hier rein, aber denke ein separater, ausführlicher Beitrag mit Bildern wäre besser.

Erst mal hat es geregnet, aber ich habe mich für die Wanderung entschieden, da es laut Wetterbericht nicht so stark sein sollte. Ich bin von Yuda Onsen nach Akiragi gewandert und habe 32 km in sieben Stunden bewältigt. Es hat mir gut gefallen, da es durch den Regen etwas Mystisches hatte und man durch schöne Gegenden läuft. Hat sich definitiv gelohnt. Ich habe es nicht ganz bis nach Hagi geschafft, da es zeitlich nicht mehr wirklich drinlag für den Abholdienst vom Ryokan - und ich war auch echt durchnässt und kaputt. Der Bus vom Akiragi nach Higashi-Hagi kam also gerade recht.

Danke für den Vorschlag!

Danke für den Bericht. Ach, ich wusste es schon seit ich von dem Wanderweg erfahren habe, den muss ich irgendwann mal laufen. Das kommt nächstes Mal in Japan auf die Liste.

Hab weiter wunderbare Erlebnisse und Abenteuer in Japan!