WanderWeib-Forum
Reisen mit Kleinkind im September
Zitat von Eva S. am 23. April 2026, 15:51 UhrHallo Tessa und Jörg,
toll, dass es dieses Forum gibt!
Wir, Eltern mit einem dann 1 jährigem Kind, reisen Anfang September für gute 3 Wochen nach Japan, Ankunft in Tokio. Leider war aufgrund äußerer Umstände keine angenehmere Jahreszeit möglich. Wir möchten langsam reisen und ein Gefühl für das Land bekommen. Um dieses Gefühl zu bekommen, stelle ich mir u.a. eine Teezeremonie, eine Übernachtung in einem Ryokan, wenn möglich eine Tempelübernachtung, leckeres Essen, Spaziergänge,... vor. Es ist für uns in Ordnung, wenn wir nicht alle touristischen Highlights gesehen haben.
Bezüglich der Reiseroute ist sind wir noch unentschlossen und wären über Hinweise dankbar, die das Wetter und das Reisen mit Kind berücksichtigen.
- Entweder wir fahren südlich von Tokio. Laut ChatGPT ist vor allem das Wetter in Tokio und Kyoto unangenehm, sodass wir zumindest in Kyoto nicht zu lange bleiben würden. In den anderen Orten wäre das Wetter angeblich okay.
Tokio, Hakone (mind. 3 Tage), Takayama (mind. 4 Tage), Kyoto (mind. 3 Tage), (Koyasan mind. 3 Tage), Tokio
- Oder wir fahren in die Tohoku Region. Ist das Wetter dort wirklich so viel besser ist, wie südlich von Tokio? Dazu haben wir im Internet widersprüchliche Aussagen gefunden. Vor allem auf Koyasan und die Übernachtung in einem Tempel habe ich mich sehr gefreut. Laut ChatGPT könnten wir das Erlebnis in Tohoku durch Kakunodate, Chuson-ji / Yamadera und Nyuto Onsen „ersetzen“ und es wäre mit Kleinkind viel entspannter. Wie seht ihr das?
Tokio, Sendai (mind. 2 Tage), Kakunodate (mind. 3 Tage), Chuson-Ji und / oder Yamadera (mind. 3 Tage), Nuyoto Onsen (mind. 3 Tage), Tokio
- Oder wir fahren in einen Rutsch nach Sapporo und haben angenehmeres Wetter. Allerdings finden wir die Fahrt recht weit. Zudem haben wir gelesen, dass der September landschaftlich nicht so reizvoll sein soll und wir einen Mietwagen bräuchten.
Wir würden uns sehr über Tipps freuen.
Danke und viele Grüße, Eva
Hallo Tessa und Jörg,
toll, dass es dieses Forum gibt!
Wir, Eltern mit einem dann 1 jährigem Kind, reisen Anfang September für gute 3 Wochen nach Japan, Ankunft in Tokio. Leider war aufgrund äußerer Umstände keine angenehmere Jahreszeit möglich. Wir möchten langsam reisen und ein Gefühl für das Land bekommen. Um dieses Gefühl zu bekommen, stelle ich mir u.a. eine Teezeremonie, eine Übernachtung in einem Ryokan, wenn möglich eine Tempelübernachtung, leckeres Essen, Spaziergänge,... vor. Es ist für uns in Ordnung, wenn wir nicht alle touristischen Highlights gesehen haben.
Bezüglich der Reiseroute ist sind wir noch unentschlossen und wären über Hinweise dankbar, die das Wetter und das Reisen mit Kind berücksichtigen.
- Entweder wir fahren südlich von Tokio. Laut ChatGPT ist vor allem das Wetter in Tokio und Kyoto unangenehm, sodass wir zumindest in Kyoto nicht zu lange bleiben würden. In den anderen Orten wäre das Wetter angeblich okay.
Tokio, Hakone (mind. 3 Tage), Takayama (mind. 4 Tage), Kyoto (mind. 3 Tage), (Koyasan mind. 3 Tage), Tokio
- Oder wir fahren in die Tohoku Region. Ist das Wetter dort wirklich so viel besser ist, wie südlich von Tokio? Dazu haben wir im Internet widersprüchliche Aussagen gefunden. Vor allem auf Koyasan und die Übernachtung in einem Tempel habe ich mich sehr gefreut. Laut ChatGPT könnten wir das Erlebnis in Tohoku durch Kakunodate, Chuson-ji / Yamadera und Nyuto Onsen „ersetzen“ und es wäre mit Kleinkind viel entspannter. Wie seht ihr das?
Tokio, Sendai (mind. 2 Tage), Kakunodate (mind. 3 Tage), Chuson-Ji und / oder Yamadera (mind. 3 Tage), Nuyoto Onsen (mind. 3 Tage), Tokio
- Oder wir fahren in einen Rutsch nach Sapporo und haben angenehmeres Wetter. Allerdings finden wir die Fahrt recht weit. Zudem haben wir gelesen, dass der September landschaftlich nicht so reizvoll sein soll und wir einen Mietwagen bräuchten.
Wir würden uns sehr über Tipps freuen.
Danke und viele Grüße, Eva
Zitat von Joerg am 24. April 2026, 10:02 UhrHallo Eva,
ich war mit zwei Kindern (damals 1 udn 4) in Japan unterwegs, den einjährigen hatten wir in einer Kraxe und den dann auf dem Rücken immer mitgenommen. Ging gut und die Japaner waren hin und weg von dem kleinen. Das "bebi-fudo" (Gläschen mit Babynahrung, was bei uns Hipp und Alete usw. wären) findet man im Supermarkt oft neben dem Tierfutter. Schone das Wort, eine transliteration des englischen "Baby-Food" weißt darauf hin, dass das für Japaner eine relativ neue Sache ist, eigenes Essen für Kinder. Denen hat man einfach Reis und Gemüse, was alle essen, zu Brei verkocht und gefüttert. Falls ihr sowas mal sucht. Windeln hingegen heißen "omutsu" und das ist ein altes japanisches Wort. Die findet man gut in allen Drogerien.
Zur Reise, wenn es etwas weniger touristisch sein darf, würde ich tatsächlich eure zweite Route eher machen. Da zieht es nicht so viele Touris hin, andere Dinge kann man sich ja für einen zweiten oder dritten Urlaub aufheben.
Sapporo dauert die Fahrt mit dme Zug lange, weil die schnellstrecke für den Shinkansen bis 2030 noch gebaut wird. Da lohnt es sich eher einen Flug ab Tokio zu nehmen, also einfach weiterfliegen. Und ja, auf Hokkaido ist ein Mietwagen schon praktischer, wenn man die Insel bereisen möchte. Es fahren natürlich auch Bahnen, ist dann die Frage, wo man genau hin will.
Hallo Eva,
ich war mit zwei Kindern (damals 1 udn 4) in Japan unterwegs, den einjährigen hatten wir in einer Kraxe und den dann auf dem Rücken immer mitgenommen. Ging gut und die Japaner waren hin und weg von dem kleinen. Das "bebi-fudo" (Gläschen mit Babynahrung, was bei uns Hipp und Alete usw. wären) findet man im Supermarkt oft neben dem Tierfutter. Schone das Wort, eine transliteration des englischen "Baby-Food" weißt darauf hin, dass das für Japaner eine relativ neue Sache ist, eigenes Essen für Kinder. Denen hat man einfach Reis und Gemüse, was alle essen, zu Brei verkocht und gefüttert. Falls ihr sowas mal sucht. Windeln hingegen heißen "omutsu" und das ist ein altes japanisches Wort. Die findet man gut in allen Drogerien.
Zur Reise, wenn es etwas weniger touristisch sein darf, würde ich tatsächlich eure zweite Route eher machen. Da zieht es nicht so viele Touris hin, andere Dinge kann man sich ja für einen zweiten oder dritten Urlaub aufheben.
Sapporo dauert die Fahrt mit dme Zug lange, weil die schnellstrecke für den Shinkansen bis 2030 noch gebaut wird. Da lohnt es sich eher einen Flug ab Tokio zu nehmen, also einfach weiterfliegen. Und ja, auf Hokkaido ist ein Mietwagen schon praktischer, wenn man die Insel bereisen möchte. Es fahren natürlich auch Bahnen, ist dann die Frage, wo man genau hin will.
Zitat von Eva S. am 24. April 2026, 14:21 UhrVielen Dank für deine schnelle Rückmeldung und Tipps!
Weswegen würdest du die zweite Route bevorzugen? Wegen dem Wetter oder weil es mit Kleinkind entspannter ist?
Und die Route an sich findest du stimmig?
Vielen Dank für deine schnelle Rückmeldung und Tipps!
Weswegen würdest du die zweite Route bevorzugen? Wegen dem Wetter oder weil es mit Kleinkind entspannter ist?
Und die Route an sich findest du stimmig?
Zitat von Joerg am 24. April 2026, 18:10 UhrDie erste Route ist etwas "überlaufener". Versteh mich nicht falsch, da sind wunderschöne Orte dabei, da macht man nichts verkehrt. Aber wenn es okay ist, nicht die touristischen Highlights zu sehen, bietet die andere Route, gerade wenn ihr bis Akita hochfahrt, mehr das sanfte Japangefühl. Ich war auch weit von Tokio weg unterwegs, in der Präfektur Yamaguchi war ich in Orten, da war die letzten 20 Jahre mindestens kein Ausländer gewesen, wenn man sich dort in ein Izakaya setzt Abends, dann trifft man nur Japaner, die noch neugierig sind. In Tokio und Kyoto sind Touris schon im Stadtbild integriert, da sind die Einwohner schon manchmal etwas müde, ob der Massen.
Trotzdem, Kyoto ist schon toll und Osaka und Nara liegen da auch, also da kriegt man schon was geboten. aber das Wetter ist anstrengend, das ist nach Norden raus etwas besser, die vielen anderen Touris... ich würde sagen, für die Tour kommt ihr einfach wieder, wenn das Kind etwas größer ist und ihr eine bessere Reisezeit aussuchen könnt.
Ich würde mir noch überlegen, was wollt ihr denn erleben. Also mal traditionell in einem Ryokan übernachten? In ein Onsen gehen (und wie wollt ihr das mit dem Kind in der Zeit machen? Nacheinander gehen? Mitnehmen?) Wollt ihr was bestimmtes Essen? Du wilst gerne in einem Tempel übernachten? Ich empfehle immer mindestens einmal einen Workshop zu besuchen udn irgendwas nettes zu basteln/zu lernen/auszuprobieren. Ich habe meine eigenen Essstäbchen hergestellt, mit denen esse ich heute noch gerne, ich war mit meiner Tochter traditionell Trommeln, wir haben Süßigkeiten hergestellt, die man zur Teezeremonie isst, usw. usw. aber das ist woran ich Freude habe, das ist ja sehr unterschiedlich. Wollt ihr Einheimische treffen? Was wollt ihr von eurer Zeit dort? Je besser ihr das bennen könnt, umso einfacher wird es, das im Vorfeld rauszusuchen. Ein Stück Spontanität sollte man sich immer erhalten, also auch hier vielleicht mehrere Optionen raussuchen und schauen, worauf haben wir denn wirklich Lust, bzw. wenn etwas nicht klappt, hat man dann Alternativen.
Die erste Route ist etwas "überlaufener". Versteh mich nicht falsch, da sind wunderschöne Orte dabei, da macht man nichts verkehrt. Aber wenn es okay ist, nicht die touristischen Highlights zu sehen, bietet die andere Route, gerade wenn ihr bis Akita hochfahrt, mehr das sanfte Japangefühl. Ich war auch weit von Tokio weg unterwegs, in der Präfektur Yamaguchi war ich in Orten, da war die letzten 20 Jahre mindestens kein Ausländer gewesen, wenn man sich dort in ein Izakaya setzt Abends, dann trifft man nur Japaner, die noch neugierig sind. In Tokio und Kyoto sind Touris schon im Stadtbild integriert, da sind die Einwohner schon manchmal etwas müde, ob der Massen.
Trotzdem, Kyoto ist schon toll und Osaka und Nara liegen da auch, also da kriegt man schon was geboten. aber das Wetter ist anstrengend, das ist nach Norden raus etwas besser, die vielen anderen Touris... ich würde sagen, für die Tour kommt ihr einfach wieder, wenn das Kind etwas größer ist und ihr eine bessere Reisezeit aussuchen könnt.
Ich würde mir noch überlegen, was wollt ihr denn erleben. Also mal traditionell in einem Ryokan übernachten? In ein Onsen gehen (und wie wollt ihr das mit dem Kind in der Zeit machen? Nacheinander gehen? Mitnehmen?) Wollt ihr was bestimmtes Essen? Du wilst gerne in einem Tempel übernachten? Ich empfehle immer mindestens einmal einen Workshop zu besuchen udn irgendwas nettes zu basteln/zu lernen/auszuprobieren. Ich habe meine eigenen Essstäbchen hergestellt, mit denen esse ich heute noch gerne, ich war mit meiner Tochter traditionell Trommeln, wir haben Süßigkeiten hergestellt, die man zur Teezeremonie isst, usw. usw. aber das ist woran ich Freude habe, das ist ja sehr unterschiedlich. Wollt ihr Einheimische treffen? Was wollt ihr von eurer Zeit dort? Je besser ihr das bennen könnt, umso einfacher wird es, das im Vorfeld rauszusuchen. Ein Stück Spontanität sollte man sich immer erhalten, also auch hier vielleicht mehrere Optionen raussuchen und schauen, worauf haben wir denn wirklich Lust, bzw. wenn etwas nicht klappt, hat man dann Alternativen.
Zitat von Tessa am 27. April 2026, 3:36 UhrHallo Eva,
also ich würde mit Kind auch die zweite Route + Sapporo machen:
Tokio, Sendai (mind. 2 Tage), Kakunodate (mind. 3 Tage), Chuson-Ji und / oder Yamadera (mind. 3 Tage), Nuyoto Onsen (mind. 3 Tage), Tokio
Die ist mit Kindern deutlich angenehmer.
- Oder wir fahren in einen Rutsch nach Sapporo und haben angenehmeres Wetter. Allerdings finden wir die Fahrt recht weit. Zudem haben wir gelesen, dass der September landschaftlich nicht so reizvoll sein soll und wir einen Mietwagen bräuchten.
Mein Tipp: 2 Tage Tokio, dann mit dem Flugzeug nach Sapporo fliegen und dann mit dem Express + Shinkansen nach Süden (die Route oben nur kürzer) bis nach Tokio zurück fahren. Hier können sich auch Zugpässe für Tohoku lohnen.
Bucht die Hotels so schnell wie möglich (ggf. mit Stornooption): https://wanderweib.de/hoteltipps/ - Denn Drei-Bettzimmer sind meist selten (Sonst musst du mit deinem Kind in einem Bett schlafen.).
Viele Pausen einplanen. Bei jeder Sehenswürdigkeit einen Spielplatz oder Spielzeit (vormittags) einplanen, wenn das Kind schläft, kann man die Erwachsenen-Sachen machen. In Tohoku ist es auf dem Land echt schwer Restaurants zu finden, in das Kinder mit rein können. Sucht euch deswegen Family-REstaurants heraus (siehe hier: Mit Kindern nach Japan reisen). Windeln gibt es in jeder Drogerie und kann nur die Pampers-Sorte empfehlen (außer dein Kind hat kräftige Oberschenkel). Die anderen Marken sind eher auf japanische Kinder ausgelegt.
Zu dem Thema Mit Kindern nach Japan reisen, gibt es bald auch ein Video auf meinem Kanal:
https://www.youtube.com/@wanderweibjapan
Hab ich dir geholfen? Dann unterstütze WanderWeib mit einer Paypal-Spende.
Viele Grüße aus Tokio
Tessa
Hallo Eva,
also ich würde mit Kind auch die zweite Route + Sapporo machen:
Tokio, Sendai (mind. 2 Tage), Kakunodate (mind. 3 Tage), Chuson-Ji und / oder Yamadera (mind. 3 Tage), Nuyoto Onsen (mind. 3 Tage), Tokio
Die ist mit Kindern deutlich angenehmer.
- Oder wir fahren in einen Rutsch nach Sapporo und haben angenehmeres Wetter. Allerdings finden wir die Fahrt recht weit. Zudem haben wir gelesen, dass der September landschaftlich nicht so reizvoll sein soll und wir einen Mietwagen bräuchten.
Mein Tipp: 2 Tage Tokio, dann mit dem Flugzeug nach Sapporo fliegen und dann mit dem Express + Shinkansen nach Süden (die Route oben nur kürzer) bis nach Tokio zurück fahren. Hier können sich auch Zugpässe für Tohoku lohnen.
Bucht die Hotels so schnell wie möglich (ggf. mit Stornooption): https://wanderweib.de/hoteltipps/ - Denn Drei-Bettzimmer sind meist selten (Sonst musst du mit deinem Kind in einem Bett schlafen.).
Viele Pausen einplanen. Bei jeder Sehenswürdigkeit einen Spielplatz oder Spielzeit (vormittags) einplanen, wenn das Kind schläft, kann man die Erwachsenen-Sachen machen. In Tohoku ist es auf dem Land echt schwer Restaurants zu finden, in das Kinder mit rein können. Sucht euch deswegen Family-REstaurants heraus (siehe hier: Mit Kindern nach Japan reisen). Windeln gibt es in jeder Drogerie und kann nur die Pampers-Sorte empfehlen (außer dein Kind hat kräftige Oberschenkel). Die anderen Marken sind eher auf japanische Kinder ausgelegt.
Zu dem Thema Mit Kindern nach Japan reisen, gibt es bald auch ein Video auf meinem Kanal:
https://www.youtube.com/@wanderweibjapan
Hab ich dir geholfen? Dann unterstütze WanderWeib mit einer Paypal-Spende.
Viele Grüße aus Tokio
Tessa