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erste Japanreise im Juli (mit Jugendlichen)

Hallo Tessa und Jörg

Wir reisen im Juli mit zwei Jugendlichen (14 und 16) zum ersten Mal nach Japan. Die Flüge und die meisten Hotels sind bereits gebucht, aber vieles ist noch stornierbar.

Beim Durchgehen unseres Reiseplans habe ich nun das Gefühl, dass er vielleicht etwas zu voll ist. Eigentlich wollten wir es nicht zu stressig angehen.

Aktueller Plan:

  • Tokyo (4 Nächte)
  • Hakone (2 Nächte)
  • Takayama (2 Nächte), ev. Ausflug Shirakawa-go
  • Osaka (2 Nächte), Besuch USJ (ein Must für die Jungs)
  • Kyoto (4 Nächte)
  • Hiroshima (1 Nacht)
  • Miyajima (1 Nacht)
  • Osaka (1 Nacht vor dem Weiterflug)
  • Ishigaki (6 Nächte, fix)

Osaka vor Kyoto haben wir bewusst so gewählt (USJ unter der Woche + Yamaboko Junko am 17.7.).

Frage:
Findet ihr den Plan zu dicht? Und wenn ja: Was würdet ihr am ehesten streichen oder kürzen?
Ich überlege z. B., ob Hakone sinnvoll ist, da die Chancen auf den Fuji ja oft begrenzt sind.

Vielen Dank für eure Einschätzung!

Hallo Sonja,

der Plan wird erst zu voll, wenn ihr euch zu viel an den einzelnen Tagen vornehmt. Aber wenn ihr es an den Tagen entspannt angeht, ist das alles fein. Klar, es gibt Reisezeiten zwischen den einzelnen Städten, da könnte man schauen, ob man noch was optimieren will. Also man kann statt in Osaka und Kyoto auch einfach nur in Kyoto übernachten und die halbe Stunde rüber nach Osaka fahren. Aber muss man auch nicht, je nachdem was man alles in Osaka vor hat.

Hakone kann man auslassen, aber es wären potentiell zwei schöne ruhige Tage in der Natur. Ist ja immer die Frage, wie man sie ausgestalten will. Aber wenn sich die Teenager lieber zwei Tage länger in Tokio aufhalten wollen, könnte ich das auch verstehen. Müsstet ihr mal besprechen, was will denn wer vom Urlaub und wie bringt man das unter einen Hut. Zwei Tage mehr Tokio heißen auch, sich mehr Zeit nehmen zu können.

Eine Nacht Hiroshima kann man auch machen, aber da hat man die Reisezeit hin und am nächsten Tag geht es nach Miyajima weiter, das ist nicht viel Zeit. Auch hier, das kann man so machen, je nachdem was man so vor hat. Will man die Okonomiyaki Street durchprobieren? Will man den Friedenspark besuchen? Das Mangamuseum? usw. Muss man alles nicht machen, muss man schauen, was wollen wir machen, vielleicht zwei Dinge an dem Tag. Dann wird es nicht zu voll und zu stressig.

Man muss sich ja generell von dem Gedanken verabschieden, dass man alles machen kann. Dafür ist Japan zu groß und vielfältig. Ich würde mir überlegen, was wollt ihr unbedingt machen/sehen, das muss ja nicht konkret die Sehenswürdigkeit XY sein, es reicht ja, wenn ihr sagt, einmal wollen wir in einem Bambuswald gewesen sein. Welcher auf der Strecke, das schaut ihr dann. Und mit diesen Wünschen puzzelt ihr euch die Tage langsam zurecht. Dabei Zeit lassen für eine Mittagspause und die Wegstrecken im Kopf behalten. Und dann wird es was und nicht zu voll.

Habt ihr denn schon ein paar Dinge, die ihr auf jeden Fall sehen/erleben wollt?

Hallo Jörg

Vielen Dank für deine Antwort. Mit Hiroshima hast du natürlich recht. Eine Nacht ist schon sehr knapp berechnet. Aktuell weiss ich einfach noch nicht, wo wir eine zusätzliche Nacht herholen sollen…

Was sicher sein muss:

- für die Kinder: Universal Studios (deshalb kommt Osaka auch nur mit Übernachtung in Frage) 😊

- Hiroshima mit Friedenspark

- Gion Matsuri in Kyoto

- Onsen

- japanische Spezialitäten essen (wobei zwei von uns Vegetarier sind, was diesen Punkt natürlich erheblich erschwert)

- eine gute Mischung aus Städten, kleineren Dörfern, Natur und Wasser (letzteres werden wir sicher in Ishigaki geniessen können, ein Sprung ins Wasser wäre aber aufgrund der Temperaturen im Juli auch zuvor wünschenswert)

Nur der Friedenspark und danach Essen gehen ist nicht zu viel für einen Tag. Ehrlich gesagt ist der Friedenspark schon sehr eindrücklich. Vielleicht will man danach auch gar nicht emhr so viel anderes amchen, sondern einfach dann beim Abendessen gemeinsam über das Gesehene mal sprechen. Da ist schon harter Tobak dabei, in einer Sekunde hat es 140.000 Menschen ausgelöscht, im Zentrum sind die Menschen verdampft (Männer, Frauen, Kinder), da gibt es keine Überreste, so heiß wurde das. Und danach die Strahlenkranken... also ich will auch die Stimmugn hier nicht trüben, ich finde das ist ein wichtiger Ort, den man mal gesehen haben sollte, was Atomwaffen wirklich bedeuten.

Vegetarisch geht eigentlich, also ohne Fleisch zu bestellen und ohne Fisch, das geht schon. Aber Fischsoße, Austernsoße, Dashi-Brühe, das ist halt dann doch oft Zutat und da ist die Frage, wie flexibel seid ihr? Ich hatte schon eine tolle Tofusuppe, mit Gemüsebeilagen, alles fein, aber meine Begleiterin hat es nicht vertragen, kam raus, ja, ist mit Dashi gewürzt gewesen (hat man aber nicht geschmeckt). Wenn ihr es nicht vertragt ist es etwas anderes, als wenn man vegetarisch bestellt und dann ist eine Brühe vielleicht doch mit Fisch angesetzt, man merkt das aber gar nicht.

Aber, auch wenn man nichts tierisches verträgt, auch dann findet man noch genügend zu essen, man muss aber eventuell mehrfach nachfragen.

Ein Onsen werdet ihr entlang der Route schon finden,d a bin ich mir sehr sicher. Wann es sich anbietet, geht da einfach rein. Deswegen lohnt es sich imemr etwas freie Zeit am Tag einzuplanen, in der man dann die ungeplanten Dinge erledigt, Shopping, Onsen, mal links und rechts des Weges schauen usw.

Gerade da ihr euch kleinere Dörfer und Natur vorgenommen habt, ist Hakone ein guter Halt und erst Recht Takayama. Man kann bei den Bimmelzügen auch wirklich mal zwischendrin irgendwo im nirgendwo aussteigen und sich ne Stunde rumtreiben, bis wieder eine Bahn kommt. Kann echt eine tolle Zeit werden.