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[JP] Wahnsinns-Aussichten: Gipfel Daibosatsurei 大菩薩嶺

Der Berg Daibosatsurei 大菩薩嶺 ist der höchste Punkt im Gebirgszug Okuchichibu und liegt in der Präfektur Yamanashi. Er gehört zu den 100 berühmtesten Bergen Japans und eignet sich hervorragend als Tagesausflug von Tokio, um zum Beispiel die Aussichten auf den Fuji und die Südalpen zu genießen. Unsere 8,9 km Wanderung startet an der Bushaltestelle Kaminikkawadoge 上日川峠バス停 und führt steil bergauf, an der Berghütte Fukuchanso 福ちゃん荘 vorbei, bis wir am Felsen Kaminariiwa 雷岩 ankommen. Der Ausblick lasst uns einen Moment verweilen, bevor wir den Gipfel Daibosatsurei 大菩薩嶺 erklimmen. Dort gibt es leider keine Aussichten, so dass wir schnell zurück zum Felsen Kaminariiwa 雷岩 wandern. Im Anschluss geht es über den Kamm zum Myoken-no-Atama 妙見ノ頭. Dort erhalten wir dieses Mal auch einen Blick auf das Okutama Bergland. Weiter geht es zum Pass Daibosatsutoge 大菩薩峠.  Schließlich passieren wir die Berghütte Kaizanso 介山荘 und wandern bergab über eine Schotterstraße, bis wir wieder an der Bushaltestelle ankommen.


Details
Distanz: 8,9 km
Dauer: 3.00/4.00 Stunden (ohne/mit Pausen)
Höhenmeter: 2057 m
Ansteigend: 565 m
Absteigend: 580 m
Schwierigkeitsgrad: ✭ ✭ ✩✩✩
Jahreszeit: Ganzjährig
Startpunkt: Bahnhof Kaiyamato 甲斐大和駅 → Eiwa Kotsu Bus → Bushaltestelle Kaminikkawadoge 上日川峠バス停
Endpunkt: Bushaltestelle Kaminikkawadoge 上日川峠バス停 → Eiwa Kotsu Bus → Bahnhof Kaiyamato 甲斐大和駅
Fotos: 9. Dezember 2015


Die Tour

Dank einiger Zugverspätungen erreichen meine Begleiter (Toshi & Sa)  und ich mit dem Auto erst gegen 10.30 Uhr den Parkplatz Kaminikkawadoge 上日川峠. Erfreulicherweise gibt es noch genügend Parkplätze. Direkt am Parkplatz finden wir die Berghütte Lodge Choubei ロッヂ長兵衛 und eine kostenlose Toilette.

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Die Hütte scheint offen zu sein, da jemand vor der Hütte raucht. Nachdem wir unsere Rucksäcke gepackt haben, geht es auch schon los. Wir nehmen den Weg Richtung Daibosatsutoge 大菩薩峠.

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Wir erreichen eine Abzweigung. „Hier kannst du entweder den Wanderpfad links Richtung Daibosatsurei Tozanmichi 大菩薩嶺 (登山道)oder die Schotterstraße rechts nehmen. Wir nehmen die Straße, da der Wanderpfad nicht besonders spannend ist.“, erklärt mir Toshi, der schon vier Mal diesen Berg erklommen hat. Wenige Minuten später stehen wir vor der Berghütte Fukuchanso 福ちゃん荘. Hier entledigen wir uns unserer Jacken. Toshi zeigt auf eine Hütte und sagt: „In der kannst du dir Anstecknadeln der umliegenden Berge für je 500 Yen kaufen und Suppen schlürfen.“ Vor der Hütte entdecken wir diese Statue.

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An deren Füße liegen mehrere Münzstapel. „Die Figur soll diesen Ort beschützen“, erklärt mir Toshi.  Wir gehen weiter zur Kreuzung.

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Dort steht eine Übersichtstafel mit allen Wanderwegen. Wir entscheiden uns, nach links auf den Wanderweg Karamtsuone 唐松尾根 ab zu biegen. Ab hier gibt es steil bergauf. Unterwegs erhalten wir einige gute Ausblicke auf den Fuji und die umliegenden Bergketten, so dass wir immer wieder stoppen, um die Aussicht zu genießen. Kurz vor dem Gipfel klettern wir nur noch über Felsen und Steine. Der Weg ist rutschig und teilweise gefroren. Toshi und Sa verliere ich irgendwann aus den Augen. Doch dann höre ich Toshi von oben rufen: „Noch ein paar Meter, dann bist du oben!“ Und endlich erreiche ich den Felsen Kaminariiwa 雷岩.

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Auf diesem sitzen mehrere Japaner. Nach dem Geruch zu schließen, kochen sie gerade Kaffee. Dann drehen wir uns um und sehen den Fuji und die umliegenden Bergketten. Wir sind sprachlos!

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Wow! Wir können neben dem Fuji auch gut die Süd-Alpen (u.a. Kisokomagatake und Nyukasayama) erkennen. „Von hier hast du die beste Aussicht, aber wir wollen erst kurz nach links zur Spitze vom Daibosatsurei 大菩薩嶺 gehen”, sagt Toshi. Der kurze Pfad führt uns durch einen dunklen Wald. Wir können sogar Schnee entdecken. Der 2057 m Daibosatsurei 大菩薩嶺 selbst ist leider komplett zugewachsen.

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Wir schießen nur schnell ein Gipfelschild-Foto und kehren zurück zum Felsen Kaminariiwa 雷岩. Hier setzen wir uns auf die Steine, packen unser Mittagessen aus und genießen die Aussicht auf den Fuji und die Süd-Alpen.

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Toshi ist immer noch fasziniert von der Aussicht. Er springt von einem Felsen zum anderen, um auch wirklich das beste Foto zu schießen. Leider geht ein ziemlich kalter Wind, so dass wir schnell wieder Richtung Daibosatsutoge 大菩薩峠 aufbrechen.

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Über den Kamm steigen wir langsam bergab. Die Wege sind etwas rutschig, so dass wir uns etwas mehr Zeit nehmen. Doch unser Blick schweift immer wieder nach rechts Richtung Fuji.

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Dann klettern wir einen besonders steilen Felsen herunter und werfe einen Blick zurück.

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Von unten sieht die Felswand deutlich bedrohlicher aus. An der nächsten Abzweigung steht zwar kein Schild, aber wir trauen uns trotzdem den Hügel Myoken-no-Atama 妙見ノ頭 zu besteigen. Ein schmaler Pfad führt uns zur Spitze. Dort erwartet uns ein kleines Denkmal.

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Auf der anderen Seite erhalten wir endlich einen Blick Richtung Norden. Dort sehen wir die Berge des Okutama Berglandes: Gozenyama, Odakesan, Takanosu und Mitosan.

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Zurück an der Kreuzung folgen wir dem Kamm zu einer kleinen Schützhütte Sainokawahara さいの河原. Vor der Hütte entdecken wir ein großer Steinhaufen, den im Laufe der Jahre Wanderer aufschichteten.

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Unterwegs setzen wir uns kurz auf die Felsen und genießen die Aussicht.

Über die nächste Kuppe können wir bereits die nächste Berghütte Kaizanso 介山荘 und den Pass Daibosatsutoge 大菩薩峠 erkennen.

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Am Wegrand entdecken wir einige Denkmäler, die auseinandergebaut worden sind. Die Schriftzeichen können wir auf den Steinen leider nicht mehr lesen. An der Hütte treffen wir auf einen Wanderer, der auf eine runden Stein Blickt. „Dort kannst du die umliegenden Berggipfel erkennen“, meint Toshi.

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Auf dem Stein erkenne ich sogar einige Berge, die ich schon kenne. Neben dem Schild Daibosatsutoge 大菩薩峠 …

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… entdecken wir auch eine kleine Ansammlung kleiner Mönch-Statuen.

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Praktischerweise gibt es auch gleich eine Geldbox, in die man seine Münzen werfen kann. Hinter der Hütte wählen wir an der Abzweigung den Weg zwischen der Hütte und dem Toilettenhäusschen Richtung Kaminikkawadoge 上日川峠. Der abfallende Schotterweg führt uns durch einen Zedern-Wald zu der Berghütte Syouennsou 勝緑荘, die aber verschlossen ist. Neben einer Brücke entdecken wir einen kleinen Bach, der in kleinen Wasserfällen herabfließt.

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Wir überqueren die Brücke,  steigen die Straße hinauf und passieren die verlassene Berghütte Fujimisanso 富士見山荘, bis wir erneut die Berghütte Fukuchanso 福ちゃん荘 erreichen. Dann gehen wir den gleichen Weg zurück zum Parkplatz.

Fazit: Die Wanderung an sich ist schön, aber die Aussichtigen gerade im Winter sind einzigartig.

Hinweise: Die Busfahrt vom Bahnhof kostet 1000 Yen. Der Bus fährt nur von März bis Dezember(!). Schaut auf die Webseite.

Wegweiser:
Daibosatsutoge 大菩薩峠 → Daibosatsurei Tozanmichi 大菩薩嶺 (登山道)→ Karamtsuone唐松尾根 → Kaminariiwa 雷岩 → Daibosatsurei 大菩薩嶺 → Kaminariiwa 雷岩 → Daibosatsutoge 大菩薩峠 → Kaminikkawadoge 上日川峠

Nützliche Schriftzeichen:
Bushaltestelle Basutei バス停
Bahnhof Eki 駅
Gipfel Daibosatsurei 大菩薩嶺
Pass Daibosatsutoge 大菩薩峠
Aufstiegsweg Daibosatsurei Tozanmichi 大菩薩嶺 (登山道)
Wanderweg Karamtsuone唐松尾根
Felsen Kaminariiwa 雷岩
Kamm Kaminikkawadoge 上日川峠

Links:
Chobei Hütte: http://www.choubei.info/
Kaizansou Hütte: http://www.kaizansou.jp/
Eiwa Kotsu Bus: http://eiwa-kotsu.com/timetable/
Wetter: http://tenkura.n-kishou.co.jp/
Zugverbindungen: http://www.hyperdia.com/


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2 Gedanken zu „[JP] Wahnsinns-Aussichten: Gipfel Daibosatsurei 大菩薩嶺“

  1. Hallo Tessa,

    super toller Bericht. Ich will wenn ich noch Zeit habe und das Wetter gut ist die gleiche Wanderung machen.
    Könntest du mir beim Busplan helfen.
    http://www.eiwa-kotsu.com/pdf/time201605.pdf
    Verstehe ich das Richtig, dass links die Zeiten stehen für Sa So und Feiertage und Rechts die Zeiten für die oben aufgeführten Tage?
    Ich wäre vom 3. bis 8. August in Tokio. Hieße das dann, dass der Bus zur der Zeit nur an den Wochenenden fährt? Oder wofür ist die Tabelle oben rechts?

    Vielen Dank schonmal

    1. Hallo Danny,
      genauso ist es. Links die Fahrten am Wochenende und rechts die Ausnahmefahrten Werktags. Sonst fährt der werktags nicht.
      Viele Grüße aus Tokio,
      Tessa

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