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[JP] Burg Matsumoto 松本城 – Die Krähenburg

Wolltest du schon immer mal eine alte Samurai-Burg wie Matsumoto erkunden?  Die Burg Matsumoto 松本城 befindet sich in der gleichnamigen Stadt Matsumoto in der Präfektur Nagano. Bekannt ist sie auf Grund ihrer Schwarz-Weiß Gestalt und dem Namen Krähenburg. In der Burg lernen wir die Geschichte hautnah kennen, indem wir durch schmale Treppen und Schächte klettern. Vom oberen Stockwerk bietet sich uns ein herrlicher Ausblick. Im Anschluss geht es in das Restaurant Kobayashi 小ばやし, das seine Buchenweizen-Nudeln (Soba) noch per Hand herstellt. Besonders lohnt sich die Burg als Tagesausflug ab Tokio.


Distanz: 3,9 km
Dauer: 1.15/2.0 Stunden (ohne/mit Pausen)
Höhenmeter: 617 m
Ansteigend: 45 m
Absteigend: 45 m
Schwierigkeitsgrad: ✭ ✩ ✩ ✩ ✩
Jahreszeit: ganzjährig
Startpunkt: Shiekaichi 市営開智駐車場, Bahnhof Matsumoto 松本駅Chuouhon Linie中央本線
Endpunkt: Shiekaichi 市営開智駐車場, Bahnhof Matsumoto 松本駅Chuouhon Linie中央本線
Fotos: 20. August 2015


Gegen 10.15 Uhr treffen mein Kumpel und ich mit meinem Auto am Parkplatz Shiekaichi 市営開智駐車場 ein. Zum Glück ist dieser gut ausgeschildert! Jede Stunde kostet hier nur 200 Yen. An der Fußgängerampel auf der linken Seite überqueren wir die breite Straße und halten uns rechts. Nach wenigen Schritten stehen wir auch schon vor der majestätischen Burg.

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Die rote Brücke spannt sich anmutig über den Wassergraben. Leider verbietet ein Schild das Betreten der Brücke. Fasziniert betrachten wir die Burg, dabei bemerken wir eine Gruppe Chinesen, die aufgeregt Fotos vom Wassergraben schießt. Interessiert treten wir näher ans Wasser und entdecke viele bunte Koi Fische. „Das schönste Foto der Burg schießt du am besten von der Ecke!“, meint einer der Besucher zu uns.

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Stimmt! Jetzt verstehen wir auch, warum die Leute diese die Krähenburg nennen. Sie erinnert uns ein bisschen an eine Krähe. Beeindruckt gehen wir weiter, bis wir den Eingang der Burg erreichen.

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Dort zahlen wir 610 Yen Eintritt und bleiben vor einem Schild stehen:

Die Geschichte beginnt im Jahre 1504, als Shimadachi Sadanaga an dieser Stelle die Burg Fukashi-jo baute. 1550 wurde sie von Takeda Shingen angegriffen und eingenommen. Danach gelangte das Grundstück in die Hände des Tokugawa Klans. Hideyoshi, der ein hoher General des Tokugawa Klan war, setzte 1590 Ishikawa Kazumasa als Burgherr der verfallenen Fukashi-jo Burg ein, um seine östlichen Provinzen zu kontrollieren. Das war direkt nach der Einnahme der Burg Odawara. Ishikawa und sein Sohn Yasunaga bauten daraufhin die Burg aus. Besonders trieben sie den Bau des fünfstöckigen Burgfried voran, der heute in ganz Japan der älteste ist. In den Jahren 1593 bis 1594 erweiterte Ishikawa die Burg um drei Gräben mit jeweils drei Ringen. Im Inneren befand sich die Hauptburg die Honmaru, danach folgte der zweite Ring (Ninomaru) mit den Palastanlagen und Lagerräumen und schließlich der dritte Ring (Sannomaru) mit den Wohnhäusern der hochrangigen Gefolgsmännern. Außerhalb der Gräben siedelte das einfache Volk.

Im Jahre 1872 sollte die Burg abgerissen werden, doch auf Grund einer Initiative der Einwohnern Matsumotos wurde das Gebäude verschont und zählt heute zu den wenigen original erhaltenen Burgen Japans.

Neben dem Schild entdecken wir ein reinlich verziertes Tor. Unter dem Torbogen stehen mehrere Familien an, um dort ein Stempel mit dem Matsumoto Logo zu ergattern.

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Wir gehen an der Schlange vorbei und stehen im Garten der Burg, der sehr gepflegt wirkt.

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Sprachlos betrachten wir den makellosen Garten. Wie viel Stunden hier wohl Gärtner arbeiten müssen? Auf der rechten Seite sehen wir einen Souvenirladen und einige Toiletten. An der linken Mauer entdecken wir eine Bildergalerie aller Burgen Japans.

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Interessiert schauen wir uns jedes Foto an. Stellen aber nach ein paar Minuten fest, dass wir kaum eine Burg kennen. Direkt vor der Burg bleiben wir stehen und betrachten noch einmal jedes Detail vom Dach. Aus der Nähe sieht die Burg noch fantastischer aus.

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Am Eingang der Burg werden wir gebeten, unsere Schuhe auszuziehen und in eine Plastiktüte zu stecken, um den kostbaren Boden nicht zu beschädigen. Dann klettern wir über steile Treppen und durch dunkle Etagen den Burgfried hinauf.

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Zwischenzeitlich erhalten wir aus den geöffneten Luken schöne Ausblicke auf den Garten.

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In einer Etage blicken wir in Vitrinen, in denen alte Waffen…

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…und Rüstungen ausgestellt sind.

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Vor einer Treppe müssen wir uns sogar in eine Warteschlange anstellen, da diese besonders steil ist und nur eine Person gleichzeitig passieren kann. Als wir an der Reihe sind, klettern wir vorsichtig Stufe für Stufe hinauf. Irgendwann sind wir endlich ganz oben angekommen und genießen den Ausblick in alle Himmelsrichtungen. Was für ein Anblick!

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Aus den Luken sehen wir die Stadt Matsumoto und die Nordalpen. Auf dem Rückweg passieren wir weitere Vitrinen, den Mond-Schau-Pavillon und weitere schöne Fenster, die aber erst viel später erbaut worden sind.

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Am Ausgang ziehen wir unsere Schuhe wieder an und geben die Plastiktüte ab. Danach schauen wir uns die aktuelle Ausstellung im Museum neben der Burg an. Der Eintrittspreis ist ebenfalls in der Karte der Burg enthalten.

Nach dem Besuch im Museum gehen wir nach links und geradeaus über die Ampel. In die nächste Straße biegen wir links ein. In der zweiten von rechts befindet sich endlich das Restaurant Kobayashi 小ばやし. Als wir eintreten, stellen wir fest, dass das Restaurant brechend voll ist.

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Zum Glück bekommen wir noch einen Sitzplatz. Leider müssen wir 30 Minuten warten, bevor wir endlich unsere Soba und Tempura bekommen.

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Lecker! Die Nudeln tauchen wir in eine kleine Schale mit Sauce, die wir noch mit Frühlingszwiebeln, Rettich und Wasabi nachschärfen. Die Menge Wasabi bestimmen wir selbst, da wir eine Wasabi-Wurzel und eine Reibe erhalten.

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Mit 2200 Yen sehr teuer, aber lecker! Danach geht es zum Parkplatz zurück. Wir bezahlen ca. 400 Yen für zwei Stunden parken.

Insgesamt war dies ein spannender Spaziergang, den ich nur empfehlen kann. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln kann man die Burg am besten vom Bahnhof Matsumoto 松本駅 erreichen und geht die letzten Meter zu Fuß (15 Min).

Informationen zur Burg:
Öffnungszeiten: 8.30-17 Uhr
Eintrittspreise: 610 Yen (Erwachsene), 300 Yen (Kinder)

Restaurant Kobayashi
4 Chome-8-6 Ote, Matsumoto, Nagano Prefecture 390-0874
Tel. 0263-32-1298
Öffnungszeiten: 11.-20. Uhr (Mo.-So.)
http://www.kobayashi-soba.co.jp/

Nützliche Schriftzeichen:
Burg Matsumoto 松本城
Bahnhof Matsumoto 松本駅
Krähenburg Karasu-jo 烏城
Chuouhon Linie中央本線
Parkplatz Shiekaichi 市営開智駐車場
Restaurant Kobayashi 小ばやし

Links:
Burg Matsumoto: https://en.wikipedia.org/
Burg Matsumoto: http://welcome.city.matsumoto.nagano.jp
Burg Matsumoto: http://www.jcastle.info/
Öffnungszeiten: http://welcome.city.matsumoto.nagano.jp/
Takeda Shingen: https://de.wikipedia.org/
Restaurant Kobayashi: http://www.kobayashi-soba.co.jp/
Zugverbindungen: http://www.hyperdia.com/


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Wie findet ihr die Burg? Hättet ihr nicht auch Lust, die Burg zu entdecken? 

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