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[JP] Den Fujisan immer im Blick am Berg Onoyama 大野山

Bei unserer nächsten Wanderung wollten wir endlich den wunderschönen Fuji ganz sehen! Gerade Berg Onoyama 大野山 ist für seine fantastischen Ausblicke auf den Fuji berühmt! Die Wanderung startet an der Bushaltestelle Onoyama-Iriguchi 大野山入口 und führt gemächlich an Bambus-Wälder, Tee-Felder und Waldwege bergauf, bis wir über eine lange Treppe den 723 m Berg Onoyama 大野山 erreichen. Von dort erhalten wir eine spektakuläre Aussicht auf den Fuji und grüne Bergketten. Hier legen wir eine kurze Pause ein, bevor wir über einen breiten Kamm hinabsteigen. Während unseres Abstieges haben wir immer einen Blick auf den Fuji, so dass er uns für die zahlreichen Stufen entschädigt. Hinter einem kurzen Waldstück erreichen wir einen Fluss und eine Schnellstraße, die wir auf Brücken passieren. Im Anschluss fahren wir mit dem Zug zum Onsen Sazanka さざんか温泉 und erholen uns in einer heißen Quelle.


Details
Distanz: 10,8 km
Dauer: 3.30/4.30 Stunden (ohne/mit Pausen)
Höhenmeter: 723 m
Ansteigend: 629 m
Absteigend: 607 m
Schwierigkeitsgrad: ✭ ✭✩✩✩
Jahreszeit: Ganzjährig (Besonders im Winter schön)
Startpunkt: Bahnhof Yamakita 山北駅 Gotenba Linie御殿場線 → Fujikyusagami Bus → Bushaltestelle Onoyama-Iriguchi 大野山入口 バス停
Endpunkt: Bahnhof Yaga 谷峨駅 Gotenba Linie御殿場線
Fotos: 21. Februar 2016


Die Wanderung

Gerade als ich die letzten Treppenstufen am Bahnhof Yamakita 山北駅 heruntersteige, sehe ich Hans und seine Tochter Mai schon am Ausgang stehen und mir zu winken. Die beiden werden mich heute begleiten. Hans ist mit einer Japanerin verheiratet, arbeitet als Deutsch-Lehrer an der Universität und wohnt in der Nähe von Kofu. Seine Tochter ist 10 Jahre alt und kann leider kein Deutsch sprechen. Direkt vor dem Bahnhof grüßen wir uns kurz und stellen uns an diese Bushaltestelle an.

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Wir warteten und warteten. Doch der Bus kam nicht, aber als wir schon zu Fuß losziehen wollten, kommt er doch noch um die Ecke geschossen. Am Hintereingang halten wir unser Suica an das blaue Touchfeld und steigen ein. Die Fahrt kostet 200 Yen und dauert nur 3 Minuten. Schon an der übernächsten Bushaltestelle Onoyama-Iriguchi 大野山入口 steigen wir aus. Wir überqueren die Straße und halten uns rechts, bis wir auf der linken Seite diese Kreuzung sehen.

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Dort biegen wir nach links ab und sehen an einer Wand die ersten Hinweisschilder auf unseren Wanderweg.

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Wir folgen der Straße bergauf und sehen wir auf der rechten Seite zwei Figuren vom Gott Kshitigarbha.

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Dieser Gott soll Tote sicher ins Unterreich bringen. Diese findet man oft an Orten, an denen ein schrecklicher Unfall passiert ist. Das ist vergleichbar bei uns mit den Kreuzen am Straßenrand. Auf der schmalen Straße folgen wir den Schildern Richtung Onoyama 大野山 durch einen Bambus-Wald.

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Hans Tochter hat extra für diese Wanderung neue Wanderstiefel gekauft, die aber leider schon nach wenigen Schritten drücken. Also werden die sofort gegen Turnschuhe ausgetauscht. 😀 Dann passieren wir ein Tee-Feld. Ich erklären den beiden wie man Matcha zubereitet.

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Je höher wir steigen, desto tiefer kommen wir in den Wald. In einer Kurve steigen wir diese kleine Treppe hinauf.

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Fast hätten wir den Eingang zum Wanderweg verpasst! Dann geht es über angenehme Waldwege stetig bergauf.

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„Gefährliche“ Stellen sind mit Brücken und Seilen gesichert. Während wir langsam gehen, läuft Mai voraus. Ihr scheint es viel Spaß zu machen. Dann stehen wir vor einer riesigen langen Treppe und einem Holz-Hasen.

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Mai hüpft von einer Stufe zur nächsten, während wir prustend hinaufsteigen. Hans hatte schon angst, dass sie keine Lust mehr hätte und wir sie mitschleifen müssten. Aktuell schleift sie uns eher mit. 😀 Der Holz-Hasen markiert übrigens die Höhe des Skytrees (634 m). „Siehste jetzt hast du den Sky-Tree auch bestiegen!“, scherze ich mit Hans, der mittlerweile einen roten Kopf bekommen hat. Überraschend passieren wir einige Kuh-Wiesen. Der Berg Onoyama ist nämlich für seine Kühe sehr berühmt. Irgendwann haben wir auch die letzten Treppenstufen erklommen, dann blicken wir über die Kanagawa Berge To-no-Take, Ooyama, …).

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Was für eine Aussicht! Wir können sogar die Sagamiko-Bucht und die Halbinsel E-no-Shima entdecken.

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Begeistert folgen wir der Straße bergauf und passieren einen Parkplatz, bis wir dieses Tor erreichen.

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Ab hier dürfen keine Autos mehr hindurch. Auf der linken Seite passieren wir das Tor. Die letzten Meter renne ich zum Gipfel und stehe endlich auf dem Gipfel des 723 m Berg Onoyama 大野山.

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Die Aussicht auf den riesigen Fuji ist einfach fantastisch! Wir können uns kaum satt sehen! Auf dem Platz sind schon einige Wanderer anwesend, die gerade ihr Mittagessen auspacken. Auf der rechten Seite entdecken wir einen großes Denkmal, deren Bedeutung wir nicht kennen.

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Dann setzen wir uns auf eine der Bänke, essen unser verdientes Mittagessen und genießen die Aussicht.

Auf der linken Seite können wir weitere Kuhwiesen erspähen. Nach dieser kurzen Pause setzen wir unseren Weg Richtung Bahnhof Yaga 谷峨駅 fort. Immer wieder bleiben wir stehen und blicken ins Tal oder zum Fujisan.

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Während wir absteigen können wir den Fuji die ganze Zeit bestaunen. Wir können kaum fassen, wie viel Glück wir mit dem Wetter haben. Gestern schüttet es noch aus Kübeln. Zwischen Stacheldraht-Zaun, Kuh-Wiesen und Kuh-Ställen geht es auf Treppen bergab.

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An zwei Stellen müssen wir ein kleines Tor passieren.

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Neben einem Rastplatz stoßen wir auf eine Geldbox und zahlreiche weiße Kisten, in denen wir Marmelade finden.

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Hans kauft für seine Frau eine Dose und wirft 300 Yen in die Geldbox. „In Deutschland wäre schon längst alles geklaut!“, kommentiert er. Wir gehen bergab durch einen Wald und über eine Straße. Dann stehen wir vor diesem Toilettenhäuschen.

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Nachdem Mai nur kurz im Innern war, beschließt sie, bis zum Bahnhof durchzuhalten. Der Gestank sei widerlich, berichtet sie. Dann sehen wir auf der rechten Seite diese Figur.

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Sie ermahnt jeden, dass Rohstoffe wie Wasser und Erde ein kostbares Gut ist. Wir folgen den Schildern Richtung Bahnhof Yaga 谷峨駅, bis wir auf ein kleines Dorf treffen. Ab hier ist der Wanderweg vorbei und wir biegen nach rechts ab. Über eine lange Straße erreichen wir den Fluss und diese Brücke.

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Dort überqueren wir den Fluss und folgen den Schildern durch ein Reisfeld. Auf einer Brücke überqueren wir eine Schnellstraße und die Schienen. Dann biegen wir nach links ab und erreichen erschöpft den Bahnhof Yaga 谷峨駅.

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Erstaunlicherweise gibt es keine Fahrkartenautomaten, so dass wir erst einmal so einsteigen. Am Bahnhof Matsuda 松田駅 sagen wir dem Bahnhofswärter, wo wir eingestiegen sind, und bezahlen 200 Yen. Dann gehen wir 1 Minuten zum Bahnhof Shinmatsuda 新松田駅 der Odakyu Linie und fahren bis zum Bahnhof Todaigakumae 東海大学前駅, der nur wenige Stationen entfernt liegt. Dort entspannen wir uns in einer heißen Quelle! 🙂

Fazit: Die Wanderung ist ideal für Anfänger, die den Fuji sehen wollen! Achtung: In der Gotenba Linie 御殿場線 kann man keine Suica oder Pasmo benutzen! Auf der Hinfahrt am Bahnhof Matsuda 松田駅 zieht man eine 190 Yen Karte am Automaten und auf dem Rückweg „sagt“ man den Start-Bahnhof dem Bahnhofswärter und bezahlt bei ihm.

Wegweiser:
Onoyama 大野山 → Gipfel Onoyama-sancho 大野山山頂 → Bahnhof Yaga 谷峨駅 → Bahnhof Yaga やが駅 → Bahnhof Yaga 谷峨駅

Nützliche Schriftzeichen:
Berg Onoyama 大野山
Gipfel Onoyama-sancho 大野山山頂
Bahnhof Yaga-eki 谷峨駅
Bahnhof Yaga-eki やが駅
Bushaltestelle Basutei バス停
Bahnhof Eki 駅
Rechts Migi 右
Links Hidari 左

Links:
Gott Kshitigarbha: https://de.wikipedia.org
Busverbindungen: http://www.fujikyu.co.jp/ (Nach 山北駅 suchen. ;))
Suica Karte: http://wanderweib.de
Zugverbindungen: http://www.hyperdia.com/


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8 Gedanken zu „[JP] Den Fujisan immer im Blick am Berg Onoyama 大野山“

  1. Tolle Tour! Wie lange hat das ungefähr gedauert? Gibt es schwere Steigungen? Den Aufstieg zur Burgruine Takeda musste ich abbrechen (kaputtes Knie) und den Bus nehmen, weil der rutschige Lehmweg teils echt heftig war .

    1. Hallo YabanJim,

      danke! Die Tour dauerte ungefähr 3.5 Stunden. Schwere Steigungen hab es nur an den Treppen. 😉 Zur Burgruine Takeda wollte ich auch irgendwann einmal!

      Viele Grüße aus Tokio,
      Tessa

      1. „Natur“-Treppen sind ja eben das Problem für mich 😉
        Takeda ist toll, aber inzwischen wohl kein Geheimtipp mehr. Die grandiose Ansicht vom „Schloss in den Wolken“ hat man angeblich nur im Herbst, und dann am besten von einem Nachbarberg aus.

        Zooming-Japan hat den Aufstieg per pedes auf ihrer Seite beschrieben, das war noch vor dem Hype und Shuttlebus.

        1. Hallo YabanJim,

          meine Knie sind auch nicht die besten. Aber die Treppen habe ich überlebt. Sind kurz und schmerzlos.

          Vielen Dank für den Tipp!

          Viele Grüße aus Tokio,
          Tessa

  2. Hallo Tessa

    Vielen dank für den super Tipp. Wir haben die Wanderung letzten Sonntag gemacht und die Aussicht auf den Fuji genossen. 🙂
    Unser Bus ab Yamakita war übrigens ein spezieller Onoyama-Wanderbus (09:05 und 10:05 soviel ich mich erinnern kann). Der fährt für 210 Yen bis an den Start des Wanderwegs(35.367665, 139.064339) falls man die „langweilige“ Strassenstrecke(ca 40min zu Fuss) überspringen will ;).

    Gruss
    Simon

    1. Hallo Simon,
      vielen Dank für dein Feedback und den Tip mit dem Bus. 😉
      Freut mich wirklich sehr, dass es euch Spaß bereitet habt!

      Viele Grüße aus Tokio,
      Tessa

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