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[JP] Knorrige Wälder am Berg Nabewariyama 鍋割山

Schon viel hatten wir über den Berg Nabewariyama 鍋割山 gehört, der stark an den Film Mononoke Hime erinnert. Ende April wagten wir uns an den Versuch, diesen Berg zu besteigen.  Die 18,7 km Wanderung startet an der Bushaltestelle Ookura und führt uns über Forstwege und schöne Flüsse bergauf. Oben am Berg Nabewariyama angekommen, genießen wir neben der Aussicht die berühmte Nabe-Yaki-Udon Suppe, die sehr lecker schmeckt. Im Anschluss wandern wir durch knorrige Wälder auf einem Kamm und steigen dann ab. Nach gut einer Stunde erreichen wir einen Forstweg und gehen gemütlich zurück zur Bushaltestelle.


Details
Distanz: 18,7 km
Dauer: 7.00/9.15 Stunden (ohne/mit Pausen)
Höhenmeter: 1338 m
Ansteigend: 1159 m
Absteigend: 1168 m
Schwierigkeitsgrad: ✭ ✭ ✭ ✭ ✩
Jahreszeit: Ganzjährig
Startpunkt: Bahnhof Shibusawa 渋沢駅 Linie Odakyu 小田急線 → Bus → Bushaltestelle Ookura 大倉 バス停
Endpunkt: Bushaltestelle Ookura 大倉 バス停 → Bus → Bahnhof Shibusawa 渋沢駅 Linie Odakyu 小田急線
Fotos: 29. April 2016


Die Wanderung

Um 7.30 Uhr gehen mein Begleiter und ich zur der Bushaltestelle Nr. 2 am Bahnhof Shibusawa.

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Vor der Haltestelle fällt uns ein Briefkasten auf, der mit den Zeichen 山登者カード markiert ist.

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In den werfen Wanderer ihre Wanderroute-Postkarte ein. Im Notfall können die Rettungskräfte so die Wanderer schneller finden.

Dann trifft auch schon der Bus Richtung Ookura 大倉 ein. Die Fahrt dauert nur 15 Minuten und kostet 200 Yen mit der Suica-Karte.

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An der Bushaltestelle Ookura 大倉 nutzen wir das letzte Toilettenhäuschen, bevor es los geht.

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Wir folgen den Schildern über die Straße Richtung Futamata・Nabewariyama 二俣・鍋割山 in eine kleine Gasse. Hier wandern wir zunächst durch ein Dorf und müssen aufpassen, dass wir keine Schilder übersehen. Dann stehen wir vor einem Zaun.

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Der soll Wildtiere von den Gemüse-Feldern der Bauern abhalten. Das Tor sieht aber schon ziemlich kaputt aus, ob das überhaupt noch jemanden fernhält? Wir passieren das Schild Tanzawa Oyama, das aussieht wie zwei Wildschweine.

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Über Forstwege dringen wir immer tiefer ins Gebirge hinein. Teilweise springen wir über Pfützen oder kleine Rinnsale, die noch vom gestrigen Regen übrig geblieben sind.

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Am Wegrand passieren wir eine Jizo-Statue, die die Seelen kleiner Kindern in die Unterwelt bringen soll.

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In dem Moment überholen uns ein paar Mountenbiker, die uns freundlich grüßen.

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Ob die wohl auch mit den Rädern auf den Berg wollen?? Um die nächste Kurve finden  wir das Denkmal des Präsidenten der Berg-Vereinigung.

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Das Schild mit seiner Geschichte können wir aber beide nicht lesen… Der ansteigende Weg führt uns entlang eines schönen Flusses.

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Der führt uns an vielen Wasserfällen vorbei, die wir in jeder Ecke erblicken können.

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Über zwei ziemlich wacklige Brücken überqueren wir den Fluss an einer Stelle, der Dank des gestrigen Regens viel Wasser mit sich führt.

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An dieser Kreuzung halten wir uns geradeaus. Hier werden wir später herunterkommen.

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Der Forstweg wird steiler und steiler, so dass wir unsere Jacken ausziehen müssen. Plötzlich stehen wir vor einem ca. 20 m Wasserfall.

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Das glasklares Wasser rauscht unter unseren Füssen in den Fluss. Wir testen schon mal, wie Wasserdicht unsere Schuhe sind… Danach gibt es über eine weitere Brücke.

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Wir erreichen einen Parkplatz mit einige Wasserflaschen.

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Die Wanderer werden auf einem Schild dazu angehalten, eine Flasche mit auf den Berg zu nehmen, da es auf der Berghütte kein Wasser gibt. Wir staunen nicht schlecht, als ein Wanderer zwei Wasserflaschen in seinen Rucksack packt. Es gibt wohl wirklich Leute, die das machen…

Etwas erstaunt folgen wir ihm es viele Treppenstufen bergauf.

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Oben auf dem Kamm ankommen, ruhen wir uns kurz aus.

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Leider gibt es keine Aussicht. Teilweise sind die Wege mit Stufen und Stegen ausgebaut, die sollen den Aufstieg erleichtern.

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Doch uns hindern diese eher am Aufstieg. Unterwegs fallen uns diese lila Blümchen auf.

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Diese heißen Tachitsubosumire タチツボスミレ , die man nur in Asien findet. Uns erinnert sie an das deutsche Veilchen. Je höher wir steigen, desto nebliger wird es.

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Ob wir oben überhaupt eine Aussicht haben? Endlich an der Hütte angekommen, ruhen wir uns erst einmal aus.

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An der Hütte entdecken dieses Schild an der Tür.

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„Keine Rucksäcke oder Stöcke in der Hütte“, lesen wir. Wir lassen unser Gepäck zurück und betreten die Hütte.

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Am Tresen schreiben wir unseren Namen und die Anzahl der Suppen auf eine Liste, um unsere Bestellung aufzugeben. Keine 5 Minuten später halten wir unser Nabeyaki-Udon 鍋焼きうどん in den Händen.

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Die Suppe kostet 1000 Yen und beinhaltet neben Pilze, Kürbis, Nudeln und Ei auch Spinat. Echt lecker! In dem Moment reist die Wolkendecke auf und wir erhalten einen Blick ins Tal.

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Toll! Die Wanderer kramen ihre Kameras aus und schießen schnell ein Foto. Dann brechen wir auf und folgen den Schildern Richtung Mt. Tonodake 塔の岳. Durch knorrige Wälder geht es auf dem Kamm bergauf und bergab.

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Manchmal können wir den Berg Oyama oder umliegende Bergketten durch die dichten Wolken erkennen.

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Besonders fallen uns die Bäume in Windrichtung auf, die den Weg säumen.

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Diese erinnern uns sehr an den Film Mononoke Hime. An der Kreuzung “Tonodake 1.5 km – Komaruone-Bunki“ 塔の岳 小丸尾根分岐 biegen wir nach rechts ab.

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Leider ist das Richtungschild dort abhanden gekommen. Hier müssen wir aufpassen! Kurz vor dem Abstieg reist noch einmal die Wolkendecke auf.

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Wir genießen den Anblick und steigen im Zickzack bergab, bis wir einen Zedernwald erreichen.

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Dort steigen wir über Wurzeln und folgen den pinken Bändern an den Bäumen.

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Unterwegs entdecken wir ein kleines Tor, das hier wohl von einem Wanderer aufgestellt worden ist.

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Nach gut einer Stunde erreichen wir die Kreuzung, die wir schon kennen. Nach nur ca. 1 1/2 Stunden kommen wir an der Bushaltestelle an.

Fazit: Diese Wanderung ist anspruchsvoll, aber sehr abwechslungsreich. Schieße auf jeden Fall ein Foto vom Rückfahrplan, um den letzten Bus um 21 Uhr (werktags) und 20 Uhr (Wochenende) nicht zu verpassen!


Wegweiser:
Bushaltestelle Ookura 大倉 バス停 → Futamata・Nabewariyama 二俣・鍋割山 → Futamata 二俣 → Berg Nabewariyama 鍋割山 → Mt. Tonodake 塔の岳 2.8 km → Mt. Tonodake 塔の岳 1.9 km → Kreuzung “Tonodake 1.5 km – Komaruone-Bunki“ 塔の岳 小丸尾根分岐 (hier rechts abbiegen!!) → Ookura 大倉 → Bushaltestelle Ookura 大倉 バス停

Nützliche Schriftzeichen:
Bahnhof Shibusawa 渋沢駅
Bushaltestelle Ookura 大倉 バス停
Richtung Futamata・Nabewariyama 二俣・鍋割山
Wegpunkt Futamata 二俣
Berg Nabewariyama 鍋割山
Berg Tonodake 塔の岳
Kreuzung Komaruone-Bunki 小丸尾根分岐
Bushaltestelle Basutei バス停
Bahnhof Eki 駅
Rechts Migi 右
Links Hidari 左

Links:
Busverbindungen: https://www.kanachu.co.jp/  => 平日 (Werktags) 土曜 (Samstags) 休日 (Sonntag & Feiertags)
Zugverbindungen: http://www.hyperdia.com/


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2 Gedanken zu „[JP] Knorrige Wälder am Berg Nabewariyama 鍋割山“

  1. Das mit den Wasserflaschen ist ja witzig. So etwas ähnliches habe ich auch mal in Österreich gesehen. Da war es aber Feuerholz 🙂

    Besonders gut finde ich aber die Idee mit den Briefkasten. Ich habe mir hierzulande schon öfters mal die Fragen gestellt, wie man jemanden vorab informieren kann wo man hingeht, damit im Notfall die Suche einfacher wird.

    1. Hallo Ronny,
      diese Briefkästen gibt es mittlerweile an allen wichtigen Wanderrouten. Meist direkt am Eingang. Ich finde die Karten auch sehr sinnvoll.

      Viele Grüße aus Tokio,
      Tessa

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