Bonomine (9)

[JP] Die Schlucht-Tour am Berg Bonomine 棒ノ嶺

Am 969 m hohen Berg Bonomine 棒ノ嶺, oder auch Bonooreyama 棒ノ折山 genannt, startet eine mittel-schwere Wanderung. Den Gipfel besteigt man über die Schlucht Shiratanisawa 白谷沢, welche berühmt für seine Steinformationen und Wasserfälle ist. Man folgt einem Bachverlauf, klettert über Felsen und springt von Stein zu Stein den Berg hinauf. Auf der Spitze des Berges Bonomine 棒ノ嶺 erhält man eine schöne Aussicht auf Bergketten. Der Abstieg erfolgt über viele Wurzeln, bis man das Onsen Sawarabi-no-Yu さわらびの湯 erreicht.

Distanz: 8,5 km
Dauer: 4.2 / 5.3 Stunden (ohne/mit Pausen)
Höhenmeter: 969 m
Ansteigend: 806 m
Absteigend: 800 m
Schwierigkeitsgrad: ✭ ✭ ✭ ✭ ✩
Jahreszeit: Geeignet Frühling-Herbst
Startpunkt: Bahnhof Hanno 飯能駅 Seibu-Ikebukuro Linie 西武池袋線
Endpunkt: Bahnhof Hanno 飯能駅 Seibu-Ikebukuro Linie 西武池袋線
Fotos: 24. Mai 2015

Am Nord-Ausgang 北口 des Bahnhofs Hanno 飯能駅 laufe ich zur Bushaltestelle Nummer 2 のりば2番. Der Kokusaikyogyo Bus 国際興業バス Richtung Sawarabi-no-Yu さわらびの湯経由 湯の沢ゆき wartet schon auf mich. Ich steige hinten ein, halte meine aufladbare Geldkarte an das blaue Touchfeld und setze mich in die hinteren Reihen. Pünktlich um 9.20 Uhr fährt der Bus los. Die Fahrt kostet mich 618 Yen. Ich fahre an Dörfern und Wäldern vorbei. Der Bus ist ziemlich leer. Außer mir sehe ich nur noch drei weitere Wanderer. Nach 45 Minuten erreicht der Bus die Haltestelle Sawarabi-no-Yu さわらびの湯, und ich steige aus. Direkt an der Station gibt es kostenlose Toiletten, eine Karte und zwei Souvenirläden. Ich benutze die Toilette, schieße ein Foto vom Rückfahrplan und folge der Straße nach Links. Der Bus dreht währenddessen um und fährt zurück. Die Straße führt mich einen Hügel hinauf. Auf der linken Seite durch ein paar Büsche kann ich einen Staudamm erkennen, der teilweise schon mit Büschen zugewachsen ist. Oben am Damm liegt ein Felsbrocken mit dem Namen des Dammes: Arima-Damm 有間ダム. Dieser wurde 1986 erbaut.

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Ein Hinweisschild Richtung Bonomine 棒ノ嶺 4.2 km leitet mich über den Damm. Ich schieße ein paar Fotos von dem See Naguri 名栗湖 samt Bergketten. Auf dem Damm erwartet mich eine Gruppe Motorräder, die sich gerade dort trifft. Von hinten überholt mich eine weitere Gruppe, die lautstark an mir vorbei saust. Ich spaziere durch zwei geöffnete Tore und folge der Straße am See. Sportautos fahren dröhnend an mir vorbei. Dann überholt mich eine Gruppe Fahrradfahrer. Die Gegend ist wohl bekannter als ich dachte. Ich erreiche nach 25 Minuten den Wanderweg, der mit einem Hinweisschild Richtung Bonomine 棒ノ嶺 3.3 km gekennzeichnet ist. Eine Tafel mit einem QR-Code bietet mir die Möglichkeit mich in einem Netzwerk zu registrieren. Dann wird im Falle eines Unfalls mein Verschwinden bemerkt. Am Ende der Tour muss ich mich wieder abmelden. Vor einer Karte stehen zwei Japanerinnen, die versuchen gerade ihre Position auf ihrer eigenen Karte zu finden. Ich grüße sie und laufe an ihnen vorbei. Der Weg führt mich zunächst über viele Wurzeln und Steinen den Berg hinauf.

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Ein Hinweisschild informiert mich über den lokalen Froschbestand. Saftiges Grün erwartet mich in einem Zedernwald. Schon nach ein paar Minuten vernehme ich ein Wasserrauschen. Ich entdecke auf der linken Seite zwei kleine Wasserfälle. Langsam nähere ich mich einem Bachverlauf und überquere diesen zum ersten Mal auf Steinen. Immer wieder kann ich Wasserfälle bestaunen. Nach einer Viertelstunde erreiche ich ein besonders enge Stelle. Ich kletter über Baumstämme und springe von Stein zu Stein.

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Felsen engen den Bach immer weiter ein. An einer kritischen Stelle kletter ich mit Hilfe eines Seils die 1,5 Meter hinauf. Die beiden Japanerinnen überholen mich. Ich grüße sie freundlich mit Osaki ni お先に (Gehen sie vor). Um 11.20 Uhr erreiche ich eine besonders schöne Steinformationen und schieße viele Fotos.

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Eine Familie mit drei Kindern und Hund überholt mich. Ich packe meine Stöcke ein und binde diese an meinen Rucksack fest, um eine weitere steile Stelle an einer Kette hinaufzusteigen.

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Felsen, Wasserfälle und Moos prägen den „Wanderweg“. Nach einer halben Stunde entdecke ich ein Warnschild vor giftigen Schlangen Mamushi マムシ. Na toll! Der Weg wird etwas flacher. Eine kaputte Holztreppe führt mich zu einer Feldstraße. Auf der linken Seite entdecke ich einen Rastplatz. Dort warten bereits die Japanerinnen auf mich. Sie grüßen mich und fangen mit Smalltalk an. Währenddessen setze ich mich und packe meine Erdnüsse aus. Die beiden sind zum ersten Mal wandern und sind von der Schwierigkeit der Strecke überrascht. Sie machen die Tour nur, weil sie schlanker werden wollen. Ich sage dazu lieber nichts.

Nach der Pause setze ich meinen Weg hinter dem Rastplatz fort und lasse die Japanerinnen vorgehen. Der rutschige Weg wird immer steiler. Ein weiteres Seil hängt an einem Baum. Dank meiner Bergstiefel und Stöcker brauche ich das Seil nicht zu benutzen. Der Weg wird ab dann wieder flacher. Ich erreiche Iwatakeishi 岩茸石, einen Felsbrocken samt Bank.

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Direkt davor befindet sich eine Kreuzung mit einem Hinweisschild auf das Onsen Sawarabi-no-Yu さわらびの湯 mit Preisangaben 800 Yen und Öffnungszeiten… Ich folge der Beschilderung Bonomine 棒ノ嶺 nach rechts den Berg hinauf. Zahlreiche kaputte Holzstufen behindern mich eher, als das sie mir den Aufstieg erleichtern. Der Boden ist rutschig. Ich muss aufpassen, wo ich hintrete. Nach 25 Minuten erreiche ich die Spitze Gonjiritouge 権次入峠. Wieder grüßen mich die Japanerinnen. Von dort erhalte ich einen schöne Aussicht auf ein paar Bergketten.

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Ich setze mich auf eine Bank, trinke Wasser und esse ein paar Nüsse. Anschließend setze ich meinen Weg Richtung Bonomine 棒ノ嶺 weiter fort. Schon nach wenigen Minuten durchbreche ich das dichte Gebüsch und trete auf den wunderschönen Gipfel-Rastplatz des 969 m hohen Bonomine 棒ノ嶺 heraus.

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Ich schieße begeistert Fotos. Dann setze ich mich auf eine Bank und verschlinge mein Mittagessen. Die Japanerinnen, die Familie mit Hund und einige andere Wanderer unterhalten sich angeregt. Die Aussicht ist sehr schön und ich verweile für ein paar Minuten an der Spitze.

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Dann geht es auch schon weiter. Ich laufe den Weg zum Felsbrocken Iwatakeishi 岩茸石 zurück. Ab dieser Stelle richte ich mich nach den Schildern Richtung Kawamatanaguriko 河又名栗湖. Links an dem Felsbrocken führt der Weg den Berg herab. An einer Lichtung erreiche ich die Aussichtsplattform Shikijidaira 白地平, die leider gesperrt ist. Ein weiteres Schild warnt mich wieder vor Schlangen. Auf einer Bank ruhe ich mich kurz aus. Dann klettere ich über zahlreiche Wurzeln den Berg immer weiter herunter.

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Ich überquere den Feldweg drei Mal. An einer besonders steilen Stelle liegt wieder ein Seil bereit. Dieses Mal muss ich mich gut an dem Seil festhalten, da ich sonst einfach abrutschen würde.

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Der Weg wird ab dieser Stelle immer monotoner und langweiliger. Doch schon nach einer weiteren halben Stunde erreiche ich endlich den Ausgang. Ein Hinweisschild erinnert mich, dass ich mich aus dem Wandernetzwerk abmelden soll. Ich überquere eine rote Brücke, halte mich an der Kreuzung gerade aus und laufe einen steilen Hang hinauf. Oben angekommen, sehe ich rechts die Bushaltestelle Sawarabi-no-Yu さわらびの湯. Ich wende mich nach links und erblicke das Onsen Sawarabi-no-Yu さわらびの湯 am Ende der Straße. Ich ziehe meine Schuhe im Eingangsbereich aus, bezahle 800 Yen für 3 Stunden an dem Automaten und stecke 100 Yen in das Schließfach für meine Stiefel. Zur Verhaltensweise im japanischen Onsen empfehle ich den Beitrag Onsen zu lesen. Den Zettel vom Automaten muss ich bei meinem Verlassen vorzeigen, als Nachweis, dass ich die Zeit nicht überzogen habe. Zu den Bädern laufe ich zwei Treppen herunter und gehe in das Bad für Frauen女. Davor hängt ein roter Vorhang. Im Onsen werfe ich das zweite 100 Yen Stück in ein Schließfach für meine Sachen. Die Fächer sind sehr klein, so dass meine Stöcke nicht hinein passen. Ich entscheide mich dafür, diese einfach oben darauf zu legen. Bevor ich mich in das angenehme Bad begebe, wasche ich mich an den Duschen. Nach einer Stunde verlasse ich das Onsen wieder und laufe zurück zur Bushaltestelle. Der Bus holt mich pünktlich um 16.53 Uhr wieder ab.

Insgesamt eine aufregende Wanderung, die mich über Felsen, Steine und Wurzeln führt. Ganz besonders kann ich diese im Herbst mit dem goldenen Blättern nur empfehlen. Wenn es regnet, ist die Strecke gesperrt.

Nützliche Schriftzeichen:
Berg Bonomine 棒ノ嶺
Berg Bonooreyama 棒ノ折山
Schlucht Shiratanisawa 白谷沢
Onsen Sawarabi-no-Yu さわらびの湯
Bahnhof Hanno 飯能駅
Seibu-Ikebukuro Linie 西武池袋線
Nord-Ausgang 北口
Bushaltestelle Nummer 2 のりば2番
Kokusaikyogyo Bus 国際興業バス
Richtung Sawarabi-no-Yu さわらびの湯経由 湯の沢ゆき
Arima-Damm 有間ダム
Gehen sie vor – Osaki ni お先に
Schlangen Mamushi マムシ
Felsbrocken Iwatakeishi 岩茸石
Spitze Gonjiritouge 権次入峠
Richtung Kawamatanaguriko 河又名栗湖
Aussichtsplattform Shikijidaira 白地平
Frauen女

Links:
Bus-Plan: http://transfer.navitime.biz/
Sawarabi-no-Yu Onsen: http://sawarabino-yu.jp/
Zugverbindungen: http://www.hyperdia.com/


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